Neue Wohnung - Hund anschaffen?!

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  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #161
Tut mir leid, dass das alles so schief gegangen ist. Vor allem für die Hündin. So etwas ist ja immer auch sehr gefährlich :( Aber so etwas passiert - auch den besten.

Ich glaube dir im Übrigen, wenn du sagst, du würdest jeden Cent in das Tier stecken, auch wenn du nicht einsiehst, für einen Zuchthund viel zu bezahlen. Ich kenne so manchen, der es ähnlich sieht, aber bei schweren Krankheiten (die bis in den vierstelligen Bereich gehen) wirklich alles für ihr Tier geben. Zeit, Geld und Zuneigung. Es macht eben auch nochmal einen Unterschied, ob man für den noch fremden Hund so viel Geld bezahlt oder für das Tier, welches in Monaten und Jahren zum Freund und Familienmitglied wird. Natürlich will ich den Preis für einen Zuchthund nicht schmälern, ich finde ihn durchaus angemessen und richtig! Aber ich kann deine Argumentation verstehen, dass die Liebe zum Hund nicht unbedingt was mit dem Anschaffungspreis zu tun hat. Nichtsdestotrotz würde ich immer auf einen "teuren" Züchter zurückgreifen, wenns ein Zuchthund sein sollte.

Stoffels Rassevorschlägen mag ich mich anschließen. Vor allem, was den Labbi angeht. Ich denke, die wären genau das richtige für euch. Und man darf sie nicht unterschätzen. Natürlich sind sie Kumpeltyp, aber ich würde die Arbeitslinie NIE unterschätzen. Labbis sind nicht ohne. Hier rennen einige rum und auch in meiner Familie gibts einen. Die haben alle Schaff mit der Rasse ;) Beim Labbi hast du halt den Vorteil, dass sie in der Regel nicht so abdrehen, wenn du mal einen Fehler machst. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ein Labbi mal Schuhe zerkaut, wenn ihm langweilig ist. Ist einem Aussie langweilig, geht das schnell in den Hütetrieb und ich glaube, deren Toleranzgrenze ist dann eben auch nicht sehr hoch. So etwas finde ich immer sehr unangenehm, weil ich immer die Angst hätte, dass mein Hund schnell unberechenbar wird und auch mal kneift.
Labbis finden Wasser toll, sind Kumpeltypen, verzeihen auch mal einen langweiligen Tag und finden auch die Couch super. Solide Rasse, finde ich :001: Auch wenn mich das Anschmachten nerven würde :lol: Aber viele finden genau das toll!

Lediglich beim (Mittel)schnauzer wäre ich vorsichtig. Sie gelten als relativ skeptisch und können einen ausgeprägten Wachtrieb entwickeln (gerade in der Wohnung, finde ich das "Alarmschlagen" dann schwierig). Ich weiß nicht genau, was in meinem Jerry drin ist, aber allgemein wird bei ihm auch ein Schnauzer vermutet. So lieb und gehorsam er ist, mit seinem Wachtrieb hatte ich lange Zeit echt beef. Wenn die gelangweilt sind, suchen die sich halt das Wachen als Aufgabe.

Den Besuch beim Züchter kann ich auch nur empfehlen. Bin auch alle paar Wochen bei einem und bin jedes Mal aufs Neue fasziniert, wie viel diese Leute eben auch wissen und wie toll die Hunde dort leben. Auch wenns nicht unbedingt meine Rasse ist. Schadet aber trotzdem nicht ;)
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #162
Ich glaube dir im Übrigen, wenn du sagst, du würdest jeden Cent in das Tier stecken, auch wenn du nicht einsiehst, für einen Zuchthund viel zu bezahlen. Ich kenne so manchen, der es ähnlich sieht, aber bei schweren Krankheiten (die bis in den vierstelligen Bereich gehen) wirklich alles für ihr Tier geben. Zeit, Geld und Zuneigung.

Nur um das nochmal zu sagen - den Eindruck hatte ich hier auch! Auch, dass du bereit bist, mit und an dem Tier zu wachsen!

