Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel?

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  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #141
Ich finde es sehr schade, dass es anscheinend so eine große Kluft zwischen „arm“ und „reich“ gibt. Ich frage mich auch, wie das alles unterteilt sein soll? Ich denke man kann so etwas nicht einfach festlegen und die Menschen in Schubalden stecken. Ich finde es auch ehrlich gesagt etwas unfair zu behaupten, dass „reiche“ Menschen Tiere nicht so lieben könnten wie „arme“.

Diese Frage stelle ich mir auch bereits seit Tagen.

Mein Freund und ich haben "viele" Tiere mit 7 Katzen und einem Hamster. Vor allem die Katzen sind alles andere als "günstig". Trotzdem zähle ich uns nicht zum reichen Teil der Bevölkerung. Wir haben beide nach dem Abitur eine kaufmännische Ausbildung gemacht und sind beide in ganz normalen Bürojobs tätig - da wird man nicht reich :roll:.
Wir können uns die Tiere und den erforderlichen zurückgelegten Notgroschen auch nur leisten, weil wir auf anderes verzichten. Ich war vor Jahren zuletzt im Kino, im gesamten letzten Jahr waren wir 1 (!) Mal essen in einer Pizzeria, wo wir tatsächlich selbst bezahlt haben. Ansonsten findet so etwas nur statt, wenn wir eingeladen werden. Ich habe keinen Vertrag im Fitnessstudio, sondern ein altes Trimmrad zu Hause oder gehe joggen. Im Juni wäre ich nach Ewigkeiten mal zum Klamotten-Shoppen verabredet gewesen, habe das aber abgesagt, weil wir im April und Mai hohe Ausgaben beim TA hatten. Urlaub? Ich war das letzte Mal 2009 im Urlaub für ganze 7 Tage, da hatte ich nur 2 Katzen. Meinen Urlaub verbringe ich zu Hause und das wird auch so bleiben in den nächsten Jahren. Und wenn man dann mal weg fährt, wird´s wohl nur ein langes Wochenende und bestimmt keine Flugreise.
Wenn ich wirklich mal Geld übrig habe, geht das auf unser Notfallkonto, es wird ein neuer Kratzbaum gekauft oder es wird direkt in eine Futterspende ans Tierheim umgewandelt.

7 Katzen sind ein absoluter Luxus, den wir auch nicht mal eben nebenbei aus der Portokasse bezahlen, sondern wofür wir auf einiges verzichten müssen. Was wir gerne tun, sonst hätten wir die Fellmonster nicht. Und nur weil ich also in den Augen einiger "reich" bin heißt das noch lange nicht, dass ich meine Tiere weniger liebe, das wollte ich gerne noch mal klar stellen.
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #142
Ich hab den Thread auch bisher nur stumm mitgelesen und glaube, bedingt durch die eigene Situation fühlten sich eine User angegriffen, obwohl es von anderen gar nicht so gemeint war.

Meine Meinung (die sich mit der von einigen hier bereits deckt, ich versuch es nur nochmal anders zu erläutern) ist die, dass sowohl Arm als auch Reich ihr Tier abgöttisch lieben können und auch sollten. Und in eben dieser tierliebe liegt ab und zu auch der Verzicht.

Es gibt keine "magische Einkommensgrenze", ab der jemand einen Hund, ein Rudel Ratten oder eben ein Pferd halten kann. Auch mit geringem oder mittlerem Einkommen kann man ein großartiger Tierhalter sein und alles für sein Tier tun. Wie auch einige schon dargelegt haben, kein Tier braucht goldene Näpfe oder diamantenbesetztes Geschirr, niemand hier wird sagen "Nur mit großem Einkommen kann man sich ein Tier leisten".
Was wichtig ist ist doch viel eher ehrlich zu sich selbst zu bleiben, und sein Einkommen kritisch zu hinterfragen:

- Hab ich genug Geld für die laufenden Kosten einer artgerechten Haltung?
- Hab ich ein (je nach Tierart variierendes) Tierarztpolsterchen? Bzw könnte ich mir Geld leihen?

und vielleicht die wichtigste

- Bin ich bereit ggf. auf anderen Luxus (Urlaub, Restaurant, usw) zu verzichten? Also bei mir selbst für das Tier zurückzustecken?

