Welpenspielstunde

Diskutiere Welpenspielstunde im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo an alle Mich würde mal interessieren wer mit seinem Hund in der Welpenspielstunde war, was da so gemacht wurde und was Ihr davon haltet...
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Ricalein

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Hallo an alle
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Mich würde mal interessieren wer mit seinem Hund in der Welpenspielstunde war, was da so gemacht wurde und was Ihr davon haltet.
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Für welches Alter ist es das richtige?
Wie häufig sollte der Welpe an sowas teilnehmen?
Welche Struktur ist sinnvoll?
Was erwartet ihr von einer Welpenspielstunde?
Worauf ist unbedingt zu achten?
Was sollte es da auf keine Fall geben?
Mir geht es hier ausschließlich um die Welpenspielstunde nicht um die anschließende Erziehung in der Hundeschule oder im Verein!
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Ich freue mich auf viele Antworten.:D
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #2
Hallo Ricalein,

m. E. ist eine Welpenspielstunde dafür da, um Welpen, von ca. der 8. bis zur spät. 16 Woche miteinander rumblödeln zu lassen, damit sie den notwendigen Sozialkontakt unter Artgenossen erhalten.

Geachtet werden sollte m. E. darauf, dass den Welpen jegliches Halsband, Geschirr etc. abgenommen wird, die Gruppen nicht zu groß sind, nicht zu krasse Unterschiede in Größe etc haben (also lieber nicht Dogge und Chihuahua) und bei Keilereien nur im Notfall eingeschritten werden sollte. Zudem sollte die Spielstunde in einem eingezäunten Gelände stattfinden.

Eine Welpenspielstunde ist m. E. nicht dafür da, um irgendwelche Grundkommandos dem Welpen anzutrainieren, sondern nur, dass die Welpen untereinander spielen und toben können.

Eine Welpenspielstunde kann für einen Welpen sehr viel an Erfahrung bringen. Es wird ihm im späteren Leben sehr helfen, da er den Sozialkontakt mit Artgenossen schon in der wichtigen Prägephase erlebt hat.

Welpenspielstunden sind für jeden Welpenbesitzer sehr empfehlenswert.

LG
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #3
ich wollte da auch mal hin ich doofe kuh habs nur immer verschoben jetzt isse schon zu alt.
da wird wohl fast nur gespielt und einige grundkomandos geübt wie sitzt und platz.
frag doch mal favole soweit ich weiß ist ihr lenny noch inner welpwenspielstunde
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #4
Eine Welpenspielstunden ist nicht für die Einübung leichter Grundkommandos da!
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #5
naja bei der bei der ivch ma informiert habe ist es so das übt man da etwas spielerich hab es auch schon von vielen anderen leuten gehört
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #6
Wir waren mit unserem Hersenschutzhund von der 9. Woche an einmal wöchentlich in der Welpenspielstund. Diese fand in einem eingezäunten Bereich statt, bei schönem Wetter war anschließend ein gemeinsamer Spaziergang zu einem nahe gelegenen Bach angesagt, wo nochmal getobt/gebadet werden konnte. Bei der Welpenspielstunde konnten die Hunde nach Herzenlust spielen und toben, keinerlei Erziehungsmethodik. Bei Raufereien wurde nur eingegriffen, wenn es zu ernst wurde, was ich aber nur einmal erlebt habe. Ansonsten regeln die Welpen das eigentlich hervorragend untereinander und sollen es ja auch lernen. Bei uns bestand die Gruppe aus 12 Hunden unterschiedlicher Größe, aber durchweg robuster Arten (Dackel bis Dogge), was hervorragend geklappt hat - die Großen konnnten dann auch gleich den Umgang mit Kleinen lernen und die Kleinen verloren ihre Unsicherheit. Die erwachsene Schäferhündin der Hundeschule war auch dabei und hat hin und wieder mal etwas für Ordnung bei den Kleinen gesorgt, was ich persönlich sehr gut fand, da eben kaum menschliches Einwirken notwendig war, sondern das Meiste hündisch untereinander stattfand. Der Hundetrainer selbst stand während der ganzen Zeit für Fragen der Hundebesitzer zur Verfügung und hat beraten, wenn nötig, was ich auch sehr gut fand. Einige Leute hatten ihre Kinder dabei, so dass z.B. unser Welpe zusätzlich den Kontakt zu Kleinkindern kennengelernt hat, was ich insofern gut fand, als dass wir selbst keine Kinder haben, womit man hätte üben können. War also rundum zufrieden und bin mit dem Ergebnis, = ausgesprochen hundeverträglicher und kindertauglicher Herdenschutzhund, sehr zufrieden.

