So werde ich Rudelchef…

  • Ersteller des Themas suno
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Kiki&Kevin

Kiki&Kevin

14.09.2008
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Hallo meine lieben...

Also mein Freund
"rangelt" oft mit Ami also richtig toben .. Ist das ok als rudelführer?
 
suno

suno

16.10.2008
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Off-Topic
Huhu,
was meinst du mit rangelt...spielen ,balgen?
Klar ist das ok...solange ER die Regeln aufstellt, ER anfängt und ER es beendet.
Rudelbalgen, Rudelschmusen.....gehört doch dazu.... Ich ganz persönlich lass meine Hunde sich auch freuen ,wenn ich komme -ich freu mich ja auch -alles eine Frage der Balance. Ich finde man sollte das, wie Dogma schon sagte, imGroßen sehen -also der alltägliche Ablauf ist wichtig.....Klar mein Hund stammt vom Wolf ab -ich aber nicht
 
Hundkatz

Hundkatz

18.05.2010
1.894
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Da ich einen Labrador habe ( die sind eben anders :lol: ) , sehe ich das mit dem Alphatier eh anders als manche Hundehalter.Es war mir immer ein Greuel wenn Hundehalter ihren Hund auf den Rücken warfen um Chef zu sein.
Das ich Chef bin das weis mein Hund auf andere Art, da ich der Futterbeschaffer und der Tippgeber bin damit mein Hund beim Suchspiel weis wo was zu finden ist .
Man kann bei uns eher von einem Freundschaftsverhältnis ausgehen, da brauche ich kein Komando das geht auch anders. Ein aufmerksamer Labbi folgt auf den leisesten Wink, Machtkämpfe ums Sofa oder Bett gibt es nicht.
Das kann ich aber nicht bei allen Hunderassen machen das ist eben die Art eines Retrievers.:mrgreen:
 
Lilly-Walker

Lilly-Walker

14.08.2008
1.510
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Ein Hund ist in erster Linie ein Hund, dabei spielt es keine Rolle welcher Rasse oder Nichtrasse er angehört.

Souveräne und sichere Führung auf der Basis von Liebe und Geduld schadet keinem Hund und eine gute Körpersprache versteht auch jeder Hund.

Es gibt noch einen Aspekt den ich gerne hinzufügen möchte.

Wenn man sich auf einen Hund eingelassen hat, ist es wichtig das dieser Hund seinen Führer vertrauen kann, aber der Hundeführer sollte auch seinem Hund vertrauen. Ein Hund spürt das ganz genau.

So wie ein Hund sich auf seine Instinkte verläßt so sollte das ein HF auch tun. Den Hund beobachten, in sich reinhorchen und auch einmal auf sein Bauchgefühl verlassen. Individualität gibt es eben auch beim Hund und das sollte berückichtigt werden.

Zeigt ein Hund also Angstverhalten ist es nicht unbedingt richtig seine Angst zu ignorieren. Vielmehr ist es förderlich dem Hund zu zeigen (indem man hergeht und den Angstauslöser ausmacht, begutachtet und womöglich schmackhaft macht) das er sich nicht zu fürchten hat. Er kann seine Angst nicht allein bewältigen wenn er allein mit seinem "Problem" gelassen wird.

Auch das ist ein Zeichen souveräner Rudelführung.
 
Pewee

Pewee

21.10.2009
13.964
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Da kann ich Hundkatz in Sachen Labbi nur zustimmen. Die benehmen sich so richtig wie der beste Freund, man hat auch gar nicht das Gefühl Chef sein zu müssen, der Hund begleitet sowieso gern ;)
 
Hundkatz

Hundkatz

18.05.2010
1.894
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Off-Topic
So verbissen muß man das auch nicht sehen.Ich gestehe meinem Hund das Recht zu, wenn er keine Lust mehr hat das er aufhören kann.

Auch bei Zerrspielen muß nicht immer der " Chef " gewinnen der Hund darf auch ab und zu.:D Da wird dann kein Druck aufgebaut der evtl. eine Agression fördern würde.
 
Kasary

Kasary

24.08.2009
1.949
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Es geht auch garnicht darum IMMER und IN JEDER SITUATION den Chef heraus zukehren. Ein souveränder Chef lässt auchmal zu, gibt auchmal Zugeständnisse...

