Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie

Diskutiere Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie im Gesundheit & Ernährung Forum im Bereich Smalltalk; Was willst du machen, wenn du wieder gesund bist? Hast du konkrete Wünsche auf die du hinarbeitest?
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #161
Was willst du machen, wenn du wieder gesund bist? Hast du konkrete Wünsche auf die du hinarbeitest?
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie

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  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #162
Was willst du machen, wenn du wieder gesund bist? Hast du konkrete Wünsche auf die du hinarbeitest?

Erstmal Praktika und den Realschulabschluss nachholen... und dann mal gucken, was für Möglichkeiten ich habe. Ich würde schon gerne was machen das mit der Fotografie zu tun hat, was genau weiß ich noch nicht
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #163
Da du krankheitsbedingt die Schule nicht besuchen kannst, gibt´s da keine Möglichkeiten, von zuhause aus den Abschluß zu machen?
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #164
Hey, lese jetzt erst dass du die ersten beiden Termine super hinbekommen hast :clap:
Ich freu mich für dich :)


Das du tatsächlich konkrete Wünsche hast was du noch erreichen/erleben möchtest finde ich auch toll, ich hatte sowas in meiner schlimmsten Phase eigentlich überhaupt nicht mehr, habe nur noch daran gedacht, dass ich meine Freiheit wieder haben will, alles andere war mir egal (dachte wenn ich nur frei wäre könnte ich auch damit zufrieden sein für immer im Supermarkt an der Kasse zu arbeiten, aber mit zurückgewonnener Freiheit kamen dann auch bei mir wieder Wünsche an das Leben und nun gehe ich ab nächstem Monat tatsächlich wieder zur Uni).

Wenn du aber jetzt schon Lust hast etwas zu machen, gibt es ja vielleicht wirklich die Möglichkeit den Realschulabschluss per Fernkurs zu machen, sowas gibt ja auch immer ein bisschen Selbstvertrauen, bin mir aber nicht sicher, ob man selbst bei Fernkursen nicht am Ende doch irgendwie Präsenszeiten hat (für die Prüfungen oder so :eusa_think:).
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #165
Soweit ich weiß, muss man bei Fernkursen für die Prüfungen irgendwo hin, das wäre ja sonst auch 'n bisschen zu leicht ^^
NeNe, wenn ich erstmal soweit bin, muss ich mich ja sowieso erstmal sortieren, da passt mir der Realschulabschluss ganz gut. Dann ja wahrscheinlich auch in kleineren Gruppen mit älteren Leuten, denke ich mal, für die normale Realschule bin ich ja inzwischen zu alt ^^

Genau in der Anfangszeit der Probleme habe ich ja ein Schülerpraktikum angefangen, aber leider nur 2 Tage geschafft. Genau in der Zeit bin ich auch 16 geworden ^^
Da der Chef aber durch die Hundeschule ein guter Bekannter von uns ist, werde ich das auf jeden Fall noch nachholen. Das ist ein Druckbetrieb, von dem Entwurf am PC bis zum Druck, von Flyern bis zu Auto-Aufklebern usw. Finde ich sehr interessant, die zwei Tage habe ich leider nur bei der ersten Station verbracht, immerhin habe ich da das erste mal einen Mac und Illustrator benutzt :lol: Und einer der Angestellten hat mir ein bisschen was bei Photoshop gezeigt, was ich super nett fand, weil ich mich da schon dafür interessiert habe :) Und einem richtigen (Tier-)Fotografen würde ich auch total gerne mal über die Schulter schauen dürfen...