Grüße,
Samson
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #7
@ Samson: Perfektes Beispiel für eine perfekte Welpenspielstunde und das daraus folgende Risultat!
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #8
Hallo,

Es ist oft schlicht gesagt eine Tragödie was sich auf vielen Hundeplätzen oder Hundeschulen in der “Welpenspielstunde” abspielt. Überfüllte Gruppen, unqualifizierte Übungsleiter, inhomogene Gruppen (Alter und Passung stimmen nicht) uvm.
Immer noch sind die meisten Welpengruppen viel zu groß, (Rekordverdächtig erscheint mir die „Spielstunde“ bei einem VdH mit 24 Welpen !). und Gewicht und/oder Alter stehen oft in einem absoluten Missverhältnis. So habe ich vor ein paar Jahren miterlebt, wie ein fast vier Monate alter Landseerrüde eine zehn Wochen alte Pudelhündin über den Haufen rannte. Die Kleine hatte sich dabei den rechten Hinterlauf ausgekugelt! Ich beobachte außerdem immer wieder, dass die "Übungsleiter" einer solchen Welpenspielstunde die Besitzer überreden wollen, den Welpen durch den Tunnel zu schicken oder auch durch einen Reifen springen zu lassen. Springen sollte ein Welpe nur freiwillig und warum muss so ein Baby unbedingt durch den Tunnel ? O-Ton Übungsleiterin: "Sie locken vorne, ich schieb ihn von hinten!
Aus Neugier wird ein Welpe irgendwann von alleine durch den Tunnel gehen und sei es nur bei einer Verfolgungsjagd mit einem anderen Welpen.
Ebenso geradezu blöd finde ich es, wenn nebenan auf dem großen Übungsplatz bei den "Fortgeschrittenen" geschossen wird (VPG), da nicht auszuschließen ist, das just in dem Moment, wo der Schuss fällt, ein Welpe sich gerade irgendwie beim spielen stößt o.ä. Folge: Schuss tut weh!
Aber... es kommt oft noch schlimmer. Nicht selten werden da etwas ängstliche Welpen, von „selbstbewussten kleinen „Rambo’s“ gemobbt bzw. untergebuttert. Und die Verantwortlichen solcher Gruppen meinen dann: „Das macht nichts...die müssen da durch“!

Ich meine so eine Welpengruppe sollte in erster Linie der Bindung zum Besitzer dienen, und nur höchst sparsam sollten auch Gegenstände und Geräusche mit einbezogen werden. Sehr förderlich finde ich es, wenn Kinder unter Anleitung mit den Welpen umgehen.
Aber wie sieht es häufig aus....?
Da wird gerasselt, getrötet, Strohpuppen fallen durch die Gegend, Säcke mit Blechbüchsen werden geworfen. Den Besitzern wird demonstriert, wie man seinen Hund maßregelt, indem man (ÜL) diesen im Genick packt und kräftig schüttelt..... usw. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Ich frage mich, was das alles soll. Warum kann man nicht mal auf Aktivitäten in so einer Welpen“spielstunde“ verzichten? Muss immer irgendeine Aktion vollzogen werden? O-Ton: „Heute rufen wir aus dem Spiel ab!“ (Dabei hatte sich gerade ein sehr zurückhaltender Welpe zur vorsichtigen Kontaktaufnahme entschlossen.)
Ich finde da Welpenprägetage nach Weidt/Berlowitz viel vernünftiger und ich hoffe, dass diese sich durchsetzen!

