Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie

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  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #201
Off-Topic
Das mit dem ausziehen ist wirklich gut. Ich hatte auch immer streit mit meinem Onkel. Seit dem ich ausgezogen bin im Juni, ist alles anders. Er ist wieder nett zu mir und die Lage hat sich extrem entspannt und ich bin wieder gern mit denen zusammen. Manchmal vermisse ich es, aber es war das beste.


Für dich würd ich aber sagen, geh vielleicht in einer Therapeutischen einrichtung. Ich wollte da auch erst hinziehen. Da ist man erstmal ein halbes Jahr und wird dann auch gleich in das Berufsleben eingegliedert. Es gibt aber auch sicher noch andere Einrichtungen oder einfach ne WG? :)
Weil bei dir hätte ich bedenken, dass es dann doch wieder abfällt. Nicht falsch verstehen. Ich mein das nicht böse:uups:
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie

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  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #202
Ja, irgendwie sowas wird's dann auch sein, mal sehen...

Im Moment bin ich auf jeden Fall wieder auf dem absoluten Tiefpunkt.... mir ist ständig schlecht, dementsprechend habe ich die ganze Zeit Angst, und ansonsten fühle ich mich auch richtig mies und bin ständig nur am heulen....

Gestern Abend war's auch noch richtig schlimm... ich bin erst kurz nach 12 eingeschlafen, ins Bett gegangen bin ich gegen halb 9, da fing die Kopfschmerzen-Übelkeits-Sache an und ging eben bis zum einschlafen kaum weg
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #203
Ich denke auch, du solltest zusehen, dass du schleunigst in die Klinik kommst, vielleicht sogar als Notfall. Das klingt gar nicht gut.

Aber gerade, dass so viele Therapien bei dir nicht anschlagen, lässt mich daran denken, dass deine Krankheit dir eben auch viele Vorteile bietet. Und da ist nicht nur das Ausschlafen ;) Du brauchst nicht lernen, keine Prüfungen haben, bekommst viel Aufmerksamkeit und Zuwendung von deinen Eltern und von uns hier, musst du nicht mit anderen Ängsten oder Konflikten auseinandersetzen, wenn du nicht das Haus verlässt, hast keine große Verantwortung oder Verpflichtungen und du hast keinerlei Stress, außer den, den du dir selber machst ;) Geld verdienen ist offensichtlich momentan kein großes Problem, deine Eltern versorgen dich ja mit dem, was du zum leben brauchst ;)
Um von einer psychischen Krankheit genesen zu können, muss man abwägen, was einem die Krankheit für Vorteile bringt und was für Nachteile und man muss zu dem Schluss kommen, dass es mehr oder größere Nachteile sind. Ansonsten ist man einfach nicht bereit und man führt sinnlose Kämpfe ;)

Und ja, ich vermute auch, dass das bei Kompassqualle ein Problem war. Solange sie so krank war, dass ihr Freund das Haus nicht verlassen durfte, brauchte sie sich keine Sorge machen, dass ihm irgendwas passieren konnte. Der Nachteil war, dass er wahrscheinlich nicht ewig so mit ihr zusammengelebt hätte (und sie ihre Freiheit eingebüßt hat). Solange die Sorgen darum, was passieren könnte, größer sind als die, dass er sie vielleicht verlässt, bzw. solange der Kopf denkt, die Wahrscheinlichkeit, dass ihm was passiert, ist größer als die, dass er sie verlässt, wird jede Therapie erfolglos sein. Nur mal so als Beispiel, kann natürlich auch ganz anders gewesen sein, ich wollte es nur anschaulich machen. Denn es hat wirklich jede psychische Krankheit immer auch Vorteile.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #204
dass deine Krankheit dir eben auch viele Vorteile bietet. Und da ist nicht nur das Ausschlafen ;) Du brauchst nicht lernen, keine Prüfungen haben, bekommst viel Aufmerksamkeit und Zuwendung von deinen Eltern und von uns hier, musst du nicht mit anderen Ängsten oder Konflikten auseinandersetzen, wenn du nicht das Haus verlässt, hast keine große Verantwortung oder Verpflichtungen und du hast keinerlei Stress, außer den, den du dir selber machst ;) Geld verdienen ist offensichtlich momentan kein großes Problem, deine Eltern versorgen dich ja mit dem, was du zum leben brauchst ;)

Ganz ehrlich...ich weiss nicht, ob ich das als Vorteil sehen wuerde. Ich bin lieber "gesund" und habe Verpflichtungen und Verantwortung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mitch es als so toll empfindet nicht am Alltag teilzuhaben.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #205
Wenn der Alltag aber mit so vielen Konflikten, Ängsten, Pflichten oder irgendwelchen anderen unangenehmen Dingen verbunden ist, dann kann es auch gut sein, dem zu entfliehen.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #206
Ich denke kaum jemand ist frei von Aengsten oder Konflikten und ich kann mir wirklich vorstellen wie schwer das ist daran zu arbeiten, aber es kann doch keine Option sein, zu sagen ich verlass das Haus nicht mehr.

