Kopfarbeit - nur welche?

Diskutiere Kopfarbeit - nur welche? im Hundesport Forum im Bereich Hunde Forum; kann ich mich nur anschließen. Meine Hündin war als Welpe so. Sie kam einfach nicht von alleine auf die Idee sich hinzulegen. Alles war viel zu...
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #41
Na ja, ich sperre meinen Hund nicht den ganzen Tag darin ein, nicht mal stundenweise. Ich habe (hatte) einen Hund, der einfach mal "durchknallte", wenn zu viel passiert war. "Zu viel" passiert war, wenn... man sich im Haushalt mit mehren Personen bewegte, man Hausarbeiten erledigte, kochte oder Ähnliches.

Wenn ich so einen Hund habe, der sich nicht auf Dauer entspannen kann, nicht einschläft, nicht ruht - dann bin ich froh, wenn er IRGENDWIE zur Ruhe kommt. Es geht nicht darum den Hund über Stunden wegzusperren; die Box muss POSITIV aufgebaut werden, der Hund muss gerne hinein gehen. Schlafentzug ist sicher auch nichts, was ein Hund freiwillig wählt.

Das habe ich erreicht - heute steht die Box immer offen und der Hund liegt trotzdem darin.

kann ich mich nur anschließen. Meine Hündin war als Welpe so. Sie kam einfach nicht von alleine auf die Idee sich hinzulegen. Alles war viel zu spannend. Man hat sie in den Kennel getan (was so groß ist, dass da rein 2 ausgewachsene Aussies rein passen) sie legte sich hin und hat sofort geschlafen. Als sie so 6 Monate alt wurde, haben wir es nicht mehr gebraucht sie konnte sich einfach überall hinlegen und entspannen. Heute auf großen Turnieren ist es ihr Rückzugsort, da legt sie sich sofort hin, auf die Seite und schläft wenn sie nicht dran ist. Natürlich würde sie auch so neben mir auch liegen, aber in dem Kennel ist sie deutlich entspannter und schläft tief und fest.

Viele sehen Box oder Kennel zu negativ. Es ist kein Mittel um Hund auszusperren und auszugrenzen, für viele aktive Rassen dennoch gute Möglichkeit daran zu arbeiten sich zu entspannen.

Wo steht es dass es gegen Tierschutzgesetzt verstößt? Dann sind ja sämtliche Züchter und Sportler ja ständig am Gesetz brechen. Oder Autofahrer mit Hundeboxen? Und wie sieht es dann mit Zwinger aus? Da ist es dann erlaubt den Hund 24h zu halten ohne Anschluss an Familie?
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #42
Hallo, eigentlich möchte ich nicht in die gleiche Kerbe wie alle hauen, sondern versuche Verständnis für Dich und bei Dir zu bewirken. Es gibt da ein Problem, du hast ziemlich jung, in einer belasteten Lebenssituation einen Hund, der schwierig und zeitintensiv ist. Für Dich spricht, dass Du Dir viele Gedanken machst und mit dem Hund in der Hundeschule warst und offensichtlich auch eine Begleithundeprüfung machen möchtest. Aus deinen Aussagen schließe ich auch, dass Du an dem Hund hängst. Offensichtlich hast Du den Hund schon als Welpen, aus was für einer Haltung kommt er denn? Wahrscheinlich hast Du schon einen problematischen, vielleicht auch zu jungen Welpen bekommen.
Leider hat man Dir in der Hundeschule Mist erzählt, einen Welpen bestraft man gar nicht, nicht kurz und erst recht nicht heftig. Keine Klapse, kein runterdrücken, kein Leinenruck. Mir ist auch immer noch nicht klar, was Du von Deinem Hund erwartest. Mach doch mal eine Liste, was Dein Hund für Verhaltensweisen zeigen soll und wenn Du das dann konsequent mit ihr übst, dann braucht sie keine Kopfarbeit mehr. Und diese Verhaltensweisen werden eingeübt immer wieder und erwünschtes Verhalten wird positiv verstärkt, falsches Verhalten nur wiederholt und ignoriert. Trotz allem solltest Du und auch der Rest der Familie sich überlegen, ob das wirklich der richtige Hund ist. Du selber bist nur abends zuhause, mittags geht Deine 9 jährige Schwester, Dein Stiefvater nimmt den Hund nicht mit in den Garten. Der Hund läuft hinter Dir her, weil Du die einzige bist die ihr überhaupt ein gewisses Mass an Sicherheit gibst, aber ich finde es klingt alles nicht nach einem glücklichen ausgeglichenen Hund
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #43
Ganz ruhig, alles auf Anfang.
Starte jetzt einfach noch einmal ganz von vorne. Lass deinen ganzen Perfektionismus mal weg - Hunde sind Hunde, da kann auch mal was schief gehen. Und wenn sie eben einmal unerlaubt zu einem anderen Hund rennt - was soll´s? Kein Optimalfall, aber auch kein Drama ;)
Ich glaube, du musst erstmal runter kommen, bevor dein Hund da überhaupt nur dran denken kann.
Entspann dich und atme durch.
Wie Bubuka schon sagte, liebevolle Konsequenz ist das Stichwort. Lass bitte die Leinenrucke während sie rennt (bzw generell). Die bringen in den wenigsten Fällen etwas, abgesehen davon dass du die HWS schädigen kannst. Wenn sie zu sehr aufdreht, halt doch einfach an und lauf kurz mit ihr. Oder mach ein ruhiges Suchspiel (dass du ab jetzt mit einem neuen Kommando belegst ;) )
Die "Strafe" muss man auch dem Hund anpassen. Warum einem Sensibelchen (dessen Vertrauen ja gerade eh mehr als angeknackst ist) Klapse auf den Arsch geben wenn es doch genauso reicht, einmal in einem etwas strengeren Tonfall "nein" zu sagen oder sie per Körpersprache wegzudrängen.