Dazu:

Sinn und Zweck der Prägungsspieltage ist die Förderung und Kanalisierung einer positiven Verhaltensentwicklung des Hundes. Lernen am Erfolg ist der beste Lehrmeister!

Bei der Durchführung der Prägungsspieltage geht es um ein organisiertes zusammenführen von Welpen etwa gleichen Altes und ähnlicher Konstitution. Ab der vollendeten 8. Lebenswoche bis ca. 16 Lebenswoche. Da das Zeitfenster der Prägephase nur sehr kurz ist, also so früh wie möglich. Welpen die älter sind, sollten in weitergehenden Kursen betreut werden. Halbjährige Junghunde gehören seiner (weidt) Meinung nach dort nicht hinein.
Alles unter sachkundiger Anleitung der Besitzer durch geschulte Gruppenleiter.
Die Welpen werden dabei nicht erzogen und jede Aktion geschieht auf freiwilliger Basis. Kein Hund „muss“ über ein Brett oder durch einen Tunnel, wenn er das nicht von sich aus macht. Kinder und auch fremde Erwachsene sind herzlich willkommen und werden unter Anleitung mit integriert. Bei mehr als 6 Welpen werden 2 Betreuer/Gruppenleiter empfohlen. Ältere Spätentwickler und jüngere „frühentwickelte „ können problemlos zusammengefügt werden, wenn Gewicht und Größe passen.

Rahmenbedingungen
Vor Beginn, also der ersten Kontaktaufnahme der Welpen miteinander, wird den Besitzern erstmal erzählt, worauf zu achten ist und was man unbedingt vermeiden sollte usw. (Das fehlt m. E. in so vielen „Welpenspielstunden“. Meist heisst es „Gehen sie nur rein, das wird schon“ ... o.ä.) Die Besitzer werden dazu angehalten auch mit den Fremdwelpen, sofern diese von sich aus die Kontaktaufnahme zur Fremdperson suchen, zu spielen. Versteckspiele Besitzer/Welpe werden mit eingebaut.
Es wird verdeutlicht, dass zur Entwicklung von Selbstvertrauen zwar die verlässliche und gefühlsmäßige Nähe des Besitzers wichtig ist, aber ein ständiges bemuttern o. überbehüten, ihn in der Entwicklung seiner Selbstsicherheit hindert.


