Würde ich nicht machen. Dein Henry ist dermaßen angeschlagen und die Lepto-Impfung ist die Impfung schlechthin, die am wenigsten vertragen wird. Vom "richtigen" Stamm kann man auch kaum reden, finde ich. Immerhin werden mit der neuen Impfung auch nicht alle Lepto-Arten abgedeckt. Damit wäre ich nicht zufrieden, wenn man bedenkt, wie heftig bei manchen Hunden die Nebenwirkungen sind (Hanna durfte ich deswegen 2 Tage nicht anfassen, weil sie sonst sofort schrie. Ich habs danach nie wieder impfen lassen).
Ich denke, der neue Impfstoff
kann sinnvoll für Hunde sein, die jagdlich geführt werden (oder ständig Wild jagen und dann so mit ihnen in Kontakt kommen) und/oder viel im Drecktümpel schwimmen. Das sind ja so die Hauptsituationen, wo sich ein Hund anstecken kann. Da das gefährdete Gruppen sind, wäre es zumindest sinnvoll darüber nachzudenken. Wobei ich jetzt beim neuen Impfstoff nicht herauslesen konnte, wie oft er dann geimpft werden muss. Bei der alten Lepto-Impfung sagte man immer, sie muss 1x jährlich aufgefrischt werden. Fakt war aber, dass sie eigentlich sogar jedes halbes Jahr geimpft werden muss (ein Unding für mich). Beim neuen Impfstoff wird wieder von einer jährlichem Impfung gesprochen (wobei die Grundimmunisierung 2x im Abstand von 4 Wochen passieren muss), aber wer weiß, ob das stimmt? Müsste man mal abwarten, bis der Beipackzettel online kommt.
Natürlich ist eine Gefahr da, sich bei Lepto anzustecken. Aber die Krankheit ist gut mit AB heilbar, wenn man sich denn nicht allzu viel Zeit lässt, bei entsprechenden Symptomen. Wenn dein Hund aber nicht zur Risikogruppe (s.o.) gehört, würde ich davon Abstand nehmen. Sinnvoll impfen heißt auch, dass man abwägt, wie weit der Hund so etwas verkraftet in Anbetracht seiner Verfassung. Viele machen immer fürchterlich Bohei um diese Krankheit. Natürlich kann sie tödlich verlaufen, wenn man nicht rechtzeitig behandeln lässt. Aber ich wette, es würden wesentlich mehr Hunde überleben, wenn die Leute nicht so faul und geizig wären :silence: "Draußen" und teilweise auch hier im Forum erlebt man immer wieder, wie ein Hund erst 2 Wochen vor sich hinleiden muss, ehe jemand sich erbarmt und mit ihm zum TA geht. Kein Wunder, dass so vielleicht ein Infekt überlebt wird, aber keine Lepto.
Ihre Antwort
"neee lieber gleich impfen, besser die unwirksame als gar keine Impfung" versteh ich überhaupt nicht und wäre das meine TÄ, wäre ich lachend aus der Praxis gegangen, muss ich ehrlich sagen :uups: Ich setze meine Hunde doch nicht solchen Nebenwirkungen aus, weil das besser ist als gar keine Impfung (vor allem, wenn es aktuell noch eine Impfung gegen die Lepto-Arten ist, die am wenigsten Krankheiten auslösen).
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Hier noch ein interessantes Zitat von Hundenase:
Hab inzwischen auch DEN Nachteil am neuen Leptoimpfstoff gefunden: es ist ein 5fach Impfstoff, d.h. SHPPi/L und damit natürlich auf ein Jahr zugelassen. Und auch hier darf man dann nicht einfach die L Komponente auf ein Jahr schreiben, den Rest auf 3 Jahre, sondern es muss alles auf ein Jahr geschrieben sein.
Für mich ebenso ein Grund, das nicht zu impfen. Ich setze meine Hunde jedes Mal einer riesen Impfattacke aus, weil man den Impfstoff nicht einzeln kriegt und jährlich fast die ganze Palette impfen würde.