Wichtig ist einfach, das diese Zugeständnisse sich auf Ausnahmen beziehen.

Rütter hat es in seiner Bühnenshow ganz manierlich dargestellt.
Wenn du 20x mit deinem Hund spielst und beim 21x interagiert dein Hund als erstes, dann ist das völlig unproblematisch.
Geht das Ganze aber immer von Hundeseite aus, dann hat sich da ganz schnell ein Umdenken eingebürgert, denn:

*Hund beginnt das Spiel
*Hund sucht Spielzeug aus
*Hund sucht Spielort und Spielart aus
*Hund beendet das Spiel
*Hund ignoriert Herrchens Aufforderung "doch bitte weiterzuspielen"

5x erfolg in 1 kurzen Sequenz. Sowas wird auf Dauer problematisch werden.
 
Dogma

Dogma

Foren-Engel
18.05.2010
2.491
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Off-Topic
Suno, ich gebe das Lob zurück. Für das, was du (und nicht nur in diesem Thema) in einem Satz verfasst, benötige ich meist eine halbe Rede. ;)


Um es hier vielleicht noch einmal klarzustellen und bevor jetzt Diskussionen um Kleinigkeiten entbrennen. Der ursprüngliche Artikel bezieht sich auf das Thema, wie man zum Rudelchef wird, ist also für diejenigen gedacht, die vielleicht Probleme in der Erziehung haben oder aber noch immer ein falsches Bild von Rudelführung haben. Ich denke, jedem von uns ist klar, dass man nach Erreichen seines persönlichen Erziehungslevels auch mal ab und an die Zügel ein wenig schleifen lassen kann, wobei der eine Hund noch immer recht kurze Zügel benötigt, der andere dagegen an langer Leine geführt werden kann, ohne gleich wieder auszubrechen zu drohen.

@Saphi
Ich weiß jetzt nicht, auf welches Betteln du dich beziehst und auch nicht, was genau du unter "aufdringlich" verstehst. Generell kann ich aber sagen, dass konsequente Ignoranz noch immer die leichteste und dabei effektivste Möglichkeit ist, einem Hund das Betteln abzugewöhnen. Jede Form der Aufmerksamkeit, ob positiv (Erreichen seines Willens) oder negativ (Ablehnung des Willens), bedeuten für den Hund, dass er mit seiner Bettelei in gewisser Weise Erfolg hat. Konsequenz bedeutet aber auch, dass er nicht nur in einem Fall der Bettelei keinen Erfolg haben darf, sondern in keinem Fall der Bettelei.

Wenn also z.B. ein Hund nicht bei Tisch betteln soll, darf er nie was vom Tisch bekommen. Es reicht nicht, wenn er nur nicht im Restaurant betteln soll und dann dort nichts bekommt und ignoriert wird, zuhause aber fliegt dann doch das ein oder andere Stück Fleisch untern Tisch.
 
Nicole711

Nicole711

09.08.2010
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Dogma, du hast es mal wieder perfekt und für jeden verständlich geschrieben... Deine Sachen les ich eh gern, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, du kannstnimmer so super erklären, dass es auch wirklich weiter bringt...

Danke dir dafür!!! War grad auf der Suche nach ner guten Rudelführer-Beschreibung für ne Freundin, die sich letzte Woche nen Rotti ausm Tierheim geholt hat - und genau das ist der perfekte Text!!! Is mir tausend mal lieber als ihr alles oberlehrerhaft runterzubeten...

...Dein Text beinhaltet genau das was ich gesucht habe... bin begeistert!!!

Liebe Grüße Nici und Aro
 
F

florett

26.12.2008
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Huhu,
bis auf einige Stellen finde ich es auch ganz gelungen.
Was mich immer so ein wenig "stört" ist das man immer Souverän sein soll.
Ich habe mit vielen Hundemenschen gesprochen,die genau wie ich in Situationen wo man völlig überfordert, krank oder was auch immer ist nicht souverän sein kann!
Mensch ist ein Lebewesen,und neigt auch zu unkontrolliertem Handeln,ob gewollt oder nicht.
Was nicht heißen soll das man das Tier schlägt,aber man wird Ungerecht und nicht souverän.
Ich bin der Meinung das Hunde das durchaus gut wegstecken wenn dieses mal passiert.
Niemand kann mir erzählen das er immer ausgeglichen und gerecht ist.