Ich würde auch niemals einsehen, 1000€ oder mehr für einen Hund auszugeben. Dazu bin ich zu sehr Vater meines Tochters und denke mir doch immer... es ist am Ende nur ein Hund. Nicht falsch verstehen - mein Herz hängt an meinem Hund und ich würde alles tun, damit es ihm gut geht! Sollte auch jeder hier im Forum wissen. Aber 1000€ sind halt doch eine Menge Kohle. Hätte ich so viel Geld über wären erstmal andere Sachen fällig :)

Wir hatten übrigens auch unser Herz schon verloren, an einen Welpen aus dem Ausland. Vorkontrolle war okay, sie hat gesagt sie spricht für uns, also hatten wir schon alles für ihn angeschafft... dann hat es der Auslands-Orga aber nicht gepasst, dass mein Freund den Hund mit auf Arbeit nimmt, sollte ich nicht zuhause sein. Also nein... da ist auch erstmal unser ganzes schönes Gedankengebäude zusammen gefallen.

Im Endeffekt bin ich aber sehr froh, dass wir unseren Hund bekommen haben :)
Und so gesehen... erstmal kann man froh sein, dass die Hündin deiner Freundin keinen Schaden genommen hat! Ihr findet noch den passenden Hund für euch, da bin ich mir sicher!
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #163
Ich wäre da eigentlich auch vorsichtig beim Mittelschnauzer, aber unser Zwergschnauzerzüchter aus dem Agi hat einen süßen, jetzt knapp 1 Jahr alten Mittelschnauzer. Hat den ruhigsten aus dem Wurf genommen. Und der ist einfach nur ein Traum. Allerdings hat der Züchter natürlich ein wenig Schnauzererfahrung. :mrgreen: *zugeb*

Eine ganz schlank gehaltene Labbihündin aus der Showlinie haben wir auch im Agi. Die ist auch ein absoluter Traum. Würde ich mir einen größeren NichtTerrier holen, wäre es sicher auch ein schwarzer Labbi. Ich liebe ihre knutschknautschige Trampeltierart und ihre immer gute Laune und ständige Unternehmungslust. (Zumindest die beiden letzten haben die Terrier ja auch, wofür ich sie so liebe.)
Tolle Hunde, die auch mal couchen können, auf realistische Art gut auszulasten sind und jederzeit voll da sind, wenn man will.

Dazu bin ich zu sehr Vater meines Tochters

Soso. Vater deiner Tochter. :mrgreen: Interessant.
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #164
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #165
Ich liebe ihre knutschknautschige Trampeltierart

Ja, das ist wirklich großartig, wenn sie über zich Gieskannen im Garten stolpern und dabei noch Leitern und Regale umwerfen und einen dann fröhlich anschauen "schon ok! Mir gehts gut! Ist nix passiert... Worauf haste bock? Bin bei allem dabei" :mrgreen: Ich denke, dass der Labbi leider immer noch unterschätzt und viel zu stark auf Familienhund "degradiert" wird. Wenn ich so manchen User lese, der sagt "ich liebe den Australien Shepherd, weil er immer so aufmerksam und agil ist und man so viel mit ihm arbeiten kann", muss ich ganz oft an den Labbi denken. Gerade der Labbi in meiner Familie ist so ein Typ, der alle diese Anforderungen erfüllen kann, ohne darauf zu pochen - ideal eigentlich. Manche trainieren sich ein Arbeitstier ran und wenn Studium/Schule beendet sind und man arbeiten muss, kommt man mit der Auslastung nicht mehr hinterher. Wenn ich die Maus sitte, ist sie einfach bei allem dabei und lässt sich für alles begeistern und ist einfach immer gut drauf. Dieses Kumpel-Klischee wollte ich nie glauben, aber es ist wirklich so :lol: Ich glaube, das ist das, was sich viele unter einem Aussie vorstellen oder erhoffen...

Und wenn der Labbi unerwarteterweise doch zu "laff" ist, gibts ja auch noch andere Retriever, die wesentlich mehr Anspruch haben (Toller, Flat coated).

