- Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #161
Sini
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Was willst du machen, wenn du wieder gesund bist? Hast du konkrete Wünsche auf die du hinarbeitest?
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Was willst du machen, wenn du wieder gesund bist? Hast du konkrete Wünsche auf die du hinarbeitest?
Da hast du auch wieder recht, ein Jahr Schulabschluss bietet erstmal ne ganz gute Strucktur um wieder in einem Alltag zu finden und Schule bedeutet ja meistens auch erstmal nicht ganz so viel Druck wie Beruf.NeNe, wenn ich erstmal soweit bin, muss ich mich ja sowieso erstmal sortieren, da passt mir der Realschulabschluss ganz gut. Dann ja wahrscheinlich auch in kleineren Gruppen mit älteren Leuten, denke ich mal, für die normale Realschule bin ich ja inzwischen zu alt ^^
Viele Fotografen arbeiten freiberuflich und haben auch nicht immer unbedingt alle ne klassische Fotografenausbildung und viele sind hobbymäßig eingestiegen.Und einem richtigen (Tier-)Fotografen würde ich auch total gerne mal über die Schulter schauen dürfen...
Das klingt ehrlich gesagt nach einer ordentlichen Portion Optimismuskann ich ja den Realschuld-Kram sowieso erst nächsten Sommer anfangen, soweit ich weiß, die Zeit davor möchte ich dann erstmal meine Freiheit genießen
Die Antwort liegt doch auf der Hand: natürlich hält man durch, denn was bleibt einem anderes übrig?... für mich ist es schwer vorsstellbar wie man so eine Einschränkung wie du sie hast, durchhalten kann...
Nein, das sollte keinesfalls so rüber kommen. Ich habe jahrelang unter Depressionen gelitten und da kam schon öfter der Gedanke "Das ist doch kein lebenswertes Leben"... Aber trotzdem gab es Dinge die mich haben durchhalten lassen. Im Nachhinein gesehen habe solche Punkte mich stärker gemacht. Mich interessieren einfach, welche Faktoren das bei Mitch sind.Die Antwort liegt doch auf der Hand: natürlich hält man durch, denn was bleibt einem anderes übrig?
Zu mir sagte mal jemand "Also ICH könnte so ja nicht leben!", sowas klingt immer, als wäre eine stark einschränkende Angsterkrankung (oder irgend ein anderes psychisches Problem) so eine art Willensentscheidung die man wenn man wollte auch einfach abstellen könnte.
Wie gehen deine Eltern denn damit um? Hast du eine eigene Wohnung oder ein Zimmer bei deinen Eltern? Wirst du bekocht, deine Kleider gewaschen, geputzt usw.? Ich stelle es mir hart vor, in dem Alter noch wie ein Kind von den Eltern abhängig zu sein. Führt das nicht zu Streit?
Wenn dir die Fragen zu nahe gehen, dann sag es bitte. Aber für mich ist es schwer vorsstellbar wie man so eine Einschränkung wie du sie hast, durchhalten kann und deswegen bin ich einfach neugierig. Andererseits könnte ich mir auch vorstellen, dass unabhängig von deinen Hauptängsten auch andere Ängste entstehen können wenn man dann auf eigenen Beinen stehen soll. Mir geht das im Kleinen so, wenn ich zum Beispiel krankheitsbedingt in der Arbeit längere Zeit gefehlt habe, gehe ich auch mit einem mulmigen Gefühl wieder hin, weil ich mich erst wieder in den Arbeitsalltag reinfinden muß.
Da hast du auch wieder recht, ein Jahr Schulabschluss bietet erstmal ne ganz gute Strucktur um wieder in einem Alltag zu finden und Schule bedeutet ja meistens auch erstmal nicht ganz so viel Druck wie Beruf.
Könnte mir aber schon vorstellen, dass es schwierig ist, wenn man sich erstmal wieder in den Stoff reinfuchsen muss, wenn ich mir vorstelle ich sollte jetzt nochmal Abi machen - ich glaub ich wüsste nichts mehr :lol:
Viele Fotografen arbeiten freiberuflich und haben auch nicht immer unbedingt alle ne klassische Fotografenausbildung und viele sind hobbymäßig eingestiegen.
Ich denke sowas lohnt sich für die meisten sicher nur als Nebenerwerb, aber vielleicht könnte man da was in Zusammenhang mit einer Medienausbildung machen :eusa_think:
Die Antwort liegt doch auf der Hand: natürlich hält man durch, denn was bleibt einem anderes übrig?
