Was gegen einen Goldendoodle spricht...

Diskutiere Was gegen einen Goldendoodle spricht... im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Dir ist aber klar, dass der Riesenschnauzer nicht einfach vom Baum gefallen ist;). Ich verstehe die Argumente schon, aber man koennte die Liste...
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #81
Weil ein Riesenschnauzer bereits eine anerkannte alte Gebrauchshundrasse ist und nicht noch erfunden werden musste? ;)

Dir ist aber klar, dass der Riesenschnauzer nicht einfach vom Baum gefallen ist;).

Ich verstehe die Argumente schon, aber man koennte die Liste ja ewig weiterfuehren. Es gibt viele Rassen die sind vom FCI nicht anerkannt, aber dafuer von anderen Rasseverbaenden.
Genauso kann man sagen, wenn ich einen Pudel moechte, dann nehm ich ihn so wie er ist und muss nicht 3 verschiedene Groessen zuechten.

Ich bin auch nicht dafuer alles moegliche zu "doodlen", aber jede Rasse hat irgendwann mal angefangen. Ich geb dir vollkommen Recht, dass viele Vermehrer die Beliebtheit der Hunde ausnutzen und somit munter weiter produzieren, es gibt aber genauso verantwortungsvolle Leute die dem entgegenwirken.
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #82
Ja aber beachte bitte dem Zeitpunkt...deswegen schrieb ich alt...aber warum jetzt?
Warum wenn es schon 400 andere Rassen gibt.....ich meine wenn wor gleich alle so denken dann kann es ja egal sein mit was alles gedoodelt wird...;)

Und da komme ich wieder drauf zurück: was genau hat der doodle was labbi/ goldie oder pudel nicht haben??
Ich warte immer noch auf Antwort..


Und ja ich halte aber auch nicht viel von anderen Verbänden außerhalb des fci...
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #83
Die meisten anderen Rassen hatten einen eine Arbeit, wofür sie gezüchtet wurden
z.B. verschiedene Arten zu Hüten, zu Jagen und zu Bewachen
Oder sie stammen aus einer Zeit, in der darüber sowieso noch ganz anders gedacht wurde, wie z.B. viele kleine Begleithunde als Schoßhündchen und lebende Wärmflasche für die Könige bzw. andere Adlige gezüchtet wurden

Ein (Golden-)Doodle ist ja eben nur ein Mix ohne ersichtlichen Grund, da es sowohl schon viele Retriever als auch verschiedene Pudel gibt.
Es gibt ja sogar gelockte Retriever - in wiefern die haaren, weiß ich allerdings nicht
Abgesehen davon sind viele auch einfach gegen den Speichel allergisch und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Pudel nie Hautschuppen verliert.

Pudel sehen ja auch sehr unterschiedlich aus, je nachdem, wie kurz man das Fell schert.
Und die meisten Doodle sehen ja nicht anders aus als ein Pudel oder eben die andere Rasse
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #84
Und ja ich halte aber auch nicht viel von anderen Verbänden außerhalb des fci...

Warum nicht?

Und da komme ich wieder drauf zurück: was genau hat der doodle was labbi/ goldie oder pudel nicht haben??
Ich warte immer noch auf Antwort..

Was hat denn der Labrador, was der Goldi nicht hat?
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #85
Off-Topic
Was hat denn der Labrador, was der Goldi nicht hat?
kurzes Fell :mrgreen: Sorry, bin schon wieder weg.^^
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #86
Mitch kann das irgendwie besser ausdrücken als ich xD

Warum ich nichts von ihnen halte?
Ganz einfach sie sind mir nicht genau/streng genug....;)

Unterschied goldi und labbi muss ich mal beantworten wenn ich nicht am Handy on bin aber ich gebe auch gleich zu ich.bin kein goldie experte...;)
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #87
Unterschied goldi und labbi muss ich mal beantworten wenn ich nicht am Handy on bin aber ich gebe auch gleich zu ich.bin kein goldie experte...;)

Ich moechte ja nicht den Unterschied wissen, den du irgendwo abtippst. Sondern jene Unterschiede die du erfragt hast ... warum kein Goldi oder Pudel? Das beide eine unterschiedliche Felllaenge haben gilt nicht;).

