Der Hundeflüsterer- auf SIXX

Diskutiere Der Hundeflüsterer- auf SIXX im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Genau damit habe ich auch ein großes Problem. Millan fördert nicht, er fordert und überfordert. Er lässt dem Hund keine Chance sich zu entwickeln...
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #801
Ich sehe es ansonsten wie exe (habsch glaub weiter vorne auch schon geschrieben): Er straft ausschließlich, ohne Alternative. Und er will oft zu viel. Ich denke da immer wieder an den Hund, der die Treppe nicht hoch wollte. Er ging mit Milan 4 oder 5 Stufen, dann stockte er. Statt dass da gelobt worden wäre, weil das für das Tier schon ein riesen Fortschritt war, wurde gezerrt und gefordert. Als er den Hund dann hoch geschleift hatte kam ein ganz kurzes, leises »Fein« und fertig.
Genau damit habe ich auch ein großes Problem.
Millan fördert nicht, er fordert und überfordert. Er lässt dem Hund keine Chance sich zu entwickeln und (im Falle eines ängstlichen Hundes) mehr Selbstvertrauen aufzubauen. Er will das Tier beherrschen und domieren, es ist im Recht wenn der Hund etwas vor dem Angst hat nur tut weil er noch mehr Angst vor Millan hat. Vertrauensaufbau und anschließen schrittweises Durcharbeiten eines Problems gibt es nicht.
Er wurde mit der Bürste in die Ecke gedrängt und im Gesicht(!!) zwangsgebürstet. Für jedes Schnappen einen Rucker, für ruhiges Verhalten keine Beachtung. Absolut unnötig, das über solchen Zwang aufzubauen.
Flooding, Unterdruckung und Zwang sind genau das was ich überall in Millans Arbeit sehe.
Natürlich "funktioniert" es und der entsprechende Hund wird sich irgendwann Bürsten lassen, aber nicht weil er verstanden hat dass Bürsten nicht so schlimm ist, sondern weil er resigniert, weil er gebrochen wurde.
Das ist aus meiner Sicht seelische Grausamkeit par excellence (der Hund wird ja nicht nur mit einem angstauslösenden Reiz überschüttet, sondern zudem auch noch jedes Mal bestraft, wenn er seine Angst äußerst), die zu nichts weiter führt als noch tiefer gehenden Traumata.

Im Grunde ist dieser "Psychoterror" für mich genau der Grund warum ich Millan so ablehnenswert finde.
Ein Hund bei dessen Erziehung Starkzwang eingesetzt wird, der aber auch Alternativverhalten und Lob dafür bekommt hat zumindest die Chance sich irgendwann freizuarbeiten und sein Selbstbewusstsein und sein Selbstvertrauen zu behalten.
Ein Hund der einfach nur gestraft wird, ohne Alternative wird sicher irgendwann zu einem Nervenbündel, zu einem Duckmäuser oder (im schlimmsten Fall) zur tickenden Zeitbombe, der weder ein noch aus weiß in seinem Verhalten und nichts mehr kann als die Fahne in den Wind zu hängen.

Was Millans Wortwahl angeht, so finde ich diese auch bedenklich, ich erinnere mich an eine Szene mit einem (bissigen?) Schäferhund den er minutenlang auf den Boden gedrückt hat. Als der Hund mit Panik verdrehten Augen und stresshechelnd irgendwann die Gegenwehr aufgab sagte Millan "Ah, jetzt er ganz ruhig, er ist jetzt völlig entspannt." - Da frag ich mich dann lügt er mit Absicht, oder ist er blöd? (sorry für die Wortwahl).
Mir sind unzählig viele solcher Wort-Realität-Scheren aufgefallen beim Gucken seiner Videos (ich habe sie wohlgemerkt nur auf Englisch gesehen, aber da kommt er für mich verbal schon genau so seltsam rüber wie Mischling es beschreibt, "energy" bezogen auf ein Lebewesen wird im Englischen ja nun auch nicht groß anders verwendet als "Energie" im Deutschen).

