Eigentlich bin ich mir sicher. Oder?

Diskutiere Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Pewee, ich stimme mit Dir völlig überein, ein bisschen Gebrummel nach dem Motto ok wenn es sein muss, lass ich natürlich auch zu, was es nicht...
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #21
Pewee, ich stimme mit Dir völlig überein, ein bisschen Gebrummel nach dem Motto ok wenn es sein muss, lass ich natürlich auch zu, was es nicht gibt beispielsweise knurren um etwas richtig durchzusetzen. Außerdem wird Charly sowieso nicht bestraft, er bekommt nur sein Rinderohr, sein Spielzeug u.sw erst einmal außer Reichweite, damit er nicht auf weitere dumme Gedanken kommt, besonders bei Besuch oder in Gegenwart von anderen Hunden. Ich finde so ein Theater Dominanz um jeden Preis auch affig.
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #22
Und jetzt nochmal zum Verbot von Aggressionen: Unterbindet man jedes aggressive Verhalten löschen Hunde teilweise bestimmte Verhaltenssequenzen. Stichwort sind hier die Stufen der Eskalation.
Hund darf nicht knurren/schnappen/rempeln?
Dann wird er irgendwann eben direkt zubeißen, weil man ihm alle anderen Kommunikationsmittel genommen hat.

Richtig. So ein Exemplar liegt hier neben mir. Die knurrt nicht, die droht nicht, die schnappt nicht - die geht sofort drauf und hat kein Erbarmen mit dem Gegenüber :? und das ist nicht witzig.
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #23
Ich habe bisher auch keinen Sinn darin gesehen das Knurren zu unterbinden. Bis dann Menschen kommen:"bei mir würde es das nicht geben das er andere Hunde anknurrt" usw
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #24
Ich mach da aber auch definitiv einen Unterschied zwischen dem Grummeln und Knurren.
BJ grummelt auch gern - wenn wir abends zu laut sind obwohl er schlafen möchte, wenn ich mehr Platz auf der Couch benötige als er abgeben möchte oder, wie gerade, wenn ich ihn aus dem bequemen Bett hole und Gassi gehen will.
Da wird Unwohlsein ausgedrückt, ein "Och komm schon!", aber das ist auch völlig in ORdnung :)

Knurren zähle ich schon als eine Drohung mir gegenüber, wie du ja auch sagtest, es hat eben etwas aggressives. Bis jetzt hat das noch nie einer unserer Hund bei mir gewagt (waren dann trotzdem immer die Umgänglichen :) ), aber wie soll man darauf reagieren?
Zurückzucken und den Hund lassen heißt ja nur, dass er bekommt was er möchte. Ist ungünstig wenn es eben eine Situation ist, durch die der Hund durchmuss. Sage ich irgendwas kann er das als Verbot ansehen und spart sich das nächste Mal das Knurren... auch doof. :eusa_think:

edit: Das Hunde untereinander immer mal wieder Knurren ist doch aber normal? Also das höre ich schon öfter. Ich persönlich beobachte dann halt verschärft und je nachdem greife ich ein...
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #25
Maxi und Hanno knurren im Spiel auch immer mal wieder. Maxi und ich im Zerrspiel auch. Das ist aber auch niemals aggressiv.
Das brummeln kenn ich auch. Wenn man sich ins Körbchen fällen lässt, wenn man satt ist oder müde. Auch wenn man zufrieden ist. Dann wird gebrummelt.
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #26
Schattenseele, ich gehe völlig mit Dir konform.

Vor allem sehe ich hier überhaupt gar keine Agression sondern reine Kommunikation. Wenn Maxi agressiv wäre, wären andere Hunde definitiv zu Schaden gekommen. Das hier ist ein reine Kommunikation und sher wichtig für einen Hund. In der Interaktion zwischen Hunden muss man den Hund nicht immer deckeln, dieses "ich kläre das für meinen Hund" führt zu Hunden, die null Selbstbewusstsein haben und ziemlich schnell gar nichts mehr selbst regeln können bzw. die Dinge falsch regeln.

Mein Hund Collin neigt stark zur Ressourcenverteidigung, daher achte ich penibel darauf, dass niemand ein Spielzeug mit hat auf unseren Hunderunden. Aber wenn die Hunde sich im Gebüsch einen Stock krallen und ich das zu spät sehe, wird dieser Stock auch entsprechend verteidigt. Die meisten Hunde sind absolut klug genug zu erkennen, dass man es da nicht aufs Ganze ankommen lässt.

