Evy, Zootiger sind nicht selten Unterartenhybride, die für den Artenschutz nichts taugen.
Diese Mischlinge sind dann auch nicht vom Aussterben bedroht und erfüllen für die Natur keinen Zweck.
Also das Artenschutzargument würde ich hier nicht unbedingt anbringen, solange wir nicht wissen, ob der Tiger überhaupt reinblütig war.
Würde es einen Unterschied machen, wenn er reinblütig gewesen ist? Was würde dass an der Situation ändern?
Soweit ich gehört habe, gehörte der Tiger zu den sehr seltenen sibirschen Tigern und war auch reinblütig, sonst wäre er nicht im internationalen Zuchtprogramm gewesen.
[h=1]Das sind Sibirische Tiger[/h]
Köln (jeni) Sibirische Tiger, auch Amurtiger genannt, sind die größten Wildkatzen der Welt. Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Tiere beinahe ausgestorben. Der Bestand wurde in den 30er Jahren auf nur noch rund 50 Exemplare geschätzt. Mittlerweile sollen rund 350 Tiere in der Natur leben, in europäischen Zoos sind es etwa 230 Sibirische Tiger.
Zu den Versuchen, die Art zu schützen, gehört auch das Zuchtprogramm in Zoos. Im Rahmen eines solchen Projekts kamen "Altai" und seine Partnerin "Hanya" 2011 nach Köln. Das Pärchen sorgte schnell für Nachwuchs: Schon im Februar 2012 tapsten "Jegor", "Mila" und "Finja" noch etwas tollpatschig durchs Freigehege. Ein viertes Tigerbaby war kurz nach der Geburt gestorben.
Für die Zucht wird in Kauf genommen, dass Tiger im Zoo nicht artgerecht gehalten werden können. So blieb zum Beispiel "Altai" nach der Geburt seiner Jungen bei seiner Familie. In der Natur würde das Männchen sich absetzen. Das Revier eines ausgewachsenen Sibirischen Tigers wie "Altai" wäre in der Wildbahn etwa so groß wie eine Großstadt. Pro Tag würde er etwa 30 Kilometer zurücklegen, um Nahrung zu suchen.
Der Name von "Altai" soll an die Herkunft des Sibirischen Tigers erinnern. Das Altai-Gebirge erstreckt sich über Sibirien, die Mongolei und China, liegt aber eigentlich westlich von der Region, die heute als Verbreitungsgebiet der Sibirischen Tiger gilt.
Die Tiere bewohnen ein relativ kleines Gebiet im Osten Russlands (maximal 153 000 Quadratmeter). Begrenzt wird die Region im Westen durch den Fluss Amur. Damit lebt der Sibirische Tiger im Vergleich zu seinen Verwandten, die zumeist tropische Klimaverhältnisse bevorzugen, in einer extrem kalten Zone.