Hallo
aaaalso... ich weiß garnicht wo ich anfangen soll :mrgreen:
Mit der Box: es ist kein Problem, wenn du deine Hündin wieder an die Box gewöhnen möchtest. Ein Hund denkt nicht, oh mein Gott, bitte bitte nicht schon wieder die böse Box... Hunde leben im hier und jetzt, für die gibt es weder Vergangenheit noch Zukunft, deswegen kann man einen Hund in die gewünschten Bahnen lenken. Hopfen und Malz ist nicht verloren.

Wenn du dir das nochmal mit der Box überlegen möchtest, hol dir am besten eine Neue (vorallem weil die ja jetzt kaputt ist (?)) und fang von Anfang an an. Denk nicht an die Vergangenheit, denk dir einfach, es ist nie etwas passiert oder du hast dir gerade erst die Hündin geholt und fängst jetzt erst mit ihr an. Deine Einstellung wird sie merken. Mach ihr die Box schmackhaft, leg ihr Lieblingsspielzeug herein, zur Not, kauf ihr was Neues. Dieses neue Spielzeug bekommt sie nur in der Box, auch "neue" besonders tolle Leckerchen werden nur in der Box gegeben. Anfangs bleibt die Box offen (am besten ist eine Box, die auch oben geöffnet werden kann - habe damit super Erfolge gemacht), lass sie ihr Leckerchen dort knabbern. Später kannst du die Box auch mal schließen, lass sie ihr Leckerchen knabbern bis sie die "Tür" anguckt der Box. Dann werden noch ein paar Leckerchen gegeben - Tür zu, super noch mehr Leckerchen.

Das ganze geht nicht von jetzt auf gleich, man muss Gedulg haben, aber das schaffst du schon.
Zum alleine sein:
wie habt ihr das denn immer gemacht? Sofort überschwänglich begrüßt? Ich würde die Hündin erst einmal nicht begrüßen, auch nicht verabschieden in dem Sinne. Einfach raus maschieren und gut ist. Wenn du wieder kommst, zieh dich in Ruhe aus, setz nen Tee auf oder was auch immer. Begrüß deine Familie usw. Dann setzt du dich in Ruhe hin und begrüßt deine Hündin erst, wenn sie ruhig geworden ist. Lass sie zu dir kommen, jetzt ist die Zeit da, um sie zu begrüßen. Aber nicht übertreiben, es ist schließlich ganz normal, wenn Frauchen mal nicht da ist.

Ihr könnt natürlich auch so weiter machen, eure Erfolge sprechen ja für sich. Meine Tipps dienen nur zur Hilfestellung bzw. zur Erweiterung, was man noch so machen könnte um sie ruhig zu bekommen.
Wenn sie mir jetzt wieder hinterher läuft oder keine Ruhe gibt, wie reagiere ich?
Sie brauch einen Rückzugsort, sie muss wissen, das alles ok ist, auch wenn sie dich nicht sieht. Sie merkt ja trotzdem, das du da bist. Wir machen das immer so, das wir die Türe nach uns schließen, ganz ruhig, ohne Kommentar. Wir gehen z.B. vom Wohnzimmer in die Küche - Hundchen will folgen, Tür wird ruhig zugemacht. Dann wird Tee gemacht, wir kommen wieder ins Wohnzimmer, beachten den Hund nicht, denn es ist das normalste der Welt, wenn die Tür mal zu ist. Mittlerweile rennt mir mein Hund auch nicht mehr immer hinterher.
Zum Thema Rad:
da würde ich, zum Teil von vorne Anfangen. Ich bin auch nur für positive Bestärkung:
nimm einen Futterbeutel mit und immer, wenn sie gut am Fahrrad läuft, bekommt sie wärend der Fahrt (vorsicht: immer nach vorne gucken :lol