Off-Topic
Infano ich spar mir mal die Korrektur, der Fehler ist zu lustig :mrgreen:
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #166
Och Pewee, unser Toller auf dem Platz ist 1. viel ernster als unser Labbi. Die Labbis haben einfach wirklich immer gute Laune und versprühen die regelrecht. Wenn man da einen miesen Tag hat, stecken sie einen mit ihrer guten Laune einfach an.
Und 2. fordert der Toller deutlich weniger als der Labbi auf unserem Platz. Der Labbi hat ein überschäumenderes Temperament.
Kommt aber dann trotzdem gut wieder runter.
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #167
Flat coated hatte ich mir auch schonmal angeschaut, weil wir im Tierheim schon zwei Hundis hatten, die sehr nach denen aussahen...
Bei Labbis bin ich einfach zwiegespalten... Der labbi von der Freundin ist einfach so...dümmlich? Der wirkt einfach viel zu oft wie so ein kleines Trottelchen... Klar, ist er auch schlau und man kann bestimmt viel mit ihm machen, aber diese Art... Weiß auch nicht. Und bitte kommt mir jetzt nicht wieder mit, ich hab keine Ahnung von der Rasse und so. Das ist einfach mein Eindruck wie ich diesen (und auch schon manche andere) Labbi erlebe...

Ich bin grad auch schon wieder am schauen in irgendwelchen Tierschutzvereinen (auch Ausland). Hab da aber auch noch gewisse Sorgen, weil ich mir zum einen denke, dass man sich den Hund halt vorher nicht so unbedingt anschauen kann, dann würde ich gerne einen Welpen so früh wie möglich bekommen (also aber natürlich immer noch ab einem vernünftigen Abgabealter), weil ich jetzt beim Lesen oft gelesen habe, dass gerade diese ersten Wochen so wichtig sind für Welpen um sie zu sozialisieren. Aber vorallem Auslandswelpen bekommt man ja erst ab einem gewissen späteren Alter oder?
Naja, wenn jemand nen guten Verein kennt, kann er mir das ja schicken...
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #168
Soweit ich weiß, hat Loscampesinos sehr gute Erfahrungen mit der Organisation gemacht, von der sie nun schon den 4. Hund in der Familie haben.

Grundsätzlich ist es aber so, dass ein solcher Hund immer ein Überraschungspaket bleiben wird. Das ist nicht schlimm. Man muss sich dessen nur bewusst sein und bereit sein, sich sehr flexibel auf den Hund einzustellen. Könnte auch passieren, dass der Hund Labrador-dümmlich ist oder ne Schnarchnase oder eine übermäßige Sportskanone. Aber wenn du bereit bist, dich ganz flexibel auf den Hund und seinen individuellen Charakter einzulassen, ist das sicher auch eine schöne Sache.
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #169
Also irgendwie ist so ein Hund doch immer ein Überraschungspaket :)
Klar, bei einem Rassehund schon etwas weniger, aber es soll ja doch auch immer Ausnahmen geben. Terrier, die nicht jagen, Aussies, die Couchpotatoes sind...

Aber ich denke, wenn man sich auf einen Aussie eingestellt hat, Hüte- und Jagdtrieb erwartet sowie sich selbst auf eine Sportskanone eingerichtet hat, kriegt man auch einen Hund aus dem Tierschutz groß ;)
So ein Welpe darf glaube ich ohne Mutter erst nach 3 Monaten einreisen. Mit Mutter schon früher, wenn ich richtig informiert bin.
Eine gute Orga zeichnet einfach aus, dass sie dir alle deine Fragen zum Hund gerne beantworten und auch auf deine Erwartungen zu einem Hund eingehen. Du solltest dich einfach sehr wohl damit fühlen. Außerdem ist eine gute Orga nicht nur dabei, fleißig Hunde nach Deutschland zu verschicken, sondern hat auch Kastrationsprogramme im Inland. In der Zeitung, die Pewee in ihrer Signatur verlinkt hat gibt es auch einen tollen Artikel dazu.
Die Meisten haben auch Pflegestellen in Deutschland, vielleicht hat eine von denen schon deinen Hund zuhause sitzen...

Und ob du jetzt einen 8 Wochen alten Welpen oder einen 16 Wochen alten Welpen bekommst, macht für ihn und für eure Beziehung kaum einen Unterschied.
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #170
Aber vorallem Auslandswelpen bekommt man ja erst ab einem gewissen späteren Alter oder?

Das kommt auf das Land und seine Quarantänebestimmungen an. Ich meine, in Rumänien kriegt man einen Welpen frühstens ab 12 Wochen (damit hättest du immer noch 4 Wochen für die Sozialisierung). In Spanien kriegt man sie ggf. auch schon früher.

