Essstörungen - Thread

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  • Essstörungen - Thread Beitrag #21
Hey Viviana.

Es ist überhaupt kein Problem, dass du von ihr erzählst.
Ich finde es toll, von dir so etwas zu lesen, weil man anhand deines Schreibstiles
wirklich merkt, wie sehr du an ihr hängst, und wie glücklich du bist, wenn du mit ihr telefonierst, oder sie gar sehen darfst.

Ich wünschte, ich könnte meine Vertrauensperson wenigstens noch einmal in meinem Leben wiedersehen. Aber das ist so unwahrscheinlich, weil sie nun neun Monate in Australien ist - ich könnte heule, denn ich hätte so viel zu erzählen, im Moment geht es leider nicht so Berg auf, und es tut so gut, mit ihr darüber zu reden.
Vor allem - sie versteht mich. Sie versteht mich so gut in allen Punkten.
Als ich vor ihr auf die Waage gestiegen bin, wusste sie direkt, was ich denke und fühle. Sie versteht mich. Sie macht keinen Druck. Sie versucht mir zu helfen, und mir zuzuhören. Mir tut das so unglaublich gut, nur macht es mich so traurig, sie vielleicht nie wieder zu sehen. :(

Viviana, gibt es denn einen Grund, dass du solche Angst hast, sie zu verlieren?
Ich mein, ist da irgendwas, was dazu führen könnte, dass ihr euch Möglicherweise nicht mehr so oft sehen könnt?

Liebste Grüße ;)
Laura
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #22
Hey,

mich macht das auch ganz traurig, wenn ich lese dass du deine Freundin vllt nicht wiedersehen wirst :( Kommt sie denn nach den 9 Monaten nicht wieder? Vielleicht könnt ihr über Skype oder so ja in Kontakt bleiben. Das ist natürlich nicht so schön wie sich wirklich zu sehen, aber vllt besser als garnichts. Oder?

Naja, sie war ja schonmal ein Jahr von der Bildfläche verschwunden und ich habe einfach Angst, dass das nochmal passiert. Wir haben momentan nicht so viel Kontakt, weil sie seit Monaten kein Guthaben auf dem Handy hat. Wie können also nur telefonieren. Und ich habe immer Angst, dass ich sie zu viel belaste...
Irgendwie hat sich was zwischen uns verändert seit wir nicht mehr so viel Kontakt haben. Ich habe irgendwie Angst, dass ich bald "zu groß" bin. ich weiß auch nicht...

Sie hat in ihrem Leben einfach schon so wahnsinnig viel erlebt, gut wie schlechte Sachen, und weiß daher irgendwie bei jedem meiner Probleme eine Lösung. Aber es tut auch gut wenn ich bei ihr bin einfach mal nicht über Probleme zu reden, sondern einfach nur abzuschalten. Oh man, wenn ich das so schreibe vermisse ich sie ganz schön :( Dabei habe ich Gestern und Vorgestern mit ihr Telefoniert...

Wenn du magst, kannst du mir aber immer schreiben. Muss ja nicht hier im Thread sein ;)

Ich habe ja schon geschrieben, dass mein Pferd im Dezember gestorben ist. Im Januar ist das Pferd meiner Schwester gestorben. Das war beide Male ein ziemlicher Schock und ist auch noch nicht ganz verarbeitet. Gestern bekam ich dann die Nachricht, dass noch ein Pferd gestorben ist. Sie mussten sie am Montag Abend einschläfern, da sie eine sehr schlimme Kolik bekommen hat. Das kam schon wieder so plötzlich. Auch dieses Pferd war sehr besonders für mich. Dank ihr habe ich, nach einem unschönen Unfall, mich wieder getraut zu Reiten. Sie hat mir so viel Mut gegeben. Und dann musste sie so qualvoll sterben... Als ich das erfahren habe, musste ich mich erstmal übergeben (das ist normal bei mir ;) ) Ich habe dann den Schultag noch durchgestanden und Abends wurde es dann alles zu viel. Ich musste mich schon wieder übergeben und mir war so unglaublich schlecht, dass ich heute zu Hause bleiben musste, um mich ein bisschen zu beruhigen. Ich hasse das...