Wie gesagt, ich bin absolut nicht fuer wildes Vermehren. Aber wenn man den Standard dieser "Rasse" ernsthaft aufbaut, sehe ich da nicht ganz soviele Probleme. Anders sieht das schon wieder aus bei "Dackweilern" oder "Golden Chis". Sowas ist absolut schrecklich.
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #88
Hä...nee dann hast du das falsch verstanden...das Frage ich ja grade die die einen doodle haben...warum wurde es kein pudel oder labbi...ich habe noch kein vernünftiges Argument gehört...alles was bis jetzt kam hätten beide Rassen erfüllt...so war das gemeint...

Ich hätte gerne nen pudel ich finde sie wunderbar...:)
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #89
Doch genau das meine ich. Ich moechte nicht hoeren, ich kauf mir einen Goldi weil der mit seinem viel laengerem Fell soooo suess aussieht. Nein ich moechte wissen, welche Eigenschaft genau mich dazu veranlasst, den Golden Retriever dem Labrador vorzuziehen.
Wenn ich das richtig verstehe, ist das das was du gefragt hast. Was hat der Goldendoole, was die beiden anderen nicht haben. Ausser dem Fell und vielleicht ein paar Zentimetern machen die beiden Retriever Rassen fuer mich auch keinen grossen Unterschied. Lass mich da aber gern eines besseren belehren;).
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #90
Mischlinge sind ganz und gar nicht generell gesünder als Rassehunde.

Doch, sind sie ;)
Mischlinge haben im Schnitt eine um zwei Jahre höhere Lebenserwartung als Rassehunde (natürlich spielen hier die vielen extrem kranken Rassen und ihre dementsprechend verkürzte Lebenserwartung mit rein).
Ein Mischling lebt im Schnitt etwa 13,2 Jahre, ein Rassehund nur 11,9 Jahre. Der Mischling hat also eine um etwa ein Jahr erhöhte Lebenserwartung.


Beim direkten Verpaaren zweier verschiedener, reinrassiger Tiere ist zudem zu erwarten dass ein Heterosiseffekt auftritt und sich positiv auf die Gesundheit der F1 Generation auswirkt.



was genau hat euch dazu gebracht euch ausgerechnet einen Doodle anzuschaffen?
Ich besitze zwar keinen Doodle (und möchte auch keinen haben) aber ich denke doch, dass der triftige Grund für viele ist, dass ihnen der Hund einfach gefällt.
Anderen Leuten gefallen andere Hunde. Was spricht dagegen sich einen Hund zuzulegen der einem gefällt und zu einem passt?

Was den Preis angeht muss schon jeder selber wissen wieviel er bereit ist für einen Hund zu zahlen.
Aufwendige (teure) Zuchtbemühungen kann man auch mit einer Hybridzucht betreiben.
Das hier vorherrschende Schwarz-weiß-Denken dass nur „Rassehunde“ der großen Vereine gut und edel genug sein um ihren (Prestige-)Preis auch wert zu sein, besagt doch trotzdem nicht, dass jemand anderem ein anderer Hund (der nicht von den großen Vereinen ist) nicht vielleicht genau so viel wert sein kann ;)
Außerdem, gerade bei den großen Vereinen geht es doch auch ums Geld. Wer da einen prämierten Zuchtrüden hat kann da eine ordentliche Stange Geld rausziehen.

kann wirklich nicht verstehen wie man unter 400 Rassen nichts finden kann
Gesucht:
Mittelgroß, kurz- bis mittelhaarig, eher leicht gebaut und gut bemuskelt, gemäßigtes Temperament, ohne rassetypische Krankheiten, mit natürlichem Exterieur, ohne extreme körperliche Merkmale – also ein durchschnittlicher, gesunder Hund.
...und schon wird es schwer unter den 400 Rassen etwas zu finden.

das Ziel "Der soll hübsch sein" lasse ich jetzt einfach mal nicht gelten.
Mit Verlaub, Optik ist das Hauptkriterium bei der Prämierung von Rassehunden in den großen Vereinen. Kaum eine der Rassen wird heute noch ihrem ursprünglichen Gebrauch nach geführt und auf entsprechende Eignung gezüchtet.