Wie die anderen schon sagten, muss du bei diesen Hunden eben sehr offen sein, was deren späteres Verhalten und deren Bedürnisse angeht. Ich wusste bei meinen Hunden überhaupt nicht, was auf mich zukommt und hab einfach abgewartet. Ich war aber auch nie auf eine bestimmte Rasse oder einen bestimmten Trieb fixiert. Meine Schwäche für so manchen Jäger kam eigentlich erst mit der Zeit, aber ich würde immer noch (fast) alles nehmen, was man mir in die Hand drückt. Je nach Orga kann man mit bestimmten Typen rechnen. Gerade in den südlichen Ländern sinds oft die Jäger, die man bekommt. Vor allem Windhunde oder auch setterartige. Schäfi(-mixe) sind auch nicht selten, weil vor allem reinrassige Schäfer immer recht beliebt sind (prestige dort). In östlichen Ländern kannst du eher mit Wach- und Hofhunden rechnen. Oft auch Begleithunde. Aber Überraschung bleibts immer.

Was den Labbi angeht: Ja, die wirken oft dümmlich. Das liegt daran, dass sie einfach so lustig und unbedarft sind, da assoziiert man oft eine gewisse Dümmlichkeit. Allerdings würde ich mich wohl öfter mal mit dieser Rasse treffen. Ich denke, der erste Anschein trügt sehr oft und sie sind tolle, aber fordernde Hunde.

Stoffel, als "ernst" kenne ich den Toller auch, aber auch, dass er recht anstrengend auszulasten ist :eusa_think: Vielleicht hat einer von uns einen aus dem Standard geschlagenen erlebt :lol:

Off-Topic
Den angesprochenen Artikel von Infano gibts in Ausgabe drei, wenn du dich informieren möchtest ;)
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #171
Wenn ich mir den Standard so angucke, dürfte ich den aus der Art geschlagenen kennen. Denn eigentlich sollten die ja sehr aktiv sein.
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #172
Da mein Name genannt wurde (und ich wenn's um Auslandadoptionen geht eh immer Feuer und Flamme bin^^), kann ich ja kurz meine Erfahrungen schildern. (Der Artikel aus der Forenzeitschrift ist auch sehr zu empfehlen, da steht das wichtigste drin!)

Was das Alter angeht habe ich es bisher nur so erlebt, dass Welpen, die mit Mutter reisen etwas jünger sein dürfen, Welpen die alleine reisen 12 Wochen alt sein müssen. Allerdings kann man das natürlich auch nicht 100% sagen. Manche werden auf der Straße gefunden usw. und so sind das oft nur Schätzungen von den Tierärzten. Wir bekamen Lou mit ungefähr 4 Monaten, Cleo mit ca. 12 1/2 Wochen und Amelie durfte mit Mutter reisen und war dann geschätzte 10 - 12 Wochen alt.
Loulou und Cleo waren da schon etwas "geprägt". Beide wurden auf der Straße gefunden, Lou musste noch eine Zeit ins Tierheim und Cleo kam zu einer Pflegefamilie, bevor sie dann nach Deutschland reisen durften. Amelie hingegen wurde mit Mutter und Geschwistern direkt gefunden und durfte dann ihre Kindheit schön behütet verbringen. Man hat wirklich gemerkt, dass sie liebevoll von ihrer Mutter groß gezogen wurde.
Dementsprechend haben sich die Mädels dann auch verhalten. Sowohl Lou, als auch Cleo waren beide sehr ängstliche Welpen und haben heute noch "Respekt" vor Menschen. Amelie hingegen ist einfach ein kleines, offenes Hundemädel, das von niemandem etwas böses erwartet.

An sich finde ich es immer wichtig, dass die Hunde vorher in Pflegestellen vermittelt werden, sodass Hund und zukünftiger Besitzer sich kennen lernen können. Außerdem kann die Pflegefamilie dann so einiges über den Hund berichten und man kann schonmal grob einschätzen auf was man sich einlässt. Das heißt du müsstest den Hund dann nicht adoptieren ohne jemals was von ihm gesehen oder gehört zu haben. Nur "Überraschungspaket" hat man dann also nicht, aber prinzipiell sollte man sich schon darauf einstellen, dass da einiges auf einen zukommen kann. Wenn ich einen Hund adoptieren möchte, vorallem aus dem Ausland, dann muss ich mich einfach auf den Charakter einlassen. Man hat da ein kleines Individuum, dass vllt schon mit ein paar Wochen einiges erleben musste und da sollte man sich schon bewusst sein, dass es auch zu Problemen kommen könnte.
Aber man kann ja auch anhand der Rasse etwas einschätzen was da auf einen zukommen könnte. Wer einen Podencomischling adoptiert, sollte wissen, dass Antijagdtraining höchstwahrscheinlich Pflicht sein wird.