Mir stellen sich auch jedesmal die Nackenhaare auf, wenn ich lese, dass jemand seinem Tier aus finanziellen Gründen keine Artgerechte Haltung bieten kann (Beliebtes Beispiel: Kein Geld für einen Partner) aber da hilft wie bei so vielen Dingen nur, die Menschen weiter über artgerechte Haltung zu informieren.
Das Kostenbewusstsein steckt da ja eigentlich direkt mit drin.
Wenn aber das beliebte Beispiel HartzIV Empfänger ein aufopfernder Tierfreund ist und sich durch vom Munde wegsparen und/oder großzügige Verwandte in der Lage sieht ein Tier zu halten spricht da auch nichts dagegen.

Ein Beispiel aus meinen Kreisen: Meine Oma hat nicht viel Geld, im Gegenteil, aber was sie hat steckt sie in ihren Hund, den sie bereits vor dem finanziellen Super GAU bekommen hat. Zum Glück können ihre Kinder einspringen, wenn dem Hund etwas fehlt und würden das auch jederzeit tun.
Ich glaube niemand hier würde meiner Oma den Hund wegnehmen wollen, nur weil sie selbst kaum Geld hat :D
Der springende Punkt ist doch nur, dass der Hund im Notfall medizinisch versorgt werden kann. Und da das gewährleistet ist, ist alles in Ordnung.

Niemand hier will, dass nur reiche Leute sich ein Tier halten können. Dafür sind hier auch glaube ich viel zu wenig wohlhabende User aktiv ;)
Tiere sind ja leider immer auch ein teures Hobby.
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #143
Ich bin noch ein stiller Mitleser, der auch etwas dazu sagen möchte:
Ich gehöre auch zu den Menschen, die lieber auf einiges verzichten um den Tieren etwas bieten zu können.
Mein Mann ist KFZ-Mechatroniker, ich Sekretärin. Dazu sind wir noch unterhaltspflichtig für zwei Kinder.
Man kann sich denken, dass wir nicht im Geld schwimmen.

Trotzdem sind alle meine Tiere artgerecht versorgt und wir wohnen in einem Haus mit Garten auf dem Dorf. Mir war das einfach wichtig, damit meine Tiere auch draußen sein können und Platz haben. Das ist unser Luxus. Dafür verzichten wir sonst auf alles. Klamotten, Kino, Restaurants, Reisen. Alles das ist bei uns vorerst ersatzlos gestrichen. Aber damit können wir beide Leben. Wir haben dafür unsere Tiere und unser Häuschen.

Eine aus meinem Reitstall arbeitet im Prinzip nur für ihre Tiere. Sie steuert etwas zur Miete und so bei, den Rest zahlt ihr Partner. Aber für sie sind Pferd und Tiere ihr Lebensinhalt und sie würde sie niemals weggeben. Das finde ich wirklich bewundernswert... Bei ihr ist es noch krasser als bei mir glaube ich. Aber sie ist glücklich damit und ihr Partner auch.

Was ich damit sagen will, genauso wie meine Vorredner: Wenn man bereit ist für seine Tiere auf einiges zu verzichten kann man auch ein artgerechter Tierhalter ohne großen Geldbeutel sein. Das Notpolster für den Tierarzt muss vorhanden oder schnell leihbar sein...
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #144
Also ich wollte hier auch mal meine Meinung sagen ,nicht jeder hat tausende von Euros auf dem Konto ,ich habe 2 Hunde und auch keine Tausende zur Verfügung ,doch wenn zb beide Hunde eine op bräuchten gibt es genügend mittel und Wege damit das Tier die beste Medizinische Versorgung bekommt ,dazu gibts zb tierschutzbund in unserer Stadt dann bei solchen op´s kann man die Kosten beim Tierarzt in >Raten Zahlen ,Wir haben schon eine op hinter uns und ich hätte lieber den ganzen Monat nix zu essen als mein Tier einschläfern zu lassen das ist doch lachhaft ,