Liebe Grüße
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #23
Thema Essstörungen.. Herrje.. Davon kann ich auch ein Lied singen.

Sowohl als "Angehörige" durch eine damalige Freundin, als auch über mich selbst.

Ich hoffe einfach mal, dass es nicht stört, wenn ich hier noch ein wenig von mir erzähle?

Ich selbst kann vor anderen Menschen einfach nicht essen. Nur vor meiner Oma und meiner Mutter. Jeder der dazu kommt, macht mich nervös.

Die Ursache dafür ist simpel: In meiner Familie wurde immer sehr viel darauf geachtet WAS ich esse und vor allem WIE ich esse. Und das kann ich auf den Tod nicht ausstehen. Sobald ich merke, dass mich jemand beim Essen beobachtet, wird mir schlecht und ich kann einfach nicht weiter essen. Meine Mutter weiß das, sie respektiert das auch. Von daher hab ich vor ihr da auch überhaupt keine Probleme.
Aber wenn ich bspw. einen neuen Freund habe, brauche ich Wochen, bis ich's mal hinkriege vor ihm zu essen.

Das ist der eine Teil. Der andere Teil: Sobald ich Stress habe (und den hab ich zur Zeit mehr als zur genüge) KANN ich nicht mehr essen. Ich hab einfach keinen Hunger. Derweil kämpf ich mal wieder mit meinem Untergewicht und versuch das in den Griff zu kriegen. Gar nicht mal so einfach, aber ich krieg das schon hin.

Zum essen zwingen kann ich mich selbst im übrigen nicht. Selbst wenn ich es gern würde. Ich esse wenn ich hunger habe. Ansonsten geht's einfach nicht, ich krieg nichts runter.

Ich bin zur Zeit zwar in Therapie, allerdings nur bei einer Heilpraktikerin, die mit mir versucht mein Durcheinander in den Griff zu bekommen. Letzteres ist natürlich durch meine Vergangenheit gar nicht mal so einfach, aber wir arbeiten daran.

Ich rede da schon lange offen drüber, weil es nun mal einfach so ist und ein Teil von mir ist, an dem ich arbeite. Es ist ja nicht so, dass ich mich quasi mit Absicht runter hungere, ganz im Gegenteil. Ich fühle mich zu dünn und wenn ich manchmal bei meinem jetzigen Gewicht nach dem Duschen in den Spiegel sehe, kann ich mich selbst nicht ausstehen.

Uff.. Mal wieder länger geworden als ich wollte, aber vielleicht hat ja doch jemand Tipps für mich auf Lager, was ich noch ändern könnte ;)

liebe Grüße,

Shivara
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #24
Klar kannst du hier schreiben, ist ja für alle gedacht :)

Ich kann dich gut verstehen. Wenn ich Stress habe, kann ich auch nicht mehr essen und mir ist dauernd schlecht. Sobald ich zu viel nachdenke, drüber rede wie es mir geht oder ich vor etwas Angst habe, wird mir schlecht. Manchmal übergebe ich mich auch, wenn es zu schlimm wird.

Zwingen bringt bei mir auch nichts. Wenn ich nicht essen will, dann kann ich auch nicht. Bei mir ist es irgendwie immer so: wenn ich Essen will, dann kann ich nicht und wenn ich Essen kann, dann will ich nicht. Ein bisschen kompliziert...

Ich war am Freitag mit einer Freundin in der Stadt (sie ist 42). Sie hatte den ganzen Tag gearbeitet und wollte gerne was essen. Ich habe gesagt, dass sie das gerne machen kann, ich aber nichts möchte. Dann kam natürlich die Frage was ich schon gegessen habe und auf meine Antwort "eine Möhre" kam natürlich "das reicht nicht!" und ich musste einen Salat essen. Ich habe mich echt bemüht, aber ich musste irgendwann aufhören, sonst hätte ich auf den Tisch gekotzt. Aber die Freundin hat das einfach nicht verstanden.

Ich hasse solche Situationen, ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Außerdem esse ich immer sehr langsam. Wenn es etwas leckeres gibt, geiern immer alle auf das, was bei mir übrig bleibt und Freunde kommentieren immer meine mini Brocken, die ich mir in den Mund schiebe.