Zumal das in Mitch's Fall ja noch nichtmal freiwillig passiert. Ich denke ich wuerde lieber manche Konflikte oder Stresssituationen in Kauf nehmen, als staendig unfreiwillig in meinem Haus zu hocken.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #207
Ich finds echt beinhart solche Ferndiagnosen im Netz abzugeben, nur weil man XY studiert. Da helfen auch keine Zwinkersmilies.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #208
Das was Jucomi schreibt ist eben leider auch das, was viele Menschen denken: "Du willst doch gar nichts ändern, ansonsten könntest du es doch.. ist doch nur psychisch!"
Manche Menschen gestehen den Kranken noch zu, dass es ja unterbewusst ist und sie "nichts dafür können", aber trotzdem schwingt immer der Vorwurf mit "aber wenn du doch nur einsehen würdest... "

So funktionieren psychische Erkrankungen nun mal nur selten. Ja, es gibt sicherlich auch solche Fälle. Es gibt aber auch sehr viele andere und da ist das einfach die falsche Herangehensweise.

Wie Kompassqualle auch schon schrieb, gibt es für die Entwicklung starker Ängste sehr viele Auslöser. Es gibt Theorien die besagen, dass es NUR an der Erziehung liegt und manche sagen, dass jede Phobie, egal vor was, immer nur einen inneren Konflikt mit sich selber und den eigenen Gedanken ausdrückt. Neurologen sprechen von genetischen Dispositionen und wieder andere gehen auf das Augenscheinliche "Da muss wohl was schlimmes mit XXX passiert sein, dass derjenige jetzt Angst davor hat". Da mag es eben auch welche geben die sagen, dass man eine Angst entwickelt und behält, weil es einem einen Vorteil gibt...
Was am Ende davon nun aber zutrifft, oder ob es eben eine Mischung aus vielen Dingen ist, wissen wir nicht. Sich fest auf eines zu beschränken, kann aber schnell nach hinten los gehen.

Off-Topic
Mal kurz von mir:

Ich habe auch viele psychische Probleme und auch Angststörungen. Ich weiß leider auch warum ich sie habe und das hat absolut gar nichts mit irgend einem Vorteil zu tun den ich davon hätte...

Ich habe mich so gut ich konnte durchgekämpft durch das Leben. Trotz Schulabbruch eine gute Ausbildung gemacht und gearbeitet. Ich hatte viele Krankenstände, war bei vielen Ärzten, habe Medikamente genommen.. habe mich durchgequält! Irgendwann kam dann der Zusammenbruch und jedes mal, wenn ich wieder versuchte mich aufzurappeln und zu kämpfen, folgte früher oder später wieder ein Zusammenbruch. Jedes mal ging es mir schlechter und schlechter.