Zum Gelände
Unterschiedliches Gelände mit verschiedenen Bodenstrukturen. Sandhaufen/Kies/Büsche usw.. Spaziergang in der Gruppe zu einem nahe gelegenen Bach und/oder Waldgelände.etc. Auf diesem Spaziergang befinden sich möglichst natürliche, aber auch ein paar „gestellte“ Gegenstände. Inmitten dieses Areals (Stell es dir wie einen Rundgang vor) ist ein Erlebnisparcour. (Die berühmte Bällchenwanne wurde, soweit ich weiss, von ihm in den 80er Jahren kreiert.)
Stehen nur eingezäunte Übungsplätze zur Verfügung, fehlen hier schon mal die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten...denn Hundeplätze haben „nur“ Rasen. Also raus ins Gelände. Überwinden von Gräben oder kleinen Hügeln...(Gummistiefel sind mitzubringen, da man mit Hund auch mal gemeinsam durch ein flaches Bächlein watet).
Begegnungen/Treffen auch mal in weniger schöner Gegend, um die Hunde auf die zivilisationsbelastende Umwelt einzustimmen und sie somit sicher machen. Z.B. Betriebsparkplätze an Tagen wo eben kaum gefahren wird, (z.B. Sonntags... ) oder Sonntags in einem Einkaufszentrum (Fußgängerzone) usw. Es kann ebenso Brachland bei einem nahe gelegenen Fabrikgelände sein.
Behutsames einbringen von akustischen Reizen, sofern sie nicht sowieso schon ausreichend durch örtliche Zivilisationsgeräusche vorhanden sind. Aber wohl dosiert, denn eine Reizüberflutung ist strikt zu vermeiden. (Im Gegensatz zu vielen Welpenspielstunden, wo ständig getutet, gerasselt und getrötet wird und z.B. Strohpuppen durch die Gegend fliegen). Sind die Welpen müde, werden sie in Ruhe gelassen und nicht animiert oder genötigt irgendwas zu machen.
Weidt macht immer wieder darauf aufmerksam das die Welpen das Lernen lernen und Prägetage keine Erziehungskurse sind. Das einzige was überhaupt „geübt“ wird, ist das richtige heran rufen des Welpen zum richtigen Zeitpunkt! Es wird auf die Signale des Hundes eingegangen, Konfliktsituationen und Übersprungshandlungen werden erklärt uvm.
Natürlich wird positives Verhalten immer sofort belohnt/bestätigt.
Für mich tragen seine Prägetage nicht nur zum Wohl der Welpen bei, sondern sie fördern auch die Bindung zum Besitzer. Es gibt nicht laufend irgendeine Aktion...nach dem Motto „Jetzt machen wir dies...und nachher machen wir das !“ (Und genau das finde ich gut so!) Es werden die Anstandsregeln gegenüber Nichthundehaltern und der Öffentlichkeit besprochen. (Z.B. Kacktütchen)
Ansonsten gibt es noch einiges an Info-Material...(z.B. Kopie Tierschutzgesetz usw.) Zum Abschluss einer jeden Spielstunde sollen die Besitzer die Gelegenheit bekommen, Fragen zu stellen. Ein Gruppenleiter, der sich dafür keine Zeit nimmt, ist fehl am Platz.

Gruss


Bettina

P.S. Sorry...ist ein bißchen viel geworden ;)



 
  • Welpenspielstunde Beitrag #9
Na, das ist mal ein Bericht, einfach Klasse.
Ich hoffe aber trotzdem das sich jetzt noch andere trauen, ihre Erfahrungen und Meinungen hier zu schildern.
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #10
Jetzt muss ich mal ganz doof fragen was so schlimm daran ist, wenn auch ein bisschen die Grundkommandos geübt werden.
Natürlich soll nicht übertrieben werden, schließlich ist es immer noch eine Welpenspielstunde.

Bei uns wird teilweise auch ein wenig (!) geübt.
Normalerweise läuft es so ab, dass die Hunde spielen (nur wenn es richtig bös wird wird eingegriffen), während die Leiterin dabei den Besitzern das Verhalten erklärt (warum macht Hund XY gerade dies und das, was will er bezwecken, etc.), es wird besprochen auf was geachtet werden sollte (generell beim Leben mit einem Hund), was in Notfallsitutationen zu tun ist, etc.
Wenn irgendwer Fragen oder Probleme mit seinem Hund hat wird das besprochen und Tipps gegeben.
Und dann natürlich noch wie man einen Hund richtig erzieht.

Das wird auch in der Gruppe geübt.
Zum Beispiel in der 3. Stunde war "Sitz" und "Platz". Da wurde nicht Ewigkeiten trainiert und trainiert und trainiert, sondern die Besitzer ließen ihre Hunde nacheinander sitzen und liegen (mit Leckerlie "bestechen" und so), die Leiterin hat es sich angeguckt, verbessert, Tipps gegeben, usw.
Jeder Hund einmal Sitz, einmal Platz und das war es, dann wurde gleich weiter gespielt.
In der 5. (?) Stunde haben sich dann alle mit ihren Hunden hingestellt. Ein Hund wurde ein Stück weiter weg festgehalten, der Besitzer hat sich hinter die Gruppe gestellt und der Hund gerufen. Hund kommt, brav fein loben loben loben. Jeder einmal und dann wurde weiter gespielt.
Genauso wie auch dass die Hundehalter eine Art Allee bilden und der Hund dem Besitzer dadurch folgen soll.
Wieder jeder einmal und dann spielen.