Manche Menschen fangen bei Stress an zu essen, andere hören auf. Und da ich seit einem Jahr ziemlichen Stress habe, esse ich seit einem Jahr schlecht. Ich habe mich inzwischen dran gewöhnt, auch an die Übelkeit nach dem Essen. Oft esse ich nur, um die Diskusion zu vermeiden und muss dann halt hinterher mit dem schlechten Gefühl im Magen leben.

Vielleicht würde dir eine Therapie bei einer Psychotherapeutin helfen, aber da kann ich nicht so viel zu sagen, hänge ja selber zwischen den Stühlen...

Vielleicht warten wir mal auf Piraja, die hat immer gute Tipps auf Lager ;)
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #25
Hey, danke für deine Antwort :)

Bei mir ist das ja kein Dauerzustand. Es gibt auch Zeiten, da fress ich wie ein Scheunendrescher und hab dann mein geliebtes Idealgewicht wieder. (Was laut BMI immer noch Untergewicht ist, laut Arzt aber vollstens in Ordnung weil ich halt sehr zierlich bin.)

Sind halt immer diese Phasen, nur zur Zeit ist's halt echt heftig.. Ich fühl mich nicht wohl in meiner Haut und durch mein ungewolltes Abnehmen hab ich zur Zeit die Oberweite einer 11-Jährigen Pubertierenden... Damit bin ich kreuz unglücklich :(

Gut, ich rauche. Könnte ich aufhören, würde ich angeblich auch zunehmen: Fehlanzeige. Ich hab auch mal 1 Jahr lang nicht geraucht und von zunehmen keine Spur.
Davon ab will ich gar nicht aufhören.. *hust* Andere Geschichte.

Halt doch etwas komplex und ich fühl mich damit auch weiß Gott nicht wohl.. Nur weiß ich nicht, was ich da groß machen soll. Körper sagt halt "nö" und dann kann ich auch nix groß machen :/ Das deprimiert dann doch schon.

Lg
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #26
Ja ja, so ist das mit dem Körper ;)

Hast du mal deinen Arzt gefragt, was du da machen kannst?
ein Kumpel von mir war mal auf Kur, weil er auch Untergewicht hatte. Das hatte nichts mit Magersucht oder so zu tun und seit dem hat er halbwegs Normalgewicht. Vielleicht wäre das mal was für dich?
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #27
Piraja, du fährst Morgen wieder nach Hause, oder? Freust du dich, oder eher nicht?

Mir gehts immer eher schlechter wenn ich wieder nach Hause muss, vorallem wenn es mir woanders gut ging... Was machst du denn dann?

Ich könnte mir gerade nichts schöneres vorstellen, als einfach weg zu sein... :(
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #28
Jaaa, ich darf morgen endlich nach Hause. ;)

Ich freue mich riesig, nicht auf zu Hause, aber einfach endlich wieder aus der Klinik zu sein.
Allerdings werde ich die ganzen Menschen dort unheimlich vergessen,
dort hat man so viele kennengelernt, vor allem auch Menschen,
in deren Geschichten man sich vollkommen wiederfindet.

Einerseits bin ich natürlich auch traurig, aber unterm Strich
ist das freie Leben, zu Hause, doch schöner.

Außerdem geht es nächste Woche Mittwoch dann auch schon für drei Monate nach Frankreich, d.h. ich bin erst einmal von zu Hause weg. ;)

ein großer Nachteil ist, dass es mir nach der Klinik meist unheimlich schwer fällt,
zu essen, bzw. ausreichend zu essen.
Denn während des Klinikaufenthaltes musste ich noch unter den wachen Augen der Ernährungstherapeutin (...) essen, alles wurde sehr streng kontrolliert. Nur zu Hause ist diese intensive Kontrolle nicht mehr da - und ich muss jetzt irgendwo selber schauen, dass ich mir selber gegenüber ehrlich bin, und auch wirklich so viel zu mir nehme, wie ich es auch sollte.

Aber trotzdem - ich freue mich! ;)
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #29
Das ist doch schön :)

Und was machst du in Frankreich? Einen Austausch?