Das Alternativverhalten, dass er den Hunden bietet ist Ruhig und Gehorsam.
Es ist nur dann ein Angebot zu einem Ersatzverhalten wenn der Hund es als solches erkennen kann, wenn er aber in keiner Weise zu einem anderen Verhalten angeleitet wird (der Hund weiß nicht welches Verhalten nun "gehorsam" ist), bzw gelobt wird wenn er etwas richtig macht, kann er niemals sicher sein, dass er das richtige tut, er kann niemals mit vollem Selbstbewusstsein stolz etwas ausführen in dem guten Gefühl seinem Menschen zu gefallen.
Alles was er lernt ist Passivität und Hilflosigkeit.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX

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  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #802
Ich kann mich Kompassqualle hier nur in vollem Umfang anschließen. Und dir Kiwi danke für die Zustimmung ;).

Zu der Ruhe- und Gehorsamssache: Alternativverhalten beeinhaltet für mich zum einen – wie Kompassqualle so schön schrieb – dass der Hund dahingehend angeleitet wird und es auch als richtiges Verhalten deuten kann. Dazu gehört u.a. die fehlende Bestätigung. Außerdem muss er für mich in genau der Situation auch die Möglichkeit haben, das Verhalten zu zeigen. Wenn der Hund zwangsweise nach unten gedrückt wird könnte er zwar theoretisch nun einfach ruhig und anständig werden – aber wie soll das von statten gehen? Wie soll er ruhig werden, wenn er gerade einem derartigen Stress ausgesetzt wird? Und woher soll er wissen, dass das nun korrekt wäre? Aus Sicht des Hundes verhält er sich in dem Fall mit seiner Gegenwehr vollkommen normal. Selbiges ist es mit der Bürste. Der Hund ist derart in Panik, dass dem gar nicht in den Sinn käme, nun einfach ruhig zu werden. Das wäre so, als hättest du eine panische Angst vor Spinnen und man würde dir eine ins Gesicht setzen und sagen: Du hast doch die Möglichkeit, jetzt ruhig zu sein – also nutze sie. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Man verbaut diese Alternative bei so starker Konfrontation.

Ein Hund der einfach nur gestraft wird, ohne Alternative wird sicher irgendwann zu einem Nervenbündel, zu einem Duckmäuser oder (im schlimmsten Fall) zur tickenden Zeitbombe, der weder ein noch aus weiß in seinem Verhalten und nichts mehr kann als die Fahne in den Wind zu hängen.
Dazu möchte ich noch hinzufügen, dass auch die Möglichkeit besteht, dem Hund jegliche Äußerung von Angst auf normalem Level abzutrainieren. Ein Hund, dem das Knurren immer wieder streng untersagt wird, dessen eigentliches Problem aber nicht gelöst wird, kann u.U. irgendwann auf die Warnung verzichten und gleich zu Ernst übergehen. Der Hund mit der Bürste hat ja durchaus deutlich gesagt, dass er Panik hat und das Ding von ihm weg soll. Wenn ihn irgendwann die Angst und der Druck übermannen, er aber weiß, dass Warnsignale bestraft werden, kann es sein, dass er eben zu härteren Mitteln greift. Das finde ich immer so gefährlich daran, sozusagen die Unmutsäußerung zu unterbinden, den Grund für den Unmut aber bestehen zu lassen.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #803
Ich habe mal eine Folge gesehen, wo CM seine eigenen Söhne mit zu einem oder zwei Hunden genommen hat, der/die Kinder nicht mochten. Seine Söhne hatten die Panik in den Augen stehen, OBWOHL ihr Vater, den sie ja tagtäglich mit Hunden erleben, daneben stand und die Hunde gehändelt hat. Was sagt dass denn bitte schon allein über die Vertrauensbasis zwischen dem Vater und den Söhnen? CM erzählte was davon, dass seine Söhne ja auch als Packleader auftreten würden und sehr viel positive Energie zeigen würden. Das absolute Gegenteil war der Fall. Die Kinder hatten, wie man in der Pädagogik sagt "niedrigen Status" eingenommen. Sie standen mit zusammen gezogenen Schultern, eingezogenen Köpfen und sehr unsicherem Aussehen (und der o.g. Panik in den Augen) vor den Hunden. Er kann ja nicht einmal die Körpersprache seiner eigenen Kinder deuten, die er seit ihrer Geburt kennt und deren Ängste er als Vater erkennen sollte.

Ich selbst habe viele der "Red Zone" Hunde in Tierheimen betreut, die als unvermittelbar galten und auch schon vielen Privatleuten geholfen, ihr Problem in den Griff zu bekommen. Doch der Hund kann sich nur dann ändern, wenn die Halter ihr Verhalten auch so verändern, dass der Hund weiß, wo die Grenze erreicht ist. Das kann man ohne die Art und Weise machen, die CM an den Tag legt!!! Ich musste noch nie ein Halsband nutzen, dass er entwickelt hat, keine Elektroshockhalsbänder für ein Problem, dass man sehr wohl mit dem Clicker und Training hinbekommen hätte, oder andere von ihm angewendete Methoden.

