bei Campells soll ja die Gruppenhaltung in den meisten Fällen klappen,
Nein, tut sie nicht. Gleichgeschlechtliche Gruppenhaltung geht sogar häufig schief, weil sie auch für Campbells unnatürlich ist. Es gibt sogar hier im Forum Berichte darüber, dass Campbellgruppen zerbrochen sind, findest du bestimmt über die Suchfunktion. Es gibt auch welche, die halten, das kommt immer auf den Charakter der Hamster an, aber allein, dass stets dieses Risiko bei Gruppenhaltung genannt wird, zeigt schon, dass da vieles noch nicht klar ist.
Um das Zerbrechen der Gruppe irgendwie zu verhindern werden diverse von Schnitzi genannte Maßnahmen ergriffen (Verringerung des Platzangebotes, zu wenig Streu, zu wenig Verstecke, etc.) - was aber aus Hamstersicht unlogisch ist, denn ein harmonierendes Paar bewohnt sein Revier zusammen. Wenn sich Reviere bilden und es dadurch zu Streit kommt, liegt das nicht daran, dass das Gehege zu groß ist, sondern daran, dass die Hamster einfach nicht zusammen passen. Mehrere gleichgeschlechtliche Tiere würden auch in der Natur nicht dauerhaft zusammen bleiben, weil ihnen in dieser Konstellation ein Fortpflanzungspartner fehlt.
Im Endeffekt kann man also sagen: Ja, Campbells sind mitunter sozial und keine Einzelgänger, aber die gleichgeschlechtliche Haltung ist nicht optimal und bleibt trotzt allem Sozialverhalten risikobelastet.
Bullstaff, ich rate dir nur, lass die Finger von der Paar-/Gruppenhaltung. Du hast keine Erfahrung mit Hamstern, dein Wissen ist bisher rein theoretisch. Es ist sehr schwierig, Anzeichen von Disharmonien in einer Gruppe zu erkennen, wenn man sich mit Hamstern generell noch nicht gut auskennt.
Die Hamster aus der Kleinanzeige sind Hybriden, die für die Paarhaltung denkbar ungeeignet sind. Wenn der Dsungare durchschlägt, wird es da früher oder später wahrscheinlich Ärger geben, denn Dsungaren leben nur zur Paarungszeit zusammen und trennen sich danach wieder (und auch hier leben natürlich nur gegengeschlechtliche Paare zusammen).
In den Kleinanzeigen finden sich häufig arme Tiere, die aus schlechter Haltung kommen, aber du kannst nicht alle retten. Tu dir selbst den Gefallen und überfordere dich nicht mit der Aufnahme mehrerer Hamster, wovon du selbst einige vermitteln willst, damit sie ein schöneres Zuhause bekommen. Der Gedanke ist lobenswert, aber das sollte man als Anfänger besser Leuten überlassen, die sich mit den Tieren auskennen.
Ich würde dir nach wie vor raten, dich an die Hamsterhilfen zu wenden. Die Vermittlungsstellen helfen dir bei allen Fragen, die sich auftun, können mit dir zusammen den Transport des Hamsters organisieren und bei allen auftretenden Problemchen helfen. Die Entfernung ist da gar nicht als Problem nennenswert, eine MFG findet sich immer.