Mittlerweile bin ich schwerbehindert und arbeitsunfähig und endlich kann ich leben! Ich kann bei weitem nicht so leben, wie ich es mir wünsche und auch der jetzige Zustand ist ein "holpern und stolpern", aber es ist "leben" und ich bin dafür sehr dankbar. Momentan versuche ich nicht mehr etwas zu tun. Ich bekomme dahingehend Rückendeckung von Therapeutin, Psychologin und auch der Klinik in der ich war. Es ist für mich aber immer wieder schlimm so etwas zu lesen wie du schreibst, auch wenn es nicht an mich persönlich gerichtet war. Ich höre nämlich genau solche Dinge immer wieder. Muss mir anhören, dass ich ja gar nichts ändern will und dass ich ja nur "anders denken" müsste. Wie faul ich doch bin, dass ich nicht arbeiten gehe und auch gar nichts mehr tue um das zu ändern. Ich durfte mir auch schon anhören, dass ich das alles "absichtlich" mache oder nur vortäusche um nicht arbeiten zu müssen.
(Wer meine Biographie kennt, der ist dann schnell ruhig und entschuldigt sich oder findet gar keine Worte mehr und schaut nur beschämt, aber ich habe auch keine Lust mich ständig rechtfertigen zu müssen und vor allem würde es rein gar nichts ändern, wenn ich das tollste Leben auf Erden gehabt hätte oder es schlicht nicht wüsste.)
Diese Leute denken, dass das ganze Leben traumhaft wäre, wenn man nicht zur Arbeit müsste.. wie sehr sie sich doch irren!
Ich bin gerne arbeiten gegangen! Wirklich richtig gerne! Es gibt ein so gutes Gefühl der Selbstbestätigung. Man "ist" jemand und man verdient sein Geld. Wenn man jemanden kennen lernt kommt immer die Frage "..und was machst du so beruflich?". Können die Leute sich nicht vorstellen wie schlimm es ist darauf keine Antwort zu haben, die in der Gesellschaft akzeptiert wird?
Mal von der persönlichen Freiheit ganz abgesehen...


Du hast durchaus in so weit recht, dass viele psychische Erkrankungen uns in manchen Punkten einen Vorteil bringen. Du darfst nur bitte eine ganz wichtige Sache dabei nicht vergessen: In vielen Fällen ist eine psychische Erkrankung auch ein Schutzmechanismus, der nötig ist.
Wenn also jemand so starke Probleme mit einer Situation hat, dass er daraufhin eine Störung entwickelt die ihm hilft diese Situation zu umgehen, dann hat das eben meistens auch einen Grund!

Wenn man nun also meint, dass die Störung von Mitch nur darauf aufbaut, dass sie sich vor der Situation bzw. mehreren Situationen drücken möchte (kann ja tatsächlich so sein - muss aber nicht!), dann ist das was du machst trotzdem der total falsche Weg.
Hin zu gehen und zu sagen: "Du machst das nur, weil es dir einen Vorteil bringt und die Nachteile noch nicht groß genug sind" hilft den Menschen nicht im geringsten und wird im schlimmsten Fall als Angriff angesehen und löst damit eine Abwehrreaktion aus; auch tausende Zwinkersmilies helfen da nicht...
Was man tut, wenn man glaubt es läge daran, ist die Situation die das ausgelöst hat zu verbessern. Man nimmt der auslösenden Situation die Probleme und damit die Notwendigkeit der psychischen Reaktion.

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Ich finde übrigens auch, dass Ausziehen eine gute Idee wäre. Ich würde das bei deinem nächsten Klinikaufenthalt auch direkt ansprechen. Dort sind meistens auch direkt Leute, die das für dich in die Wege leiten können.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #209
Warum geht es immer um Schuld und Vorwürfe? Kann man solche Aussagen nicht auch versuchen, ein wenig neutraler zu betrachten? Ich glaube nicht, dass Mitch faul ist, die sich vor der Welt "drücken" möchte. Aber es könnte doch sein, dass die Probleme "Draussen" so schlimm wurden, dass die Panikattaken zu einem Schutz vor den Problemen wurden. Ganz ohne Wertung.

Natürlich ist das nicht rational denn die Panik und die Krankheit im Allgemeinen müssen sich sehr schlimm anfühlen, aber das Hirn handelt offensichtlich nicht immer nach der Logik die wie für "richtig" halten.

Mitch sieht das nicht so, deswegen werde ich auch nicht mehr darauf herumreiten. Ich wollte das nur noch mal ansprechen weil ich deutlich machen will, dass ich gestern das Thema nicht aufgegriffen habe um dir, Mitch damit irgendwelche Vorwürfe zu machen, auch nicht unterschwellig.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #210
Genau das meine ich, Syn. Ich bin mir sehr sicher, dass viele Menschen, die unter einer Angststoerung leiden, lieber ein geregeltes Leben haben wollen mit den alltaeglichen Konflikten und Huerden.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #211
Warum geht es immer um Schuld und Vorwürfe? Kann man solche Aussagen nicht auch versuchen, ein wenig neutraler zu betrachten? Ich glaube nicht, dass Mitch faul ist, die sich vor der Welt "drücken" möchte. Aber es könnte doch sein, dass die Probleme "Draussen" so schlimm wurden, dass die Panikattaken zu einem Schutz vor den Problemen wurden. Ganz ohne Wertung.