Ich stimme Kompassquelle und Mischling zu.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #804
Was für ein toller und sachlicher Kommentar, ganz grosse Kase. Stimme ich voll und ganz zu..

Die Formatierung stimmte hier vorn und hinten nicht - ich hab´ mal aufgeräumt. Meinst Du "Klasse" oder "Käse"? Das wäre schon sehr sinnentscheidend. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte - ich will Dir auch nix unterstellen, aber falls das Absicht gewesen sein sollte, möchte ich Dich bitten, in Zukunft doch wieder so zu schreiben, dass man es auch lesen kann.
Falls es keine Absicht war, hast Du vielleicht eine Idee, woran es gelegen haben könnte? Dann könnten wir überlegen, wie wir das zukünftig vermeiden können.
LG, seven
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #805
Ich muss sagen, je mehr ich mich mit gewaltfreier Hundeerziehung beschäftige, umso blöder finde ich Cesar Millan :eusa_whistle: :angel:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #806
Hallo,ich finde C.Milan fantastisch.Man muss mansche Hunde ein bisschen härter nehmen wie die Anderen.Er macht es fantastisch und hat schon viele Hunde vom Tot bewahrt.Ich habe nie gesehen dass er Hunde misshandelt.So was zu behaupten ist einfach unüberlegte Behauptung.Ich habe schon immer Hunde gehabt,habe sie sehr gut erzogen ,mit manschen habe ich mehr Arbeit gehabt als mit den Anderen aber es hat immer geklappt.Zur Zeit habe ich einen Langhaarcollie(super erzogen,braucht keine Leine,hört aufs Wort)und einen Shar Pei - Labrador Mischling vom Tierschutz.Erstes mal in Leben sehe und fühle ich was es heißt wenn sich ein Hund gegen die Erziehung wehrt.Mein Mann und ich sind Hundeerfahren,Mitglieder in Hundeverein,besuchen Hundeschule und üben jeden Tag.Aber der kleine Teufel versucht selbständig zu bleiben.Er liebt uns,ist süß und zu Hause ein Schmusebär aber weh er kommt raus.......Alle Versuche sind gescheitert ihn zu hindern 2-3 Stunden in Wald zu verschwinden.Wir haben mit ihm gespielt,Leckerlis und Lob gegeben.....nichts hat geholfen.Er ist irgend wann gekommen und hat sich gefreut uns zu sehen.Was haben wir gemacht?Gegen unsere Überzeugung haben wir den Rat einen Bekanten gefolgt und uns das verbotene Halsband besorgt.Wir haben es an eigener Hand ausprobiert und so eingestellt dass es wirklich nicht weh getan hat,es war ein bisschen unangenehm.Von Schmerzen und Verbrennungen keine Spur.Unserer Hund hat nur drei mal ein Stoß gekriegt und seine Abenteuerlußt ist vorbei.In 3 Tage war alles erledigt.Unserer Robin läuft ohne Leine ,kommt sofort zurück wenn ich ihn rufe und jetzt kann ich mit normale Erziehung fortfahren.Schlechtes Gewissen habe ich nicht.Es hat funktioniert,er folgt und ich bin froh darüber.Besser so als ihn eines Tages überfahren finden oder erschossen von eifrigen Jäger.Er ist fröhlich und lieb und deswegen sage ich es war richtig es zu tun. Außerdem ist nichts schlimmes passiert.Das Halsband brauche ich nicht mehr.Ich werde es immer wieder tun obwohl ich früher so was auch verurteilt habe.Liebe Grüße an alle:D
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #807
Wo Wissen aufhört, fängt Gewalt an....und wer behauptet, CM würde Hunde nicht quälen, der versteht wirklich gar nichts von Körpersprache etc. Und übrigens, auf den Hundeplatz oder in die Hundeschule zu gehen ist kein Qualitätskriterium für einen guten Hundehalter - Weiterbildung und Reflexion sind gefragt, man kann auch 30 Jahre alles falsch machen [emoji6]
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #808
Vor dem Überfahren hätte den Hund auch eine Schleppleine und etwas mehr Geduld und vll ein anderer Ansatz in der Erziehung bewahrt. Aber ja, der Zweck heiligt eben die Mittel, wenn es dem Halter nicht schnell genug geht.
Zumal drei Mal drücken auch noch das beste Beispiel für den falschen Gebrauch zur Konditionierung ist. Melde dich mal in ein paar Wochen, wenn du das Tele wieder anlegen darfst, weil der Hund geblickt hat, dass du ohne das Teil nichts machen kannst, wenn er abhaut.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Das hier möchte ich dir übrigens noch ans Herz legen:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #809
Man muss mansche Hunde ein bisschen härter nehmen wie die Anderen.

