Sanni, die Links sind klasse. Ich finde das sehr gut und verständlich erklärt.
Ich versuche es nochmal für alle kurz und knapp zu erläutern:
So wie ich das verstande habe, ist der Dampf nicht das Problem.
Er ist zwar auch radioaktiv verseucht, allerdings in weitaus geringeren Mengen.
Um die Brennstäbe aus Uran oder Plutonium ist dabei ein Kühlwassergemisch, was die Reaktion konstant hält. Mit zunehmender Wärme bewegen sich die Teilchen in den Brennstäben schneller, erzeugen somit mehr Energie und das Wasser heitzt sich schneller auf und verdunstet irgendwann. Durch die hohen Temperaturen an den freigelegten Stäben reagiert das Wasser zu Wasserstoff, dieser lässt den Druck steigen und wird automatisch in die Aussenhülle des Reaktor gepumpt. (Die Explosionen im Reaktor 1 und 4 gehen dabei anscheinend auf diesen Wasserstoff zurück, der unter extremem Hitzeeinfluss explodiert ist). Aber auch dieser Bereich, hält nur einen gewissen Druck aus und wenn auch dort zuviel Dampf angesammelt ist, dann muss er manuell abgelassen werden und zieh in Form einer radioaktiven Wolke in die Luft.
Das Problem bei der Kühlung ist aber wohl, dass man das Meerwasser nicht einfach in den Reaktor schütten kann, da sonst noch mehr Dampf erzeugt wird. Kühlwasser ist nahezu Elektronenfrei, d.h es wird vorher sozusagen durch Zusätze "gesiebt", damit die Teilchen im Wasser nicht noch intensiver reagieren können.
Denn viele Teilchen, bedeuten einen großen Ketteneffekt und somit viel Wärme und Dampf.
Die Bedinsteten können also nur versuchen den Reaktorbehälter mit Meerwasser runter zu kühlen, damit sich die Atomreaktion im Inneren verlangsamt und zum Stillstand kommt. Das wiederum dauert aber auch unter normalen Bedingungen mehrere Wochen.
Die Kernschmelze bedeutet dann letztlich, dass das Uran oder Plutonium in den Brennstäben überhitzt und schmilzt. Er sinkt auf den Boden des Reaktors und frisst sich durch die Reaktorhülle in die zweite Schicht. Wenn es gelingt diese äussere Hülle so zu kühlen, dass das geschmolzene Material nicht weiter nach Aussen gelangt, dann bleibt die Strahlung gering. Gelingt das nicht sickert die Schmelze in den Boden, verseucht das Grundwasser und die Erde und dann ist der Worst Case eingetroffen.