und antigone, solche gutmenschen wie dich kenne ich zur genüge. da wird immer groß erzählt, wie schlecht es doch alle tiere auf der welt bei menschen haben. dennoch reicht diese feststellung nicht aus, selbst auf tiere zu verzichten. das macht für mich keinen sinn um ehrlich zu sein. wenn ich gegen etwas bin, zeige ich auch die nötige konsequenz.
Das hat nichts mit Inkonsequenz zu tun. Das hat damit zu tun, dass ich meine Tiere hier deutlich über dem Durchschnitt halte und deshalb halte ich Tiere. Die Tiere, die bei mir wohnen hatten die Wahl zu mir zu kommen oder im TH zu bleiben. Mein erster Goldhamster war der älteste, den sie da hatten, kam aus einem 60x40er Käfig und wohnte hier am Ende auf 180x50, mein zweiter war schon ein Jahr alt und hatte schlechte Vermittlungschancen, lebte dann ebenfalls auf 0,9qm, der dritte war so schisserig (ca. 9 Monate alt), dass er kaum vermittelbar war, mein vierter war ebenfalls schon ein Jahr, wurde von vielen als zu hässlich und/oder zu aktiv eingestuft und hat deshalb kein Zuhause gefunden. Meine Katze war 7 als ich sie bekam, wäre ich TH untergegangen und hätte da den endgültigen Knacks abbekommen. Sie ist keine Anfasskatze und hätte wohl in restliches Leben ins TH verbracht, wenn ich sie nich genommen hätte.
Und aus diesem Grund halte ich Tiere. Ich nehme alte, kranke, ist mir schnuppe. Aber wahrscheinlich ist das jetzt auch wieder scheinheilig. Und außerdem profiliere ich mich wahrscheinlich dadurch. Ich nehme diese Tiere nicht, weil sie mir leid tun, ich nehme diese Tiere, weil ich sie toll finde. Allerdings sortiere ich ehrlich gesagt einige Tiere sofort aus: ich will keine jungen Tiere, egal welche Art, ich nehme bei Hamster eher diejenigen, die große Gehege brauchen, weil ich sie eben habe und manch andere nicht, ein Hamster, der nur 100x40 braucht, wird schneller vermittelt als einer, der 100x50 braucht. Und ich kann nur nochmal betonen: warum werden hier alle THHunde als gestört, schwierig oder als grundsätzliche Heruasforderung angesehen? Ich kenne soo viele THHunde, die sich problemlos in eine neue Familie einfügen und keinerlei Traumata o.ä. haben. Es gibt junge Hunde, Welpen, ältere und ruhige, oft sehr familientaugliche Hunde. Kein THmitarbeiter würde jemandem, dem sie es nicht zutrauen einen schwierigen Hund vermitteln.
Ich bin übrigens auch nicht im TH bei den Hunden, weil sie mir leid tun, sondern weil es mir Spaß macht und ich was für meinen wahrscheinlich zukünftigen Hund lerne. Absolut eigennützig also.
@Babsi&Nsoah: ich will Hunde nicht wie Wölfe halten, aber z.B. mit ständigem Rudelkontakt (und damit meine ich Hunde, nicht Menschen) wäre es deutlich artgerechter als so wie sie zu ca. 90% gehalten werden.
Warum genau bin ich frustriert?
Caterina