Aber grundsätzlich ist es immer besser wenn man rücklagen hat,
Wir haben für unsere Hunde ein Sparbuch wo jeden Monat 20 euro drauf gehen,das Geld tut keinem weh und im Notfall kann ich darauf zurück greifen
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #145
,dazu gibts zb tierschutzbund in unserer Stadt dann bei solchen op´s kann man die Kosten beim Tierarzt in >Raten Zahlen

Naja der Tierschutzbund wird doch nicht mal eben mehrere Tausende Euros euch geben für eine op ?`Der Tierschutz hat meist selbst kaum geld.. von sowas sollte man nie ausgehen ..
Ja Ratenzahlung machen viele Tierärzte , da sollte man sich immer Informieren für den fall der Fälle , manche machen es Grundsätzlich nicht , manche durchaus..aber es ist gut wenn man weiss das man sowas noch zur Not hätte.
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #146
Wenn jemand aber im Fall der Fälle auf finanzielle Hilfe vom Tierschutz angewiesen ist, dann zeigt das ja gerade, dass er sich das Tier tatsächlich nicht leisten kann.

Also ich sag nix, wenn jemand in Not gerät und eine solche Hilfe in Ansruch nimmt. Aber Tiere zu halten nach dem Motto "gibt ja den Tierschutzbund", das geht gar nicht.

Im Übrigen glaub ich nicht, dass es hier sooo große Unterschiede gibt oder gar etwas auseinander klafft. Viel weiter als in die untere Mittelschicht dringen wir alle nicht. ;)
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #147
Ich hab jetzt nicht alles durchgelesen, aber ich will kurz die Tierarztseite vertreten. Ein jeder von uns kann die Aussage "Ich kann leider nicht zahlen, ich bekomm nur Hartz4" nicht mehr hören. Wenn man kein Geld hat, warum holt man sich dann ein Tier?
Keiner erwartet, dass man sein Tier weggibt, wenn man in finanzielle Bedrängnis kommt. Aber ich begreif es einfach nicht, warum man sich ein Tier holt, wenn man finanzielle Schwierigkeiten hat.
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #148
Guten Abend an alle
Als ich mich vor ein paar Jahren von meinem Ex-Mann getrennt habe, habe ich wirklich nix weiter mitgenommen als ein paar Klamoten und meine beiden Kater. Die neue Wohnung war bis auf ein Bett leer, aber als dann Abends einer rechts und einer links lag, wusste ich das es richtig war. Kurz darauf wurde ich arbeitslos. Was sollte ich machen??? Ich hätte sie NIE zurückbringen können. Ich habe oft gehungert für meine Katzen, aber das war es wert.
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #149
Guten Abend an alle
Als ich mich vor ein paar Jahren von meinem Ex-Mann getrennt habe, habe ich wirklich nix weiter mitgenommen als ein paar Klamoten und meine beiden Kater. Die neue Wohnung war bis auf ein Bett leer, aber als dann Abends einer rechts und einer links lag, wusste ich das es richtig war. Kurz darauf wurde ich arbeitslos. Was sollte ich machen??? Ich hätte sie NIE zurückbringen können. Ich habe oft gehungert für meine Katzen, aber das war es wert.

Naja, aber das ist ja auch was anderes. Ich denke worum es den Usern hier geht ist, dass man sich kein Tier holen sollte, wenn man wenig Geld hat.
Plötzliche Arbeitslosigkeit kann immer passieren. Aber es ging mehr um das Geld vor dem Kauf eines Tieres :D
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #150
Hallo,

