- Warum man Katzen und Kater kastrieren lassen sollte Beitrag #1
Wölfi
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Hallo!
Das Thema ist alt und die Situation in Tierheimen bekannt. Aber heute hat mich ein Artikel aus der hiesigen Lokalpresse daran erinnert, dass man das Problem nicht vergessen sollte. Ich hoffe, hiermit allen Besitzern von unkastrierten Katern und Katzen die Folgen unkontrollierter Vermehrung etwas näher zu bringen.
(Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung, 03.03.2007)
LG
Wölfi
Das Thema ist alt und die Situation in Tierheimen bekannt. Aber heute hat mich ein Artikel aus der hiesigen Lokalpresse daran erinnert, dass man das Problem nicht vergessen sollte. Ich hoffe, hiermit allen Besitzern von unkastrierten Katern und Katzen die Folgen unkontrollierter Vermehrung etwas näher zu bringen.
Lokales aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg
Ausgesetzt, zurückgelassen Über 120 Tiere warten in Breustian bei der»Tierhilfe Wendland» auf neue Besitzer
rg Breustian. Dass er überhaupt noch lebt, ist ein kleines Wunder. »Maat», der graugetigerte Kater, war im Sommer in der Nahe von Maddau in ein Mähwerk geraten, hatte dabei ein Bein verloren und sich schwer verletzt in eine Scheune geschleppt.
http://javascript<b></b>: var bild=...500,height=500,resizable=yes,scrollbars=yes')http://www.pipeline.de/pipeline/showpics.php?id=2214889&rid=28 Dort hatte er wochenlang gelegen, halbtot, ständig attackiert von den anderen Katzen, bis ihn schließlich jemand fand und nach Breustian brachte. Zur »Tierhilfe Wendland», wo man ihn versorgte und wieder aufgepäppelte. »Er ist noch ein wenig scheu, so, als ob er sich wegen seines fehlenden Beines schämen würde», erzählt Heidi Konopatsch, die Vorsitzende des Vereins »Tierhilfe Wendland». »Wenn er aber Vertrauen zu jemandem fasst, ist er verschmust und sehr liebe- bedürftig.»
»Maat» ist zwei Jahre alt, seit vier Monaten bei der »Tierhilfe Wendland» und das Sorgenkind der Tierfreunde. »Er braucht dringend ein neues Zuhause, mit viel Liebe und Geborgenheit», weiß Heidi Konopatsch. Doch einen Kater mit drei Beinen zu vermitteln sei schwer. »Obwohl ihn das fehlende Bein kaum behindert», betont sie. »Hoffentlich findet sich bald jemand, der ihm ein neues Heim gibt.»
Mit »Maat» warten in Breustian über 50 weitere Katzen da-rauf, vermittelt zu werden, ein neues Zuhause zu bekommen. Zum Beispiel »Hasi». »Hasi» hatte mal eine Familie, wurde geliebt, verhätschelt. »Dann musste die Familie umziehen, und in der neuen Wohnung waren Katzen verboten», erzählt Heidi Konopatsch die traurige Geschichte. »So kamen die vier zu uns», Mama, Papa, Tochter und ihr Kater. Die ersten drei in Tränen aufgelöst, und »Hasi» unwissend, dass er seine Familie nie mehr wiedersehen würde. Das Glück einer liebenden Familie hatte »Ufo» nie. Verwahrlost war der Kater in Hitzacker gefunden worden, das Fell voller Flöhe und Dreck, krank und abgemagert. Erst in Breustian kam er wieder zu Kräften. Die Aufzählung solch schlimmer Schicksale ließe sich lange fortführen. Insgesamt leben 96 Katzen auf dem Hof, »einige davon sind aber wild, die können nicht als Hauskatzen gehalten werden», erläutert Heidi Konopatsch. Die meisten Katzen in Breustian allerdings waren einmal Hauskatzen, gehörten jemandem, bis man ihrer überdrüssig war, sie aussetzte oder beim Wohnungswechsel einfach zurückließ. »Für einige Menschen sind Tiere halt Wegwerfprodukte», sagt Heidi Ko-nopatsch traurig. Und so finden sich auf dem Hof nicht nur Katzen. Auch Schaf »Klara», Ziegenbock »Mogli» und die Minipig-Hängebauchschwein-Mischlinge »Pollux», »Pepper», »Peer», »Poldi», »Palli» und »Pretty» gehören zu den Bewohnern - so lange, bis sich für sie ein neues Heim findet.
Die »Tierhilfe Wendland» lebt von Spenden, von den Beiträgen der 90 Mitglieder und davon, dass Menschen Patenschaften für Tiere übernehmen. Von dem Geld wird Futter gekauft, werden Tierarzt und Medikamente bezahlt. Und die drei Ein-Euro-Jobber, die Heidi Konopatsch und den anderen ehrenamtlichen Helfern zur Hand gehen.
Wer auch helfen möchte, oder wer einem der Tiere - egal ob Katze, Hund, Schaf oder Schwein - ein neues Zuhause geben möchte, erreicht die »Tierhilfe Wendland» unter der Telefonnummer (05864)368.
Bild: Ungeduldig wartet der schwarze Kater "Karlo" auf sein Fressen. Und auf ein neues Zuhause wartet er auch, wie rund 50 weitere Kater und Katzen bei der "Tierhilfe Wendland". 4 Aufn.: R. Groß
(Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung, 03.03.2007)
LG
Wölfi
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