Dann wurden auch schon Tunnel, Plastikzelte und so eine Rampe mit "Flughafen-Boden" mitgebracht um die Hunde an verschiedene Untergründe zu gewöhnen. In den Zelten und auf der Rampe einmal sitz machen, fertig. Spielen.
Dann noch mit Leckerlie durch die Tunnel (ohne Druck, wer Angst hatte wurde also nicht durchgeschoben sondern mit Motivation, Leckerlie und viel Loben doch noch "überredet").
Spielen.

Das sind etwa alle 2-3 Wochen mal 10 bis 15 Minuten "üben", der Rest spielen.
Das find ich vollkommen in Ordnung :)

Gestern war dann eine Ausnahme, da war Fährtenarbeit dran (natürlich nicht großartig losgelegt, sondern etwa 3-4 Meter abgetreten und mit grünem Pansen ausgelegt).
Davor und danach war auch Spielen angesagt.
Und den Hunden hat es richtig Spaß gemacht, die wollten gar nicht mehr von der Fährte runter :lol:

Also ich find "unsre" Welpenspielstunde so richtig toll und gut so.
Da ist trotzdem das Spielen im Mittelpunkt und wenn doch was gemacht wird dann alles spielerisch und ohne Druck.
Muss schon fast Angst haben Lenny propellert sich weg, so wie er wedelt wenn wir da in den Feldweg einbiegen wo das Ganze stattfindet :D
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #11
Hallo,

Anders herum gefragt:

Warum müssen die Grundkommandos dort schon geübt werden? Unter erstmal für den Hund ungewöhnlichen Bedingungen in Form von großer Ablenkung, die eben das nur unnötig erschwert. (Andere Hunde, Menschen, akustische und optische Reize)... usw.
Es sollte einem Welpen doch erstmal so leicht wie möglich gemacht werden und ausserdem rede ich hier von den ersten 16 Wochen. Also, wenn favole von "alle 2 - 3 Wochen" spricht, dann ist die Phase von der ich berichte, ja fast schon gelaufen, da die meisten Welpen aufgrund von unvollständiger Grundimmunsisierung ja mit 8 Wochen noch gar nicht teilnehmen dürfen. Also...fangen die meisten erst mit 12 Wochen an so eine Stunde zu besuchen. So gehe ich davon aus, dass die Welpen über die 16 Woche hinaus in solchen Spielstunden dort aktiv sind. Wenn man ab diesem Alter mit der Junghundeerziehung anfängt, dann ist das etwas anderes.

Und ich bleibe dabei....Warum einen Welpen partout überreden? Nur freiwillige Aktionen und zwar aus eigenem Antrieb und aufgrund von Selbstvertrauen heraus, sollten das Ziel sein.

Jeder wird "sitz" und "Platz" auch zu Hause oder in der Pampa üben können.
In der Regel sieht es doch so aus, dass die Welpen in so einer Spielstunde alles andere im Kopf haben.
Was also machen, wenn "Stepke" dann nicht möchte?
Wird dann nachgeholfen? Und wenn ja, wie? (Ich sehe oft, wie!) Es gibt genug Welpen, die für Leckerle gar keine Zeit haben, satt sind etc.

Es sollte m. E. dabei um Prägung und Sozialisierung gehen und nicht um Erziehung. Dafür sind dann die speziellen Junghundkurse bzw. weiter führende Kurse nach der 16. Woche da.

