das würde mich doch auch interessieren.

Habe diesen Thread erst jetzt entdeckt und fand vorallem den Text von Suno sehr gelungen.
Man könnte dies wirklich vermenschlichen und sich darüber verletzen lassen. Dies ist meiner Meinung nach aber der falsche Weg. Die beliebtesten sind doch meistens die, die sich unnahbar geben. Wenn Du also von Deinem Hund verlangst, dass er Dich liebt (überspitzt gesagt) übst Du damit automatisch auch Druck auf ihn aus. Diesem Druck versucht er zu weichen, er sucht Sicherheit bei anderen.
Ich glaube, hier gibt es wirklich nur das Umdenken bei Dir. Dass Du die Sache vergisst und einfach mit dem Hund Spass hast. Geh mit ihm raus, spielen, toben, laufen, Dummyarbeit auf jeden Fall, Suchspiele. Und denk dabei nicht darüber nach, ob er Dich nun mag oder nicht, MACH einfach.
Wenn Du nach Hause kommst genau gleich. Ignorier den Hund. Das macht der Rudelführer auch. Der hat es nicht nötig, um Aufmerksamkeit zu buhlen, der beansprucht sowieso alle Ressourcen für sich.

Irgendwann, gerade wenn Du mit dem Hund alleine bist, wird er Dich suchen. Hunde sind soziale Tiere, kein Hund liegt nur tagelang in der Ecke.
Falls er mal zuhause liegt, dann nimm ein Buch und setz Dich in die Nähe. Mit dem Rücken zum Hund. Bedräng ihn nicht aber bleib in der Nähe. Dann fang an zu lesen und denke nicht mehr an den Hund. Ich bin überzeugt, früher oder später wird er den Kontakt zu Dir suchen. Dann lass ihn. Bedräng ihn nicht.
Ich nehme ja auch an, am Wochenende ist der Hund bei Dir, oder? Dann versuch wirklich, am Wochenende ALLEINE mit dem Hund zu sein. Alleine zu Hause, alleine draussen. Aber lauf dem Tier nicht nach, buhle nicht um die Aufmerksamkeit. Bleib einfach locker und entspannt, steh drüber.
Einfach gesagt, was? Ich weiss...
Da ich auch Hunde trainiere, kann ich Dir übrigens auch sagen, viele dieser Hunde lieben mich auch abgöttisch und verkriechen sich bei Unsicherheit eher bei mir als bei den Besitzern. Das liegt tatsächlich an der Ausstrahlung, die ein Mensch hat, an der Ruhe, die ein Mensch übermittelt. Und dies kommt oft mit der Erfahrung.