Ich korrigiere,mann muss nicht Millionär sein,um ein Tier zu halten,auch mit Hartz 4 Kann man ein Tier artgerecht halten,man muss sich aber auch Gedanken machen: Kann man mit dem Tier zum TA,reicht das Geld auch für Spielsachen,Futter und Wasser etc. Aber auch muss man für ein Artgerechtes Leben sorgen,sprich einen großen Käfig-> bzw. einen Stall oder ein Gehege. Wenn man diese Sachen erfüllen kann,dann ist man bereit ein Tier zu halten und bei guter Haltung und rundum Gesunden Tier muss man halt entsprechent "selten" zum Tierarzt .
Ich bin erst 13 habe Meeris und Farbmäuse & ich bezahle alles selber nur mit 20 Euro im Monat,ich habe einen Zeitungsjob und verdiene da noch was dazu ,jeden Monat gehe ich dann neben dem Futter,Gemüse etc. für 30-40 Euro zum Fress oder Futterhaus und kaufe Spielsachen,denn meine Tiere sind mein Hobby und deshalb geht alles Geld in die Fellnasen .Meine Mutter sagt immer:" Ja gib das Geld doch mal für dih aus immer kaufst du was für deine Tiere" Aber das ist mir egal,denn ich liebe meine Tiere
Ich kaufe mir von meinem Taschengeld nie was Klamotten bekomme ich so von meiner Mama,schminke brauch ich nicht und Spielsachen kriege ich zu den Feiertagen .Lieber spare ich an meinen Wünschen als an den der Tiere,die sollen ein schönes Leben bekommen
Das ist meine Meinung

Liebe Grüße

Laura
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #151
Ich denke, die Diskussion hier ist deswegen auch so schwierig, weil fast jeder von einem anderen Fall ausgeht.

Keiner der "holt euch kein Tier, wenn ihr kein Geld habt"-Fraktion hat gesagt, dass man die Tiere abgeben soll, wenn man plötzlich arbeitslos wurde. Es hat auch keiner gesagt, dass man sich trotzdem kein Tier holen soll, auch wenn man auf alles verzichtet, nur damit man sein Tier halten kann (eine löbliche Geste, würde ich mir aber bei der Anschaffung eines Tieres gut überlegen, weil das enorme Einschnitte auf sozialer Ebene bedeuten kann. Muss man eben wollen. Ist aber auch nur meine Meinung und ich verurteile niemanden dafür).

Es wurde lediglich gesagt: Egal, wie sehr ihr wollt und versucht, wenn ihr das Tier trotz allem nicht gut halten könnt, heißt, wenn ihr trotz allem Verzicht und Tricksereien überspitzt gesagt keine 20 Euro für den TA aufbringen könnt, dann sollte man sich kein Tier holen. Jedes Tier wird mal in ein Alter oder eine Situation kommen, wo es eine relativ hohe TA-Rechnung mit nach Hause bringt. So ist das einfach. Niemand hat gesagt, dass man sich kein Tier holen soll, wenn das Geld zwar knapp ist, aber die Versorgung stimmt. Wenn das auch ein Mensch trotz Arbeitslosigkeit kann, umso besser. ;) Ich habe keinen Beitrag gesehen, wo das verpöhnt wurde.
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #152
Hi,

Ich weiß nicht, ob es auf den vorangegangenen Seiten schon mal angesprochen wurde: Ich weiß von verschiedenen Projekten, die mittellosen Tierhaltern ermäßigte und kostenlose Tierarztversorgung anbieten.

Ich bin da sehr ambivalent. Ich finde das eine prima Sache, finde das v.a. von den ausführenden Tierärzten sehr löblich, dass sie sich ehrenamtlich so engagieren und so auch finanziell nicht so gut gestellten Tierhaltern ermöglichen, ihr Tier regelmäßig ärztlich versorgen zu lassen. So manches Tier sieht so den Tierarzt, das sonst nie dorthin gekommen wäre.