Da musst du noch sehr an dir arbeiten. Ich weiß wie das ist, ganz am Anfang war ich auch so. Dann hat meine Trainerin gesagt: WEnn du ihn bei irgendwas erwischt oder er wieder nicht macht wie du will - atme erstmal dreimal ruhig durch. Das "Schlimme" ist eh schon passiert, die Zeit hast du auch noch. Das hilft, um sich selbst etwas zu beruhigen.
Oder sieh das Witzige an der Situation. Wie sie zum anderen Hund rennt und beinahe sich selbst mit ihrem Hintern überholt. Wie sie so frech und verwegen dabei kuckt... irgendwas.
Nimm euch den Stress! Verlange nicht zuviel!
Auspowern in allen Ehren, aber das muss auch nicht jeden Tag auf Teufel komm raus sein. Lieber alle zwei Tage richtig und mit Spaß (!!!), als jeden Tag halbscharig und angenervt.
Hab doch einfach Spaß mit deinem Hund. Dein Perfektionismus in allen Ehren, aber deinen Posts nach ist dir bei der Erziehung (will alles richtig machen, Auslastung...) einfach der Spaß am Hund und dein Bauchgefühl abhanden gekommen. Draußen sein lastet einen Hund aus. Soziale Interaktion mit anderen Hunden. Suchspiele (ihrer Nase angepasst, also wirklich sehr leicht einsteigen). Mach nur Sachen, auf die du auch Lust hast und nur dann, wenn du auch Lust hast. Die Gefahr dass du sonst zu schnell ungeduldig oder genervt wirst ist einfach zu groß.

Hast du dich schon mit Hundekörpersprache befasst? Wenn nein solltest du das jetzt auf jeden Fall tun (Buch: "Calming signals" ist ein guter Einstieg). Wenn deine Hündin anfängt dir gegenüber Beschwichtigungsgesten zu machen ist es eigentlich schon ein Schritt zu weit und du solltest unbedingt den Druck aus deiner Körpersprache nehmen.

Fang jetzt mit kleinen Dingen an. Setz dich auf den Boden und lock sie mit Leckerlies zu dir ran. Zeig ihr, dass du gut bist und sie in deiner Nähe nichts befürchten muss. Und glaub mir, das ist auch schon geistige Auslastung :)

edit: Ich finde es von der Zeit auch nicht zu lange. Von aus dem Haus gehen bis die Schwester heimkommt sind das 7 Stunden. Wenn man da vorher nochmal mit dem Hund geht ist das mMn eine völlig akzeptable Zeit, in dem ein Hund auch mal ruhig sein muss.
Wenn mein Hund mit auf Arbeit kommt hat er es noch schlechter, da darf er nämlich wirklich nur im Büro liegen und nichts tun.
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #44
So, nach ein paar Tagen, in denen ich mich ein wenig gesammelt habe, melde ich mich wieder zu Wort.

Tayet, du sprichst mir total aus der Seele. Schon von klein kam Nicki nie auf die Idee, sich einfach mal hinzulegen und zu schlafen. Als Welpe fiel das noch nicht großartig auf, da Welpen bekanntlich oft einfach totmüde umfallen. Aber jetzt ist sie ein einergiegeladener Junghund. Aktig, (zu) schlank, wendig, neugierig....und sie findet einfach keine Ruhe. Es gibt nur bestimmte Zeiten, wo sie wirklich kaum auffällt. Das zumeist vormittags, wenn die Kinder in der Schule sind und entweder meine mam oder mein Stiefvater Zuhause sind. Dann ist wenig Leben in der Bude und sie muss nicht ständig nachsehen, was so passiert.

Wie gesagt, wenn ich im Wohnbereich bin und nicht unten in meinem Zimmer, würde sie es nie wagen, einfach aufzustehen und planlos allen hinterher zu dackeln. Das macht sie nur, sobald ich außer Sichtweite bin. Früher hat sie es auch bei mir gemacht, ja. Als sie ein Welpe war, dachte ich noch, das wäre sehr wichtig, weil sie einfach bei ihrem 'Rudel' sein möchte. Nur war das einfach so permanent...sie ist und dann immer auf den Füßen eingeschlafen oder zumindest neben uns am Boden, hauptsache dabei sein. Also habe ich angefangen, konsequent zu sein und das zu unterbinden.

Was das begrüßen angeht: Habe jetzt für mich beschlossen, sie ganz normal zu streicheln und hallo zu sagen wenn ich komme, also nicht mehr ignorieren. Darf es nicht übertreiben, sonst pusht sie sich gleich hoch, aber wenn ich ganz ruhig dabei bleibe, geht sie danach auch von alleine wieder auf ihren Platz.
Sollte sie doch mal meinen, sie kann mich verfolgen, schließe ich die Türen. Meine mam bringt sie dann halt immer runter, weils bei ihr und den anderen wirklich schlimmer ist... (wenn wir das negativ sehen, hat sie wahrscheinlich einfach nur Angst vor meinen Reaktionen und benimmt sich deshalb)

Box wäre wie gesagt auch eine Idee, aber ich alleine habe nicht die Zeit, sie dran zu gewöhnen. Muss nochmal betonen, dass ich da auf keinerlei Unterstützung hoffen kann.