warum braucht es neue Rassen?
Diese Frage lässt sich genau so wenig befriedigend beantworten wie die Gegenfrage, warum es keine neuen Rassen geben sollte ;)

Und da komme ich wieder drauf zurück: was genau hat der doodle was labbi/ goldie oder pudel nicht haben??
Ich warte immer noch auf Antwort..
Hier das gleiche: Was hat der Labbi/Goldi oder Pudel was der Doddle nicht haben kann?
Ich denke diese Frage lässt sich nicht sinnvoll klären, denn jeder hat andere Ansprüche an seinen Hund und bewertet andere Kriterien als wichtig.


Versteht mich nicht falsch, ich habe auch nichts gegen die Rassezucht, will mich eigentlich gar nicht zu sehr auf eine bestimmte Seite schlagen, nur hat im Vergleich zur Rassezucht auch die Hybridzucht nicht mehr oder weniger Vor- und Nachteile....und ich habe das Gefühl hier wird im allgemeinen eher emotional argumentiert als rational ;)
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #91
*Editspäter*
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #92
Jetzt muss ich doch noch schnell was zu dem Beitrag von Kompassqualle sagen. Nein Mischlinge sind nicht gesünder als Rassehunde. das mit der Lebenserwartung ist statistisch sehr einfach zu erklären. bei Rassehunden drücken die großen Rassen wie Dogge, Wolfshunde mit einer Lebenserwartung von 6-8 Jahren den Schnitt. Wir haben sehr langlebige Rassen Kleinpudel und Dackel mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 15 . Mischlinge sind in der Regel mittelgroß deshalb die Lebenserwartung. Natürlich ist bei Mischlingen die genetische Vielfalt größer und kein Kranker Rüde vermehrt sich 10-15 x das kommt bei Rassehunden vor. Und gerade deshalb ist die kontrollierte Zucht wichtig und das ist beim Goldendoddle nicht gegeben. Da hat man dann vielleicht zwei Hd. Belastete Elterntiere.
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #93
Okay ich merke schon ich muss heute Abend an pc..

Ähm Kompassquelle, mal ganz da on abgesehen das meinzwerg Recht hat, gibt es die Studie auch in seriös? So ganz ohne Wikipedia? ;)

Zum Rest später, aber hui.....
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #94
Natürlich ist bei Mischlingen die genetische Vielfalt größer und kein Kranker Rüde vermehrt sich 10-15 x das kommt bei Rassehunden vor. Und gerade deshalb ist die kontrollierte Zucht wichtig und das ist beim Goldendoddle nicht gegeben. Da hat man dann vielleicht zwei Hd. Belastete Elterntiere.

aber warum geht ihr / gehst du denn davon aus, das irgendein vollpfosten einen dahergelaufenen retriever mit nem halbtoten pudel kreuzt???

es wird ja bei den rassehunden auch immer nur von seriösen züchtern gesprochen. das es vemehrer gibt,ist außer frage, aber die gibt es leider auch bei jeder anderen zugelassenen und nachgefragten rasse!

also geh(t) doch mal davon aus, daß ein retriever und ein pudel als elterntiere genommen werden, die auch zur "normalen" rassezucht für ihre rasse eingesetzt werden würden.
und da stellt sich mir einfach die frage...warum denn nicht?
die gesundheit der tiere ist wichtig, aber ansonsten ist es mir völlig wurst, ob es 400 rassen gibt, oder in 10 jahren vielleicht 500.
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #95
Ähm Kompassquelle, mal ganz da on abgesehen das meinzwerg Recht hat, gibt es die Studie auch in seriös? So ganz ohne Wikipedia? ;)
Die Zahlen stammen nicht aus einer Studie sondern aus einer Statistik die die Lebenszahlen von 3000 Hunden zusammengetragen hat.

