Off-Topic
Danke euch, ich bin froh, dass es überhaupt jemand liest, auch wenn ich gehofft hatte, damit eher die TE zu erreichen... Ja, auch ich kann beleidigt sein, wenn ich ignoriert werde, obwohl ich mir Mühe gegeben habe :lol:.
Im übrigen wüsste ich gerne, wie man sich denn so eine rein vegetarische Hundeernährung vorstellen muss, damit das Tier da keine Mangelerscheinungen bekommt. Gerade bei einem Welpen im Wachstum stelle ich mir das nicht ganz unproblematisch vor.
Da gibt es verschiedene Varianten zu, nach dem, was ich bisher so gefunden habe. Es kommt auch drauf an, ob man vegetarisch oder gleich vegan ernähren will. Scheinbar meinen aber die meisten, das sei dasselbe und bedeute gänzlich ohne tierische Produkte. Das einfachste ist es, sich eine fertige Dose/Trockenfutter zu kaufen. Die gibt es im Internet und vermutlich auch im Laden inzwischen ganz einfach zu kaufen. Ich hab mich mal ein wenig umgeschaut und auf einer Sammelseite für Bio-vegetarisches/veganes Hundefutter einen Hersteller gefunden, der sehr interessant ist. Auf der Sammelseite wird er ganz normal aufgeführt als Produzent von veganem Hundefutter. Nachdem dort aber nicht stand, ob das Futter ein Alleinfuttermittel ist, habe ich mir die Herstellerseite selbst angeschaut und bin erstaunt: Fast alle Produkte enthalten Fleisch, der Hersteller rühmt sich sogar damit, mit einer Proteinquelle pro Sorte ein besonders gesundes Futter zu produzieren. Lediglich unter Ergänzungsfuttermitteln wird eine Sorte ohne Fleisch und tierische Produkte aufgeführt, bei deren Beschreibung dann steht:
Erntefrisches Bioland-Gemüse wird gewolft und schonend in der Dose gekocht. Die Mischung aus Karotten, Pastinaken, Fenchel und Spinat ist leicht verdaulich. Eine Kombination von Gemüse, welches über der Erde und unter der Erde wächst, in den Farben Orange, Weiß und Grün, tragen nach Aussagen von Ernährungswissenschaftlern deutlich zur Vorbeugung von Krebs und anderen Krankheiten bei.
Ein ausgewachsener Hund erhält ca. 60% Fleisch- bzw. Innereienanteil und ca. 40% Gemüse.
http://terra-pura-tiernahrung.de/shop/index.php?mp=products&file=info&cPath=43_46&products_id=90
Ich dachte mir schon, dass solches Futter kaum als Alleinfuttermittel vertrieben werden kann, weil man den geforderten Gehalt aller Nährstoffe kaum erreichen wird, zumal es auch Restriktionen für Zusatzstoffe gibt. Aber auch da gibt es Ausnahmen, die dann eine wunderschöne Zusammensetzung haben:
Bio-Dinkel (48%)
Bio-Sojagranulat (28%)
Bio-Zucchini (21%)
Bio-Sonnenblumenöl 1.Pressung
Mineralien.
http://www.bio-tierkost.de/product_info.php?products_id=343
Ich finde es schon fast süß, dass nicht dabei steht, welche Mineralstoffpulver in welcher Menge beigegeben werden, aber ich wette, es ist jedes Mineral in beträchtlicher Menge.
Ebenfalls sehr interessant ist die Fütterungsmenge: 1200g bei 30kg. Mein Hund bräuchte davon also täglich etwa 1,6kg :shock:. Und das nur bei durchschnittlicher Aktivität gerechnet, das sagen die sogar selbst in der Produktbeschreibung – die Menge variiert. Leo braucht recht viel, er bekommt bis zu 1kg Fleisch am Tag (kommt drauf an, wie gut der Herr frisst) plus die üblichen Beilagen und regelmäßig Milchprodukte und Eier. Er bekommt also etwa 4% seines Körpergewichts. Vermutlich bräuchte er also von dem veganen Futter (die rechnen normal mit 4%, Leo bräuchte also ausgehend von der Barfnormalmenge so um die 7-8%) 2,1-2,4kg am Tag *umkipp*. Die Menge würde er nicht fressen und sie würde mich arm machen.
Im Vergleich dazu eine Menüdose von Platinum, d.h. Fleisch und Beilagen: 800g bei 40kg (
http://www.platinum.com/index.php/d...um-nassfutter-inhaltsstoffe-menu-chicken.html).
Man sollte sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was das für ein Unterschied an Masse ist! Selbst wenn ich hier noch mehr Aktivität veranschlage als Platinum bin ich bei (Platinum rechnet zwei Prozent, also verdoppeln wir mal großzügig auf vier) 1,6kg, das sind immer noch 500-800g weniger pro Tag!
Sorry, mich haut der Unterschied gerade selbst vom Hocker oO.
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Alles, was ich ausdrücken wollte, ist, dass man einen Hund zwar vegetarisch, NICHT vegan, ernähren KANN, es aber nicht bedeutet ihm einfach nur Gemüse hinzustellen. Und allem voran ist es aber nicht sinnvoll und ganz bestimmt nicht gesünder.
Stimme ich dir völlig zu

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Für mich ist der Ausdruck Omnivore in Bezug auf den Hund nur eher negativ belastet, weil es klingt, als wäre er wie ein Schwein, was die Ernährung angeht, und das ist er nicht. Daher bevorzuge ich immer noch die Einteilung als Karnivore, zumal ja auch diese Person, die es dir gesagt hat, es scheinbar so publiziert oder zumindest in diese Richtung geforscht und Argumente dafür gefunden hat. Und rein systematisch gesehen ist der Hund auch immer noch als Karnivore ausgeschrieben. Über die omnivoren Tendenzen lasse ich gerne mit mir reden, aber den vollwertigen Omnivoren kaufe ich bis heute nicht.
Da steht aber auch bei der Katze dabei, dass es nicht in ausreichendem Maße bei der Katze ist ;-)
Hab ich gesehen. Ich hatte deinen Post nur so verstanden, dass das das einzige/wichtigste Kriterium bei der Einteilung sei, deswegen hatte ich es selbst nachgeschaut und wollte das nur mal erwähnt haben

. Enzymaktivität ist ja auch nicht das einzige Kriterium, da kommen allgemein Aufbau das Verdauungstraktes, natürliche Ernährungsgewohnheiten und Co. ja auch noch dazu.