Ich bekomme Angst. Ich merke, wie schwer mir das Essen momentan fällt. Ich könnte jedes Mal kotzen und fühle mich schon dabei schlecht, nicht erst danach... Einerseits bin ich (tut mir leid, es hört sich scheiße an...) stolz, wenn ich es schaffe den ganzen Tag fast nichts zu essen, aber z.B. heute Abend waren wir essen, ich habe einen Salat gegessen und musste mich wirklich zwingen ihn aufzuessen, das hat sich nicht gut angefühlt... Ich dachte so "hast du es wirklich noch unter kontrolle?" Ich habe heute echt nur drei Scheiben Brot in der Schule gegessen und dann Abends den Salat. Aber mir ging es gut. Ich weiß auch nicht.. irgendwie fühlt es sich für mich gut an, wenn mein Magen knurrt (obwohl ich keinen Hunger verspüre) und ich dann aber nichts esse und er dann wieder aufhört.

Ich habe so Angst :102:

Irgendwie habe ich so ein Chaos im Kopf, ich verstehe mich selber nicht mehr...:085:

Aber vielleicht ist es auch Einbildung...
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #30
Gestern hatten wir Sport - und wir haben ein Mädchen in der Klasse,
das erheblich dünner ist als ich.
Sie tauchte in kurzer Hose und Top auf - ich in langer Hose,
weil ich nicht gern meine Beine zeige, weil ich sie zu dick finde.
Während der Sportstunde war ich total depressiv gestimmt, ich hätte
jeden Moment losheulen können, weil ich mich für mich und meine
Figur so unendlich geschämt habe.
So schlecht, und ekelhaft habe ich mich lange nicht mehr gefühlt,
nicht mal in Vieux Boucau.
Das Mädchen hat mich die ganze Zeit gemustert, ich habe mich dabei so
geschämt, und mich so schlecht und fett gefühlt.
So richtig fett, schwer zu beschreiben, aber ich hätte die
Fenster einschlagen können, oder meinen Kopf
gegen die Wand schlagen können.

Im Moment klappt es nicht wirklich mit dem Essen.
Aber wisst ihr was? Ich möchte gar nicht mehr gesund werden.
Ich möchte es einfach nicht.
Ich war so unglaublich glücklich, als ich fünf Kilo abgenommen habe,
es hat mich so stolz gemacht, Erfolg zu sehen.
Und jetzt ist das ganze nicht mehr so, ich kann nicht mehr stolz auf mich sein.
Dabei fühle ich mich so ekalhaft fett.
Das Mädchen ist so dünn, aber ich finde es schön.
Die anderen stempeln sie als magersüchtige ab, aber es stechen noch nicht alle Knochen hervor - aber ich würde auch gerne so aussehen, auch wenn ich weiß,
dass es ungesund ist, mich nicht glücklich macht, und es eigentlihc total verrückt ist.
Ich fühle mich so schlecht, wie schon lange nicht mehr.
Und das essen fällt mir immer schwerer...:(
Ich packe das alles einfach nicht, manchmal weiß ich nicht mehr, wofür es sich eigentlich zu kämpfen lohnt. Warum so viel Kraft aufbringen, für ein Leben, in dem man letztendlich sowie so jedem egal ist, indem alles beschissen läuft?
Das ist alles so sinnlos im Moment. ... :'(
Es ist ja auch kein Verbrechen, dünn sein zu wollen? Mich schätzt sowie so jeder einen Zehner schwerer, als ich in Wirklichkeit wiege.
Ich möchte nichts mehr essen. Nie wieder, weil ich damit nicht glücklich bin..
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #31
Piraja, mich macht es traurig das zu lesen... Ich hatte gehofft, dass es dir besser geht... Wo bist du denn jetzt? Noch in Frankreich?

Ich kenne leider das Gefühl, einfach nichts essen zu wollen. Ich esse generell nicht in der Schule Mittag, ich esse kein Mittag. Aber dann sagte jemand zu mir "willst du wieder hungern?" und dann habe ich doch gegessen, einfach um die Diskusion zu vermeiden, um zu verhindern dass es jemand mitbekommt. Es war ein Fehler, ich hätte mich am liebsten übergeben, mir war so schlecht... Ich habe mir geschworen nie wieder Mittags was zu essen. Das Gefühl nicht zu essen und vielleicht sogar ein bisschen Hunger zu haben, fühlt sich einfach besser an. Aber das ist gerade auch egal, es geht um dich!