Wenn die Therapie klappt und ich dadurch tatsächlich wieder normal leben kann, kann ich ja den Realschuld-Kram sowieso erst nächsten Sommer anfangen, soweit ich weiß, die Zeit davor möchte ich dann erstmal meine Freiheit genießen und eben das ein oder andere Praktikum machen :mrgreen: Zum Glück darf ich auch erstmal noch zu Hause wohnen bleiben :mrgreen: Wobei ich selber natürlich auch dann gerne mal ausziehen würde, ich möchte nur nicht alles komplett von meinen Eltern finanziert bekommen...
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #166
Wie gehen deine Eltern denn damit um? Hast du eine eigene Wohnung oder ein Zimmer bei deinen Eltern? Wirst du bekocht, deine Kleider gewaschen, geputzt usw.? Ich stelle es mir hart vor, in dem Alter noch wie ein Kind von den Eltern abhängig zu sein. Führt das nicht zu Streit?
Wenn dir die Fragen zu nahe gehen, dann sag es bitte. Aber für mich ist es schwer vorsstellbar wie man so eine Einschränkung wie du sie hast, durchhalten kann und deswegen bin ich einfach neugierig. Andererseits könnte ich mir auch vorstellen, dass unabhängig von deinen Hauptängsten auch andere Ängste entstehen können wenn man dann auf eigenen Beinen stehen soll. Mir geht das im Kleinen so, wenn ich zum Beispiel krankheitsbedingt in der Arbeit längere Zeit gefehlt habe, gehe ich auch mit einem mulmigen Gefühl wieder hin, weil ich mich erst wieder in den Arbeitsalltag reinfinden muß.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #167
NeNe, wenn ich erstmal soweit bin, muss ich mich ja sowieso erstmal sortieren, da passt mir der Realschulabschluss ganz gut. Dann ja wahrscheinlich auch in kleineren Gruppen mit älteren Leuten, denke ich mal, für die normale Realschule bin ich ja inzwischen zu alt ^^
Da hast du auch wieder recht, ein Jahr Schulabschluss bietet erstmal ne ganz gute Strucktur um wieder in einem Alltag zu finden und Schule bedeutet ja meistens auch erstmal nicht ganz so viel Druck wie Beruf.
Könnte mir aber schon vorstellen, dass es schwierig ist, wenn man sich erstmal wieder in den Stoff reinfuchsen muss, wenn ich mir vorstelle ich sollte jetzt nochmal Abi machen - ich glaub ich wüsste nichts mehr :lol:

Wenn dir Digitale- und Printmedien liegen ist das doch vielleicht kein schlechter Ansatz, da gibt es ja mittlerweile ne ganze Menge Ausbildungszweige (und aufbauende FH-Studiengänge), ich kann mir schon vorstellen, dass man in der Branche was finden kann.

Und einem richtigen (Tier-)Fotografen würde ich auch total gerne mal über die Schulter schauen dürfen...
Viele Fotografen arbeiten freiberuflich und haben auch nicht immer unbedingt alle ne klassische Fotografenausbildung und viele sind hobbymäßig eingestiegen.
Ich denke sowas lohnt sich für die meisten sicher nur als Nebenerwerb, aber vielleicht könnte man da was in Zusammenhang mit einer Medienausbildung machen :eusa_think:

kann ich ja den Realschuld-Kram sowieso erst nächsten Sommer anfangen, soweit ich weiß, die Zeit davor möchte ich dann erstmal meine Freiheit genießen
Das klingt ehrlich gesagt nach einer ordentlichen Portion Optimismus :) Prima, dass du so positiv auf's nächste Jahr blickst (aber setz dich auch nicht zu viel unter Druck).
Eine zeitlang die Freiheit zu genießen hast du dann sicher absolut verdient und brauchst es sicher auch (denn auch Unabhängigkeit muss man erstmal wieder lernen).

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Ich möchte auf keinen Fall für Mitch antworten, aber diese Frage ist mir auch so oft gestellt worden und immer habe ich mich gewundert, dass die Antwort für andere nicht offensichtlich ist:
... für mich ist es schwer vorsstellbar wie man so eine Einschränkung wie du sie hast, durchhalten kann...
Die Antwort liegt doch auf der Hand: natürlich hält man durch, denn was bleibt einem anderes übrig? ;)
Zu mir sagte mal jemand "Also ICH könnte so ja nicht leben!", sowas klingt immer, als wäre eine stark einschränkende Angsterkrankung (oder irgend ein anderes psychisches Problem) so eine art Willensentscheidung die man wenn man wollte auch einfach abstellen könnte.