Ansonsten versuche ich jetzt, so locker und gelassen wie möglich zu bleiben und gleichzeitig nicht die Erziehung schleifen zu lassen. Für die BGVP übe ich jetzt nur noch die nächsten 3 Samstage auf dem Hundeplatz, da ich weiß wie schnell ich die Geduld beim Training verliere..grade jetzt so kurz vor der Prüfung. Ich will einfach nicht noch mehr kaputt machen zwischen uns. Also lass ich das Training privat sein und übe da nur an den Dingen, die seit kurzem eben ein wenig nachlassen, wie Leinenführigkeit (vor allem in Gegenwart anderer Hunde), richtiges Laufen am Rad und Abrufen unter Ablenkung.

Das ist momentan genug für uns, da ich zudem ja noch viel am Vertrauen arbeiten will. Die Übungen sind nur noch sehr kurz, ein paar Sekunden und dann gleich ausgiebig loben und ein Spiel machen. Bei falschem Verhalten reiße ich mich am Riemen und ignoriere das. Jegliche Art von Bestrafung, wie eben Schimpfen, Nervosität und Ungeduld meinerseits oder an der Leine rumzerren verunsichert sie nur tierisch und wenn ich dann die Übung nochmal mache, ist sie total neben der Spur, schleicht umher und weiß nicht, was sie tun soll.

Worauf ich ganz stolz bin und woran ich sehe, wie schnell doch Fortschritte zu erkennen sind, ist die Situation beim Haus verlassen. Normalerweise zittert Nicki wie bolle, wenn ich ihr das HB hinmache und die Leine, bis wir aus dem Haus sind und es losgeht. Ich dachte immer, sie würde aufgeregt sein, aber auch das ist wieder nur Unsicherheit. Warum? Tja.. da wären wir wieder bei meinem Perfektionismus und meiner Zielsetzung. Die Hunde meiner besten Freundin sind immer förmlich ausgetickt, wenn man nur das Wort Gassi erwähnt hat, geschweige denn Leinen geholt und Schuhe angezogen hat. Sowas wollte ich auf keinen Fall, auch keinen Hund der bellend zur Tür rennt wenn es klingelt. Auch hier war ich für ihren Charakter wohl viel zu hart. Sobald sie rumgehampelt ist, obwohl ich noch gar nichts gesagt hatte, wurde sie wieder streng auf den Platz zitiert. Sie wurde zurück beordert, wenn sie zuerst zur Tür hinaus wollte und und und. Sie kann sich irgendwie gar nicht richtig freuen, wenn es dann los geht, weil sie Angst hat etwas falsch zu machen.

Wenn ich sie jetzt rufe, um das HB anzuziehen, streichel ich sie erst mal ausgiebig und rede freundlich und ausgelassen mit ihr, bevor sie überhaupt anfängt Unsicherheit zu zeigen. Und siehe da, seit zwei Tagen bleibt sie ganz gelassen und freut sich auch viel mehr. Sie jammert sogar mal ungeduldig, wenn ich noch was holen muss..hätte sie sich früher nie getraut. Andere gewöhnen ihren Hunden das ungeduldige jammern und fiepen ab, das drängeln nach draußen und das rumgehüpfe bevor's los geht... und ich würde mich über ein klein bisschen davon riesig freuen. :roll:

Im Großen und Ganzen kann es so weiter gehen, aber bei den Gassizeiten weiß ich noch nicht so recht, wie ich's anstellen soll. Irgendwie finde ich nicht das richtige Maß. Wie gesagt, sie ist extrem agil und lauffräudig, an der Leine fällt es ihr unheimlich Schwer im normalen Schritt zu gehen, egal ob sie vorher schon rennen durfte oder nicht. Das ist entweder ein rumtippeln (wie ein nervöses Pferd, das zwischen Schritt und Trab geht) oder schon der langsame Trab. Fuß geht nur ganz entspannt, wenn sie sich vorher WIRKLICH ausgepowert hat. Auspowern ist bei Nicki ganz schwierig. Von der Kopfarbeit her brauch sie nicht sehr viel, weil sie eben schnell überfordert ist. Lieber weniger und dafür alles richtig. Aber rennen...spielen...toben. Puh. Für Nicki wäre wahrscheinlich Hüten das richtige. :lol:
Zu viel Action auf einmal geht wie gesagt gar nicht, auch wenn ich dann immer denke sie wäre danach K.O.
Ist sie aber nicht, grade nachmittags hibbelt sie dann Zuhause noch weiter rum. Abends geht eine große Runde gut, da sie dann eh zeitnah runter auf ihren Schlafplatz kommt.
Abends kann Nicki komischerweise IMMER abschalten.

Tja.. ich werde nach wie vor abends entweder eine Stunde laufen oder eine halbe Stunde Rad fahren. Mit der Schiene 'weniger ist mehr' sind wir bis jetzt am besten gefahren. Vor allem, weil sie am Wochenende sowieso Action pur hat.