Ich weiß ehrlich gesagt nicht so ganz, wie ich dir helfen kann, aber ich versuche es einfach mal...

Das Gefühl, sich fett und eklig zu fühlen kenne ich auch zu gut. Daher weiß ich, dass es nichts bringt, wenn einem gesagt wird, dass man nicht zu dick ist, sondern zu dünn. Das bringt einfach nichts, man selber sieht es eh nicht ein, auch wenn sich die anderen den Mund fusselig reden. Und ich wiege sicherlich noch einige Kilos mehr als du...

Ich kenne dich kaum, aber das bisschen was ich von dir kenne finde ich sehr beeindruckend und vorallem sehr sehr sympathisch. Ich fand von Anfang an deinen Willen gesund zu werden sehr beeindruckend, ich habe mich jedes Mal fast schwach dagegen gefühlt. Daher möchte ich dir jetzt so gerne helfen, ich weiß nur nicht wie :(
Wenn es irgendetwas gibt, das ich für dich tun kann, dann sag es bitte!

Weißt du, ich denke auch ständig, dass es sich nicht lohnt weiter zu kämpfen. Für was denn? Dafür, dass es immer schlimmer wird? Und ich weiß nicht, was ich mit diesen Gedanken machen soll, wie ich die einordnen soll. Aber irgendwie gibt man trotzdem nicht auf, auch wenn man es sich tausendmal vornimmt. Irgendetwas hält einen...

Was ist denn mit deiner Freundin? Ist die wirklich nicht erreichbar? Ich glaube, sie könnte die einzige sein, die dir gerade helfen kann.

Ich kann deine Gedanken so gut nachvollziehen, weiß aber leider keine Lösung...
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #32
Hey Piraja,
nicht aufgeben! Geh mal in dich, eigentlich weißt du, dass du wunderschön bist, genau so, wie du bist. Du bist schon so weit gekommen im Kampf gegen die Krankheit, lass dich jetzt nicht kleinkriegen. Wehr dich!

Wenn du wirklich wirklich ehrlich zu dir bist, weißt du, dass du gesund werden möchtest. Erinner dich. Du bist eine tolle Person, und ich lese deine Beiträge gerne. Da schwingt so viel Gefühl, so viel Einfühlung und so viel Liebe zwischen den Zeilen mit, ich weiß, dass du stark bist. Trau dich, gib nicht auf. Krank sein scheint immer einfacher, als gesund werden, aber nur, weil der Weg zur Gesundheit ein längerer ist. Lass dich nicht kleinkriegen, dazu bist du viel zu toll!
Fühl dich mal gedrückt, wenn du magst. =)

Ganz liebe Grüße,
freake
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #33
Hey Piraja,

Ich kann mich da freake nur anschließen.

Und noch dazu: So schnell wird man einfach nicht gesund in dem Punkt, aber du hast jetzt schon so viel geschafft! Gib nicht auf, du bist auf dem besten Wege sorgenfrei zu leben! Nicht klein kriegen lassen von dieser Krankheit, du bist viel stärker, als dass du jetzt aufgeben könntest.

Denk immer daran: Du wirst gesund werden
Und auch, wenn dich das dein Leben lang begleiten wird, wirst du trotzdem glücklicher sein, wenn nicht jeder danach schaut, wie viel du wiegst oder wieviel du isst.

Du bist mit deinen 16 so weit... Du bist um einiges reifer als manche in meinem Alter, die sich aber für sooo erwachsen halten.

Du bist ein unheimlich kluges Köpfchen und ich weiß, dass du das packen kannst.
Ich denke, ich kann hier für einige sprechen, wenn ich sage, dass wir den Hut vor dir und deinem Mut ziehen.

Nicht aufgeben!

Liebe Grüße
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #34
Huhu^^

davon kann ich auch ein Lied singen. Zwar kein langes aber da ist es trotzdem!

Laut BMI bin ich nur noch untergewichtig. Ich muss mich aber total zwingen zu essen. Ich bin von 7-16 Uhr in der Schule und esse vorher und in der Schulzeit meistens nichts. Weil ich einfach kein hunger habe. Aber wenn ich dann hunger habe esse ich auch! Weil ich einfach selber weiß das ich essen muss. Es fällt mir zwar wirklich schwer, aber es hat auch vieles mit dem Sport zu tun.

