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2 Stunden bevor es los ging war ich schon wach.
Ich blieb noch im Bett liegen und kuschelte mit Pepsi.
1 Stunde vor der OP hat sie schon die ersten Medikamente von mir bekommen.
Dann standen wir langsam auf, gingen noch mal in den Garten und fuhren los.
8:45 Uhr kamen wir beim Tierarzt an.
Wir waren noch etwas zu früh, durften warten.
Eine Bekannte die ich vom Hundeplatz kenne, begrüßte mich. Sie machte grade ein Praktikum dort.
Um kurz nach 9 Uhr bekam Pepsi eine Beruhigungsspritze und ich setzte mich noch mal mit ihr (auf dem Schoß versteht sich) ins Wartezimmer.
Eine Viertel Stunde später ging es wieder ins Behandlungszimmer. Pepsi stand auf dem Tisch. Ich hielt sie fest.
Die Spritze wollte sie nicht haben und hat etwas gehampelt.
Die Spritze traf, der Hund sackte recht schnell zusammen und wurde von einer Tierarzthelferin weggetragen.
Gegen 11 Uhr könnte ich anrufen, sie melden sich bei fragen.
Wir gingen mit Tacka spazieren, machten den Einkauf.
11 Uhr? ...ich hatte kein Empfang beim Handy und wäre fast verrückt geworden.
11:15 Uhr versuchte ich anzurufen und hing in der Warteschleife.
Also aufgelegt und zum Tierarzt gefahren.
Zum Empfang gegangen. "Sie wollen Pepsi abholen, richtig?! Klein Moment noch bitte!"
"...ist sie denn okay?!" fragte ich noch mal nach und ach...
Ihr glaubt gar nicht wie erleichtert ich da war.
Noch mal eine gefühlte Ewigkeit warten, während Pepsi im Hintergrund am weinen und jammern und jaulen zu hören war.
Wir durften ins Behandlungszimmer, Pepsi wurde gebracht. Sie lief. Sie kam auf allen Vieren zu mir und ach...
*Emotionen schwappten über*
Der Tierarzt erzählte noch mal, was nun alles gemacht worden ist und das die Narkose "überraschender Weise überhaupt kein Problem" dargestellt hat.
Mittwoch Vormittag geht es zur Nachkontrolle.
Pepsi wackelte zum Auto, dort nahm ich sie auf den Schoß und es ging nach Hause.
Zu Hause tigerte sie erst mal eine ganze Weile durch die Wohnung und durch den Garten und kam nicht zur Ruhe.
Durst hat sie auch jede Menge und nach Futter betteln kann sie auch schon ganz gut. Gepinkelt hatte sie auch schon und sie ist im Garten sogar ein paar Schritte getrabt (obwohl sie das ja gar nicht so darf wegen ihrer Zehe).
Sie ist also schon wieder recht fit und schläft nun auch endlich ein bisschen.
Aussehen tut sie dagegen richtig übel...
Die Beule unterm Auge von der Zahnwurzelentzündung fing ja Sonntag schon an zu eitern/bluten und das ist jetzt noch schlimmer.
Auf dem Kopf und im Nacken wurden ihr dann ja auch noch zwei kleine Tumore entfernt, wo sie nun auch noch die Wunden hat.
Ist alles noch recht blutig und etwas eitrig bei der Beule und ja ... hm... Ins Maul habe ich ihr noch nicht geschaut, weil es -verständlicher Weise- recht unangenehm für sie grade ist.
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Oben hatte ich doch erwähnt, dass eine Bekannte grade Praktikum dort macht.
Oh, ich war so froh darüber!
Und nun habe ich von ihr auch grade noch ein bisschen mehr über die OP erfahren und das sie die ganze Zeit dabei war und Pepsi gehalten hat und das sie auch beim Aufwachen dabei war und sozusagen mit Pepsi Händchen gehalten hat und ihr erzählt hat, dass ich bald komme und .. *schon wieder Tränen in den Augen hab* :/
Ich bin einfach so unheimlich froh, dass Pepsi die OP überstanden hat. Das ich sie wieder bei mir habe.
Und auch, dass so viele Menschen die Daumen gedrückt haben und an uns dachten. ...man war dadurch einfach nicht ganz so alleine.
Also an dieser Stelle auch hier noch mal ein ganz großes DANKE für alle Daumen und Pfoten die gedrückt wurden!
~§~