Und genau diese Aussage finde ich problematisch. Woher will man wissen, dass es nicht auch auf einem sanfen Weg gegangen wäre, ohne den Hund unter enormen psychischen Druck zu setzen.
Ich habe mich inzwischen mit Hundetrainern unterhalten, die ähnlich heftige Fälle bekamen und es ohne die Holzhammermethode wieder in richtige Bahnen lenken konnten. DAS hat mir zu Denken gegeben...

Ich muss sagen, ich verteufle Millan nicht. Es ist nicht gelogen, dass er einige Hunde vor der Euthanasiespritze rettet. Diese Menschen haben meistens nicht die Lust, sich mehr mit ihrem Hund auseinanderzusetzen. Da hat der Gute eine "Marktlücke" gefunden, die ihn reich gemacht hat.
Er hat eine Technik der Hunde"erziehung", die er romantischerweise "Resozialisierung" nennt, bei denen er aus einem gefährlichen Hund mit wenigen Handgriffen einen vermeintlich gut sozialisierten macht. Er geht sogar so weit, dass er den Leuten die Arbeit komplett abnimmt und die Hunde mit zu sich nimmt. Oder ihnen zeigt, wie sie ihren Hund ans Laufband gewöhnen.
Was sonst Monate oder Jahre lange Arbeit wäre, schafft er in Wochen oder wenigen Monaten. Hundeerziehung für die high-speed-Gesellschaft, der nichts mehr schnell genug gehen kann.
Das ist clever und ich bewundere das auf eine gewisse Art und Weise. Leider sind die Hunde dabei die Leidtragenden. Sie werden vielleicht nicht eingeschläfert, gebraucht hätten sie aber anständiges Training. Gewaltfreie Hundeerziehung ist aber leider immer noch schwer zu finden.. Vielleicht auch wegen Leuten wie C.M.

Ihr kennt vielleicht dieses Video von dem jungen Mann, der mit einer Traube unangeleinter Schäferhunde hinter sich durch die Stadt und an stark befahrenen Straßen geht. Ich hoffe, alle die es kennen, haben es auf den ersten Blick genauso kritisch betrachtet wie ich, da viele der Hunde Starkzwanghalsungen wie Stachler und Teletackts trugen.
Dann laß ich diesen Link und dachte... diese Traubenführung, das kommt mir bekannt vor.
Und plötzlich sieht man solche Fotos mit ganz anderen Augen:


Wenn dieses Laufen in Trauben so weit weg vom hündischen Verhalten ist (was ja einleuchtet), wie gesund und wie nah am "Hündischen" können C.M.s Methoden dann sein? Die Frage stelle ich denjenigen, die CM noch immer verehren.

Ich habe früher an ihn geglaubt wirklich. Jetzt tu ich es nicht mehr. Ich habe immer naiv an das geglaubt, was er erzählt hat. Dass er mit positiver, ruhiger Energie arbeitet, die die Hunde dann beruhigt und dazu bringt sich zu unterwerfen. Diese scheinbare Magie ist leider nichts mehr als emotionaler und psychischer Druck der die Hunde dazu bringt, sich vor lauter Stress zu ergeben oder wie in machen Fällen eben auszurasten und zu beißen.
Das Ergebinis von einem so behandelten könnt ihr auf Fotos wie oben sehen.

Ein funktionierender Hund ist klasse. Aber nicht um jeden Preis. Ich persönlich möchte nicht, dass mein Hund etwas nur tut oder nicht tut, weil er die Konsequenzen fürchtet.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #810
Ich bin sprachlos ... Robin2014, dein Hund tut mir einfach nur unsagbar leid ...

