Hallo ihr!
Hoffe mal, das liest noch jemand, will kein neues Thema starten.
Nachdem ich grade Google durchsucht habe nach Gassizeiten anderer Leute, habe ich ein super doofes Gefühl und schlechtes Gewissen. Wahrscheinlich steht das hier schon irgendwo recht detailliert drin, aber ich würde euch gerne nochmal unseren Tagesablauf schildern und von euch wissen, ob das ok ist oder nicht...
Was die Auslastung betrifft bin ich mit Nicki einfach überfragt. Gestern waren wir 2 Stunden am Stück, die sie durchweg mit den Rüden meiner Tante (Wachtel & Berner Senner) gerannt ist. Keiner der beiden kam hinter ihr her, sie hat bis auch höchstens 5 mal Schnuppern die gesamte Zeit nur Gas gegeben... und war danach definitiv nicht kaputt.
Nun wisst ihr ja, ist sie im Haus auch sehr aktiv, sicher bedingt durch die familiäre Situtation und einfach allgemein durch ihre Sensibilität. Man muss sie also zum Ausruhen "zwingen" und auch draußen kennt sie kein Ende. Was tu ich also? Beschäftige ich sie zu wenig und muss steigern, oder pushe ich sie hoch und muss runterfahren?
Deshalb hier mal unser Ablauf:
Mo. - Do.:
An diesen 4 Tagen in der Woche bin ich ganztags außer Haus. Momentan gehe ich morgens nicht gassi, dazu später.
Das heißt, Nicki steht mit dem Rest der Familie um halb 7 auf, darf erst mal in den Garten. Dann wird gefrühstückt, die Kinder zur Schule gebracht und Hausarbeit erledigt. Sie ist immer mit im Geschehen, im Garten dabei usw, aber weder Mutter noch Stiefvater finden die Zeit zum laufen.
Mittags um 13:00 Uhr läuft (meist) meine Schwester für höchstens 30 min. Nicht an der Leine, sondern frei auf dem Feld und meistens trifft sie unsere Nachbarshündin. Dann dürfen die beiden noch rennen.
Der Nachmittag besteht wieder aus Garten und Haus, bis ich um 16:30 / 17:00 Uhr nach Hause komme. Ich esse dann nicht vorher oder so, sondern ziehe mich gleich um und laufe los. Unsere Runde dauert dann (ich bemühe mich) mindestens eine Stunde, wenn wir andere Hunde treffen oder wenn es länger hell ist dann steigert sich das. Höchstens sind es aber 1,5 Stunden. Grade jetzt ist es eigentlich schon dunkel, wenn ich loslaufe. Da gruselt es mich, uf dem Feld zu laufen und wir müssen zwangsweise eine Stadtrunde drehen. Von der Zeit her genauso lang, aber zum großteil an der Leine.
Wie gesagt, zu unserer Runde gehören Sozialkontakte (jeden Tag), Rumblödeln und spielen und UO.
So sehen diese 4 Tage momentan aus. Wenn es wärmer ist, schönes Wetter und abends länger hell fahre ich diese Runde auch gern mit dem Rad anstatt zu laufen und es kommt noch Schwimmen dazu.
Fr. - So.:
Freitags komme ich um 1 nach Hause. Dann esse ich aber zuerst, unterhalte mich mit meiner Familie usw.
Momentan (wie letzten Winter auch) geht's dann ca. um 2 los spazieren. Die Runde dauert ca. 1 - 1/2 Stunden.
Um 4 bin ich auf dem Hundeplatz für eine Stunde. Nehme ich sie dorthin mit (Spielen mit den Welpen und Vorzeigehund für Welpenbesitzer), gehen wir zuvor nicht so lange.
Momentan aber lasse ich sie daheim, weil sie schnell friert und doch mal liegen bleiben muss, wenn wir Übungen machen.
Abends geht's dann nochmal für 30 min. raus.
Samstag laufe ich auch Mittags mind. eine Stunde und bin dann ab 15:00 Uhr mit ihr auf dem Hundeplatz. Erst eine Stunde Leistung und je nachdem wie sie Lust hat danach noch Agi. Oft sitzen wir abends alle zusammen und die Hunde dürfen dann toben.
Sonntags kommt immer darauf an, wer Zeit hat. Eigentlich gibt es da nachmittags eine große Runde mit Bekannten und deren Hunden, diesen Sonntag z. B. mit eben mit meiner Tante.
Hat keiner Zeit, laufe ich alleine eine große Runde und halte offensiv Ausschau nach anderen Hunden, klingel bei der Nachbarin oder sowas in der Art.
Abends dann wieder ca. 30 min.
Ach ja, zu fast jeder Runde gehören noch Leckerliesuchspiele
Und jetzt noch kurz zur Morgenrunde:
Ich bin psychisch leider aufgrund meiner Vergangenheit sehr labil und die Stimmung wechselt bald minütlich. Abends bin ich froh, einfach den Kopf freizulaufen. Leider könnte ich locker 15 Stunden ohne Unterbrechung am Stück schlafen, irgendwie geht's mír dann einfach gut. Das heißt, es fällt mir morgens sehr sehr schwer, aufzustehen. Zudem muss ich sagen, dass mir meine Ausbildung absolut keinen Spaß macht.. es ist für mich so, als müsse ich den ganzen Tag im Gefängnis sitzen. Mit diesem Gefühl stehe ich also tagtäglich auf.
Trotzdem versuche ich (und das ab morgen), wieder um halb 6 aufzustehen und eine halbe Stunde zusätzlich Mo - Do zu laufen. Wie sich das auswirkt weiß ich nicht. Warum ich es noch nicht getestet habe beruht nur aus Angst, dass ich es nicht durchhalte und sie sich daran gewöhnt.
Aber nachdem, was ich heute so gelesen habe...
Was muss, das muss...
Bin gespannt, wie ihr die Sachte einschätzt!