Ach ja, eine Frage an euch: Am Samstag habe ich ausversehen meine Stunde auf dem Hundeplatz verpasst. Bin schon um 15 Uhr anstatt um 16 Uhr da gewesen und der Leistungsgruppe mitgelaufen. Danach wollte ich ihr nicht nochmal ne Stunde zumuten. Blöd war nur, dass das die vorbereitende Stunde zum Verkehrssicherheitsteil der BGVP war. Heißt, die waren alle in der Stadt und sind den Ablauf durchgegangen. Muss gestehen, ich war mit Nicki selten in der Stadt. Da ist man meistens mit dem Auto hin und Nicki mag Autofahren sowieso schon gar nicht, zudem dann noch Stadt mit Autos, Lärm, Menschen.. habe ich immer für unnöten Stress gehalten.

Sie ist jetzt nicht hypernervös oder anngespannt in der Stadt, aber sie konzentriert sich da noch weniger als grade eh schon auf mich und findet alles andere aufregender, zieht eher mal an der Leine usw. Bei dem Teil der Prüfung muss sie jetzt nicht wirklich 1a sauber Fuß laufen, sollte aber doch nicht arg voraus laufen. Im Wesentlichen sollten wir da wenig bis keine Probleme kriegen, da der Hauptpunkt ihr Verhalten gegenüber Menschen, anderen Hunden, Umwelteinflüssen ist. Soltle sich halt neutral verhalten.

Heute muss ich dringend in die Stadt und um Zeit zu sparen und die Stunde doch nachzuholen, würde ich sie gern mitnehmen. Habt ihr Ratschläge, auf was ich achten soll? Mich einfach so verhalten, wie immer..als wäre nichts? Leine kurz oder lang? Gucken lassen oder auf mich fixieren? Im Großen und Ganzen weiß ich ja: Ruhe und Geduld bewahren :angel: wird schon schief gehn

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach ja, Infano..kurz noch mal zu dir:

Mit der Körpersprache befasse ich mich sehr oft, seit ich weiß wie sensibel mein Hund ist. Eigentlich weiß ich ganz genau, was Sache ist...wahrscheinlich wollte ich es nur nie wahrhaben :|
Wenn ich freunlich und mit netter Stimme auf sie zugehe/sie rufe/locke, dann kommt sie definitiv immer, und das auch mit ganz viel Freude. Da gehts einzig und allein um ihre schlechte Erfahrungen/Verknüpfungen mit mir und speziellen Übungen oder Kommandos, ums böse/ungeduldig sein..meine falsche Körpersprache usw. Bestimmte Situationen eben, in denen ich die Kontrolle über MICH behalten muss. Der Hund macht ja überhaupt nichts falsch....:(
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #45
Ich find´s toll dass du da so an dir arbeitest. Kann mich noch an BJ´s Zeiten erinnern, einfach ist das nicht :D

Naja, Stadt ist ja nichts Besonderes, oder? Warum dann besonders verhalten. Klar, bisschen mehr Autos, bisschen mehr Lärm... aber eigentlich nichts, dass Angst machen sollte. Also verhalte dich auch so.
Die Leine würde ich eher kürzer nehmen, so dass sie zwar noch kurz schnüffeln kann aber nicht den anderen Passanten zwischen den Beinen rumwuselt.
Kucken lassen finde ich immer gut. Warum denn auch nicht. Sie darf ja ruhig sehen dass sie in der Stadt ist.
Wahrscheinlich findet sie es eh nur aufregend, mit all den neuen vielen Gerüchen... :)
Ich würde sie belohnen wenn sie "zufällig" auf dich achtet, rufen bevor die Leine zu Ende ist und ansonsten - logisch- völlig entspannt bleiben :D

Was mir sonst noch einfiel: "Schrittgeschwindigkeit" ist auch keine normale Geschwindigkeit bei Hunden. Wenn sie hauptsächlich schnüffeln und dabei etwas vorgehen klar, aber ansonsten nutzen die Trab. Mein Hund versucht auch immer, sich innerhalb der Leine zurückfallen zu lassen (hier Dorf, die Leine ist bestimmt 2m) und dann im Trab die Leine nach vorne wieder auszunutzen.

Geh ich richtig in der Annahme, dass Nachmittags bei euch eben relativ viel Action ist, mit Geschwistern, Eltern, Nachbarskindern... ? Und abends liegen die im Bett oder eh nur auf der Couch und schauen fern? Dann ist´s ja eigentlich nur logisch, dass sie nachmittags weitermacht und abends so schnell runterkommt :D

Ich denke aber auch dass es euch mal ganz gut tut, weniger zu machen. Wenn sie unterfordert ist kannst du ja immer noch gegensteuern.
Schraub deine Erwartungen runter - ich bin mir sicher sie wird noch ein toller Hund. Aber gerade ist sie doch eh in der Pubertät, und Erziehung dauert eben ein paar Jährchen ;)
Du kannst deinem Hund schon sagen, dass ihr Verhalten nicht richtig war. Nur eben angemessen. Wenn ein ruhiges Nein reicht um sie zu erreichen, muss man nicht streng werden. Und, ganz wichtig: Natürlich sofort belohnen, wenn sie sich an Nein hält.
Und beim Spielen gibt es natürlich kein Nein ;) Da kannst du ein "nochmal" oder irgendwas einführen, wenn du da etwas brauchst dass du sagen kannst.
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #46
Ja richtig Infano, morgens ist es ziemlich ruhig Zuhause. Da bin ich nicht da (schon mal der wahrscheinlich größte Stressfaktor weniger), die Kinder sind in der Schule und nur einer der Elternteile (Stiefvater oder Mama) ist Zuhause. Bei Mama klappt alles super, die hat so das genau richtige Maß für den Umgang mit Nicki.