Und für mich ist und bleibt es unbegreiflich, wie man diese OFFENSICHTLICHEN Misshandlungen, die CM anwendet, schlichtweg nicht sehen kann! Oder vielmehr: WILL! :evil:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #811
So was zu behaupten ist einfach unüberlegte Behauptung
Sorry, aber ich denke doch, dass sowohl Mischling und ich, als auch alle anderen hier im Thread sehr gut und detailiert begründet haben was genau wir an Cesar Milan nicht mögen. Die "Behauptungen" waren also alles andere als unbegründet, du kannst uns ja gerne mal erzählen, was du an Flooding und Gewalteinwirkung toll findest (bisher hast du nur geschrieben, dass du es toll findest, aber nicht warum).

Ansonsten schließe ich mich den anderen an, es gibt andere Wege als den Teletakt (oder jede andere Form von Starkzwang).
Ich selbst zähle mich zwar zur Wattebauschfraktion, aber selbst ich kann einsehen, dass auf den Punkt gebrachtes Strafen mit anschließendem Anbieten von Alterntivverhalten manchmal angebracht sein kann. Aber wie Mischling schon sagte ist es bei den Teletakten in den meisten Fällen eben nicht damit getan, dass man ein bis drei Mal "aufs Knöpfchen drückt" und der Hund dann "kuriert" ist. Das Fehlverhalten wurde damit nämlich nicht durchgearbeitet, sondern der Hund hat nur ein Meideverhalten aufgrund eines Negativreizes gezeigt.
Die Erinnerung an den Negativreiz wird verblassen und der Hund wird das unerwünschte Verhalten wahrscheinlich wieder zeigen.....und dann? Wieder den Teletakter dran? Nein danke!
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #812
Ich habe keinen Lust mit euch zu streiten.Ich liebe Hunde ich habe viele sehr gut erzogen,verstehe was von Erziehung eines Hundes,habe mich immer weiter gebildet und habe nichts schlechtes getan.Es ist alles in beste Ordnung,der Hund lebt noch,ist fröhlich und von uns geliebt.Nur,er haut auf einmal nicht mehr weg und spielt mit mir.Ich bin froh darüber.Was CM betrifft habe ich meine Meinung nicht geändert und werde weiter seinen Sendungen schauen.Es ist oft so das man sieht was man sehen will.Jeder hat Recht auf seine Sicht,ich auch.
Meine Hunde haben besser wie viele Kinder auf dieser Welt und ich liebe sie und achte.Und wirklich komisch...sie mich auch!Ich habe geschrieben dass ich den Halsband nur 3mal benutzt habe,nur 3 Tage.Es hat funktioniert und das reicht mir.Ich erziehe mein Hund weiter und habe viel Spaß (er auch) , sein Verhalten (abhauen)kommt nicht mehr vor.Das Halsband benutze ich nicht mehr.Er braucht es nicht mehr.
CM finde ich toll weil er viele" Kampfhunde" gerettet hat und durchaus von Hundewesen viel versteht.Aber,jeder hat Recht seine Meinung zu haben.Oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #813
Es gibt immer Menschen, die die Augen vor den bitteren Fakten verschließen, genau darum werden täglich Hunde mit dubiosen Methoden gebrochen statt erzogen! Die Ergebnisse landen dann bei mir in der Verhaltensberatung und es ist zum heulen! Hundeerziehung geht nicht schnell und funktioniert nicht in drei Tagen, es sei denn, man löst ein Trauma aus. Sowas macht mich einfach nur sauer!
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #814
Es ist oft so das man sieht was man sehen will.

Genau und deshalb seht ihr CM-Fanatiker auch nicht, dass er Hunde würgt, mit Teletakt quält, sie tritt und misshandelt. Sorry, aber zu behaupten man würde seine Hunde lieben und im gleichen Atemzug gut finden, was CM macht, passt nicht zusammen!

Ich habe den Fehler gemacht und war in einer Wesenstestsvorbereitungshundeschule, wo der Trainer nach CM-Methoden gearbeitet hat. Und soll ich dir mal sagen, was es gebracht hat? Mein Hund erlitt mir gegenüber einen Vertrauensbruch und war ziemlich durch den Wind, nachdem der Trainer meinte sie nach CM-Methoden zu maßregeln! Nie wieder bin ich so blind und höre auf andere! Ich kann nur froh sein, dass meine Hündin das schnell verdaut hat, hätte ich sie aber weiter so maßregeln lassen vom Trainer, wäre unser Verhältnis sicherlich nicht so innig wie es jetzt ist!
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #815
CM ist nicht der einzige der resozialisiert.
Wie bloß schaffen es die anderen?:roll:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #816
Genau und deshalb seht ihr CM-Fanatiker auch nicht, dass er Hunde würgt, mit Teletakt quält, sie tritt und misshandelt. Sorry, aber zu behaupten man würde seine Hunde lieben und im gleichen Atemzug gut finden, was CM macht, passt nicht zusammen!