Ich mache Leistungssport. Die Magersucht hat mir da vieles versaut. Aber darüber kann ich nicht reden. Weil ich es einfach nicht wahr haben will.
Ich kann auch nicht einen Tag ohne Sport aushalten. Ich mache in der Schule insgesammt 5Std. Sport. Dann 3x die Woche Training. und zusätzlich geh ich noch 2-3mal joggen. Und da schummelt sich immer noch was dazwischen... Das es noch viel mehr wird.

Wenn ich mich nicht selber so extrem zwingen würde würde ich es nicht schaffen. Ich war schon so das ich keine Kraft mehr hatte Treppen zu steigen. Weil ich einfach keine Energie hatte.

Das Gefühl, du bist zu dick, ist und war schon immer da....

LG Gurke.

PS: und wenn ich ehrlich bin gehe ich jetzt schon wieder joggen. Wobei ich weiß das ich es lieber lassen sollte. Aber es geht einfach nicht!
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #35
Hallo ihr Lieben,

vielen Dank, für euren Trost, und euren Zuspruch von Mut. ;)

Wisst ihr, ich kann einfach mein ganzes Leben nicht mehr genießen.
Gestern war ich mit meiner Austauschschülerin und Freunden im Kino.
Anstatt mich auf den Film zu konzentrieren, habe ich meine Zeit damit verbracht,
Frauen bzw. Schauspielerinnen zu suchen, die dünner sind, als ich,
und mich unentwegt mit allen Figuren des Filmes zu vergleichen.
Klar, ich fand den Film toll - aber genießen konnte ich den Abend nicht.

Vor zwei Tagen hatte ich mit einer Person telefoniert, die mir sehr sehr viel hilft.
Hier in Frankreich bin ich dabei, abzurutschen, sie rät mir, dass ich zu Hause besser aufgehoben sei, und den Kampf, ohne professionelle Hilfe nicht langfristig schaffen kann.
Ich meinte dann, dass ich aber nicht nach Hause möchte. Weil ich mich hier wohlfühle, hier bin, um Französisch zu reden, und hier Spaß habe. Darauf hin fragte sie mich, was für mich denn noch Spaß sei, wenn ich jede freie Minute an Essen, Kalorien denke. sie meinte, ich wüsste gar nicht mehr, was es heißt Spaß zu haben, weil mich die Magersucht und Bulimie so gefangen hält.
Und sie hat vollkommen Recht.

Im Moment bin ich hier ziemlich im Stress - meine Gastfamilie hat gemerkt,
dass ich mich jedes Mal, nach dem Essen, übergebe.
Es macht mir so unglaublich Druck, ich werde nun sehr kontrolliert, die Mutter hat noch vor, mit mir darüber zu reden. Mein Lehrer und meine Eltern werden informiert werden. vielleicht muss ich sogar nach Hause. :(

Jetzt esse ich wieder, gestern und heute habe ich echt viel gegessen.
Aber wisst ihr, was daran falsch ist?
Ich tue es keineswegs für mich. Denn ich möchte nicht gesund werden. Ich möchte dünn sein, egal ob es den anderen gefällt. Aber mir. Denn im Moment esse ich,
um die Gemüter der anderen zu beruhigen.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter... :(
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #36
Ach, Piraja, mir tut es so leid, das zu lesen. Ich hatte vor deinem Klinikaufenthalt - soweit das via Internet eben möglich ist - den Eindruck, dass du kämpfen willst. Dass es natürlich oft schwer ist, aber dass du es willst.

Ist dir das Dünnsein wirklich wichtiger als deine Gesundheit? Dein Leben? Du bist so ein intelligentes, hübsches Mädel, da kann ich den anderen nur zustimmen - warum ist es so wichtig, ausgerechnet dünn zu sein? :( Und auch wenn du das nicht glauben magst, ich sag es dir trotzdem, damit du es immer wieder hörst: Du bist sehr schlank! Was wäre für dich persönlich besser, wenn du noch dünner wärst? Damit lösen sich keine Probleme...