Etwas stößt mir aber sauer auf. Wo setzt man die Grenze zwischen denen, die bitte den Normalpreis bezahlen, und denen, die es kostenlos bekommen? Ich habe erst vom Bafög gelebt, jetzt von Hartz 4. Ich habe jedesmal enorme Probleme gehabt, wenn ein Tier krank wurde und zum TA musste. Mehrmals hat mich das in Mietrückstand gebracht. Aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen dann habe ich meine Ratten vor einem Jahr abgegeben. Jetzt habe ich Kanarienvögel, auf die ich gottseidank nicht allergisch reagiere. Dennoch muss ich mir jedesmal überlegen, wo ich zurückstecke, wenn ein Vogel zum TA muss. Ich sehe darin eine Ungerechtigkeit, dass einerseits finanziell nicht so gut gestellte Menschen wie z.B. Obdachlose sich einen Hund nach dem anderen anschaffen, weil sie genau wissen, sie kriegen die TA-Behandlung kostenlos, und unsereins knabbert an jedem Euro, weil der nächste TA-Gang ansteht, und schafft nicht zuletzt auch aus finanziellen Gründen die Tiere schweren Herzens ab.
Sicher mag es auch daran liegen, dass ich nicht in so einer gesegneten Stadt lebe, in der solch engagierte TÄ so einen Dienst anbieten. Wisst ihr, ich hätte auch so gern einen Hund. Seit frühester Kindheit an. Ich kann es mir aber mit ALG II beim besten Willen nicht leisten. Paranoid: Muss ich also erst obdachlos werden, damit mir Vater Staat täglich Futtergeld gibt, damit ich mir endlich meinen Traum vom Hund erfüllen kann? Sowas kann doch nicht sein...!

just my 2 cents

Der Steinhagel möge beginnen...
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #153
Sorry, aber ich hab das Gefühl, dass du den Sinn dieser Einrichtungen nicht verstehst und dass ist genau der Punkt, der mir immer wieder so sauer aufstöst.

Diese Einrichtungen sind für Leute gedacht, die unverschuldet in Not geraten sind, während sie ihre Tiere bereits hatten. Sie sind nicht dafür Gedacht, das Hinz und Kunz sich noch einen Hund anschaffen, der dann von Vater Staat finanziert wird.

Tiere sind Luxusartikel und wenn ich mir welche anschaffe, wohlwissend, dass ich eventuelle Tierarztkosten nicht tragen kann, dann hab ich dafür kein Verständnis. Das hat in meinen Augen nichts mit Tierliebe zu tun, wenn ich mir Tiere anschaffe, nur weil ich sie haben will, ohne dabei auf deren Bedürfnisse, zu denen im Fall der Fälle eben auch TA gehören, zu achten.
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #154
Wie manche Leute es dann noch schaffen, davon Zigaretten und andere Sache zu kaufen, sit mir schleicherhaft, sieht man ja aber in jedem Supermarkt am Ende des Monats.
Für mich wäre der Hartz4 Satz höher als die Kosten, die ich tatsächlich jeden Monat habe. Bei meinem letzten Job hab ich 100€ mehr als mein Hartz4 Satz bekommen. Und ich hab es tatsächlich geschafft trotz Hund und Auto jeden Monat mindestens 100€ beiseite zu legen. Wenn man mit Hartz4 sorgsam umgeht, kann man gut davon leben.
Schlimm ist nicht, dass sich Leute mit Hartz4 Tiere holen, sondern dass die Hartz4ler, die sich Tiere holen, überhaupt nicht mit Geld umgehen können.
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #155
Damals bei einer bekannten haben die 1000 euro bezaht für eine Katzen op
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #156
Sorry, aber ich hab das Gefühl, dass du den Sinn dieser Einrichtungen nicht verstehst und dass ist genau der Punkt, der mir immer wieder so sauer aufstöst.

Diese Einrichtungen sind für Leute gedacht, die unverschuldet in Not geraten sind, während sie ihre Tiere bereits hatten. Sie sind nicht dafür Gedacht, das Hinz und Kunz sich noch einen Hund anschaffen, der dann von Vater Staat finanziert wird.

Tiere sind Luxusartikel und wenn ich mir welche anschaffe, wohlwissend, dass ich eventuelle Tierarztkosten nicht tragen kann, dann hab ich dafür kein Verständnis. Das hat in meinen Augen nichts mit Tierliebe zu tun, wenn ich mir Tiere anschaffe, nur weil ich sie haben will, ohne dabei auf deren Bedürfnisse, zu denen im Fall der Fälle eben auch TA gehören, zu achten.



Möglicherweise haben wir uns hier missverstanden. Ich weiß, warum diese Einrichtungen geschaffen wurden, und ich habe auch erwähnt, dass ich das top finde. Nur weiß ich von immer mehr Nutzern, die dieses gut gemeinte und sicherlich notwendige Angebot missbrauchen. Ich habe engen Kontakt zu Mitarbeitern des Sozialamtes und weiß von Storys, die einem die Nackenhaare aufstellen. Und dazu gehört leider auch die Tierhaltung sozial schwacher Menschen.