Ganz genau so kann das auch ablaufen. Wie ich schrieb: Es sind oft Schutzmechanismen.
Hier liegt aber der Hase im Pfeffer: Zu sagen es ist ein Schutzmechanismus ist etwas ganz anderes als zu sagen, dass man daraus Vorteile zieht. Ersteres macht die Reaktion zum Schutz erforderlich und zweiteres sagt nur aus, dass es "mehr" Vorteile gibt und unterstellt damit eben automatisch eine Handlung, die - wenn auch unterbewusst - freiwillig ist.

Um den Schutzmechanismus zu "deaktivieren" muss man der Situation die Probleme nehmen. Das ist auch das gängige Verfahren in solchen Situationen.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #212
Ersteres macht die Reaktion zum Schutz erforderlich und zweiteres sagt nur aus, dass es "mehr" Vorteile gibt und unterstellt damit eben automatisch eine Handlung, die - wenn auch unterbewusst - freiwillig ist.
Passt für mich nicht zusammen.
"Freiwillig" bedeutet für mich, bewusst eine Entscheidung treffen weil man die Wahl hat. Wenn es eine unterbewusste Entscheidung ist, hat man aber keine Wahl weil man gar nicht bewusst abwägen kann.


Edit: Warum ich überhaupt auf die Vorteile zu sprechen kam? Weil es mir hilft, eine Krankheit nicht nur als schlecht anzusehen, sondern mit ihr Leben zu lernen.

Ich möchte kurz von mir erzählen: Ich bin vor einigen Wochen aufgewacht und konnte mein linkes Bein nicht mehr benutzen. Es wurde eine Erkrankung diagnostiziert die ursächlich nicht behandelt werden kann. Es ist schwer, eine Prognose über den Verlauf abzugeben. Es kann bald wieder vorbei sein, es kann chronisch werden. An manchen Tagen kann ich kaum aufs Klo humpeln, an anderen Tagen geht´s mir besser und ich kann auch das Haus verlassen, einkaufen und kurze Spaziergänge unternehmen. Ich kann nicht mehr arbeiten und meinen Alltag schlecht planen weil ich nie weiß, wie es mir am nächsten Tag gehen wird. Die überwiegende Zeit habe ich Schmerzen.

Früher wäre ich dadurch schon nach kurzer Zeit in Depressionen verfallen. Schon seit dem zweiten Tag mache ich mir jeden Abend ganz bewusst, welche Vorteile mir der heutige Tag gebracht hat. Was ich tun und lassen konnte weil ich krank bin. Ich bekomme von meiner Umgebung viel Mitgefühl und die meisten gehen davon aus, dass ich ja jetzt total niedergeschlagen sein muß. Ich bin dann immer sehr dankbar dass ich das entscheiden verneinen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #213
Die Freiwilligkeit bezieht sich hier darauf, dass die Person es ja ändern kann, wenn sie es "nur wirklich möchte". Verstehst du was ich meine? "Unterbewusst hältst du die Vorteile eben für "besser", weswegen du deine Erkrankung nicht los wirst". Was da automatisch mitschwingt ist: "Wenn du also wirklich geheilt sein willst, dann wirst du es auch sein" und das ist mit anderen Worten nur ein: "Du bist krank, weil du es willst". Und da ist der Vorwurf. Ob unterbewusst oder nicht.

Ist es aber ein Schutzmechanismus, der notwendig war oder ist, um die Person zu schützen, dann hatte sie keine andere Wahl, da der Schutz nun einmal nötig war. Natürlich ist im Endeffekt der Schutzmechanismus ein "Vorteil", aber der Unterschied zwischen der Notwendigkeit und der Freiwilligkeit geht hier nun mal leider nur aus der Formulierung hervor.