Weiterhin finde ich es gut wenn man sich auf den Hund einstellt,und auch Verhaltensweisen der Tiere nutzt,ABER ich finde das sich die Tiere an unsere "Sprache" gewöhnen sollten.
Ich will damit sagen das ich mich nicht dem Hund "anpassen" will, sondern der Hund sich
mir anpasst. Wobei mir natürlich die Sprache der Hunde helfen soll.
Ich möchte kein Alpha Hund sein,sondern eine Menschliche Führungsperson .
Ich möchte ja zB. zur Begrüßung den Hund auch nicht am Hintern schnuppern,was ja eigentlich für das Tier Vorrausetzung der Kommunikation ist.
Versteht Ihr was ich meine?
Ich glaube das ein extremes Einstellen und Verstehen wollen und in "Hündisch" erziehen und zusammen leben große Probleme mitbringt .
Eine klare Ansage (ohne Gewalt) ein geregelter Tagesablauf,und ein Anpassen des Hundes an den Menschen (nicht Umgekehrt) halte ich für "besser".

Liebe Grüße aus Berlin
 
Kasary

Kasary

24.08.2009
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Florett, natürlich ist niemand 365 Tage im Jahr souverän und gelassen. Da stimme ich dir absolut zu. Jeder verliert mal die Geduld oder das Bewusstsein für das was richtig ist. Aber es geht ja auch nicht darum, dass man sich selbst zum Hund macht, sondern es geht darum, das man dem Hund vermittelt, das der Mensch die Führungsposition hat. Einem Kind kann man das erklären, das spricht zumindest die eigene Sprache, unabhängig davon, ob es versteht um was es geht oder nicht.

Der Hund hat aber nicht nur eine andere Sprache, er besitzt auch ein komplett anderes Verhaltensrepetoir und von daher finde ich es schwierig zu erwarten, dass sich der Hund dem Menschen anspassen soll. Gewisse Dinge kann jeder Hund lernen, auch wenn es in seiner Sprache eine durchweg andere Bedeutung hat. (Ein Beispiel wäre z.B Zähne zeigen, also Lächeln beim Menschen, was ja durchaus positiv ist, unter Hunden jedoch eine ganz andere Bedeutung hat).
Im Grunde ist der Hund aber nicht so intelligent wie du. D.h. du musst ihm dein Anliegen auch so vermitteln, das er es versteht.

Die Forderung, das ein Hund sich dir anpasst, setzt vorraus, dass er dich versteht und deine Forderungen annehmen kann. Wenn du es ihm aber nich richtig erklärst- und an dieser Stelle setzt Dogmas Posting ein- wird er es nicht kapieren.

Liebe Grüße
 
D

danijassi

31.08.2010
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@Dogma: danke für diesen wirklich hilfreichen Text!!! Ich persönlich finde, ich kann immer noch was dazu lernen und meinen Horizont erweitern! Denn niemand ist perfekt. Im Grunde ist das auch nicht mein Bestreben. Wichtig ist mir, das mein Hund und ich ohne Unsicherheiten glücklich miteinander sein können. Er soll einfach sicher sein, wo sein Platz in unserem Rudel ist. Sich einfach sicher sein können, das ich unsere Angelegenheiten schon regeln kann!!!

LG danijasii
 
E

EsthersHerrchen

15.01.2011
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Super Text und super Erklärung, stehe ich auch voll hinter.

Im Umkehrschluss heißt das für mich aber trotzdem dass ich, souverän und konsequent, den Hund aus dem Bett schmeiße, wenn er mich nicht mehr ins Bett lässt. (Allerdings ist dann ja auch schon insgesamt und vorher was schief gelaufen an dem man arbeiten sollte, oder der halbstarke wollte einfach mal probieren ob es klappt)
 