Ich frage anders herum: Unverschuldet in Not, das ist dehnbar wie ein Gummi. Wie wird das definiert, und wo liegen die Grenzen? Wenn man es so sieht, war auch ich unschuldig in Not: Ich habe mit der Rattenhaltung begonnen, als ich finanziell gut gestellt war, und als ich auszog, um zu studieren, und von Bafög lebte, wurde es bald sehr eng. Daher habe ich auch die Haltung aufgegeben. War ich unverschuldet in Not? Hätte ich mir munter immer weitere Notfellchen ins Haus holen sollen, da ich ja keine Schuld hatte an meiner finanziellen Misere (ist Studieren ein Vergehen)? Die Grenze zu ziehen zwischen mir und denen, die sich genau und wohlüberlegt Tiere auf Kosten der Spendenzahler halten, ist sehr verwaschen, und die Kontrolle erübrigt sich mangels Durchführbarkeit. Hier sehe ich die Gefahr für die, die diese Art von Hilfe tatsächlich und dringend nötig haben, und denen, die unfair auf diesen Zug aufspringen, auch wenn sie (hoffentlich) in der Minderheit sind.
Ich sehe in meiner Stadt keinen obdachlosen Punker ohne mindestens einen Hund. :?
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #157
Hier in Kiel gibt es auch viele Punks usw. die mindestens einen Hund haben.
Manche leben auf der Straße manche haben eine kleine Wohnung sind aber meistens draußen unterwegs.
Ich gehöre selbt zur Schwarzen Szene und hatte einige Punks als Freunde.
Bis sie meinten sich Hunde und Ratten anzuschaffen und sie mit Resten und Billig Futter zu ernähren.
Ratten natürlich immer mit dabei...hatten nicht mal ein Gehege..
Als ich meinte das sie richtiges Futter brauchen und ein Gehege und Ratten nicht nach draußen gehören hieß es nur : "Ich weiß das Futter ist schlecht aber ich hab ja kein Geld" "Die Ratten sind doch glücklich besser als wie bei dir eingesperrt zu sein"

Ich habe sie oft genug aufgeklärt und nun hab ich mich abgewendet und bin nicht mehr gerne in der Stadt zu sehen.
Aber mir ist es egal. Ich gehe an ihnen vorbei und ignoriere sie. Gebe höchstens Kommentar los den Hunden mal ein Leckerlie... Warscheinlich das einzigste Futter an manchen Tagen.

SOWAS kann ich einfach nicht verstehen.

Aber genau so wird mir vorgeworfen ich habe zu viele Tiere und kein Geld.
Ich weiß aber das ich alle versorgen kann und stecke dafür sehr viel zurück.
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #158
@ cerridwen

Die vom dir beschriebene Situation hat nichts mit "unverschuldet in Not geraden" zu tun. Du hast dich freiwillig dafür entschieden zu studieren und vom Bafög zu leben. Bitte nicht falsch verstehen dass Soll jetzt nicht heißen "selber schuld"

Aber es ist doch wohn eindeutig ein Unterschied ob ich plötzlich und unerwartet arbeitslos werde oder gar krank oder ob ich mich bewusst dafür entscheide, ein Studium anzufangen. Da kann ich ja kalkulieren was auf mich zu kommt.
Die Einrichtungen sind eigentlich für Leute wie die von mir beschriebenen gedacht eben die, die unverschuldet in Not geraten sind. Das die Einrichtungen von manchen Leuten ausgenutzt werden ist mir klar und finde ich absolut nicht schön.
Deswegen stell ich mich aber trotzdem nicht hin und mecker, dass ich erst arm sein muss, damit der Staat mir einen hund finanziert. Das ist nicht Aufgabedes Staats.

Wahrscheinlich hast du dass geschrieben um dein missfallen an der Umsetzung dieser Einrichtungen und der Möglichkeit es auszunutzen ausgedrückt und ich hab es in dem Moment nur falsch verstanden, kann dass sein?