In Situationen, in denen Collin von anderen Hunden überrannt/bedrängt wird, halte ich mich meist völlig raus, denn ich vertraue da völlig auf Collins Sozialverhalten. Wenn ich bei solchen Begegnungen noch mit rumwuseln würde, wäre die Situation noch viel aufgeheizter. Und wenn da dann ein Hund meint, Collin zu sehr gängeln zu müssen, dann hat ja nicht mein Hund den Fehler gemacht indem er den anderen warnt.

Dieses ständige Gedeckel finde ich fürchterlich. Wenn ich meinen Hund Sozialkontakte vor die Nase setze, dann mische ich mich nicht ständig ein.
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #27
Dieses ständige Gedeckel finde ich fürchterlich. Wenn ich meinen Hund Sozialkontakte vor die Nase setze, dann mische ich mich nicht ständig ein.

Wobei man das differenzieren sollte. Bei sozialen Hunden ist das sicherlich zu 90% nicht nötig, bei asozialen Hunden kann das fatale Folgen haben, wenn man nicht eingreift und deckelt.
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #28
Das stimmt natürlich, Zufallsprodukt. Ich bin hier aber von dem "normalen" Hund ausgegangen.
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #29
Ich glaube, das Knurren wird von vielen Menschen im negativen Sinne überbewertet. Jerry geht Konflikten weitestgehend aus dem Weg. Von sich aus fängt er diese nicht an und er provoziert auch niemanden. Dennoch knurrt er relativ viel. Er gibt einfach frühzeitig Warnungen. Ich bin doch nicht so blöd und verbiete ihm das. A) will ich keinen Hund, der ständig an meinem Rockzipfel hängt, damit Mutti den Streit löst und B) signalisiert er dem Hund nur "bis hierhin und nicht weiter". Nichts weiter. Es gab bisher nicht eine Situation, in der Jerry m.E. zu unrecht knurrt. Wenn mir irgendein fremder meinen Coffee to go aus der Hand klauen will, nehm ich das doch auch nicht einfach so hin und gehe gut gelaunt ohne Kaffee zur Uni :eusa_eh: Wenn ich nur knurre, kann sich der Fremde noch freuen^^

Wenn ich ehrlich bin, dürften manche Hunde m.E. ruhig mehr knurren, dann lernen die Pöbelhunde (von denen es viele gibt) auch mal ihre Grenzen kennen. Das lernen sie eben nur durch solche Kommunikation.
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #30
Danke euch.
Das beruhigt mich schon sehr. Es sind immer Sprüche wie:"ich verstehe nicht warum man kleinen Hunden alles durchgehen lassen muss und bla" die mich dann kurzzeitig sehr verunsichern.
Ich habe gestern nach dem Themenabend mit meiner Trainerin gesprochen und sie sieht das auch so.
Maxi darf schon sagen wann es reicht, auf das Spielzeug werde ich dennoch in Zukunft mehr achten.Bei Stöckern aber, können sie das schon unter sich regeln.