Beim Stiefvater klappts so lala. Manchmal ganz gut, manchmal gar nicht. Da stellt sie halt ab und zu Blödsinn an, weil sie weiß er schimpft eigentlich gar nicht und weil ihr halt langweilig ist.

Dann kommen mittags die Kinder heim, Mama und Stiefvater wechseln zackig die Schicht, je nachem wie er arbeitet kommt noch mein Stiefbruder. Nicki wird dann wahrscheinlich happy sein, sie weiß dass die Kinder endlich da sind und sie Aufmerksamkeit bekommt. Dazu muss man bedenken, dass sie bis zu dem Zeitpunkt (7 - 13 Uhr) keinen wirklichen Auslauf hatte. Sie ist also ganz heiß darauf, dass meine Schwester mit ihr läuft. Die muss aber auch erst mal essen und Hausaufgaben machen und läuft auch nicht konstant jeden Tag. Für Nicki natürlich Spannung pur.

Das ganze letzte Jahr bin ich um 5 aufgestanden, um halb 6 heim gekommen und dann noch eine Stunde mit dem Hund raus. Ich sehe es eigentlich absolut nicht ein, jetzt, wo ich bis 6 schlafen kann, wieder 45 min. früher aufzustehen um mit dem Hund zu laufen.. es ist ja nicht so, als wäre sie vormittags alleine. Nein, es ist immer einer da, aber es geht halt keiner.
Wie's grad aussieht weiß ich nicht, meine mam wollte sich Mühe geben, ist glaube ich auch 2 mal gelaufen, aber ob sie das jetzt noch tut...ich will gar nicht nachhaken, das gibt wieder Diskussionen. Und mein Stiefvater ist regelmäßig morgens gelaufen als Nicki Welpe war, jetzt aber auch nicht mehr. Die beiden haben abwechselnd eine woche Früh- und Spätschicht.

Für uns zwei sollte die Stunde Fahrrad fahren oder die halbe- dreiviertel Stunde laufen Mo. - Fr. momentan reichen. Am Wochenende wird ihr eh nie langweilig. So richtige Anzeichen von Unterforderung zeigt sie ja nicht wirklich - nur vormittags, wenn sie mal Mama's Bett auf den Kopf stellt oder sowas in der Art. Alles andere sind nur Trennungsängste aus Unsicherheit, wie das hinterher laufen oder urinieren und koten, wenn alle draußen sind und sie drin sein muss. Wenn man sie aus den Augen lässt, kommt sie schon mal auf dumme Gedanken...aber das ist wie du sagst immer noch ein Junghund.

Bellen aus Langeweile oder sowas macht sie ja gar nicht. Egal wer draußen rumläuft.
Sie knabbert nur wieder an den Pfoten, aber jetzt kann ich ja mit Sicherheit sagen, dass es stressbedingt ist. Das finde ich schon arg schlimm und zeigt mir am deutlichsten, wie viel da schief läuft :(

Abends ja, da liegen alle nur rum. Ab 7/8, machen sich die Kinder bettfertig und ich komm vom Spaziergang zurück. Der Rest schaut fern oder so und es herrscht Ruhe.

Alles klar, dann werde ich das so in der Stadt machen. Wenn ich sie wirklich mal ermahnen muss, dann benutze ich nur noch ein kurzes 'Schhhht' oder 'AH', reicht vollkommen. Sobald die Leine straff ist und ich stehen bleibe, guckt sie mich sofort ganz verdutzt an (als würde sie sagen 'uuuups, sorry') läuft zu mir, an meiner rechten seite hinten rum und bei Fuß. Eigentlich achtet sie sehr auf mich, aber eben nur wenn ich mich mit stehen bleiben oder umdrehen bemerkbar mache. Dann gehts wieder ein paar sekunden, sie weiß genau was sie eigentlich machen soll und wie's richtig geht, aber ihre Konzentration ist momentan nur sehr sehr kurz. Daran müssen wir arbeiten.

Dass Schritttempo für Hunde nicht normal ist habe ich schon mal wo gelesen. Nicki nutzt auch gerne die komplette Leine um mal eben in Trab zu fallen, aber da muss ich wie gesagt auch nur kurz stehen bleiben und schon ist sie wieder bei mir. Jetzt könnte man sich sicher fragen, warum ich denn dann an der Leine rucke, nervös und ungeduldig werde und mit ihr schimpfe ...hmm. Das ist eigentlich echt unlogisch, aber ich hatte die Meinung, wenn der Hund ein Kommando kann, weiß wie es auszuführen ist und es immer beherrscht hat, fange ich nicht wieder sozusagen von vorne an sondern werde dann streng und energisch, damit er mich nicht an der Nase herumführt.

Völlig falsch... keine Ahnung, wie man darauf kommen kann. Aber ich hoffe, es ist noch nicht ganz verloren
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #47
Nichts ist verloren wenn man in der Lage ist, seine Fehler zu sehen und daran etwas zu ändern :D Zumindest habt ihr es ja auch noch nicht jahrelang gemacht.