Das würde ich so extrem auch nicht sagen. Leute, die CM verehren, sind keine Tierquäler. Nicht jeder macht auch alles nach, was er tut (ich würde eher sagen, es ist die Minderheit), sondern glaubt eben, was dieser Mann erzählt, weil ganz einfach das Wissen um die hündische Psyche und ihr Verhalten fehlt. Was er erzählt klingt logisch und stichhaltig, wenn man sonst keine Ahnung hat, glaubt mir.

Robin, Vertrauensbruch war ein gutes Stichwort von Zufi. Ist dir mal aufgefallen, dass CM NIE dafür sorgt, dass die Hunde eine Bindung mit ihren Besitzern aufbauen? Indem man einen Hund ständig nur bedrängt und maßregelt, kann er das nicht. Und was sehen wir denn in seiner Sendung?
Wir sehen, wie er Hunde körperlich Maßregelt, mit der Hand anstößt oder bei extrem verbissenen Hunden auch in die Leiste tritt.
Wir sehen, wie sind Hunde an Starkzwanghalsungen fast aufhängen.
Wir sehen, wie er Hunde konzentriert einer Stresssituation aussetzt, dafür bedrängt oder sogar auf den Boden drückt, bis die Hunde aufgeben. Das nennt er dann Unterwerfung. "Ruhig und gehorsam".
Man sieht ihn auch oft Rollschuhlaufen um den Hunden ihre Überschüssige Energie abzulocken. Am Halsband. Er lässt sich ziehen - am Halsband. Und empfiehlt das obendrein. Schlittenhunde tragen Zuggeschirre übrigens auch nicht, weil es so schick aussieht.

Wie geht es einem Lebewesen, dass auf diese Weise nur untergebuttert wird? Glaubst du, der Hund kann ernsthaft eine Bindung zu seinem Menschen aufbauen, wenn alles was er lernt ist: Wenn du etwas tust, was du nicht tun sollst, setze ich dich emotionalem Druck aus. Wenn das nicht klappt, füge ich dir Schmerzen zu.

Das Resultat ist ein völlig ideenloser, eingeschüchteter Hund, der natürlich keinen Mist mehr baut. Weil er sich gar nichts mehr traut. Deshalb hast du auch eine Traube Hunde mit angelegten Ohren, hängendem Kopf und gestresstem Blick hinter CM herlaufen auf diesen ganzen Bilder, die so großartig scheinen...
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #817
Das würde ich so extrem auch nicht sagen. Leute, die CM verehren, sind keine Tierquäler. Nicht jeder macht auch alles nach, was er tut (ich würde eher sagen, es ist die Minderheit), sondern glaubt eben, was dieser Mann erzählt, weil ganz einfach das Wissen um die hündische Psyche und ihr Verhalten fehlt. Was er erzählt klingt logisch und stichhaltig, wenn man sonst keine Ahnung hat, glaubt mir.


Ich hab nicht geschrieben, dass sie alles nachmachen. Ich hab nur geschrieben, dass es nicht zusammenpasst zu sagen, dass man seine Hunde liebt und im gleichen Atemzug die Tierquälerei, die CM da veranstaltet, gut findet und sogar verteidigt. Das passt einfach nicht zusammen.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #818
Wie bereits gesagt, wenn man es nicht besser weiß, kommt es einem nicht vor, wie Tierquälerei. Laien können Stresssignale nicht interpretieren. Was man statt dessen sieht, ist ein aggressiver Hund (=unglücklicher Hund) der zu einem ruhigen, netten Hund (=glücklicher Hund) wird.
Dass die "(= )" Assoziazionen nicht stimmen, weißt du als hundeerfahrener Mensch, ein Laie dagegen nicht.