Zu mir sagte mal jemand "Also ICH könnte so ja nicht leben!", sowas klingt immer, als wäre eine stark einschränkende Angsterkrankung (oder irgend ein anderes psychisches Problem) so eine art Willensentscheidung die man wenn man wollte auch einfach abstellen könnte.
Ansonsten weiß ich natürlich nicht wie Mitch es empfindet, aber ich finde es mittlerweile echt okay, wenn die Leute fragen und rede da auch über alles wenn ich das Gefühl habe, dass es sie wirklich interessiert und sie mich nicht nur versteckt belehren wollen (sowas gibts auch oft), deswegen stört es mich persönlich zumindest überhaupt nicht mehr, wenn jemand neugierig ist![]()
Einer der Faktoren das ich nicht mehr in Depressionen zurückfalle, ist das ich regelmäßig etwas schönes (außer Haus) unternehme und Kontakt zu anderen Menschen halte. Mitch kommt nicht aus dem Haus, da ist es wahrscheinlich auch mit der Freundschaftspflege nicht einfach. Sich da nicht völlig hängen zu lassen und wieder einen Versuch zu starten aus dem Gefängnis raus zu kommen erkenne ich deswegen als große Leistung an.
Hing der Zusammenbruch denn irgendwie mit dem Therapieinhalt zusammen (denn das sollte bei Hypnose ja eigentlich nicht passieren, da alles positiv für den Patienten sein sollte), oder war es, weil du von Zuhause weg warst und dich dort nicht sicher gefühlt hast?So, nachdem ich beim letzten Termin einen totalen Zusammenbruch hatte, meinte der Hypnose-Typ, dass das nichts bringen wird.
Doch, das tut es, und zwar die einzige und wichtigste HauptrolleOb ich das möchte spielt eigentlich kaum eine Rolle
Das stimmt natürlich und dann würde ich da wohl auch nicht mehr hingehen. Ich hoffe trotzdem er hat dir nicht wörtlich gesagt es "hätte keinen Sinn mit dir", denn das fände ich ganz schön fies, zumal du die Male davor ja toll gemeistert hattest.Und wenn selbst der Therapeut, der jedes Mal viel Geld dafür bekommt, sagt, dass es keinen Sinn hat
Ich weiß, dass du das nicht willst, ich wollte auch nicht fast 15 Jahre "rumdümpeln", aber so funktionieren psychische Erkrankungen meiner Erfahrung nach nun mal nicht. Man kann eine Heilung nicht erzwingen und ich stelle es mir auch schwer vor mit so einem Druck überhaupt eine Therapie oder einen Klinikaufenthalt anzugehen.Ich hab' nun Mal keine Zeit mehr. Ich kann und will nicht mehr lange rumdümpeln, das können auch meine Eltern auch nicht mehr. Also ist die Klinik der einzige Weg, der mir momentan bleibt.
Das stimmt natürlich und dann würde ich da wohl auch nicht mehr hingehen. Ich hoffe trotzdem er hat dir nicht wörtlich gesagt es "hätte keinen Sinn mit dir", denn das fände ich ganz schön fies, zumal du die Male davor ja toll gemeistert hattest.
Also liegt das "Scheitern" an dir und nicht etwa daran, dass seine Fähigkeiten nicht ausreichen, oder ihr vielleicht nicht wirklich auf einer Wellenlinie liegt. Selbst wenn es stimmen würde, fände ich es nicht okay so eine Absage zu verteilen, da muss sich der Patient ja irgendwie schlecht fühlen :?Der meinte wohl, dass die Hypnose in meinem Fall keinen Sinn machen würde, da es einfach zu tief drin steckt oder so.
DAS, genau DAS kann ich so unglaublich gut nachvollziehen!weil meine Angst vor jeglicher Therapie eigentlich zu groß ist. Vor allem habe ich Angst, dass die Therapeuten mich in Situationen bringen, in denen ich Panik bekomme, ich das dann aber "aushalten" soll und nicht weg kann/darf..
Ich meine gar nicht, dass du warten sollst bist du zu einer Therapie bereit bist, sondern bis du soweit bist, dass du für dich in dir drin fühlst dass sich etwas verändert, denn den Anfang kannst ohnehin nur du selber tun.Und würde ich warten, bis ich "bereit" bin, würde das wohl ewig dauern, weil meine Angst vor jeglicher Therapie eigentlich zu groß ist.