Ich schreibe mal auf wie ich es an deiner Stelle machen würde. Ich kann dich zu nichts zwingen Marco, ich kann dir nur das wohl deiner Tiere zu Herzen legen. So wie du sie jetzt hältst geht es ihnen nicht gut, das ist leider Fakt.
Diese Woche besorgst du dir im Fachhandel ein 60x30x30 Becken (54l) ohne Zubehör. Das Becken kostet gerade mal ein paar EUR und sollte (wenn man die monatlichen Futterkosten bedenkt) leicht verschmerzbar sein.
Dann kommt die Filterfrage, traust du dir ein Filterloses Becken zu? Filterlos bedeutet mehr Aufmerksamkeit deinerseits, du musst die Wasserwerte immer im Blick haben, der Wasserwechsel muss öfter erfolgen und das Becken muss wirklich dicht durchkrautet sein. Wenn dir das zu viel ist empfehle ich dir einen HMF oder einen kleinen (regulierbaren) Nanofilter. Handelsübliche Innenfilter sind nicht geeignet da sie zu viel Strömung verursachen. Außerdem hast du in einem 54l Becken bei 15-20 cm Wasserstand (keinesfalls höher einfüllen!) nicht mehr als 30l Wasser, da sind filter für 54l viel zu stark. Mehr als 20-30€ wirst du aber keinesfalls für einen dieser Filter aufbringen müssen.
Als Bodengrund kannst du handelsüblichen Spielsand verwenden, 25 Kg bekommt man im Baumarkt schon für 5 EUR. Gründlich durchspülen und ab ins Becken.
Wasserpflanzen bekommst du entweder Privat über Kleinanzeigen, im Baumarkt mit Gartencenter oder in der Zoohandlung, letztere ist meist am teuersten. Für 15-20 Euro bekommst du im Normalfall mehr als genug Wasserpest, Vallisneria und/oder Javamoos für den Anfang.
Als Abdeckung rate ich dir zu einem Eigenbau. Ein Holzrahmen (Holzreste gibt’s überall) der mit Fliegengitter (gibt’s im Baumarkt) bespannt wird. Die herkömmlichen Abdeckungen verursachen meist zu viel Hitze, außerdem sind schon viele Molche durch die Kabelschlitze getürmt, ob der Halter diese extra abgesichert hat war den Tieren meist herzlich egal.
Eine extra Beleuchtung ist aktuell eher zweitrangig, wichtig ist erstmal ein extra Becken!
Die aktuelle Insel würde ich gut mit heißem Wasser abspülen um mögliche Chemiereste zu entfernen und in das neue Becken geben
Wasser rein (15-20 cm) und bei Bedarf Filter anschließen. Dann kannst du die Tiere vorsichtig auf dem Landteil absetzen. Die nächsten 2-6 Wochen solltest du täglich den Nitritwert überprüfen, Stichwort Nitritpeak. Den dafür vorgesehenen Tröpfchentest hast du bestimmt Daheim, ist ja schließlich Grundaussattung.
Wenn du Wildfänge aus China möchtest bist du bei diesem Online-Shop genau richtig. Einen guten Züchter zu finden kann manchmal Jahre dauern. Bei den Orientalis sollte es eigentlich nicht allzu lange dauern, das Problem ist meist eher das Alter da diese oft nur Jungtiere in der Landphase anbieten. Adulte Tiere werden öfter in Kleinanzeigen angeboten. Im Zoofachhandel bzw. in Baumärkten und Online-Shops wirst du mit ziemlicher Sicherheit keine Nachzuchten sondern Wildfänge angeboten bekommen. Sollte der Preis für adulte Tiere unter 10 EUR liegen dann würde ich dem Händler kein Wort glauben, wenn er behauptet deutsche Nachzuchten anzubieten. Welcher Züchter gibt schon Tiere für 2-3 Euro ab, für die er zwei bis drei Jahre Futter gezahlt hat? Wildfänge kommen den Verbrauchern um vieles günstiger als Nachzuchten, zum Leidwesen der Tiere die bei den Importen zu tausenden versterben.
Sollte der Züchter auch nur halbwegs am Wohl seiner Tiere interessiert sein, dann hätte er dir die Tiere nicht in so ein Becken verkauft. Wenn er die Elterntiere wirklich bei sich hatte, dann muss er auch das Alter, sowie das Geschlecht der Tiere bestimmen können *Punkt* DA er das nicht konnte ist er für mich nicht seriös und ich würde kein Tier von dort kaufen.
Ich hatte auch junge Guppys als Futterfische bei den Molchen. Keine drei Wochen hat es gedauert bis ich eingesehen habe dass diese VG nichts ist. Die Fische haben viel zu viel Unruhe ins Becken gebracht, das Filterlose Becken zu stark verschmutzt und den Molchen ständig das Futter weggefressten.
Ich muss zugeben ich kann wahnsinnig werden wenn manche auf solchen Aussagen wie „Bei…. Hat es aber doch auch funktioniert“. Hallo, das sind Lebewesen und keine Versuchsobjekte. Wenn mir jemand mitteilt, dass etwas nicht funktioniert, dann versuche ich es doch nicht selbst noch einmal zum Leidwesen der Tiere. 5 Jahre ist für eine Art die weit über 20 Jahre alt werden kann keine große Leistung. Mein ältestes Orientalis Männlein ist seit sechs Jahren bei mir, bekommen habe ich ihn mit etwa 2 Jahren. Glaubst du mir dadurch jetzt mehr?
Bitte bring erstmal deine Haltung in Ordnung bevor du dir neue Tiere zulegst.