Was das Alter angeht... Lou und ich haben zb. auch eine extrem starke Bindung, obwohl sie unser "ältester" Welpe war... da kommt's hauptsächlich drauf an was man selbst drauß macht. ;)
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #173
Wollt ihr mir (die damit Erfahrung haben) sonst vielleicht einfach per PN Orgas schicken, die ihr empfehlen könnt?

Mein Freund hat sich wohl doch auch schon mehr mit dem Gedanken angefreundet, einen Aussie zu bekommen. Er schaut seitdem das nicht geklappt hat die ganze Zeit im Internet bei Züchtern :D Also auch hier die Frage, ob die Aussie-Profis mir einfach ein paar Empfehlungen am besten in Niedersachsen oder NRW schicken könnten...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

So, mir ist gerade langweilig, deswegen mach ich mal ne Pro-Contra-Liste für alle Optionen. Wer noch was ergänzen kann/widersprechen will/etc. einfach schreiben.
ProContra
Züchter- man weiß, was man bekommt
- gut sozialisiert
- in geordneten Verhältnissen aufgewachsen
- Möglichkeit im "richtigen" Alter zu bekommen
-Möglichkeit vorher zu besuchen und in Ruhe kennenzulernen
- Krankheiten abgesichert
- evtl. Unterstützung durch den Züchter
- sehr teuer
- evtl. nicht zum passenden Zeitpunkt für uns
- könnte kurzfristig doch nicht klappen (kein passender Welpe im Wurf, Züchter "will" uns doch nicht)
Tierschutz-Inland- Möglichkeit vorher kennenzulernen
- evtl. Mutter dabei
- theor. eher möglich im "richtigen" Alter zu bekommen
- billiger als vom Züchter
- man tut was Gutes
- evtl. "Auswahl" nicht so groß
-kein passender Welpe zum passenden Zeitpunkt
- evtl. Tierheim"knacks"
- evtl. nicht sicher, was mal draus wird (wenn Eltern nicht bekannt)

Tierschutz-Ausland- man rettet einem Hund das Leben
- billiger als vom Züchter
- mehr "Auswahl" als evtl. in Tierheimen
- oft mit anderen Hunden sehr soziale Tiere
- keine Möglichkeit vorher kennenzulernen (außer evtl. auf Pflegestelle)
- erst ab bestimmten Alter möglich (zu spät?)
- evtl. "Knacks", Verhaltensprobleme
- noch unwahrscheinlicher, dass man weiß, was mal draus wird
- evtl. Krankheiten (je nach Land)
- man weiß nicht unbedingt, ob es stimmt, was die Orga einem vorher erzählt --> Überraschungspaket


Manche Formulierungen sind nicht so geglückt und klingen deshalb sehr hart(herzig), ist nicht so gemeint! Also bitte nicht falsch verstehen.
Freu mich über mehr Argumente und Erfahrungen...
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #174
Wichtig ist ja, welche Punkte einem besonders wichtig sind. Wenn für mich ein Punkt besonders positiv sind, dann schaue ich über 3 Negativpunkte gerne hinweg, wenn sie nicht so störend sind (für mich beispielsweise der Preis oder die Frage, was am Ende wirklich für Rassen herauskommen.).

Was mir spontan aufgefallen ist: Auch im Ausland gibts viele reinrassige Hunde, man kann also schon wissen, was man bekommt, sofern man diese Rasse haben möchte (einige Freunde von mir haben beispielsweise reinrassige Setter und Galgos. Da ich großer Setterfan bin, wäre das die für mich "bessere" Alternative zum Züchter). Selbiges gilt im Inland. Wolltest du einen Hund vom Tierschutz, bei dem die Rassen bekannt sind, kannst du zur jeweiligen Rassenothilfe. Da hat man vor allem den Vorteil, dass da in der Regel Leute sind, die diese Rasse bis ins Detail kennen und verstehen.