Liebe Grüße,
Schatti
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #31
hi, na da will ich doch auch noch mal meinen senf dazugeben bzw. abgleichen, ob ich mich oder mein hund sich falsch verhalten.
Henry ist bekanntermaßen ein balljunkie. allerdings nehme ich beim zusammentreffen mit anderen hunden immer den ball an mich (problemlos), henry würde den ball auch andere menschen/kinder abgeben (problemlos). falls es doch mal vorkommt, daß ein anderer hund versucht seinen ball vor ihm zu erhaschen und damit glück hat, dreht henry bei und macht nichts. sollte er aber 1. sein und der andere hund versucht ihm den ball wegzunehmen, wird geknurrt und weggedreht, weggelaufen und wenns dann noch nicht reicht auch mal ball fallengelassen und in die luft geschnappt. Auch habe ich henry noch niemals mit hochgezogenen
lefzen gesehen. diese verhaltensweisen empfinde ich als total normal und schreite auch nicht ein, allerdings nehme ich dann den ball an mich.
würde mich jetzt mal interessieren, wie ihr das mit dem brummen, grummeln seht. Henry brummt manchmal, wenn er zuhause gerne irgendwas aus dem regal haben möchte (leckerlies, spielzeug), oder nicht klar erkennt, daß er sich selbst irgendwo spiegelt, dann brummt er auch (so nach dem motto "bleib wo du bist":mrgreen:). oder wenn er mal außer der reihe raus will. er bellt ja eigentlich nie und schon gar nicht in der whg. so ein brummeln ist doch ok oder? und was bedeutet es, wenn ein hund mit den zähnen klappert? meistens deute ich das dann als nachdrücklicheres habenwollen...kann das sein?
ach ja und manchmal spielt er mit 3 vizslas mit deren oder seinem ball. die sind alle super sozialisiert und wenn der ball fliegt rennen alle los, henry hat dann meistens pech, weil nicht so schnell, aber manchmal trickst er die aus und erwischt doch den ball und dann legt er sich ganz genüsslich ins gras und beleckt den ball während die anderen 3 in respektvollem abstand um ihn rumstehen und abwarten, wann sich ne gelegenheit zum "raub" ergibt. das ist dann auch total ok. so kommen alle irgendwie mal an den ball und es gibt nie reibereien. aber die konstellation mit denen ist wohl auch ne ausnahme.
lg mara
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #32
Wie Pewee, Schatti oder ich auch schon schrieben: Klar darf ein Hund sich äußern :)
Ich mag das auch total gern wenn meiner hier rumbrummelt :D Es gehört zur hündischen Ausdrucksweise, ist in dem Moment ja auch keine Drohung gegen dich also warum verbieten?
Ich find´s total witzig wenn mein Hund sich abends beschwert wenn mein Freund und ich uns zu laut unterhalten, weil er schlafen möchte :D Ist am Ende sein Problem, es wird eher noch lauter gelacht, aber äußern darf er seinen Unmut ja schon.
Also ja. Lautäußerungen sind in Ordnung :D Ist ja sonst ein bisschen als würde man einem Kind das Sprechen verbieten, nur weil es nicht Scheiße sagen darf...
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #33
Ist ja sonst ein bisschen als würde man einem Kind das Sprechen verbieten, nur weil es nicht Scheiße sagen darf...

Schöner Vergleich :) Insgeheim sagt Jerry bestimmt oft das böse Wort, wenn ich ihn vom Bett "jage", damit ich mich zudecken kann :mrgreen:
 
  • Eigentlich bin ich mir sicher. Oder? Beitrag #34
Schattenseele, ich glaube auch nicht, dass das Verhalten von Maxi unnormales Hundeverhalten ist, allerdings glaube ich ein kleiner Hund muss zu seinem eigenen Schutz noch besser gehorchen und sehr gut sozialisiert sein. Ich hätte im Prinzip überhaupt nichts dagegen, dass Charly seine Sozialkontakte selber regelt, zum Glück verträgt er sich mit 90 Prozent der Hund gut, 5 Prozent ignoriert er und 5 Prozent knurrt er heftig an und schnappt auch kurz zu. Soweit so gut, leider macht er, dass ausschließlich an Symphatie und nie an der Größe seiner "Gegner" fest
. Da habe ich schon von irischen Wolfshunde Besitzern gehört, dass ihr leider gar nicht abrufbarer sanfter Riese meinen Hund nicht als Hund ansieht, Charly dem Herren aber gerne mal klarmachen wollte, dass er aufdringliches Verhalten nicht möchte und der dann doch wohl den Hund erkannte.
Auch bei dem 8 Monate alten Doggenmischling, der vor lauter Manneskraft sein Frauchen über den Rasen zerrte, wollte Charly mal kurz erzieherisch tätig werden, der Hund war aber schon aggressiv. Aus diesem Grund bekommt mein Dackel Hundekontakte sehr dosiert.
Er spielt gern und viel mit anderen Hunden, aber wenn es Theater und Geknurre gibt, ist Feierabend. Ist meiner an der Leine, bitte ich den anderen Hund auch anzuleinen, ist der andere an der Leine , nehme ich Charly an die Leine. Vor allen Hundekontakten frage ich, ob es in Ordnung ist, dass sich die Hunde beschnuppern.
Wenn mir schon jemand sagt, er findet Hunde sollten es grundsätzlich untereinander regeln, dann lasse ich meinen Hund an den Hund nicht ran und verbitte mir Hundekontakte. Ich habe schon zu viele richtig heftige Hundekämpfe und leider auch totgebissene Hunde gesehen.
Ich glaube man muss auch das Wohnumfeld berücksichtigen. Wir haben hier im Stadtgarten auf unser 5 km Runde mal eben 20-30 Hundekontakte. Vom Stafford mit Maulkorb über den durch den Wald streifenden Viszla bis zum kläffenden Chihuahua ist da alles dabei. Da ist rücksichtsvolles Verhalten dringend erforderlich.
 
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