Es ist nichts falsch daran, dass du von deinem Hund erwartest dass sie die Kommandos auch ausführt. Nur müssen die Diskussionen mit einem sensiblen Hund eben anders aussehen :D Du musst dich ihr anpassen. Eher wirklich auf "liebevolle Konsequenz" achten denn auf "streng und energisch". Das hat nichts damit zu tun dass man mit Wattebäuschen schmeißt oder dir auf der Nase herumtanzen lässt.
Aber wenn sie schon auf dich achtet, wenn du nur stehenbleibst, ist ein Ruck an der Leine eben zuviel und nur verschwendete Energie deinerseits.

Und ich kann dir nur immer wieder raten, da wirklich zu versuchen den Humor drin zu sehen. Sicher gehört ein Hund erzogen und irgendwann muss das auch sitzen. Aber wenn sie nunmal gerade wirklich in einer spinnerten Phase ist, ist es ja auch drollig, was ihnen da wieder einfällt :D

Was ich nicht verstehe: Geht ihr aber schon morgens mal mit ihr raus wenigstens? Zum Pinkeln?
Mit meinem Hund geh ich morgens auch nur 10 Minuten zum Lösen, danach muss der auch warten bis mein Freund munter wird und dann zwischen 12 und 2 mit ihm geht.
Aber die Möglichkeit zum Lösen sollte man schon bieten.
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #48
Wir haben einen großen Garten, wenn ich morgens aus dem Haus gehe ist meistens schon meine Mam wach oder halt mein Stiefvater, dann nehm ich sie gleich mit hoch und lass sie raus. Das schon, klar. Aber ich hätte einfach gerne, dass man morgens mal wenigsten 15 - 20 Minuten mit ihr läuft.

Nach meinem Humor werde ich mal suchen... irgendwo muss der ja sein :lol:

Mir fällt auf du bist eine der wenigen hier, die mal ausnahmsweise nicht 8 Stunden mit dem Auto entfernt wohnen. Sonder nur eine :)

Warte ja schon lange auf ein Forentreffen, die letzten waren immer viel zu weit weg :|
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #49
Off-Topic
Na dann kommste vorbei :) Können wir das Sensibelchen mit meinem Ex-Sensibelchen toben lassen :D
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #50
Off-Topic
Vielleicht schaut sie sich das dann ab :cool: Würde ich echt zu gerne, aber Nicki würde bei einer Stunde im Auto sterben... eine halbe ist grad Maximum. :roll:
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #51
Puuuh.... jetzt habe ich, seit ich dieses Thema eröffnet habe, wirklich viel an mir gearbeitet und bin allgemein im Umgang mit Nicki ruhiger und verständnisvoller. Aber aus der Situation zu Hause werde ich einfach nicht schlau. Grade eben hat sie wieder den Vogel raus gehauen :( Sie kannbert ja momentan wieder viel an ihren Decken, Hundeplätzen usw. rum. Das letzte Stoffbett flog vor ein paar Tagen raus und wurde durch ein Kunstlederbett ersetzt. Eigentlich wollte ich eine Sabro Kudde, aber durch ihre Zerstörungswut war mir das Geld zu schade und ich habe die billige gekauft. Die Decke, die ich zusätzlich reingelegt habe, wurde schon nach einem Tag angeknabbert... Gut, ich dachte mir sie macht das bestimmt vormittags, wenn sich nicht ständig jemand um sie kümmert und ihr langweilig ist. Heute war ich mittags eine Stunde spazieren und komme grade von der zweiten Runde, auch eine Stunde mit einem Bekannten und seinem Aussie. Die beiden hatten riesen Spaß zusammen. Jetzt hab ich sie noch gebadet, gefüttert und ab auf ihren Platz. Beim rauchen auf der Terrasse sehe ich dann tatsächlich durch die Scheibe, wie sie das komplett Eck ihrer Kunstlederkudde ins Maul nimmt und anfangen will, darauf rumzukauen. Ahhhh...was soll das?! :? Ich kann wenig - gar nicht laufen, sie gibt daheim keine Ruhe. Ich kann mittel - viel laufen, sie gibt daheim keine Ruhe... Gibt's doch wirklich nicht. Langsam glaube ich, sie hat grade echt einen zweiten pubertierenden Schub. Mir fallen keine sinnvollen Begründungen mehr ein für ihr Verhalten...
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #52
:mrgreen: Entspannt bleiben!
Sie knabbert ihr Bett an. Klar ist das nicht schön. Aber ein Drama ist es auch nicht.
Und natürlich kann es sein dass sie pubertiert. Im richtigen Alter ist sie ja. Das wird aber auch noch eine ganze Weile andauern, also gewöhn dich lieber dran sonst steht ihr das nicht durch :)
Ich garantiere dir, auch wenn sie das Knabbern am Bett aufhört, für die nächsten Jahre Probleme an denen du verzweifeln wirst wenn du nicht lernst, deswegen nicht auszuflippen :D (Bzw darfst du dich natürlich ärgern. Ich denke da geht es uns allen recht ähnlich. Nur finden sie eben immer irgendwas um dich zu nerven, du musst da einfach mehr Luft haben :D )
Dein Hund weiß nicht wie teuer das Bettchen war. Die merkt nur dass es vielleicht eine tolle Konsistenz zum Kauen hat :D

