Hallo,
ich wollte euch nochmal, weil ihr mir so zahlreich geantwortet habt und zur Seite steht, über die Aktuelle lage berichten!
Also am We hat er weiterhin futter erbroche, jedoch keinen Durchfall und kein Blut mehr erbrochen. Allgemein wirkte er recht ausgeglichen. Erbrochen hat er immer c.a. 10min nach dem fressen. Deshalb hab ich ihm am We Trockenfutter Stückchenweise im halb stunden rytmus gegeben. Was ein einen kleinen erfolg zeigte (statt, 10x Tag 2-3x am tag erbrechen).
Heute habe ich nochmal 2x mit der Tierärztin telefoniert und besprochen, wie wir weiter verfahren. Sie ist sehr besorgt und bemüht und ich bin im moment echt von der aufopferung in dieser Praxis restlos überzeugt. Ich war schon bei sovielen TA und keine Praxis hat mir diese fürsorge und kompetenz gegeben wie diese.
Der erste Schock des Tages heute, war das wir erst so verblieben sind, meine Katze morgen komplett zu öffnen. Sprich bauchraum, magen darm.
Vorteil: Verstopfungen wie Haarballen, Fremdteile, oder kleinere bzw. "gut" sitzende Tumore könnten sofort entfernt werden. Das ausmaß sieht man besser wie bei jeder anderen untersuchung. (vor allem weil wir ja rontgen ultraschall blutbild etc. ja schon gemacht haben)
Nachteil: Eine Op am offenen Tier ist natürlich immer ein risiko und eine starke belastung für das Tier. Geld ist mir jetzt erst mal egal. habe mein Kindersparbuch das ich noch hatte aufgelöst (mit sondergrund könnte ich eigentlich erst in zwei jahren ran!), da waren noch 600 euro drin. Die sollten erstmal reichen, rest müsste ich dann halt abzahlen. Ist zwar harter Brocken für mich als Studentin und jetzt hab ich wirklich gar keine reserven mehr. aber hilft ja nix...
Weiteres Problem, finden sie nichts, bzw. können sie nichts sehen und eine mögliche erkrankung nur über eine Zellprobe feststellen, war das ganze auch umsonst.
Hätten Sie einen Tumor gefunden, der z.b. am Magenausgang sitzt und er unoperabel gewesen wäre hatten sie ihn gleich in der Narkose noch eingeschläfert um in das, wie sie sagten in so einem schwierigen fall ohne hoffnung in ein paar wochen zu ersparen.
Diese Aussage wenn es auch wirklich sinnvoll ist hat mich total verstört. Sie meinte zwar das das nur der allerletzte weg ist und sie es nicht hoffen, aber sie muss es halt erwähnen und braucht ja mein Einverständniss in solch einem Fall. Es wäre ihr aber auch nicht ganz wohl, weil er im moment ja noch einen recht robusten eindruck macht. er ist halt nur etwas geschwächt weil er fast nichts fressen kann. Aber er hüpft rum, schmust etc. Wenn ich drandenke ich bring ihn hin und kann sein, dass ich ihn nicht wieder sehe dreht sich mir da magen um! Hab eh beim Telefonieren so weinen müssen;/
Das war der stand heute Morgen 8.30 als ich sie angerufen habe.
Morgen um halb neun hät ich ihn dann hinbringen müssen.
Jetzt in der Mittagspause hat sich mich nochmal am Handy angerufen. Was für mich echt ein positives zeichen ist! Diese Praxis ruft immer lieber 1x zuviel an und sie machen sich echt gedanken.
Sie sagte zu mir, Sie hat sich mit ihrer Kollegin (die ihn am Donnerstag um 11.30 nachts um ihn kümmerte und die Krankheitsgeschichte mitgekriegt hat) nochmal zusammengsetzt und mit den Akten nochmal alles durchgegangen. Desweitern haben sie mit befreundeten Ärzten (sie machen viele Fortbildungen in der Universitätstierklinik) auch noch abgesprochen und sind dann zu folgendem Ergebnis auf Grund der vorgeschichte gekommen.
Da er bei der Untersuchung vor ein paar wochen 2 wochen danach nicht erbrochen hat und es jetzt erst wieder losging und ohne unterbrechug weiter geht. Gehen sie davon aus, das dass cortison das bei der untersuchung verabreicht wurde, in zusammenhang mit dem kotzen stand.
Anscheinend gibt es bei Katzen eine Chronische veränderung der magenstrucktur. Woher es kommt weiß man nicht. Diese kann man nicht sehen nur durch gewebetests feststellen. Langzeitstudien haben jedoch gezeigt das diese gut mit cortison im schacht zu halten ist. D.h bei dieser erkrankung würde dann die Katze alle paar wochen eine Cortison spritze bekommen und ziemlich sicher würde es ihr gut gehen.
Jetzt verbleiben wir so, dass mein geliebter kater morgen einfach mal eine von diesen Spritzen bekommt. Dann sehen wir ja quasi gleich was passiert. Bricht er wieder die nächsten zwei drei tage, machen wir ihn auf (was ich nicht hoffe) und verfahren wie oben beschrieben.
Bricht er nicht mehr. ersparen wir ihm eine schwere Op und mir sehr viel Geld.
So wird wohl der beste weg sein. Denn wenn die aufmachen und nichts finden und dann mit cortison behandeln, war es eine schwere op mit bauchdeckenöffnung umsonst.
geröngt ist er ja und ultraschall etc. auch erst. beim ultraschall ist jedoch das problemd das aufgrund des ständigen übergebens sich viel luft im magen befindet und so fremdkörper nur per glück wenn sie günstig liegen erkennt werden können. Haarballen sowieso nicht.
Jetzt drückt mir bitte alle die Daumen, dass ich ihn nicht einschläfern lassen muss. Sprich das es nichts inoperabeles ist. Ich bete das es diese chronische entzündung ist und wenn nicht einfach nur ein haarballen der sich blöd festgefahren hat.
Hoffentlich ist bald wieder alles gut. Ich bin mir sicher die Ärzte und ich tun unser bestes.
Entschuldigt bitte meine Schreibweise. Ich kann es mir nicht nochmal durchlesen ich bin in der Arbeit. So emotionsgeladen schreib ich immer so nen mist zusammen, aber ihr werdet schon verstehn was ich sagen wollte
ich berichte dann weiter!