Ich finde zugegeben kaum gute, große Statistiken, es gibt eine Menge die die Lebenserwartungen der einzelnen Rassen vergleichen (oder zum Beispiel nach Größen selektieren), aber ich finde keine gute zum Beleg der tatsächlichen, durchschnittlichen Lebenserwartung von Mischlingen (demnach ist die Tatsache, dass Rassehunde ebenso lange leben wie Mischlinge aber ebenfalls nicht belegt).

bei Rassehunden drücken die großen Rassen wie Dogge, Wolfshunde mit einer Lebenserwartung von 6-8 Jahren den Schnitt.
Warum einige Rassen den Schnitt drücken ist bei einer Betrachtung des Durchschnitts aber im Grunde egal. Es geht ja hier darum ob und was besser für das Tier ist ich und behaupte mal, das Tier hat einen größeren Nutzen von einer langen Lebenserwartung als von Größe.
Natürlich ist bei Mischlingen die genetische Vielfalt größer und kein Kranker Rüde vermehrt sich 10-15 x das kommt bei Rassehunden vor. Und gerade deshalb ist die kontrollierte Zucht wichtig
Im Grunde möchte ich dir recht geben, nur was ist denn eine "kontrollierte" Zucht?
Die Hybridzucht ist es für viele offenbar nicht, aber die andere Seite, die Vereinszucht unter den großen Verbänden produziert genau jenes Problem des kranken, sich aber hundertfach vermehrenden Zuchtrüden tagein tagaus. Wo ist also der Vorteil der großen Vereine, wenn diese doch ebenso wenig Rücksicht auf Gesundeheit nehmen (wer sich mal vergleichende Bilder anguckt wie sich Hunderassen in den letzten 50 Jahren immer mehr deformiert haben, weil man nur noch Hunde zur Zucht ausgesucht hat die ein möglichst extremes, apartes Äußeres haben, und dabei auf Gesundheit lange keine Rücksicht mehr genommen hat, versteht vielleicht was ich meine).


Bevor die Wellen allzu hoch schlagen möchte ich nochmal betonen, dass ich nicht in jedem Fall FÜR die Hybridzucht und GEGEN die Rassezucht bin.
Ich denke nur, man muss das Ganze differenzierter sehen, zumindest wenn wir es vom tierschutzrechtlichen Blickwinkel betrachten.
Zu aller erst müsste man nüchtern die Frage beantworten welche gesundheitlichen Nutzen und Nachteile Rassezucht bzw Hybridzucht hat, danach kann man dann abwägen unter welchen Aspekten eine tierschutzrechtliche Zucht von Rassen/Hybriden möglich ist. Am Ende stehen dann noch emotionale/subjektive Argumente wie 'Es gibt schon genug Rassen'.

Ich für meinen Teil halte die Hybridzucht für ebensowenig grundsatz-seriös wie die Rassezucht nach Linien. Deswegen kann ich nicht ganz verstehen wieso man das eine so befürwortet während man das andere so verteufelt. Ich sehe einfach nicht wo DAS eine Argument ist welches unbestreitbar und im Sinne des Tieres für oder gegen Rasse/Hybridzucht spricht. Ich bin weiterhin der Meinung dass man rein theoretisch sowohl Rassehunde als auch Hybriden mit einem Blick auf das Wohl des Tieres züchten kann (was die einzelnen Züchter und Vereine dann in der Realität machen ist ja nochmal ein anderes Thema).