Ist das mit deinem Bein psychisch? Ich habe nämlich ähnliche Probleme psychischer Natur und bekomme dafür keinerlei Verständnis meiner Umgebung, während andere Menschen mit "normalen" Erkrankungen und den selben Auswirkungen damit überschüttet werden...
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #214
lässt mich daran denken, dass deine Krankheit dir eben auch viele Vorteile bietet. Und da ist nicht nur das Ausschlafen ;) Du brauchst nicht lernen, keine Prüfungen haben, bekommst viel Aufmerksamkeit und Zuwendung von deinen Eltern und von uns hier, musst du nicht mit anderen Ängsten oder Konflikten auseinandersetzen, wenn du nicht das Haus verlässt, hast keine große Verantwortung oder Verpflichtungen und du hast keinerlei Stress, außer den, den du dir selber machst ;) Geld verdienen ist offensichtlich momentan kein großes Problem, deine Eltern versorgen dich ja mit dem, was du zum leben brauchst ;)
Im Grunde wissen wir ja schon, dass wir bei diesem Thema nicht einer Meinung sind und ich hoffe du nimmst es mir deswegen nicht böse, dass ich deinen Beitrag trotzdem kommentiere.
Aber auch hier muss ich widersprechen, denn, ja, unsere Ängste erfüllen oft Funktionen und bieten uns somit einen Vorteil, allerdings wenn dann einen unterbewussten und keinen so sinnlos oberflächlichen wie "dann kann ich ausschlafen". So wie du es beschreibst klingt es als würde man sich eine Strichliste machen und sich dann denken "Hey, wenn ich Ängste entwickel kann ich bequem zuhause bleiben, cool, das mach ich." So funktioniert es aber nicht, sondern die Funktionen der Ängste liegen eigentlich fast immer auf einer tieferen und schlechter greifbaren Ebene und sind für den Betroffenen meistens kaum zu erkennen.

Und ja, ich vermute auch, dass das bei Kompassqualle ein Problem war. Solange sie so krank war, dass ihr Freund das Haus nicht verlassen durfte, brauchte sie sich keine Sorge machen, dass ihm irgendwas passieren konnte. Der Nachteil war, dass er wahrscheinlich nicht ewig so mit ihr zusammengelebt hätte (und sie ihre Freiheit eingebüßt hat). Solange die Sorgen darum, was passieren könnte, größer sind als die, dass er sie vielleicht verlässt, bzw. solange der Kopf denkt, die Wahrscheinlichkeit, dass ihm was passiert, ist größer als die, dass er sie verlässt, wird jede Therapie erfolglos sein.
Ich weiß, du wolltest nur ein Beispiel nehmen, aber auch hier ist die Erklärung zu oberflächlich um Sinn zu machen.
In meinem Fall sind meine Ängste eher darauf zurückzuführen, dass ich während meiner gesamten Kindheit keine Bezugsperson hatte, sowas macht hilflos uns die Selbstständigkeit die man erlangt ist keine echte, sondern eher eine relativ kindliche Form von Eigenständigkeit.
Kaum dass ich dann einmal eine echte Bezugsperson (meinen Freund - mein Mann mittlerweile übrigens :lol:) hatte wollte (konnte) ich dieses Gefühl von Sicherheit, welches ich in meinem Leben noch nie gehabt hatte einfach nicht wieder loslassen. Es hat sich lange Zeit so angefühlt als würde ich sterben wenn er irgendwann nicht wieder nach Hause käme (hier zeigt sich wie kindlich meine Selbstständigkeit war, eine Dreijährige empfindet auch instinktiv größte Angst wenn sie die Eltern verliert (im Einkaufszentrum zum Beispiel), in der Natur hätte es für das Kind normalerweise den Tod bedeutet die Eltern zu verlieren und nichts anderes spiegelt sich hier).

Solange ich also nicht die Selbstständigkeit eines Erwachsenen ereiche werden diese Ängste niemals verschwinden (deswegen funktioniert auch Exposition - also der Angst aussetzen - zumindest in diesem Fall nicht als Therapiemaßname, da damit nicht die Funktion der Angst behoben werden kann).

Diese Erklärung ist immer noch recht einfach, denn wie Syn schon sagte (im Grunde hat sie ja schon alles erklärt und ich kann nur zustimmen) sind Angsterkrankungen in aller Regel multifaktorell und nicht immer ist so einfach (oder überhaupt möglich) alle Faktoren zu bestimmen. Meistens müssen die Betroffenen kämpfen ohne dass sie überhaupt so genau wissen was sie eigentlich zurückhält

Übrigens, selbst seit ich mich ein ganzes Stück befreit habe (es geht nicht von Heute auf Morgen) gibt es immer noch genügend Situationen im Alltag in denen mein Mann irgendwo hingeht und es mir sehr schwer fällt, oder auch Dinge die er jetzt schon 1000x gemacht hat und an die ich mich gewöhnt habe (joggen gehen z.B.) und wo ich dann doch plötzlich wieder Angst habe.