Genaueres nachzulesen über Welpenprägetage im Buch von Heinz Weidt/Dina Berlowitz "Spielend vom Welpen zum Hund".
Auch in den USA werden inzwischen diese Welpenprägetage immer häufiger angeboten. Und leider kenne ich wirklich viele "Spielstunden" - in Vereinen und auch Hundeschulen - und die meisten sind alles andere als gut für die Prägung/Sozialisierung und auch nicht förderlich für die Bindung zum Besitzer. Im Gegentei - da wird oft das Vertrauen der Welpen tief erschüttert.
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #12
Warum müssen die Grundkommandos dort schon geübt werden?
Ich halte es nicht für üben wenn jeder Hund einmal Sitz oder Platz macht ;)
Es geht da auch nicht darum dass der Hund es lernt (wird ja zuhause geübt), sondern dass der Besitzer lernt wie er es dem Hund am Besten zeigt.
Denn bei uns in der Gruppe (wir sind dort 6 Hunde) haben tatsächlich 3 gemeint der Hund lernt "Sitz" am Besten in dem man ihm den Hintern runterdrückt und unten hält...
Ich denke da ist es schon sinnvoll dass jeder mal zeigt wie er es macht um dann eventuell verbessert zu werden.

Es sollte einem Welpen doch erstmal so leicht wie möglich gemacht werden und ausserdem rede ich hier von den ersten 16 Wochen. Also, wenn favole von "alle 2 - 3 Wochen" spricht, dann ist die Phase von der ich berichte, ja fast schon gelaufen, da die meisten Welpen aufgrund von unvollständiger Grundimmunsisierung ja mit 8 Wochen noch gar nicht teilnehmen dürfen. Also...fangen die meisten erst mit 12 Wochen an so eine Stunde zu besuchen. So gehe ich davon aus, dass die Welpen über die 16 Woche hinaus in solchen Spielstunden dort aktiv sind. Wenn man ab diesem Alter mit der Junghundeerziehung anfängt, dann ist das etwas anderes.
Mit 12 Wochen haben wir angefangen. Welpenspielstunde ist jeden Sonntag (mit den "alle 2-3 Wochen" war gemeint dass wir alle 2-3 Wochen auch mal Kommandos durchgehen). In der 3. Stunde fing das mit "Sitz und Platz" an, also waren da alle um die 15 Wochen alt.
Und ich finde da nach wie vor nichts schlimmes dran.

Und ich bleibe dabei....Warum einen Welpen partout überreden? Nur freiwillige Aktionen und zwar aus eigenem Antrieb und aufgrund von Selbstvertrauen heraus, sollten das Ziel sein.
Das Selbstvertrauen von meinem Lenny tendiert sehr Richtung null.
Er braucht für sowas eben ein bisschen Ansporn und Bestätigung und dann macht er es gerne.
Wenn ich bei allem was er (nicht) macht drauf warten würde dass er es von alleine macht, dann würde er jetzt noch im Auto sitzen von als wir ihn geholt haben.
Ich denke gegen ein bisschen Ansporn ist nichts zu sagen.
Und er soll sich ja auch an neue Dinge gewöhnen, deshalb der Tunnel.
Lenny hat vor allem Panik. Vor Menschen, Tieren, Dingen... Da halte ich es schon für gut ihm zu zeigen, dass auch wenn er etwas nicht kennt, es nicht gleich böse ist oder ihm was tut.

Jeder wird "sitz" und "Platz" auch zu Hause oder in der Pampa üben können.
Es geht ja wie gesagt weniger um die Hunde, als dass die Besitzer es lernen ganz individuell auf ihren Hund einzugehen.

In der Regel sieht es doch so aus, dass die Welpen in so einer Spielstunde alles andere im Kopf haben.
Was also machen, wenn "Stepke" dann nicht möchte?
Wird dann nachgeholfen? Und wenn ja, wie? (Ich sehe oft, wie!) Es gibt genug Welpen, die für Leckerle gar keine Zeit haben, satt sind etc.
Und das kann man auch nicht allgemeinern dass dann "wie auch immer" nachgeholfen wird.
Wenn Sitz/Platz/Komm nicht klappt, dann kommt halt erstmal jemand Andres dran. Wenns danach immer noch nicht klappt: Ok, nächstes Mal.