Das hier:
man weiß nicht unbedingt, ob es stimmt, was die Orga einem vorher erzählt --> Überraschungspaket
gilt auch für die anderen beiden Optionen (für den Züchter weniger, wenn er gut ist, aber die sind ja auch keine Hellseher).

Dass man beim Ausland keine Möglichkeit hat, den Hund vorher kennenzulernen, hast du ja eigentlich selber schon in der Klammer relativiert. Man muss halt drauf achten, dass man eine Pflegestelle findet und davon gibts auch ganz viele. Manchmal haben auch örtliche Tierheime Auslandshunde, wenn sie noch ein Plätzchen frei haben. Das würde ich eher auf die Pro-Liste setzen als generell nur "vorher kennenlernen". Klar, kann man in deutschen Tierheimen mal vorbei gehen, aber die geben ja auch nicht selten den Hund nach ner Stunde mit und das hat mit Kennenlernen dann nicht mehr viel zu tun. Bei beidem muss man drauf bestehen, dass man sich das erst ein paar Mal angucken darf, in der Regel machen Tierheime und Pflegestellen das auch, aber es ist nicht immer notwendigerweise Gang und Gäbe, weil viele Neuhalter das nicht möchten.

Zum Preis beim Züchter: So teuer sind die nicht immer. Man spricht meist vom vierstelligen Bereich, aber manche Züchter vor allem von kleineren Rassen nehmen auch mal was im dreistelligen Bereich. Ich finde es dann nicht mehr so teuer, wenn der Hund "nur" noch 800 statt 1500 kostet. Was Krankheiten angeht, muss man halt gucken. Einen wirklich guten Züchter zu finden, wird lange dauern, vor allem wenn man eine Moderasse will oder noch so gar keine Kontakte geknüpft hat.

oft mit anderen Hunden sehr soziale Tiere

Das ist leider nicht zu verallgemeinern. Auslandshunde haben - wenn sie schon älter sind - in der Regel einen Kampf ums Überleben gemacht, wenn sie einige Zeit auf der Straße waren. Dadurch können sie leider unverträglich geworden sein. Gilt nicht für alle, aber dieses Ammenmärchen "Auslandshunde sind immer super verträglich, weil sie den ganzen Tag mit anderen Hunden zusammen sind", sollte man nicht glauben. Das läuft ähnlich ab, wie bei deutschen Hunden aus dem Tierheim. Es kommt auf die Erfahrung und den Charakter an.

Hinzufügen kann ich nichts, aber ich hätte manche Punkte auf die andere Seite der Liste gesetzt: Ich mag Überraschungspakete :001:
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #175
Ich denke nicht, dass es dem Hund etwas ausmacht, wenn man ihn erst später bekommt :)
Und wenn, dann ist das sogar von Vorteil, da der Hund ja mit 8 Wochen auch noch nicht seinen wahren Charakter zeigt. Mit 5 Monaten kann man da schon wesentlich mehr sagen.
Außerdem erkennt man schon mehr vom Körperbau als bei einem 8 Wochen alten Flauscheball :)
Pro: Du wolltest Herausforderung. Die hast du beim Aussie genauso wie beim Tierschutzhund :D

Und auch wenn ich pro Tierschutzhund (auch Ausland) bin, muss ich leider sagen, dass das mit der Sozialisierung nicht stimmt.
(Meiner konnte Hundesprache, das ist richtig. Spielen und "normaler" Umgang mit anderen Hunden mussten wir ihm beibringen)
Und persönlich: Ich würde wahrscheinlich immer wieder einen Hund "retten", weil ich es einfach unwahrscheinlich schön finde, wie diese Hunde über sich hinaus wachsen können. Klar, meiner wird immer ein Sensibelchen bleiben, den man nicht einfach mal anbrüllen kann :) Er ist aber kein Angsthund mehr! Und zu sehen, wie sich das Vertrauen langsam aufbaut, weil man es sich wirklich verdienen musste, ist echt schön :D Hätte ich nie gedacht, dass mein Hund irgendwann so vertrauensvoll schlafend an mich gekuschelt auf der Couch liegt wie gerade :mrgreen:

Am Ende wirst du aber zu allen Kategorien verfechter und Gegner finden. Was am Ende zu euch passt, müsst ihr entscheiden :D
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #176
Gut, zu deiner Pro - und Contra Liste, erstmal Ausland:

- Keine Möglichkeit vorher kennen zu lernen
Ich würde sowieso jedem der einen Hund aus dem Ausland adoptieren möchte, raten zu einer Orga zu gehen, die mit Pflegestellen arbeitet! Ich finde es an sich besser für Hund und zukünftigen Halter, wenn man sich vorher kennen lernen kann.