@Syn:
Ich kenne all diese Sprüche und auch die unterschwelligen Vorwürfe aus dem Umfeld :(
Früher habe ich mich für meine Ängste so sehr gehasst, dass ich insgeheim immer dachte die Anderen hätten schon auch irgendwie recht und bin dadurch jeden Tag ein bisschen mehr krumm gegangen. Heute geht es ganz gut, teilweise reagieren die Leute sogar positiv wenn sie sehen wie offensiv ich mittlerweile mit meinen Problemen umgehe.

Ich freu mich für dich, dass du mit der Berentung gut zurecht kommst (glaube dir aber, dass es immer diesen Beigeschmack von 'ich wollte so gerne, aber ich konnte nicht' behält).
Ich habe sowas für mich auch immer befürchtet, aber einerseits will ich es nicht einsehen und wünsche mir sooo sehr etwas fertig zu bekommen in meinem Leben (fange jetzt wieder an zu studieren und wünsche mir nichts mehr als das es jetzt klappt, weiß aber natürlich dass es nicht einfach wird für mich und habe auch Angst wieder zu scheitern) und andererseits würde ich den dafür nötigen Ärztemarathon für eine Berentung auch einfach nicht schaffen (bin auch in dem Bereich phobisch, das ist echt blöd weil man sich dann im Grunde gar keine Hilfe holen kann, bin oft genug noch mit 40 Fieber zur Arbeit gegangen (in einem Not-Job den ich gehasst habe) und habe versucht mir nichts anmerken zu lassen weil ich keinem erzählen wollte, dass ich es nicht schaffe mir ein Attest zu holen:uups:).

@Mitch:
Fühl dich mal gedrückt wenn du magst.
Du hattest offenbar ein paar recht anstrengede Tage (Therapeut sagt ab, Streit mit den Eltern) und daraus resultierend dann jetzt auch eine Panik-Attake in deinem "sicheren Umfeld" (das stelle ich mir übrigens auch sehr gemein vor, dass du ja irgendwie nie wirklich "sicher" sein kannst vor deiner Angst, weil dir ja theoretisch überall schlecht werden könnte, ich hatte das Glück, dass ich wenigstens "sicher" war, wenn mein Mann zuhause ist).
Vielleicht gibt es ja etwas, dass du gerne machst und mit dem du dich in den kommenden Tagen ein wenig ablenken kannst. Mir haben neue Hobbies immer ganz gut geholfen, malen, Gitarre spielen, eine Sprache lernen, Geschichten schreiben...etc, löst natürlich alles nicht das Problem, aber man fokussiert sich mal für einige Zeit auf was anderes und kann sich entspannen und wird für Fortschritte ja auch mit einem Ergebniss "belohnt".
Vor allem muss man sich auch mal selbst loben für ganz kleine Schritte, z.B. wenn du abgelenkt warst kannst du dich dafür loben, dass du in dieser Zeit nicht darüber nachgedacht hast ob dir gerade schlecht werden könnte.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #215
Ist das mit deinem Bein psychisch? Ich habe nämlich ähnliche Probleme psychischer Natur und bekomme dafür keinerlei Verständnis meiner Umgebung, während andere Menschen mit "normalen" Erkrankungen und den selben Auswirkungen damit überschüttet werden...
Nein, das mit dem Bein hat physische Ursachen. Ich weiß aber auch wie es ist, psychisch krank zu sein. Einerseits weil ich selbst unter Depressionen gelitten habe, andererseits weil ich mit psychisch schwer kranken Menschen arbeite (geschlossene Unterbringung).

"Unterbewusst hältst du die Vorteile eben für "besser", weswegen du deine Erkrankung nicht los wirst". Was da automatisch mitschwingt ist: "Wenn du also wirklich geheilt sein willst, dann wirst du es auch sein" und das ist mit anderen Worten nur ein: "Du bist krank, weil du es willst". Und da ist der Vorwurf. Ob unterbewusst oder nicht.
Der erste Satz ist nicht wertend, da interpretierst du eine Wertung/ einen Vorwurf rein. Und nein, wenn etwas unterbewusst abläuft, ist das nicht gleichbedeutend mit "du willst". Das legst du so aus.

Ich kann mich übrigens gar nicht erinnern, in meiner ganzen Krankheitszeit deutliche Vorwürfe bekommen zu haben. Die habe ich mir zu genüge selbst gemacht. Oft waren die Umstehenden hilflos weil sie nicht wussten, wie sie mit der Krankheit umgehen sollen. Bei einem gebrochenen Arm kann man locker nachfragen was die Genesung macht. Aber darf man auch fragen wie es der Seele geht? Wühlt das den psychisch Kranken vielleicht zu sehr auf, tritt man ihm zu nahe? Da sind die Hemmung einfach größer. Das geht selbst mir so, wenn es sich um Bekannte/ Verwandte handelt.

