- Von Trockenfutter auf Nassfutter wechseln Beitrag #41
kjhofmann
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Ich muss mich da unbedingt noch einmal melden:
SusanneC schreibt:
Aber der Reihe nach.
Erst einmal meine persönlichen Erfahrungen:
Ich war eine ganze Zeit lang der Vorsitzende unseres Tierschutzverein in Radeberg. Tierschutzvereine leben fast ausschließlich von Spenden, oft als Futtermittelspende. Dabei kam fast alles, was es auf dem Markt gibt, hier an.
Unser Tierheim hatte vorwiegend Katzen, manchmal bis 50 Stück. Hier hatte ich viel Muse, diese Katzen zu beobachten und studieren. Was das Fressverhalten angeht, wurden sie alle mit den vorhandenen Trocken- und Nassfutter gefüttert. Ich konnte nie beobachten, dass diese Katzen ein Futter bevorzugten, alle nahmen sowohl Trocken- als auch Nassfutter. Keine zeigte irgendwelche Anzeichen von "Sucht".
Unsere Katzen Ziza und Snoopy bekamen täglich eine 100 gr. Packung Nassfutter und konnten ständig auch Trockenfutter nehmen. Es spielte auch hier keine Rolle, ob sie viel oder wenig Abwechslung bekamen. Aber sie hatten natürlich auch spezielle Vorlieben. Ziza fraß gerne Leber, darauf war sie richtig heiß. Natürlich auch Nassfutter mit Leber. Snoopy nahm nie Leber, aber dafür auch gerne Fisch. Trockenfutter nahmen beide etwa gleich viel. Beide Katzen lebten ja auch eine Zeit zusammen bei uns.
Unser Dexy kam aus dem Tierheim und war von dort gewöhnt, alles was geboten wurde schnell und zügig zu futtern, damit er genug abbekam. Futterneid war in Tieheimen angesagt. Und so machte er es hier, bis er merkte: "Hoppla, ih bin ja hier der Einzige!". Nun begann er das Futter auszusuchen. Möglicherweise hat er es so gamacht, in seinem früheren Leben, bevor er ins Tierheim kam.
Bis er dann seine empfindliche Seite zeigte und Durchfall bekam. Wir stellten, wie weiter oben schon gesagt, auf Trockenfutter um.
Und "süchtig"? Er nimmt sofort Rind- und Putenfleisch an, er würde auch jedes Nassfutter sofort annehmen.
Wie ist es nun mit den Katzenfutter?
Es gibt keine süchtig machende Bestandteile, wohl aber Lockstoffe, Geschmachsverstärker, Vitamin- und Mineralstoffzusätze u. a. Stoffe, z.B. Taurin.
Wie auch in unserer Nahrung!
Wer glaubt denn wirklich an die Werbung von Sheba mit den feinsten Fleischwürfelchen, die die Seele der Katze berühren?
Genauso, wie im Trockenfutter, ist im Nassfutter neben Schlachtabfällen Getreide und Reismehl, Tiermehl, Fischmehl, auch Knochenmehl verarbeitet. Da ist kein Fleisch in der Größenordnung drin, wie man denkt. Auch nicht Fisch.
Natürlich gibt es Unterschiede. Gute und bekannte Markenfirmen, die einen guten Ruf haben, stellen hochwertigeres Futter her. Aber die Zusammensetzung ist nicht anders, als in Trockenfutter. Vorgeschrieben sind nur die Bekanntgabe der Zusammensetzung der Inhaltstoffe, wie Rohprotein, Eiweis, Rohfette, Rohfaser, Minaeralstoffe, Rohasche, Wasser, Vitamine usw..
Man kann eine Katze auch mit reinen Fleisch und Fisch füttern. Das geht. Ist auch sicher die beste Variante. Aber wenn eine Katze sich natürlich ernährt durch Jagd, - das gilt auch für andere Raubtiere -. dann fressen sie auch Knochen, Fell, Innereinen und auch den Mageninhalt der Beutetiere. Damit bekommen sie auch Inhaltsstoffe, die im reinen Fleisch nicht zu finden sind. Das muss dann beachtet werden.
Worauf kommt es denn nun an? Die Nahrung muss so ausgewogen sein, dass die Katze gesund und leistungsfähig bleibt, es muss ihr schmecken, damit sie sich wohlfühlt und dann ist da noch ein Punkt: :lol:
In Amerika hat man vor Jahren ein Gesetz verabschiedet, - es gilt heut im Prinzip weltweit -, das Tiernahrung, welche im Einzelhandel vertrieben wird, auch für Menschen genießbar und gesund sein müssen. Damals hat man festgestellt, dass arme Menschen, Obdachlose, Arbeitslose usw. gern auf Tiernahrung im Handel zum Eigenverzehr zurück greifen, da es billiger war .
Zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis:
Katzen vertragen (wie auch Asiaten!) keinen Milchzucker. Sie können Durchfall bei Genuss von Milch und Milchprodukten bekommen. Jungkatzen können daran auch sterben. Nur Wasser verabreichen.
Bei Wohnungskatzen kann man gut kontrollieren, ob sie bei Verzehr von Trockenfutter auch genug Wasser trinken. Bei Freiläufer ist das schwieriger.
Katzen nie mit Schweinefleisch füttern. Es gibt in manchen Gegenden einen Krankheiterreger, der sich im Schwein befindet, diesem und auch dem Menschen nicht schadet. Die Katze kann davon böse erkranken.
Katzen nie mit Süßigkeiten füttern. Vor allem Schokolade ist Gift für Katzen.
Und zuletzt auch, Katzen dürfen keine menschliche Speisen erhalten, diese enthalten Salz und Gewürze, was der Katze schadet.
Zuletzt noch ein Punkt, das Raubtier, zu der die Katzen zählen, hat ein anderes Verdauungssystem als zum Beispiel Pflanzenfresser. Und wieder anders ist es beim Allesfresser, wie der Bär, aber auch der Mensch.
Der Mensch als Vegetarier kann noch leben, wenn auch bedingt, das Raubtier kann es niemals. Hier ist es Tierquälerei.
So ich hoffe, manche Unklarheit beseitigt zu haben. Doch nun noch ein Hinweis der Fachleute:
In einem Artikelauszug aus Kritische Tiermedizin zum Fertigfutter heist es:
SusanneC schreibt:
Das mit der Sucht ist ganz einfach Unsinn. Aber anderes stimmt auch.Ich habe da so meine ernsten zweifel, dass das von ganz alleine kommt und vermute mal Lockstoffe, Geschmachsverstärker, süchtig machende Bestandteile.
Aber der Reihe nach.
Erst einmal meine persönlichen Erfahrungen:
Ich war eine ganze Zeit lang der Vorsitzende unseres Tierschutzverein in Radeberg. Tierschutzvereine leben fast ausschließlich von Spenden, oft als Futtermittelspende. Dabei kam fast alles, was es auf dem Markt gibt, hier an.
Unser Tierheim hatte vorwiegend Katzen, manchmal bis 50 Stück. Hier hatte ich viel Muse, diese Katzen zu beobachten und studieren. Was das Fressverhalten angeht, wurden sie alle mit den vorhandenen Trocken- und Nassfutter gefüttert. Ich konnte nie beobachten, dass diese Katzen ein Futter bevorzugten, alle nahmen sowohl Trocken- als auch Nassfutter. Keine zeigte irgendwelche Anzeichen von "Sucht".
Unsere Katzen Ziza und Snoopy bekamen täglich eine 100 gr. Packung Nassfutter und konnten ständig auch Trockenfutter nehmen. Es spielte auch hier keine Rolle, ob sie viel oder wenig Abwechslung bekamen. Aber sie hatten natürlich auch spezielle Vorlieben. Ziza fraß gerne Leber, darauf war sie richtig heiß. Natürlich auch Nassfutter mit Leber. Snoopy nahm nie Leber, aber dafür auch gerne Fisch. Trockenfutter nahmen beide etwa gleich viel. Beide Katzen lebten ja auch eine Zeit zusammen bei uns.
Unser Dexy kam aus dem Tierheim und war von dort gewöhnt, alles was geboten wurde schnell und zügig zu futtern, damit er genug abbekam. Futterneid war in Tieheimen angesagt. Und so machte er es hier, bis er merkte: "Hoppla, ih bin ja hier der Einzige!". Nun begann er das Futter auszusuchen. Möglicherweise hat er es so gamacht, in seinem früheren Leben, bevor er ins Tierheim kam.
Bis er dann seine empfindliche Seite zeigte und Durchfall bekam. Wir stellten, wie weiter oben schon gesagt, auf Trockenfutter um.
Und "süchtig"? Er nimmt sofort Rind- und Putenfleisch an, er würde auch jedes Nassfutter sofort annehmen.
Wie ist es nun mit den Katzenfutter?
Es gibt keine süchtig machende Bestandteile, wohl aber Lockstoffe, Geschmachsverstärker, Vitamin- und Mineralstoffzusätze u. a. Stoffe, z.B. Taurin.
Wie auch in unserer Nahrung!
Wer glaubt denn wirklich an die Werbung von Sheba mit den feinsten Fleischwürfelchen, die die Seele der Katze berühren?
