Aaalso, mal von Anfang an...
1. Wieviele Arten oder Gattungen gibt es eigentlich von Kakadus (etwa)
Es gibt 21 Arten in 6 Gattungen.
Sie werden eingeteilt in die eigentlichen Kakadus (weisse Kakadus), Nymphensittiche, Helmkakadus, Palmkakadus, Rabenkakadus, Rosakakadus. Die meisten Arten gehören zu den eigentlichen Kakadus.
Die Einteilung aller Arten in den Gruppen ist aber noch nicht 100% fest. Was die Verwandschaft zwischen den einzelnen Arten angeht gibt es noch Forschungen über Molekulargenetik.
Ein Kakadu ist grob gesagt ein Papagei mit Federhaube, Gallenblase (die anderen Papageien/Sittiche haben keine) und Puderdunen (die Daunenfedern zerfallen zu Staub, deshalb sieht der Schnabel auch immer wie mit Puderzucher bestreut aus).
2. Stimmt das das der "Indonesische Kakadu" sprichwörtlich auch
"Der Augapfel meines Vaters genannt wird", hab da nämlich mal was darüber gehört.
Den "Indonesischen Kakadu" mit diesem Namen gibt es nicht, die Arten die auf Indonesien leben sind die Goffinkakadus, Molukkenkakadu, Weisshaubenkakadu, ich bin mir nicht sicher ob auch der Gelbwangenkakadu.
Das mit dem Augapfel habe ich nie gehört, ich weiss nciht ob das stimmt.
3. Stimmt das, das der Käfig etwa einen Durchmesser von etwa 25 (oder aufsteigend, je nach größe des Vogels) haben muss?
25 Meter? Naja, für einen Nymphensittich darf er etwas kleiner sein
Aber bei den grossen Arten stimmt es so in etwa, Volierenhaltung ist auf jeden Fall wünschenswert. Schon alleine weil man Kakadus nie alleine halten soll, ein Paar braucht entsprechend Platz. Und Wohnungshaltung... auch nicht gerade ideal. Kakadus sind extrem laut und schreien aus purer Lebensfreude. Und wenn sie nicht mehr aus Lebensfreude sondern aus Einsamkeit, Langeweile, Stress anfangen zu schreien hat du ein echtes Problem... Und dann ist da noch die Sache mit den Puderdaunen, Kakadus stauben und verteilen das in der ganzen Wohnung. Ausserdem sind sie sehr Nagefreudig.
Also sollte man sie entweder in einem extra Vogelzimmer oder halt in einer grossen Voliere halten, wenn überhaupt. Es gibt kaum Vögel mit einer komplizierteren Psyche als Kakadus. Sie nehmen einem kleine Fehler sehr schnell übel und neigen dazu bei falscher Haltung völlig neurotisch, laut und aggresiv zu werden. Ich werde nie das Bild von einem Kakadu vergessen der sich nach jahrelanger Einzelhaltung im Minikäfig, zuerst die Federn ausgerissen hat, danach die Haut auf der Brust und am Ende sein Brustbein stückchenweise zerlegt hat. Wie psychisch verzweifelt muss ein Tier sein um sich selbst solche Schmerzen zuzufügen. Da sieht man was eine falsche "typische Papageienhaltung" für diese sensiblen Tiere bedeutet. Der pure Horror.
Und selbst bei richtiger Haltung sind sie alles andere als unkompliziert. Mit Sicherheit keine Anfängervögel, von den Nymphensittichen mal abgesehen.
Eine wirklich gute, radikale aber sehr wahre Seite über Kakadus ist die hier:
http://www.kakadu-info.de/
(Lautsprecher voll aufdrehen

)
4. Was frisst denn eigentlich so ein Kakadu?
Nur mit handelsüblichem Papageienfutter wird er nicht alt, aber das gilt für alle Papageien. Die würden im Freileben nämlich alles fressen, aber nicht umbedingt trockene Sonnenblumenkerne und (meistens Schimmelpilzbelastete) Erdnüsse.
Ein paar Saaten sind ok, aber umbedingt kombiniert mit Grünfutter (Obst und Gemüse) und Proteinen (proteinreicheren Hülsenfrüchten wie Bohnen, Erbsen; Käse, ab und zu mal ein bisschen gekochtes Hühnchen...).
Das nur mal grob gesagt, Papageienernährung ist zu komplex um das in ein paar Linien zu beschreiben.