Aber es kamen auch Fragen wie "Warum reisst du dich nicht einfach zusammen?". Viele können einfach nicht nachvollziehen wie es ist wenn nichts geht, da ist das eine naheliegende Frage in die man erst mal gar nichts hineininterpretieren sollte.
Ein Weg wenn man einen Vorwurf vermutet (und das liegt nahe wenn man sich die eigentlich selbst schon macht) wäre, nachzuhaken: "Denkst du denn, ich könnte wenn ich wollte?" und im folgenden Gespräch erklären, dass es gerade die Krankheit ausmacht, dass man nicht wählen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #216
Er ist wertend, da man ja davon überzeugt ist, dass die Person die Vorteile wählt und deswegen nicht geheilt werden kann. Kompassqualle hat es gut beschrieben. In Jucomis Beitrag klingt es, als würde man bewusst oder unbewusst eine Strichliste führen und wenn die Vorteile überwiegen bleibt man eben krank.
Eine notwendiger Schutz ist da aber etwas völlig anderes und auch vollkommen anders zu bewerten und zu behandeln.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Auf die Gegenfrage, ob sie denn denken ich könnte, kommt dann schon mal ein "Ja ich weiß ja nicht, du versuchst es ja nicht mal und hast das jetzt schon so lange, da hätte doch mal eine Besserung eintreten müssen, wenn du wirklich wollen würdest...". Und eben genau das was Mitch hier gesagt bekommen hat: "...ich glaube du willst gar nicht wirklich, weil es dir gefällt nicht arbeiten zu müssen".

Zum Glück habe ich auch Menschen in meinem Umfeld die mich verstehen. Trotzdem tut es immer sehr weh sowas zu hören.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #217
Als ich den Thread eröffnet habe, hätte ich echt nicht gedacht, dass der so rege auch für Diskussionen genutzt wird o.o Finde ich aber gut :)

Zum Thema "Vor- und Nachteile":
Klar, ich würde Lügen, wenn ich sagen würde, es gäbe NUR Nachteile. Es fing sicher auch mit einem ganz großen Vorteil erst an: Ich musste nicht mehr zur Schule gehen, da ich dort - wie ja schon geschrieben - im sozialen Bereich fast immer Probleme hatte. Abgesehen davon, dass ich ziemlich lernfaul war :angel: hatte ich sonst aber selten wirklich große Probleme und die, die ich hatte, hingen damit zusammen, dass ich oft gefehlt habe.
Zu sagen, dass ich - wenn ich zu Hause bin - weniger Probleme habe stimmt aber nicht. Ich hab' in vielen Bereichen sogar mehr: Ich kann nicht mal eben zum Arzt gehen (dabei müsste ich dringend Mal zu verschiedenen Ärzten, vor allem Haut- und Augenarzt), ich kann mir nicht selber mal eben was kaufen gehen und das schlimmste war die Zeit kurz bevor ich von der Schulpflicht befreit wurde: Es drohte entweder eine Strafe, die meine Eltern hätten zahlen müssen, oder ich hätte eben die Strafe "absitzen" müssen (in der Klinik habe ich einen kennengelernt, der in der Zeit immer am WE in den Knast musste, eben genau aus dem Grund ^^). Das war echt Verzweiflung pur.
Und wo wir schon beim Thema Geld sind: Dass es positiv sei, weil ich ja nicht arbeiten muss und ich ja alles von meinen Eltern bekomme (wobei ich mich übrigens manchmal wie ein kleines Kind fühle, dem Mutti alles mitbringen muss) stimmt auch nicht ganz. Meine größten Hobbies sind ja das Fotografieren und Gaming, beides sehr teure Hobbies. Nur habe ich mit 20€ Taschengeld im Monat natürlich weder genug Geld für tolle Objektive und anderes Zubehör, noch für alle Videospiele die ich gerne hätte. Mein großer Traum ist z.B. momentan neben einigen Objektiven eine PS4 und endlich mal ein richtig guter PC mit gutem Bildschirm für beides, da mein Laptop langsam den Geist aufgibt und er für Bildbearbeitung eigentlich gar nicht geeignet ist. Also würde ich super gerne endlich mal selber Geld verdienen. Auch zu Weihnachten sind solche größeren Sachen aktuell nicht drin, da meine Eltern momentan auch nicht so viel haben... ich hab' ja auch noch einen studierenden Bruder, der von irgendwas leben muss, da er keinen passenden Job findet ^^
Dann war ich seit einem Jahr nicht mehr "Shoppen", und selbst das eine Mal in der Stadt war ein riesen Highlight. Mir ist vor kurzem aufgefallen, dass ich kaum was passendes zum anziehen habe, jetzt wo's kühler wird :roll: Ich hab' auch nur einen richtigen Pulli. Und im Internet bestellen ist nicht nur teuer, sondern auch sonst nervig, da man das eben nicht richtig anprobieren kann und dann sind meine Eltern wieder die, die den Kram dann zurückschicken müssen, wo die auch keine Lust drauf haben.
Besuch bekommen kann ich auch nur selten, da mir selbst da schon schlecht wird... dafür freue ich mich umso mehr, wenn meine Eltern Besuch haben, da gehts mir nämlich meistens recht gut, da ich ja jederzeit weggehen könnte ^^
Mit Amy würde ich auch super gerne mal schöne Spaziergänge machen, gerade wenn's mir so schlecht geht, aber an schlechten Tagen schaffe ich es gerade mal in den Garten...
Und diese Liste kann man eigentlich fast endlos fortsetzen.