also geh(t) doch mal davon aus, daß ein retriever und ein pudel als elterntiere genommen werden, die auch zur "normalen" rassezucht für ihre rasse eingesetzt werden würden.
und da stellt sich mir einfach die frage...warum denn nicht?
Ungi, das ist genau die Frage die ich mir auch stelle. Was spricht noch gegen die Hybridzucht wenn sie wirklich nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommen wird?
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #96
Nur kurz dazu: weil kein vernünftiger Züchter der einen Deckrüden bzw eine Zuchthündin hat und Mitglied in einem dem vdH angeschlossenen Verein ist seine Tiere für sowas her gibt!
Dafür bekommt der Ne sperre und fliegt bei richtig Most aus dem Verein....und das ist gut so...
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #97
Ich persönlich bin übrigens auch kein Verfechter der Rassezucht, aber wenn man schon eine bestimmte Rasse möchte, dann sollte man diese von einem seriösen Züchter nehmen. Ungi, warum ich davon ausgehe, dass hier zwei genetisch nicht überprüfte oder vielleicht sogar Kranke Tiere genommen werden, weil es wie sooft in der Hundezucht um Geld geht. Wenn ich viel Geld dafür eingesetzt habe ordentliche Zuchtlinien mit zertifizierten Elternteilen, die auch noch für teures Geld genetisch untersucht werden zur Zucht heranzuziehen, dann werde ich sie doch nicht mit einer anderen Rasse kreuzen, um erheblich weniger Geld zu bekommen. Für einen Goldie bezahlt man um die 1500 €, für einen Grosspudel ähnlich viel, für einen Goldendoodle etwa 500. -700 Euro ohne Papiere und für einen normalen Mischling zwischen 200 und 400. € durch diese simple Aufstellung wird die Gefahr schon deutlich. Ich habe einen Golden Retriever mit Zuchtauschluss dann schmeiße ich die Papiere weg und kreuze ihn mit einem Grosspudel. Hier nehme ich auch nicht, das beste vom besten, weil da wäre der Deckungsauftrag zu teuer. Noch schlimmer ich kaufe mir irgendwelche Rassewelpen von Tiervermehreren und züchte damit.
Um nochmal auf den Beitrag von Kompassqualle zurückzukommen, mein Dackel ist also gesünder als Mischlinge. die Lebenserwartung ist nämlich um 3 Jahre höher.. :D
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #98
Ich kenne auch viele Rassehunde, die 14/15 Jahre alt sind...


EDIT:
Wo ich auch noch drüber nachgedacht habe - es ist ja eigentlich logisch, dass es viele ähnliche Rassen gibt.
Es gibt ja viele Kontinente und noch mehr Länder, in denen die Rassen entstanden sind. Und früher war das mit der Verbreitung der Rassen ja noch nicht so stark.
Selbst wenn die Leute im Norden England z.B. Hütehunde hatten, hatten die im Süden ja nicht unebdingt was davon - ganz abgesehen von den unterschiedlichen Bedingungen, wofür man unterschiedliche Hunde brauchte. Dass bei der Zucht eines passenden Gebrauchhundes verschiedene Schläge entstehen, wie beim belgischen Schäferhund, ist ja klar.

Vllt fand Person A den kurzhaarigen Hund besser (Mali) und Person B wollte lieber einen langhaarigen (Tervueren), Person C wollte den Rauhaarigen (Laekenois) und Person D wollte was einfarbiges, dunkles (Groenendale), aus welchem Gründen auch immer. Und die haben eben den jeweiligen Schlag weiter gezüchtet.

Ob das irgendwie stimmt, weiß ich natürlich nicht, aber das war jetzt meine Überlegung dazu.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #99
Hey,

ich sehe die Goldendoodle aus einem einfachen grund als unnötig- ein Doodle führt zum nächsten Doodle. Und es wird JETZT schon alles gedoodelt was sich nicht wehrt. BassetxPudel. ChihuahuaxPudel. Jack Russel x Pudel. WOZU?

Für mich zählt das Argument der Optik nur bedingt, denn viele Doodle die ich sehe schauen aus wie ein zerrupfter Pudel. In meinen Augen nicht schöner oder hässlicher als ein reinrassiger, aber extreme optische unterschiede erkenne ich nicht.



Der unterschied bei "neuentwicklung" einer rasse ist das früher die Hunde nicht mehr oder weniger ab dem ersten Wurf in den Himmel gelobt und verkauft wurden als die "eierlegendewollmilchsau". Denn als das werden Doodle (egal ob nun Golden, Labra, Newfy oder sonst was) verkauft. Kinderlieb, leicht zu erziehen, kaum arbeit damit und haaren tun sie auch nicht.

Früher war eine Rasse schon mehr oder weniger "stabil" gezüchtet bevor sich die "große weite welt" wirklich für sie interessierte. Das rief keine zwielichtigen Vermehrer auf den Plan.