W

Wackeldackel

30.03.2009
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Auch wenn ich jetzt wieder jemanden in die Suppe spucken muss: Meiner Meinung nach trifft das nicht für jeden Hund zu. Natürlich kann ich mit meinem Hund schmusen und kuscheln, der Dackel kann das ab. Ab und zu mal ein deutlicheres Wort und es funktioniert wieder. Mach ich das mit der Großen, habe ich sofort verloren. Die gräbt solange bis sie die Oberhand hat. Also, hier sind hier gewisse Grenzen besonders nötig.
Ich kann Euch ein Beispiel nennen: Die Große gehorcht mir gut, keine Probleme und dann passierte es, Sturz, Handgelenk gebrochen ( natürlich die Rechte). Ich war nicht mehr so fit und Madam? Klar, die nutzte das sofort aus. Hat ihr natürlich letztlich nichts genutzt ;)
Aber ich war erstaunt, wie schnell sie darauf reagiert hat
 
jamie<3

jamie<3

11.02.2009
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Guter Text :)

Aber ich hab da auhc noch mal eine Frage.
Man soll als Rudelführer dem Hund ja Sicherheit geben und aus Hundesicht immer die
Situationen unter Kontrolle haben.
Aber wenn ich z.B. im Dunkeln mit Robbi rausgehe,und er dann irgendwo hinguckt und anfängt das "etwas",wovon ich nciht weiß was es ist,
anzuknurren und anzubellen,krieg ich voll Angst und das merkt Robbi auch,also knurrt er dann noch mehr,um mich vllt zu beschützen.
Aber eig. sollte er mcih ja nciht beschützen,weil cih als Rudelführer eher ihn beschützen müsste,statt ihm seine Angst zu bestätigen.
Ist das mein Verhalten denn dann so schlimm?Und würde er vllt anfangen,meine Führerposition irgendwann in Frage zu stellen?

Ich hoffe ich hab mich so ausgedrückt,dass man es versteht :)
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
21.01.2011
17.077
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Hi,

nur wiel er knurrt heißt das nicht, dass er dich in Frage stellt. Viele unserer Hunde sind Wachhunde, die sich in vermeindlich gefährlichen Situationen eben auch so verhalten. Ich bin ja sowieso der Meinung, dass das Rangverhältnis zwischen Hund und Mensch nicht exakt dasselbe ist, wie zwischen zwei Hunden oder Wölfen, denn dann könntest du als Mensch nie Chef sein :D

Knurren bei Nacht hat mehrere Ursachen: Viele Hunde sind "dämmerungsaggressiv", sprich einfach wachsam und reagieren auf jedes Geräusch, dazu kommt deine eigene Unsicherheit, die jeder bei Nacht hat und durch das Knurren des Hundes verstärkt wird (man hat ja immer Angst vor dem "Monster" aus dem Horrorfilm XD) und vielleicht noch Unsicherheit des Hundes, wie er sich verhalten soll.

Wo läufst du denn nachts und hast du eine Taschenlampe dabei? Ich habe das so geübt, dass ich nachts eine beleuchtete Straße lang bin, sodass ich sicher sein konnte, dass da wirklich nichts ist und später habe ich dann auch Leute gebeten, vorbei zu laufen etc. Erst dann bin ich in die Nacht hinaus, aber eben auch nicht in Waldnähe (da hab ich zu viel Schiss, hier gibts Wildschweine). Wichtig ist aber einfach, dass du ruhig bleibst, so schwer es auch fällt. Ist dein Hund dann eig angeleint?

LG
 
jamie<3

jamie<3

11.02.2009
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Danke für die Antwort :)

Ich gehe eig. meistens beleuchtete Wege,naja auf jedenfall sieht man da noch ein bisschen was.
Nee,eine Taschenlampe hab ich nicht dabei,aber damit könnte ich auch nicht in die Büsche gucken (wo ich mich,wenn
Robbi knurrt,gar nicht erst hintraue^^),und zu sehen ob da was ist,bzw. was da ist.
Angeleint ist er eigentlich schon,außer ich gehe abends nur kurz 2 Minuten zum Pinkeln lassen auf die andere
Straßenseite.
Und ruhig bleiben ist leichter gesagt,als getan ^^.Ich bin sowie so ein sehr änstlicher Mensch,der auch schnell Panik bekommt.
Auch wenn Robbi nicht knurrt,hab schon Angst,und sein knurren bestätigt mir halt das da irgendwas ist,und dann krieg ich richtig Panik und
gehe dann so schnell wie möglich nach Hause ^^
 

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