Nur eben eine Lösung zu finden ist schwer.
Deutschland ist ein Sozialstaat. Das zeigt sich an vieler Stelle. Sei s harz 4, das leistungsPrinzip bei der Steuer odereben diese Einrichtungen.
Meine radikale Meinung zur Lösung? Abschaffen. Wenn ich mir vom harz 4 noch Luxus Güter holen kann wird meiner Meinung nach eindeutig zu viel gezahlt , wenn so viele Menschen Einrichtungen ausnutzen die Menschen in Not helfen sollen, dann sollte man diese Einrichtungen vielleicht abschaffen.

Aber auf der andern Seite bleiben dann die Leute auf der strecke, die gerade so harz 4 zurecht kommen und die ihre geliebten Tiere nur noch halten können weil sie Futterspenden bekommen. Deutschland möchte nicht, das diese Menschen auf der strecke bleiben und ganz ehrlich ich möchte das auch nicht.

Ich finde es gut, das Deutschland so viel für seine Bürger tut, das es sie auffängt, wenn es nötig ist.
Aber ich finde es traurig dass so viele Leute, die diese Möglichkeit nutzen, es nicht zu schätzen wissen, was Deutschland für sie tut.
Wenn harz 4 Empfänger dann noch auf ihr Recht pochen Tiere zu halten, dann läuft was falsch

ich wünsche niemanden dass er mal in so eine Notlage kommt und auf den Staat angewiesen ist. Ich wünsche jeden dass er genug Geld verdient um davon gut leben zu können und sich eben auch seine Tierhaltung finanzieren zu können.


Aber bei denen die in so eine Notlage landen wünsche ich mir mehr Bewusstsein und Dankbarkeit darüber, was für ein Glück sie haben, das der Staat sich um sie kümmert. Den in anderen teilen der Welt wurden sie sofort auf der Straße landen und hätte weitaus mehr Problemen als sich den lang ersehnten hund nicht anschaffen zu können

zum Schlussnoch sorry das ich so abgeschweift bin
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #159
Aber auf der andern Seite bleiben dann die Leute auf der strecke, die gerade so harz 4 zurecht kommen und die ihre geliebten Tiere nur noch halten können weil sie Futterspenden bekommen. Deutschland möchte nicht, das diese Menschen auf der strecke bleiben und ganz ehrlich ich möchte das auch nicht.

Ich finde es gut, das Deutschland so viel für seine Bürger tut, das es sie auffängt, wenn es nötig ist.
Aber ich finde es traurig dass so viele Leute, die diese Möglichkeit nutzen, es nicht zu schätzen wissen, was Deutschland für sie tut.


Du hast es auf den Punkt gebracht - genau das wollte ich damit sagen. :D
Ich habe mit meinem knappen Bafög lieber an mir selbst gespart und nichts neues gekauft, keine Klamotten geshoppt und keine Partys besucht. Dafür konnte ich mir dann den TA leisten. ;)
 
  • Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel? Beitrag #160
Wenn ein Tier kran wird oder eine op braucht interessiert es die Ärzte oder den Tierschutz nicht wie man in Not geraten ist sondern fakt ist man braucht hilfe egal woher und wieso, ob von tierschutz oder bekannten .besser ein schnorrer mal krass gesagt als ein unnötiges einscdhläfern eines tieres, hier läuft einer mit 7 hUNDEN RUM DER KEINE STEUER ZAHLT IN EINER " ZIMMER Wohnung und hartz 4 dieser mensch gibt das ganze hartz 4 für die hunde aus und er isstz nur erbettelts diese art von tierhaltung und auch nur diese wenn man nix hat und sich 7 hunde holt finde ich krank aber menschen denen es schlecht geht und nicht vor die tür kommen ein haus haben und viel liebe zu tieren denen gönne ich einen hund selbst wenn sie sich nur futter versicherung und steuer leisten können und keine op bezahlen können die allerdsings auch nicht jedes tier im leben braucht
bei uns sind 2 hundis ohne irgendwelche großen tierärztliche versorgung zwecks op oder so alt geworden und wenns doch mal dazu kommt hält die ganze familie zusammen
 
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Tierhaltung trotz geringer finanzieller Mittel?

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