Und erklärt mir eines: welche Garantie habt ihr bei einem Doodle-Züchter dass die elterntiere wirklich gesund sind? Wie viele von euch sehen Gesundheitszeugnisse? Denn eine Abstammungsurkunde heißt ja, wie schon gesagt, noch lange nichts. Auch ein Rassehund KANN ED/HD haben. Oder Herzprobleme. Oder sonst etwas. Wie stellt ihr sicher dass die eltern eurer Doodle gesund sind? wie viele "Züchter" lassen die wichtigen Krankheiten wirklich untersuchen?

Und noch wichtiger: wie viele Züchter kennen den Stammbaum ihrer Hunde? denn es gibt Krankheiten welche latent vorhanden sind, erst beim aufeinandertreffen zweier tragender (aber nicht erkrankter) Hunde ausbrechen. Wie stellt ein "Züchter", der im grunde genommen kaum etwas über die Tiere weiß (denn selbst wenn derjenige über die F1 hinaus züchtet hat er ja für die Hunde keine offiziellen Papiere und da kann man reinschreiben was man will), sicher dass seine Hunde keine Krankheiten haben?

Off-Topic
für mich ist die statistik über die durchschnittliche Lebenserwartung eines Hundes absolut nicht aussagend. Ein Hund kann steinalt werden aber trotzdem Lebenslang KRANK sein. Cici ist inzwischen 12, hat aber Epilepsie. Zählt sie nun als "gesunder Mix" wenn sie nur über 14 wird? Solange eine statistik nicht die häufigkeit von Erbkrankheiten dazu erfasst sind diese für mich absolut nichtig. Nicht jede Krankheit ist gleich tödlich und die wenigsten erbkrankheiten verkürzen die lebenszeit signifikant. Jedenfalls ist mir die Diagnose "HD" als Todesursache noch nicht untergekommen.
 
  • Was gegen einen Goldendoodle spricht... Beitrag #100
Zur Entstehung der Rassen möchte ich auch gerne noch was loswerden, auch wenn das im einzelnen schon gesagt wurde: Früher entstandene Rassen wurden, wie Mitch schon sagte, als Gebrauchshunde gezüchtet und dementsprechend nach Trieb und Körperstruktur selektiert. Andere Zuchtambitionen wie Optik stammen m.W. aus Reportagen heraus eher aus England, wo ein gewisser Kult nach der Optik aufkam, der übrigens auch zu mehreren Qualzuchten geführt hat. Diese Züchtungen sind aber auch noch nicht so alt, etwa 100 Jahre oder etwas mehr, und betreffen zum größten Teil Rassen, die bereits bestanden und nur »verändert« selektiert wurden. Die Engländer haben bei diesen Rassen übrigens auch mitunter den kleinsten Genpool.

Der Trend zur Optik kommt m.E. daher, dass die meisten Hunde nicht mehr für die Arbeit gebraucht, sondern als Statussymbol oder als Freizeittier angeschafft werden. Man sieht es eigentlich recht gut an Rassen oder Zuchtlinien, die noch zur Arbeit eingesetzt werden und sich entsprechend optisch wie charakterlich von anderen Tieren unterscheiden. Dass der Trend auch zu uns kommt ist völlig normal, wie bei allem anderen auch.

Und da kommt für mich der Doodle ins Spiel: Ich bin schon kein Freund von dieser optikorientierten Züchtung und ich gehe bei weitem nicht mit jeder Rassezucht und jedem Rasseverband konform, aber was ist denn nun die Intention hinter dem Doodle, stellvertretend für alle neuen Rassen wie der Schifamhund und was es nicht alles gibt? Versteht mich nicht falsch, mir geht es hier nicht nur um den Doodle, sondern um alle Neuzüchtungen. Manche Züchter kreuzen ein, um die Gesundheit ihrer Rasse zu erhöhen oder eine neue, gesündere Rasse zu erschaffen (siehe Schifamhund). Ob es sinnvoll ist, zwei oder mehrere kleine Genpoole verschiedener Rassen mit unterschiedlichen Trieben zu vermischen, sei mal dahin gestellt, das würde hier wohl den Rahmen sprengen und auch da gibt es Für und Wider.