Und leider kenne ich wirklich viele "Spielstunden" - in Vereinen und auch Hundeschulen - und die meisten sind alles andere als gut für die Prägung/Sozialisierung und auch nicht förderlich für die Bindung zum Besitzer. Im Gegentei - da wird oft das Vertrauen der Welpen tief erschüttert.
Ja klar, schwarze Schafe gibt es immer, grade wenn es irgendwelche Hundevereine mit Leistungsdruck sind.
Aber es gibt eben auch Spielstunden in denen dem Besitzer gezeigt wird wie er was machen soll (und dabei eben auch der Hund mitmacht) ohne irgendwie Druck auf ihn auszuüben ;)
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #13
Hallo nochmal,

Lenny hat vor allem Panik. Vor Menschen, Tieren, Dingen... Da halte ich es schon für gut ihm zu zeigen, dass auch wenn er etwas nicht kennt, es nicht gleich böse ist oder ihm was tut.

Dann ist es doch eigentlich umso verwunderlicher, dass dein Hund sich trotz dieser, deiner Meinung nach guten Welpenspielstunde, so unsicher zeigt.
Für mich ein Indiz dafür, dass es doch nicht so gut ist...sonst würde dein Hund ja nun bedeutend sicherer sein.
Nicht böse sein, aber einen Hund mit Panik würde ich nicht in solch eine Gruppe hineinbringen um dann von ihm auch noch irgendwelche Gehorsamsübungen zu verlangen. Und sei es auch nur einmal.
Das dort erklärt wird, wie man so eine Übung nicht macht, finde ich prima...aber das sollte doch reichen.
Gerade ängstlichen Welpen mutet man nicht 5 weitere / andere Welpen zu.
Angst ist kein guter Lehrmeister. Da geht man sehr behutsam vor.
Da ist es m. E. bedeutend effektiver sich mit einem gut sozialisierten/geprägten einzelnen Hund/Welpen zu treffen...und später dann einen zweiten dazu zu holen. usw.

Muss nun los...zur Arbeit...

Gruss
Bettina
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #14
Nur ist es eben so dass die Panik schon da war als wir ihn bekommen haben und er nun immer mutiger wird ;)
Klar war er da grad am Anfang auch in der Welpenspielstunde zurückhaltend und hat sich versteckt, aber er hat auch gelernt dass andere Hunde ihm nichts tun und inzwischen rast er genauso mit ihnen durch die Gegend.
Anfangs hat er sich bei uns sofort verkrochen wenn beim Gassi gehen ein andrer Hund war. Heute ist er zwar immer noch unsicher, aber nach kurzer Zeit (und vorsichtigem ranführen) springt er doch mit dem "Fremden" herum.
Von daher denke ich schon dass es sinnvoll war und ist mit Lenny dahin zu gehen.
Wäre es ein völlig chaotischer Haufen von 10-15 Hunden wär ich auch eher vorsichtig, aber unsre Gruppe ist ja klein, eher ruhig und sehr friedlich. Da ist das schon klasse dass er da lernen kann seine Angst vor Anderen abzulegen.
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #15
Ich halte nichts von sog. "Welpenspielstunden". Meiner Meinung nach ist das richtig unsozial. Die beste Lösung wäre, mindestens zwei Hunde zu halten. Ist doch auch unnatürlich, dass Welpen mit Hunden aus einem "fremden Rudel" spielen.
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #16
"Spielen" an erster Stelle!