Du musst auf die Fragen nicht antworten. Es sind einfach meine Gedanken dazu. Und bitte denk nicht: "Wieder eine, die mich nicht versteht." Ich würde es gerne verstehen. Und irgendwie tu ich das auch, nur auf andere Situationen bezogen... Hier versteht auch keiner, warum ich selbst auf die Meinung von Leuten größten Wert lege, die ich nicht einmal kenne oder sogar seltsam finde...

Vielleicht solltest du dir tatsächlich noch etwas Zeit geben mit dem "Ernst des Lebens", sprich aktuell mit dem Schüleraustausch. Denn ich kann mir vorstellen, dass dich die fremde Umgebung unter fremden Leuten, die deine Krankheit und deine Ängste nicht so gut kennen, eher zurückwirft.

Bitte gib dich nicht auf. Mach immer weiter und lass dir helfen. Wenn du dich der Krankheit hingibst, wird sie dich zerstören.

Ich bin in Gedanken bei dir und hoffe, mit meinem Beitrag geholfen und nichts schlimmer gemacht zu haben. Ich bin da völliger Laie, bitte entschuldige, falls einiges falsch rüberkam. -.-

Viele liebe Grüße

Sarah
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #37
Hey Piraja,

ich kenne die Gedanken, dass man eigentlich gar nicht "gesund" werden will nur zu gut.
Es ist für viele nicht einfach das nachzuvollziehen..klar

Ich fühlte mich damals immer ganz seltsam, wenn ich merkte, dass es langsam bergauf ging und ich aus meinem Loch hervorgekrochen kam. Es war so ungewohnt glücklich und zufrieden mit sich selbst zu sein, dass es mir regelrecht Angst einjagte, weil ich es gar nicht mehr kannte.
Die Lösung für mich war dann einleuchtend: Gewohnte Zustände wiederherstellen, meine üblchen Rituale wieder hervorkramen und mit voller Absicht alles tun, damt es mir weder mies geht und ich alles beschi**en finde. (in meinem Fall Depressionen+SVV+ES)
So war alles in Ordung, vertraut...
Kein Wunder, dass einem da der Gedanke kommt "Warum eigentlich Therapie und Co? Das macht einen nur fertig und so wie es war läuft es doch eh besser und überhaupt...man machts ja eh nur für die anderen.

Allerdings ist das weder eine langfristig funktionerende Lösung, noch eine Methode, die einen lange am Leben hält...
Bei mir hats Klick gemacht, als mein Leben auf der Kippe stand und ich um haaresbreite den Löffel abgegeben habe.

Ich hoffe sehr, dass du nicht erst in so einem Moment die Einscht hast, dass das gewohnte Leben zwar halbwegs ertragbar, aber das "wirkliche Leben" ohne all die Sorgen so viel schöner ist.
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #38
Piraja, ich bin mir sicher, dass es besser ist, dass deine Gastfamilie das gemerkt hat. Auch, wenn es für dich jetzt unangenehm wird... Es ist nur doof, dass du dann wahrscheinlich aus der Umgebung gerissen wirst, in der du dich gerade wohlfühlst. Denn, wenn du gesund werden sollst/willst, musst du dich wenigstens in der Umgebung wohlfühlen.

Weißt du noch, du hast mir gesagt, ich soll das alles für mich machen. Ich soll für mich mit der SV aufhören, ich soll für mich essen. Ich glaube, das sollte ich dir jetzt raten, auch wenn ich es selber noch nicht umsetzen konnte ;) Es hat mich irgendwie zum Nachdenken angeregt.

Ich bin mir sicher, dass ein so starkes Mädchen wie du, das schon so viel erlebt und geschafft hat, den Mut und die Kraft aufbringen kann, wieder gesund zu werden. Und zwar für sich, nicht für andere!

Liebe Grüße
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #39
Ach, Piraja, mir tut es so leid, das zu lesen. Ich hatte vor deinem Klinikaufenthalt - soweit das via Internet eben möglich ist - den Eindruck, dass du kämpfen willst. Dass es natürlich oft schwer ist, aber dass du es willst.