Aber beim Doodle geht es nicht um Rassegesundheit, es geht darum, eine neue Rasse zu schaffen, die eine Nachfrage nach allergikerfreundlichen Hunden deckt. Es ist rein wirtschaftlich gedacht, diese Rasse zu erschaffen, es hat nichts damit zu tun, den Pudel gesünder zu machen o.ä., sondern es sollen beliebte Rassen wie Labbi, Goldi, Chi und Co. allergikerfreundlich gemacht werden, damit sich ein Allergiker keinen »schnöden« Pudel holen muss, den er optisch nicht ansprechend findet, sondern eine der typischen Familienhundrassen bekommt, die im Endeffekt aber fast genauso aussieht wie der Pudel. Was haben Allergiker nur ohne diese Rassen getan? Sie haben sich keinen Hund angeschafft oder sich auf einen bestimmten testen lassen. Oder – um mein Argument von vorhin zu wiederholen – auf eine bereits bestehende Allergikerrasse zurück gegriffen.

Ich möchte hier nicht sagen, dass ein Doodle ein schlechter Hund ist o.ä., es sind sicher tolle Tiere wie jeder andere Hund auch, nur finde ich ihre gewollte Vermehrung einfach unsinnig und unnötig. In der Zucht geht es schon genug um Geld, da muss nicht auch noch die Nachfrage das Entstehen neuer Rassen bestimmen, besonders wenn es schlicht darum geht, jemandem einen Pudel als »nicht ganz so Pudel« zu verkaufen.

Statt immer neue Rassen zu schaffen, nur weil die vielleicht einer kaufen könnte, könnte man mal versuchen, den Schlamassel, den man bei bestehenden Rassen teilweise angerichtet hat, gerade zu biegen, oder die Tierheime zu leeren. Da braucht es nicht immer mehr und mehr Hunde in allen Formen und Farben, zuerst sollte sich mal um die gekümmert werden, die es gibt.

Und zum Thema »Es gibt nichts, was dagegen spricht, warum also nicht«: Die Frage sollte man sich immer in beide Richtungen stellen. Wenn etwas nicht nötig ist, was für mich durchaus ein Argument dagegen ist, warum sollte ich es dann tun oder befürworten?

Wegen der Allergie selbst noch eines: Der Mensch reagiert auf Speichel und Urin des Hundes, nicht auf die Haare. Der Pudel/Doodle/was auch immer hat schlicht den Vorteil, dass er seine Haare und die darauf befindlichen Flüssigkeiten nicht überall verteilt, sodass man dem Allergen nicht immer ausgesetzt ist. Aber 1. kann man dennoch auf einen Doodle reagieren, 2. kann der Doodle nach dem Fellwechsel so gar nicht mehr allergikerfreundlich sein und 3. könnte ich mich auf jeden anderen Hund ebenfalls testen oder sogar allgemein hypersensibilisieren lassen, anstatt eine neue, maßgeschneiderte Rasse zu unterstützen.

Und ich glaube nicht, dass diese Rasse Zukunft hat, weil mit allen möglichen Rassen gedoodlet wird. Momentan wird marktüberflutend produziert, wenn man mal bei Google schaut, wie viele Anzeigen da zu finden sind. Und darum meine Sorge, dass die Vermehrer früher oder später auf ihren Tieren sitzen bleiben werden. Dann werden weniger davon gezüchtet, weniger werden sich um Rasseanerkennung bemühen, weil es ja kein so gutes Geschäft mehr ist, und schon versinkt die »Rasse« im Sande wie viele vor ihr auch schon. Da stellt sich mir nur die Frage, wie oft der Mensch das durchspielen muss, bevor er begreift, dass er mit seinen Ambitionen lediglich ein paar Jahre lang Mischlinge produziert und an den Mann bringt, die Rasse- und Tierheimhunden Plätze wegnehmen. Erst neulich bin ich über ein ähnliches Vorhaben aus den 50ern gestoßen, das nach ein paar Jahren unterging, das wurde später nochmal aufgegriffen und ging wieder unter, und das obwohl die Bemühungen für eine Anerkennung wirklich groß waren. Leider weiß ich den Namen nicht mehr, weil die Mischung unter zwei verschiedenen Namen lief, aber es ist nicht das erste Mal, dass jemand auf so eine glorreiche Idee kommt.
 
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