ein Leckerlie. Ziehen wird garnicht kommentiert, ein "Fuß" (oder was ihr ihr auch immer beigebracht habt) wird gesagt. Wenn sie drauf hört: Party (auf dem Rad) und Leckerlie geben. Irgendwann hat sie den Bogen raus.
Zum Thema Hundetreffen:
ermahne deine Hündin bitte nicht. Sie verknüpft das Rufen mit Schimpfe. Frauchen ruft mich, ich komme, es wird geschimpft. Dadurch könntest du ihre Unsicherheit verstärken.
Ich würde ihre Körpersprache deuten, schau sie an, "analysiere" sie. Hast du das Gefühl, sie will gleich zum Hund hinrennen, sag "nein" und geb ihr stattdessen eine Ausweichmöglichkeit, z.B. "komm". "Nein - das ist verboten" und "komm, wir müssen weiter". So weiß sie, was sie stattdessen machen soll. Auch schon von Anfang an würde ich es machen:
wenn ein Hund in die Nähe kommt und sie den Hund fixiert, würde ich "nein, sitz" sagen. Kräftig loben wenn sie dies macht. Dann das Abbruchssignal, damit sie zum Hund hinlaufen darf (lauf).
"
Von klein auf haben wir in der Hundeschule gelernt: Erfolge werden erzielt durch positive Bestärkung und davon reichlich, bestraft wird aber kurz und hefig. Heißt, wenn ich z. B. meinen Hund dabei erwische, wie er grade eine Pfütze im Haus macht, pack ich ihn im Nackenfell, drück ihn nach unten mit einem lauten 'nein' und gut. Das ganze in 2 bis 3 Sekunden. Als Welpe war Nicki wie jeder andere Welpe auch, keiner konnte erahnen, wie sensibel sie ist. Also habe ich alles so gemacht, wie es mein Trainer allen gelehrt hat, weil ich nichts falsch machen wollte."
Ganz ehrlich: ich halte garnichts von diesen Hundeschulen, die FÜR positive Bestärkung sind, aber dann durch Bestrafung alles kaputt machen. Aber da bist du nicht dran Schuld, es wurde dir einfach falsch gesagt. Vorallem körperlich zu werden, hast du schon mal eine Mutterhündin gesehen, die körperlich mit ihren Welpen geworden ist? Sie bleibt immer ruhig, arbeitet nur mit ihrer Körpersprache, wird ihr es mal zu viel, wird NUR leicht gestupst.
Ignoriere einfach falsches Verhalten, klar, dauert es lange aber ich finde, man hat die größten Erfolge damit. Wie gesagt, schau deine Hündin ganz genau an, erwischt zu sie auf frischer Tat, kannst du sie natürlich Ermahnen, NICHT bestrafen. Sag ruhig "nein", das kann etwas brummeliger sein, es muss direkt sein, aber nicht laut und "böse". Ein ruhiges nein mit entsprechender Körpersprache deiner seits, z.B. Blickkontakt, bisl brummeliger gucken kann viel helfen. Wenn mein Hund z.B. wieder einmal ein Taschentuch auf dem Tisch so super findet und er gerade auf dem Weg dahin ist (man merkt wirklich, was der Hund machen möchte, am Anfang mag das vllt. noch schwer sein, aber man lernt es), gebe ich ein "Schhhh" Laut von mir (eine Art Kusch - geh weg, das sollst du nicht, hat meine Mutter früher immer gemacht und am Anfang, als der Welpe eingezogen ist auch :lol: so haben wir das einfach übernommen) und er dreht sich in die andere Richtung und lässt das Taschentuch links liegen. Aber niemals, bitte niemals einen Welpen runterdrücken, und auch jetzt nicht. Positive Bestärkung ist viel besser.
tricks usw. kannst du gerne noch machen. Vllt. wären auch Spiele was ganz tolles, kennst du die Reizangel? Sowas wäre doch auch ganz gut, denke ich. Oder einfach Apportierabreiten mit einem Futterdummy.
Und noch zuletzt ein Tipp:
werde NIEMALS laut, wer laut wird, verunsichert in dem Falle den Hund oder der Hund nimmt dich nicht mehr ernst als Rudelführer. Weder Mama- Hund noch Hund im Rudel wird laut - im Gegenteil, er zeichnet sich durch Ruhe und Stolz aus. Arbeite mehr mit deiner Körpersprache, belohne jedes richtige Verhalten, Belohnung muss sich nicht nur durch Leckerchen auszeichnen, eine Belohnung ist auch streicheln, in sich gehen und sich freuen - der Hund bekommt alles mit. Du kannst auch lächeln, auch das ist eine Belohnung für deinen Hund. Werde niemals grob, korrigiere nur ihr Verhalten, wie oben beschrieben.
Ihr schafft das schon
LG Picco