Ist dir das Dünnsein wirklich wichtiger als deine Gesundheit? Dein Leben?
Im Moment, um ehrlich zu sein, ja. Ich habe so oft das Gefühl, dass es mir sowie so keineswegs etwas bringt, die Krankheit zu besiegen. Ich bin zu schwach, um den ganzen Weg noch einmal zu gehen. Ich habe einfach keine Kraft mehr. Es dreht sich alles, immer, um das gleiche. Geht es Berg auf, geht es bald auch wieder sicher Berg ab. So, wie es ein Berg eben an sich hat. Und der ganze Kampf ist umsonst. Außerdem habe ich so unglaublich Angst davor, den Kampf wieder zu wagen, die ganze Mühe aufzubringen - denn es ist so unglaublich schwer. Und die Magersucht hilft mir, mit anderen Dingen, besser klar zu kommen. Ganz zu schweigen davon, dass ich mich in meinem Körper nicht wohlfühle.

Du bist so ein intelligentes, hübsches Mädel, da kann ich den anderen nur zustimmen - warum ist es so wichtig, ausgerechnet dünn zu sein? :( Und auch wenn du das nicht glauben magst, ich sag es dir trotzdem, damit du es immer wieder hörst: Du bist sehr schlank! Was wäre für dich persönlich besser, wenn du noch dünner wärst? Damit lösen sich keine Probleme...

Wie Recht du hast, du hast so Recht. Und mein Verstand sagt mir auch, dass ich eigentlich nichts von der Magersucht habe. Glücklich sein, und dünn sein, lässt. Ich weiß gar nicht mehr, was es heißt, wirklich Spaß zu haben, und glücklich zu sein. Ich verliere so viel Zeit, und muss schon so erwachsen sein. Aber auf der anderen Seite kann ich nicht loslassen, und fühle mich zu Schwach, denn Kampf noch einmal anzutreten. Ich weiß es nicht, es tut mir Leid, dass ich euch das nciht so genau erläutern kann - ich verstehe mich selber manchmal nicht. :(

Du musst auf die Fragen nicht antworten. Es sind einfach meine Gedanken dazu. Und bitte denk nicht: "Wieder eine, die mich nicht versteht." Ich würde es gerne verstehen. Und irgendwie tu ich das auch, nur auf andere Situationen bezogen... Hier versteht auch keiner, warum ich selbst auf die Meinung von Leuten größten Wert lege, die ich nicht einmal kenne oder sogar seltsam finde...

Vielleicht solltest du dir tatsächlich noch etwas Zeit geben mit dem "Ernst des Lebens", sprich aktuell mit dem Schüleraustausch. Denn ich kann mir vorstellen, dass dich die fremde Umgebung unter fremden Leuten, die deine Krankheit und deine Ängste nicht so gut kennen, eher zurückwirft.

Bitte gib dich nicht auf. Mach immer weiter und lass dir helfen. Wenn du dich der Krankheit hingibst, wird sie dich zerstören.

Ich habe so unglaublich Angst davor, mir professionelle Hilfe zu holen, weil ich weiß, was mich dann erwarten wird - und ich würde zunehmen. Für welches Leben lohnt es sich, zu kämpfen? Für welches? Und für was?

Ich bin in Gedanken bei dir und hoffe, mit meinem Beitrag geholfen und nichts schlimmer gemacht zu haben. Ich bin da völliger Laie, bitte entschuldige, falls einiges falsch rüberkam. -.-


Viele liebe Grüße

Sarah



Mein Ergeiz, der nach der Entlassung aus der Klinik da war, ist auf einmal wie weggeblasen.
Aber ich fühle mich so unbeschreiblich gut, wenn ich mein Essen erbrochen habe, weil ich mir damit selber zeige, wie diszipliniert ich bin. ;)
Es fühlt sich so toll an.
Nur weiß ich, dass das absolut falsch ist.. :(

Meint ihr, dass mir eine ambulante Psychotherapie weiterhelfen würde`?
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #40
Ich denke man muss den Schritt einfach mal wagen und es ausprobieren, ob eine ambulante Thera einem gut tut. Ich weiß ja nicht, wie du zu der stationären Thera stehst, ich fand sie z.B. super hilfreich und unterstützend.
Man wird eben in eine Richtung gelenkt und kann nicht wie bei einer ambulanten ein "Doppelleben" führen...so empfinde ich zumindest.
 
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