Hallo, Es ist wahr dass es sehr schwer ist eine gute Hundeschule zu finden.
In einer Welpenspielstunde hat unsere "Eika" folgendes gelernt:
1. Spielen, 2. Spielen, wobei dieses Spielen mit anderen Welpen eigentlich das Lernen der Sozialisierung und der Umgangssprache unter Hunden ist. Sehr ratsam wäre, dass der Hundehalter dabei die gleiche Sprache lernt.Es gibt nichts schöneres als seinen Hund verstehen zu können.(stellen sie sich vor sie sie wollen jemand etwas sagen, und der brüllt nur: sitz, platz,aus) Ein Wedeln mit der Rute heisst nicht immer Spielen, und Zähne zeigen heisst nicht immer Beissen!
Hier gibt es interessante Bücher, um die Körpersprache seines Hundes zu lernen, ohne die Tierkommunikation zu vergessen.
3. Viele Züchter versäumen es dem Hund Impulse zu geben, um sie auf die reale Welt draußen vorzubereiten.
In unserer Hundeschule werden die Welpen spielerisch auf sehr viele alltagssituationen vorbereitet.
4. Ein fröhliches herbeirufen lernen, Tierarzt Besuche üben, u.s.w.
5. Wir sind jetzt schon fast 3 Monate in der Welpenschule, und es wurde noch nicht mit Kommandos herumgeprotzt. Trotzdem lernen wir unserem Hund Gehorsam beizubringen, und Grenzen zu zeigen die sehr wichtig sind.
Nur ein Rat der mir sehr am Herzen liegt: wenn sie zu einem Trainer kommen, der ihnen zeigen will, wie man dem Hund mit Gewalt oder Zwang etwas beibringen soll, dann nehmen sie ihren Hund und suchen weiter nach einer guten Hundeschule.
Dies ist nur meine Persönliche Meinung.
Eika ist meine 5. Hündin, und mit jedem Hund habe ich etwas dazu gelernt.
P.S. Zum Beitrag von Nebel möchte ich mich sehr weit distanzieren

Gruß
Edy
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #17
Welpenspielstunde bei D.O.G.S.

Hallo zusammen...

Ich habe mir die Entscheidung auch nicht leicht gemacht und gründlich alles auf „Herz und Nieren“ geprüft. Da für mich der „üblichen Drill“ auf vielen Hundeplätzen nicht in Frage kam, entschied ich mich für D.O.G.S.

Ich bin sehr froh, dort gelandet zu sein. Zunächst ging ich mit Keiko zur Welpenspielstunde. Diese wird ab der 11. Woche bis zur 16. Woche angeboten und findet 1 x in der Woche statt. Es gibt nur kleine Gruppen - mindestens 2 maximal 5 Hunde. So ist gewährleistet, das auf alle Hunde und deren Menschen eingegangen werden kann.

Zu heftige Spiele, woraus auch sehr schnell Mobbing entstehen kann, werden sofort unterbunden - schließlich will man keine Welpen traumatisieren.

Im Vordergrund steht hier das Spielen und die Sozialisierung, aber auch Probleme werden angesprochen und behandelt (soweit dies auf dem Platz möglich ist – es gibt ja auch häusliche Probleme).
Man lernt seinen Hund besser zu verstehen und das man partnerschaftlich leise, besser ans Ziel (Glücklicher Hund = glücklicher Mensch) kommt.

Nach der 16. Woche entwickelt sich das Spiel der meisten Hunde eher zum Raufen. Aufgrund dessen werden in dieser Phase keine Gruppen angeboten.
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #18
Hallo,
ich war mit meinen welpen auch da gewesen und ich finde manche sachen toll und einige auch nicht. zum bleistift: viel zu lange sitz machen bei eisiger kälte und schnee. kein richtiges kennenlernen der welpen, es wird nicht auf den einzelnen eingegangen sondern alles ver algemeinert. ich finde in der welpenstunde kommt spass und spiel zu kurz

lg
Nunzel
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #19
@ Nunzel:

Wo warst Du denn?
 
  • Welpenspielstunde Beitrag #20
hi zusammen
also ich war mit meinem hund auch in der welpenschule und habe in der schweiz sehr schlechte erfahrurungen gemacht:eusa_doh:
ein schäfer hat unseren hund gebissen und der leiter hat gesagt das sei normal ist es aber nicht deshalb rate ich von welpenschulen und ähnlichem ab (zumindest in der schweiz)
gruss trixxi
 
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