Genauso, wie im Trockenfutter, ist im Nassfutter neben Schlachtabfällen Getreide und Reismehl, Tiermehl, Fischmehl, auch Knochenmehl verarbeitet. Da ist kein Fleisch in der Größenordnung drin, wie man denkt. Auch nicht Fisch.
Natürlich gibt es Unterschiede. Gute und bekannte Markenfirmen, die einen guten Ruf haben, stellen hochwertigeres Futter her. Aber die Zusammensetzung ist nicht anders, als in Trockenfutter. Vorgeschrieben sind nur die Bekanntgabe der Zusammensetzung der Inhaltstoffe, wie Rohprotein, Eiweis, Rohfette, Rohfaser, Minaeralstoffe, Rohasche, Wasser, Vitamine usw..
Man kann eine Katze auch mit reinen Fleisch und Fisch füttern. Das geht. Ist auch sicher die beste Variante. Aber wenn eine Katze sich natürlich ernährt durch Jagd, - das gilt auch für andere Raubtiere -. dann fressen sie auch Knochen, Fell, Innereinen und auch den Mageninhalt der Beutetiere. Damit bekommen sie auch Inhaltsstoffe, die im reinen Fleisch nicht zu finden sind. Das muss dann beachtet werden.
Worauf kommt es denn nun an? Die Nahrung muss so ausgewogen sein, dass die Katze gesund und leistungsfähig bleibt, es muss ihr schmecken, damit sie sich wohlfühlt und dann ist da noch ein Punkt: :lol:
In Amerika hat man vor Jahren ein Gesetz verabschiedet, - es gilt heut im Prinzip weltweit -, das Tiernahrung, welche im Einzelhandel vertrieben wird, auch für Menschen genießbar und gesund sein müssen. Damals hat man festgestellt, dass arme Menschen, Obdachlose, Arbeitslose usw. gern auf Tiernahrung im Handel zum Eigenverzehr zurück greifen, da es billiger war .
Zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis:
Katzen vertragen (wie auch Asiaten!) keinen Milchzucker. Sie können Durchfall bei Genuss von Milch und Milchprodukten bekommen. Jungkatzen können daran auch sterben. Nur Wasser verabreichen.
Bei Wohnungskatzen kann man gut kontrollieren, ob sie bei Verzehr von Trockenfutter auch genug Wasser trinken. Bei Freiläufer ist das schwieriger.
Katzen nie mit Schweinefleisch füttern. Es gibt in manchen Gegenden einen Krankheiterreger, der sich im Schwein befindet, diesem und auch dem Menschen nicht schadet. Die Katze kann davon böse erkranken.
Katzen nie mit Süßigkeiten füttern. Vor allem Schokolade ist Gift für Katzen.
Und zuletzt auch, Katzen dürfen keine menschliche Speisen erhalten, diese enthalten Salz und Gewürze, was der Katze schadet.
Zuletzt noch ein Punkt, das Raubtier, zu der die Katzen zählen, hat ein anderes Verdauungssystem als zum Beispiel Pflanzenfresser. Und wieder anders ist es beim Allesfresser, wie der Bär, aber auch der Mensch.
Der Mensch als Vegetarier kann noch leben, wenn auch bedingt, das Raubtier kann es niemals. Hier ist es Tierquälerei.
So ich hoffe, manche Unklarheit beseitigt zu haben. Doch nun noch ein Hinweis der Fachleute:
In einem Artikelauszug aus Kritische Tiermedizin zum Fertigfutter heist es:
Das Katzenprtal "Hauspuma" bemerkt dazu treffend:...erleben wir Tierärzte, dass sich nahrungsbedingte Krankheiten in den Vordergrund drängen. Die These, dass die Krankheitenzunahme bei unseren Hunden und Katzen in einem direkten Zusammenhang mit den auf dem Markt erhältlichen Fertigfuttern stehen, ist also nicht sehr neu.
Wir fordern deshalb ein Lebensmittelgesetz für Fertigfutter, da in fast allen Produkten, welche heute auf dem Markt sind, eine Vielzahl chemischer Substanzen zu finden sind. Viele dieser Substanzen können zu Erkrankungen führen, zu Siechtum und frühem Tod. Andererseits machen sie das Produkt haltbar, beeinflussen seine Farbe, den Geruch und natürlich die Akzeptanz. Darüber hinaus finden wir sehr oft synthetische Vitamine in völlig unsinnigen, nämlich gefährlichen Mengen ...
(Ich werde diesen Artikel auch in meine Webseiten stellen.)Also: "Alles ´drin" mag stimmen, aber "alles ´drin, was da nicht ´reingehört", stimmt leider auch.