Das einzige was ich momentan habe sind eigentlich nur Dinge, die mit rumsitzen, TV gucken und Internet zu tun haben ^^ Also ich kann z.B. ohne Probleme Serien im TV gucken (ich kann das neue Perception übrigens sehr empfehlen :eusa_shhh:), da ich ja keine Termine habe und wie schon gesagt morgens ausschlafen.
Aktuell fällt mir sogar das Essen schwer, weil mir davon schlecht wird... aber meine Ernährung ist aktuell sowieso Mist. Ich frage mich auch selber manchmal, wieso ich trotz rumsitzen und fettigem Kram noch so schlank bin ^^

Na gut, und zu heute noch:
Ich hab, wie abgesprochen, heute noch mal bei der Ärztin angerufen und die kommt netterweise später mal vorbei...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Also, die Ärztin war gerade da. Sie schreibt mir eine Überweisung für eine Klinik und erkundigt sich auch mal, ob und was man mir gegen die Ängste geben könnte, damit ich es überhaupt dahin schaffe und damit ich überhaupt aufnahmefähig bin, weil ich aktuell in so einem Teufelskreis bin, dass ich zwar was machen muss, wegen der Ängste aber ja nirgendwo hin kann...
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #218
Ich nehme meistens Alprazolam bei akuten Ängsten. Wenn man es nur "bei Bedarf" nimmt (bei mir so ca. 1-2x pro Woche, manchmal aber auch ein paar Wochen gar nicht) und nicht regelmäßig (täglich und mehrfach), sollten sie auch nicht abhängig machen. Mich beruhigt alleine schon das Wissen, dass ich die Tabletten immer griffbereit habe, falls ich sie bräuchte.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #219
Ich muss mal schauen... ich bin ja schon froh, dass sie angeboten hat, sich mal zu erkundigen...
Ich bin schon besser gelaunt, weil ich einfach weiß, dass wieder was passiert und ich nicht so hoffungslos dasitze und nichts machen kann ^^
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #220
Da ich arbeiten muss, lese ich jetzt nicht alles, aber es ist mal wieder witzig, wie viele nach etwas suchen, worüber sie sich aufregen können.
Ich hab nie behauptet, dass Mitch faul ist oder nicht gesund werden will. Aber ein Merkmal psychischer Krankheiten, gerade von Angststörungen (ich habe übrigens ne generalisierte Angststörung, die ich fast besiegt habe), ist, dass man Risiken falsch bewertet. Die Gedanken spielen einem vor, dass die Risiken des Alltagslebens viel größer sind, als in Wirklichkeit stimmt. Und manchmal ist das Leid, nur zu Hause zu sitzen, geringer, als das empfundene Risiko, das entsteht, wenn man vor die Tür geht.
Und dann braucht man echt große Wünsche, Ziele oder halt Verpflichtungen, um trotzdem rauszugehen. Hat man gerade keine, ist es halt gut, wenn man Gründe hat, besser drinnen zu bleiben.
 
Thema:

Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie

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