- man weiß nicht unbedingt, ob es stimmt, was die Orga einem vorher erzählt --> Überraschungspaket
- noch unwahrscheinlicher, dass man weiß, was mal draus wird
Hab ich jetzt mal vorgezogen, weil es meiner Meinung nach zu dem ersten Punkt passt. Man muss sich einfach über die Orga informieren und schauen ob man da bei seriösen Leuten ist. Leider gibt es bei Auslandsorgas genauso schwarze Schafe wie bei deutschen Tierheimen und "Züchtern".
Ich selbst habe da mit meiner Orga (die ich dir gerne mal per PN schicke) nur positive Erfahrungen gemacht. Bei Lou, die ja mein erster Hund aus dem Ausland ist, war ich anfangs sehr aufgeregt und auch sehr, sehr skeptisch. Ich habe aber vor dem Treffen sehr oft mit der Pflegemama telefoniert und sie hat mir auch deutlich gesagt welche "negativen Eigenschaften" Lou an den Tag legt. (Wobei sich Sachen wie starker Jagdinstinkt bei einem 4 Monate alten Welpen ja oft nicht sagen lassen, da sie aber ein waschechter Jagdhundmix ist, war eben davon auszugehen.) Ich wurde aber von ihrer Pflegefamilie super lieb empfangen, die haben mir alles ausführlich erklärt, ich konnte mich mehrere Stunden mit Lou beschäftigen und kam erst abends nach einem tollen Tag nachhause.
Bei Cleo waren wir da schon "offener". Wir kannten die Orga, wir wussten, dass wir unsere Fellnasen so nehmen wie sie sind und dementsprechend haben wir vorher nicht 1000 mal alles am Telefon abgeklärt.
Bei Amelie haben wir es ganz anders gemacht. Da ich mittlerweile Vorkontrolle für diese Orga mache und auch mit dem Gedanken gespielt habe selbt Pflegestelle zu werden, durften wir Amelie und eine Schwester am Flughafen abholen gehen und die Schwester zur Pflegefamilie bringen. Dh. bei Amelie hatten wir voher gar keinen Kontakt. Allerdings haben wir uns da auf das verlassen, was uns von der ausländischen Pflegestelle erzählt wurde - aktive Welpen, sehr verspielt, sportlich, offen. Und so war es dann auch. Die Beschreibung passte perfekt und so hatten wir ohne Amelie jemals gesehen zu haben, das aktive Hundekind, das uns beschrieben wurde.

Was ich allgemein auch finde: Man adoptiert mit jedem Hund ein eigenes Individuum. Egal ob Tierheim, Ausland oder Züchter - der Hund hat immer einen Grundcharakter. Ich finde man sollte sich IMMER auf das unerwartete einstellen. Ein Tier kann man nicht planen, man kann sich nie sicher sein, dass es 100% genauso ist, wie man es gerne hätte oder wie man es sich vorgestellt hat. Eine Bekannte von uns wollte zb. unbedingt einen ruhigen, lieben Begleithund, mit dem sie dennoch ein bisschen arbeiten kann. Sie hat einen Mops vom Züchter gekauft und hat jetzt eine kleine, wilde Hummel an der Backe, die so gar nicht in ihr "Konzept" vom typischen Mops reinpasst.

Das heißt also, wenn du eine gute Orga findest, hast du dort Leute, die ihre Schützlinge einschätzen können.

- evtl. Krankheiten (je nach Land)
Das war auch meine größte Angst bei der Adoption eines Hundes aus dem sündländischen Raum. Ich habe mich da die erste Zeit ziemlich verrückt gemacht und habe bei meiner Lou überall Anzeichen von Mittelmeerkrankheiten feststellen können. Letztendlich war der Mittelmeercheck bei ihr und Cleo negativ, zwei super gesunde Hunde mit 1A Blutwerten. Bei Amelie waren wir von Anfang an etwas beruhigter, weil wir zumindest wussten, dass die Mutter negativ auf diese Krankheiten getestet wurde. Adoptierst du also einen Welpen der mit Mutter nach Deutschland kam, kannst du zumindest das schon mal abchecken.
Wenn man einen Hund aus dem Mittelmeerraum möchte, muss man sich da einfach drauf einstellen. Es kann auch sein, dass der Hund eine andere Krankheit hat, aber ganz ehrlich? Das hätte dir beim "Vermehrer" auch passieren können.

