Ich habe beim Lesen der Geschichte geweint, auch wenn sie noch relativ gut ausgegangen ist. Was mich besonders berührte, war das Einfühlen in die Katze, wie sie sich wohl gefühlt hatte. Das ist eben das Risiko bei Freigängern. Ich war gestern auch bis 1.50 Uhr draußen und suchte meinen Kater, weil ich unruhig werde, wenn er nachts nicht zuhause ist. Schön, wenn die Ärzte helfen können, aber was machen Katzenfreunde, die sich die Behandlung nicht leisten können? Für meinen Kater würde ich auch alles Mögliche machen lassen, aber viele können das schlichtweg nicht. Ich hoffe, die Behandlung hat dauerhaften Erfolg.
Habe gerade das Video geschaut, herrlich. Ist das Main Coon oder Waldkatze? Auf alle Fälle ein ganz ganz schöner Kater. Am liebsten würde ich den mal richtig lieb streicheln.
Emilio ist ein Mainecoon.
Was die Behandlung angeht, muß ich ganz ehrlich sagen, dass alle behandelnden Tierärzte auf einen großteil ihrer Rechnung verzichtet haben. Ich habe nicht darum gebeten, aber offensichtlich waren sie von Emilio sehr begeistert. Wenn ich alles bezahlen hätte müssen, wären die Ärzte (wie die meisten Tierärzte) auch mit einer Ratenzahlung einverstanden gewesen, die ich dann auch wahr genommen hätte. Es macht mich schon sehr nachdenklich, wenn ich davon ausgehen muß, dass wenige Tierhalter ihr Lebewesen einschläfern lassen, weil sie sich die Kosten nicht leisten können. Das wäre für mich persönlich kein Kriterium. Wenn ich die Verantwortung für ein Lebewesen übernehme, muß ich auch davon ausgehen, dass irgendwann, spätestens im Alter, behandelt werden müssen. Dann muß ich einfach sicher stellen, dass genügend Mittel vorhanden sind. Es gibt viele Möglichkeiten z.B. ein Sparbuch. Eigentlich gar nicht so schlecht, weil man nie davon ausgehen kann, dass alles glatt läuft. Die Krankenversicherungen sind für mich persönlich keine Alternative, weil zu viele Ausschlußkriterien vorhanden und die Beiträge enorm hoch sind. Bei meinen acht Pelzgesichtern habe ich vorgesorgt. Eine völlig andere Geschichte ist der zeitliche Aufwand eines Intensivpatienten. Da muß man schon planen, wenn man berufstätig ist. Möglichkeiten gibt es immer! Sei es über die Katzenhilfe, das Tierheim hilft weiter und es gibt viele Privatpersonen, die auch helfen. Man muß dann nur fragen.
Um noch einmal auf die Kosten zurück zu kommen. Als meine Fellnase so vor mir lag, habe ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht. Es waren insgesamt 5 Tierärzte beteiligt. Fr. Schullenberg hat uns zu Hause aufgesucht. Es wurden wahnsinnig viele Röntgenaufnahmen gemacht, die Zähne saniert, eine Physio durchgeführt. Von den ganzen Medis ganz zu schweigen. Ich habe bei meiner Haustierärztin schon nach den ersten Behandlungen nach den Rechnungen gefragt, weil ich nicht gerne etwas schuldig bleibe. Sie antwortete: "Um mich machen sie sich jetzt mal keine Sorgen, ich kann warten, da kommen noch andere Rechnungen auf sie zu, die begleichen sie zuerst. Das fand ich unglaublich toll, weil es auch einiges über Schulli aussagt, dennoch habe ich darauf bestanden, die ausstehenden Kosten sofort zu begleichen. Ich habe die Zahlen momentan nicht im Kopf, aber insgesamt sind wir deutlich unter 1000 Euro geblieben. Wer häufiger den Tierarzt aufsucht, weiß, auf wieviel Geld die Ärzte verzichtet haben. Einfach nur klasse. Emilio fühlt sich sehr wohl und zeigt das jeden Tag. Klar ist es so, dass es auch Tage gibt, wo man einfach sieht, dass er beeinträchtigt ist. Emilio steckt mit seiner guten Laune an und zeigt uns jeden Tag, wie wertvoll das Leben sein kann.