Finde raus was sie braucht um aufzuhören. Reicht es schon wenn du wieder rein kommst, musst du 2-3 Schritte auf sie zugehen und ein (nicht allzu)strenges Nein dazu? Versuche ihr Grenzen zu setzen, ohne ihre Sensibilität zu vergessen.
Sobald sie aufhört sofort wieder runter vom Gas und es so stehen lassen. Für den Moment hat sie´s verstanden. Und das machst du dann einfach so lange, bis sie´s verstanden hat.


edit: Und damit das hier von mir nicht zu blöd klingt: Ich hab hier auch einen Pubertierer zuhause, und das mittlerweile seit nem guten Jahr. Es werden weniger Schübe und weniger lang, dafür wird er jetzt immer ausgebuffter und weiß genau wo unsere Schwachpunkte liegen.
Wir haben hier zwar nicht die Gleichen Probleme wie du, aber doch auch genügend :D
Und ja, ich weiß wie das Gefühl ist wenn man arbeitet und arbeitet und der Hund einfach nicht will und nur ausflippt und man ihn einfach irgendwo anbinden möchte... aber ich glaube da muss man einfach durch. Man wächst auch zusammen durch solche Sachen :)
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #53
Hunde sind halt... Hunde. Vor allem sind pubertierende Hunde... pubertierende Hunde... :lol: Haben wir nicht alle schonmal Dinge (vor allem in der Pubertät) getan, die selbst uns nicht schlüssig waren? ;)
Mach dir keine Sorgen. Sogar Jerry - der m.E. keine richtige Pubertät hatte - hat so manchen Brüller gebracht. Sein Weidenkörbchen angekaut oder ständig Stöcke gemobst und angenagt (trotz Tau und Kauartikel) oder frisch eingepflanze Bäume ausgegraben, weil er vermutlich dachte, dass wir ihm was darunter gelegt haben :roll: Bei ihm war das auch völlig unabhängig davon, ob wir viel oder wenig gemacht haben. Ich glaube, der hatte da einfach ein Männchen im Ohr sitzen.

Jeder von uns hat schon die ich-liege-in-Embryonalstellung-auf-dem-Boden-weil-mich-der-Hund-zur-Verzweiflung-bringt-Phase hinter sich oder noch vor sich :mrgreen:

Trotzdem immer konsequent bleiben. Irgendwann trägts Früchte.

Vielleicht solltest du ihr mal eine Torgas Kauwurzel besorgen? Manche Hunde haben da Spaß dran und ist beinahe unzerstörbar.
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #54
Off-Topic
Jeder von uns hat schon die ich-liege-in-Embryonalstellung-auf-dem-Boden-weil-mich-der-Hund-zur-Verzweiflung-bringt-Phase hinter sich
Einfach nur schön auf den Punkt gebracht :clap: :mrgreen:
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #55
Danke euch für den Mut den ihr mir macht. War bis jetzt nur am überlegen, was ich schon wieder falsch mache.

Diesmal hab ich sie in Flagranti erwischt. Normalerweise macht sie das nicht offensiv, sondern eher heimlich. Dann sieht man nur die Resultate - kaputte Decken und sonstiges eben.

Ich hab in dem moment erst mal gegen die Terrassentüre gehauen, bin dann rein und nur auf sie zugelaufen. Mehr hat es nicht gebraucht, da war sie schon zwei Zentimeter klein mit Hut und ich hoffe, ich war auch schnell genug und sie hat es richtig verbunden..

Mit 15 Monaten ungefähr soll ja oft nochmal eine schwierige Zeit kommen, hab ich zumindest öfter gehört. Auch bellen tut sie jetzt ganz plötzlich. Vorwiegend abends im garten, wenn es dunkel ist. Im Haus nach wie vor (zum glück) nicht. Wenn ich dann klatsche, hört sie auch sofort auf und kommt her. Klappt aber nur bei mir, Mama und ihren Freund führt sie grade enorm an der Nase herum.

Dafür läufts unterwegs wieder viel besser. Abrufen unter Ablenkung geht super und sie bleibt auch wieder ohne leine bei mir,wenn andere Hunde entgegen kommen. Habe einfach für ihr Alter zu viel erwartet. Wie ihr schon sagt, es geht immer mal auf und ab.
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #56
Mit 15 Monaten ungefähr soll ja oft nochmal eine schwierige Zeit kommen, hab ich zumindest öfter gehört.

Manche Hunde haben ihr Leben lang solche Phasen. Ich denke, das ist so ein Charakterding. Jerry war eigentlich ganz selten mal aufmüpfig und es wäre schon sehr vermessen, das Pubertät zu nennen. Hanna hat dafür manchmal Phasen aus dem Nichts, in denen sie sich wie der letzte Haudrauf verhält und dann muss man da gewisse Phasen noch ein wenig härter durchgreifen. Man muss auch einfach unterscheiden, ob der Hund partout jeden Grundgehorsam "vergessen" hat oder ob er einfach mal nur bissi größenwahnsinnig wurde und Flegeleien ausheckt, die aber nichts mit dem Grundgehorsam an sich etwas zu tun haben.