Ansonsten musst du einfach entscheiden was für dich das Richtige ist. Für mich sind es klar die Hunde aus dem Ausland.
Dementsprechend kann ich die leider zu den anderen Optionen wie Züchter oder deutscher Tierheimhund nicht viel sagen, aber ihr werdet schon die richtige Entscheidung für euch treffen. ;)
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #177
Wow, danke für eure wirklich ausführlichen Meinungen!:clap:
Ich werde jetzt nicht alles kommentieren, also nicht wieder sagen, dass ich was ignoriert habe ;) Ich hab alles durchgelesen und zur Kenntnis genommen!
Loscampesinos, kannst du mir vielleicht einfach mal deine Orga schicken?

Wie würdet ihr denn Suchen? Also im Internet? Und wenn ja, auf welchen Seiten? Gerade was Hunde in Pflegestellen angeht...
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #178
Ich würde mich da wohl einfach mit einigen Orgas in Verbindung setzen. Sagen, was du von einem Hund erwartest und was du ihm bieten kannst.
Da kannst du dann ja auch sagen, dass du den Hunde gerne vorher kennen lernen möchtest und fragen, ob sie einen solchen vielleicht schon in einer Pflegestelle in Deutschland haben.
Und ansonsten halt auch weiter im Internet kucken, da viele Pflegestellen selbst die Vermittlung ihrer Pflegehunde handhaben müssen.
(Aber auch dann: Nach der Orga fragen und die "auseinander nehmen" :D Weil Pflegestelle kann sich im Endeffekt wohl jeder nennen...)
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #179
Ich würde da wirklich einfach nochmal gerne auf unsere Zeitschrift bzw. die dritte Ausgabe verweisen (siehe meine Sig). Wir haben da ein riesen Thema mit Erfahrungsberichten und Tipps für die "richge Orga" von allen möglichen Leuten als Hauptthema der Ausgabe. Da haben viele Leute dran gearbeitet und besser könnte man es eigentlich nicht zusammenfassen als es dort steht ;) Generell würde ich nämlich darauf schauen, dass wenn man schon Tiere aus dem Ausland holt, dass man dann auch versucht nachhaltige Orgas zu unterstützen, die nicht nur die Tiere einschippern. Zumindest heute wär das mein Anspruch, wenn ein Tier aus dem Ausland kommt.

Wenn du dann mit Pflegestellen Kontakt hast, würde ich vor allem schauen, dass sie realistisch einschätzen und dir den Hund nicht andrehen wollen. Es fällt zwar dann schwer "nein" zu sagen, aber es passiert leider ganz schnell, dass man dem Tier nicht gewachsen ist oder das es eben einfach nicht passt. Da kann dann keiner was für, hätte aber ggf. vorher gesehen werden können.
 
  • Neue Wohnung - Hund anschaffen?! Beitrag #180
Die Zeitschrift ist ja wirklich toll gemacht! Nur die Schrift ist ab und zu ein bißchen zu kleine und ich hab nicht rausgefunden, wie man sie größer bekommt.

Habe schon einige Orgas kennengelernt, da ich mit einer Freundin ab und zu für so eine Art "tiertaxi" fahre, wo wir auch immer Kontakt zu Auslandshunden haben. Bei denen würde ich dann wahrscheinlich anfragen. Aber mehr konkrete Tipps zu anderen Orgas können ja nicht schaden.
Denkt ihr, es wäre eine Überlegung wert, dass man einen Hund dann erstmal als Pflegehund nimmt, wenn dieser sonst nicht nach Deutschland kommen könnte? Also wenn es nicht möglich wäre, den schon auf ner deutschen Pflegestelle zu sehen?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

oh man, das ist doch doof, eigentlich dachte ich, dass ich mich doch langsam auch wieder auf andere hunde(rassen) einlassen kann, aber jetzt hab ich mir grad wieder die tollen bilder von nem Aussie hier im Forum angeschaut und frag mich wieder, ob ichs nicht irgendwie auch ein bißchen bereuen würde, wenn wir uns keinen Aussie holen...
 
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