Es ist eben nicht super leicht zu erkennen, welchem massiven Druck er die Hunde aussetzt.
Und ob die körperliche Maßreglung mit Quälerei gleichzusetzen ist, ist ebenfalls umstritten. Denn wenn es das eindeutig wäre, müssten so einige Hundeplätze dicht machen.
Für mich ist klar, dass ich meinen Hund und auch keinen anderen auf dieser Welt je so erziehen will, aber es gibt eben noch immer Leute, die, wie Robin, sagen: "Manche Hunde brauchen es eben etwas härter."
Du gehst ja nicht davon aus, dass ihm das wehtut. Du gehst davon aus, dass er aufgrund seiner körperlichen oder geistigen Beschaffenheit was anderes nicht mitbekommen würde.

Da gilt es eben das Gegenteil zu beweisen und was das angeht, gebe ich den Stab gern wieder an Emspfote zurück ;)
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #819
CM habe ich oft angeschaut und habe,sorry,keine misshandelte Hunde gesehen.Tut mir leid ,aber die Erfolge die er hat sind sehr groß.Wenn ich Horror-Folgen verpasst habe dann tut es mir leid weil die Folter würde ich nie befürworten.Er ist umstritten ,gut dann werde ich mich weiter umschauen vielleicht finde ich auch etwas was ich nicht gut finde.Meine Hunde liebe ich sehr!
Was mich betrifft :Hunde nie geschlagen,misshandelt oder ausgesetzt! 35 Jahre erfolgreiche,liebevolle Hundeerziehung geliefert(musste meine Hunde nie an der Leine führen)Die waren sehr gut erzogen,haben nicht in Bett geschlafen und waren trotzdem sehr tief mit mir verbunden.Nie habe ich nur ein Hund gehabt ,immer mehrere.Mein kleiner Robin war ein Strassenhund,in ersten paar Monaten seines Lebens auf sich gestellt,gelernt selber zu entscheiden und das zu tun was ihn gerade gefällt , um überhaupt zu überleben.Wir haben ihn adoptiert um etwas gutes zu tun und weil er uns total angesprochen hat.Es war alles gut ,zu Hause ein dankbarer kleiner Schatz,lustig und lieb.Nur draußen hat ihn nichts interessiert nur die Geräusche aus dem Wald.Weg war er ,so schnell konntest gar nicht reagieren.Schleppleine ,draußen füttern,Wienerle anbieten,Hunde (6 Stück)mitnehmen,spielen ,loben nichts hats geholfen.In dem Moment wo er frei war ist er verschwunden.Wir haben oft 2-3 St.gewartet ,Angst gehabt .Er ist immer fröhlich zurück gekommen und hat überhaupt nicht verstanden das wir nicht so belustigt waren.Ich habe nie geschimpft obwohl ich von Angst um ihn am liebsten losgebrüllt hätte.Erziehung geht nicht von Heute auf Morgen? Natürlich nicht.Erst nach 3-4 Jahren kann man sagen :Ich habe es geschafft.Bei meinem Collie habe ich 1,5 Jahre gebraucht und er war perfekt.Heute ist er Therapiehund und ein halber Mensch(Scherz).Insgesamt habe ich schon 9 Hunde großgezogen,der älterster wurde 17 Jahre alt.Ich werde sie nie vergessen alle wohnen in meinem Herzen für immer.Also von nicht können und die Hunde nicht verstehen und lieben kann keine Rede sein.Mein Robin ist heute ein super Hund,er haut nicht mehr ab,er hat es durch den Halsband begriffen.Ich habe es ganz bestimmt nicht leichtfertig gemacht und ohne zu überlegen einfach los gedrückt.Das mag sein dass mansche Menschen es tun ,aber ich kann nichts dafür.Alles kann man missbrauchen und falsch verwenden jedes Hilfsmittel kann eine "Waffe "werden wenn es falsch verwendet wird.Mein Robin wird jetzt erzogen und es klappt prima.Er musste begreifen das er nicht alleine gehen darf.Er hat es begriffen und ich freue mich.Es funktioniert schon lange ohne das Halsband.Das reicht mir und bin zufrieden.Er übrigens auch.Er ist nicht gebrochen und zeigt keine Aggressionen,ist freundlich zu Mensch und Tier .Was soll da falsch sein,bitte schön?:?Übrigens,die Hunde sind doch verschieden und brauchen verschiedene Art der Erziehung.Ich rede nicht von Welpen sondern von falsch erzogenen Hunden die entsorgt werden wenn sie versaut sind.In keine Methode der Hundeerziehung ist alles richtig oder alles falsch.Man muss individuell handeln .Schläge,Tritte und Gewalt lehne ich ab und habe nie verwendet!
 
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