Was du gerade schilderst, klingt m.E. gut. Letztlich geht es ja nicht immer darum, dass der Hund alles perfekt macht, sondern dass er hört, wenn wir etwas sagen oder machen. Solange deine Maus mit ihrem Bellen oder Kauen aufhört, wenn du das Signal gibst und sie nicht noch lachend mit der Decke davon rennt, um weiterzumachen, finde ich das alles sehr gut bei euch :)
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #57
Habe einfach für ihr Alter zu viel erwartet

Das war für mich auch eine harte Lektion. Ich hatte es mir nicht so schwierig vorgestellt, einen Hund zu erziehen - und damit meine ich bei meinem nicht einmal die Panik vor allem und jedem, das war da noch der Einfachste Part :D
Man muss einfach auch lernen, dass es für den Hund, den ich zumindest mir vorgestellt hatte, Jahre oder noch länger braucht um ihn zu bekommen.
Also Erwartungen runterschrauben und merken, dass du eigentlich schon einen guten Hund hast. Es liegt noch viel Arbeit vor euch und da werden immer wieder Steine und Rückschläge kommen - aber ihr habt ja auch noch viel Zeit :D Wie langweilig wäre es, wenn einfach alles klappen würde :D

Und dass es draußen so gut klappt, dafür beneide ich dich :D BJ ist drinnen ein Lämmchen, nur draußen dreht er auf. Wir werden ganz langsam ein bisschen besser, aber auch da viele Rückschläge und noch viel viel Arbeit :roll:
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #58
Hihi, Infano. Die meisten sagen, drinnen klappt es super und draußen ist der Hund total anders :D
Bei uns war es schon immer umgekehrt..

Hab ihr jetzt Kauknochen mit Pansenfüllung und Rinderhufe geholt. Bin grade am durchtesten, was am längsten überebt. Sie nutzt es gut und lässt Decken usw. in Ruhe. Zwischendurch nehme ich ihr das Knabberzeug aber schon weg, weil sie das sonst ununterbrochen macht.

In nächtster Zeit muss ich unser Programm drastisch runterfahren. Es ist wohl zeitweise einfach zu viel und sie will die Aktion dann jeden Tag. Drum lieber weniger, aber das auch regelmäßig.

Wir haben gestern übrigens die BH bestanden. :040:
Zwar mit drei kleinen Patzern, aber sonst reibungslos.
Zuerst hab ich mich verlaufen (Hund konnte also gar nichts für)
Dann ist sie bei der Voraus Übung bis zur Schüssel gelaufen, aber ich wusste nicht, dass ich sie vorher abrufen muss und hab es demnach nie so geübt. Sonst wäre das auch kein Thema gewesen.

Und beim Abrufen nach dem Voraus ist der Hund auf dem anderen Platz abgehauen und wie ein Irrer an den Zaun gerannt. Nicki ist dann natürlich in ihrem Übermut (sie rennt beim abrufen wie eine Bekloppte auf mich zu, sitzt dann aber schön vor mir) dahin gerannt. Sie kam aber sofort wieder, als ich nochmal gerufen hab. :angel:

Dann war ich leicht betrübt, weil das die letzte Übung war und der Rest so gut war, aber die Prüferin war begeistert. Sie fand es super toll, wie schön Nicki fuß gelaufen ist und wie sie auf mich fixiert war. Auch das loben zur Motivation hat sie sehr gelobt.
Den kleinen Patzer am Ende hat sie gar nicht groß erwähnt und hatte keine Verbesserungsvorschläge, wie bei den meisten der anderen.

Von 12 Teinnehmern haben 8 bestanden. Einige davon grade noch haarscharf, die erste hat es schon beim Stadtteil erwischt..
Bin wirklich sooooo stolz auf meine Maus! :049:

Jetzt geht's wohl nächstens Samstag in der Leistungsgruppe weiter.
Muss(te) mich entscheiden zwischen Agi oder Leistung.
Beides geht nicht, weil die Stunden entweder gleich hintereinander sind oder es ist eine Stunde dazwischen.
Finde ich persönlich zu viel an einem Tag. Wenn, dann will ich mich auf eine Sache konzenterieren. Ihr wisst ja, dass ich mich und vor allem den Hund schnell überfordere...

Da wir in der Leistung einfach schon einen Grundstein gelegt haben und es schade wäre, aufzuhören, habe ich mich gegen Agi entschieden. Da ganz von vorne anzufangen, traue ich mir ehrlich gesagt bei meiner psychischen und physischen Situation zur Zeit nicht zu. Ich habe Angst, dass ich wieder aufgebe oder die Geduld verliere, das wäre für mich und Nicki fatal...

Außerdem will ich sie nicht noch weiter pushen und lieber ausschließlich Kopfarbeit in der HuSchu machen. Spaß, Action und fun hat sie beim spazieren gehen genug und das will ich sowieso verringern.

Mal sehen, wie wir uns machen. :roll:
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #59
Bei was für einer BH läuft ein Hund denn "Voraus" (zu einer Schüssel) oder wird - während der Prüfung?! - gelobt?
 
  • Kopfarbeit - nur welche? Beitrag #60
Was geht jetzt bei dir bitte schief?

Die Voraus - Übung gibt es hier in jeder HuSchu bei der Prüfung. Der Hund hat ein Ziel - in meinem Fall die Schüssel. Er wird Voraus geschickt und abgerufen, bevor er die Schüssel erreicht.

So sieht der Prüfer, ob sie auch unter Ablenkung abrufbar ist (man nehme an die Schüssel wäre ein anderer Hund o. Ä.)

Und natürlich darf ich sie loben, ich darf nur keine Kommandos wiederholen. Würde ich nur starr laufen und außer Kommandos nicht sprechen, dann wäre Nicki total unsicher. Sie braucht die Motivation und die Bestätigung, das sie es richtig macht...
 
Thema:

Kopfarbeit - nur welche?

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