Ansonsten weiß ich natürlich nicht wie Mitch es empfindet, aber ich finde es mittlerweile echt okay, wenn die Leute fragen und rede da auch über alles wenn ich das Gefühl habe, dass es sie wirklich interessiert und sie mich nicht nur versteckt belehren wollen (sowas gibts auch oft), deswegen stört es mich persönlich zumindest überhaupt nicht mehr, wenn jemand neugierig ist :)
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #168
Die Antwort liegt doch auf der Hand: natürlich hält man durch, denn was bleibt einem anderes übrig? ;)
Zu mir sagte mal jemand "Also ICH könnte so ja nicht leben!", sowas klingt immer, als wäre eine stark einschränkende Angsterkrankung (oder irgend ein anderes psychisches Problem) so eine art Willensentscheidung die man wenn man wollte auch einfach abstellen könnte.
Nein, das sollte keinesfalls so rüber kommen. Ich habe jahrelang unter Depressionen gelitten und da kam schon öfter der Gedanke "Das ist doch kein lebenswertes Leben"... Aber trotzdem gab es Dinge die mich haben durchhalten lassen. Im Nachhinein gesehen habe solche Punkte mich stärker gemacht. Mich interessieren einfach, welche Faktoren das bei Mitch sind.

Einer der Faktoren das ich nicht mehr in Depressionen zurückfalle, ist das ich regelmäßig etwas schönes (außer Haus) unternehme und Kontakt zu anderen Menschen halte. Mitch kommt nicht aus dem Haus, da ist es wahrscheinlich auch mit der Freundschaftspflege nicht einfach. Sich da nicht völlig hängen zu lassen und wieder einen Versuch zu starten aus dem Gefängnis raus zu kommen erkenne ich deswegen als große Leistung an.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #169
Wie gehen deine Eltern denn damit um? Hast du eine eigene Wohnung oder ein Zimmer bei deinen Eltern? Wirst du bekocht, deine Kleider gewaschen, geputzt usw.? Ich stelle es mir hart vor, in dem Alter noch wie ein Kind von den Eltern abhängig zu sein. Führt das nicht zu Streit?
Wenn dir die Fragen zu nahe gehen, dann sag es bitte. Aber für mich ist es schwer vorsstellbar wie man so eine Einschränkung wie du sie hast, durchhalten kann und deswegen bin ich einfach neugierig. Andererseits könnte ich mir auch vorstellen, dass unabhängig von deinen Hauptängsten auch andere Ängste entstehen können wenn man dann auf eigenen Beinen stehen soll. Mir geht das im Kleinen so, wenn ich zum Beispiel krankheitsbedingt in der Arbeit längere Zeit gefehlt habe, gehe ich auch mit einem mulmigen Gefühl wieder hin, weil ich mich erst wieder in den Arbeitsalltag reinfinden muß.

Für meine Eltern ist es auch sehr schwierig, klar. Den wird es auch deutlich besser gehen sobald es mir mal besser geht.
Ich hab' noch mein ganz normales Zimmer, in dem ich wahrscheinlich so oder so noch wohnen würde (ich hätte ja dieses Jahr mein Abi gemacht), außer einkaufen, sprich alles was im Haus ist, mache ich meistens alleine. Zimmer aufräumen, für mich essen machen, waschen und natürlich auch mal Dinge wie saugen, Bad putzen, Rasen mähen etc. Streit gibt es schon mal, aber das ist ja eigentlich normal. Ob ich dadurch auch andere Ängste entwickelt habe kann ich schwer sagen... ich hatte sowieso schon immer Probleme damit fremde Menschen anzusprechen oder neue Dinge alleine zu machen usw
"Durchhalten" kann ich vor allem durch meine Familie, Amy, die Fotografie und die ganzen Wünsche und Ziele, die ich habe

Da hast du auch wieder recht, ein Jahr Schulabschluss bietet erstmal ne ganz gute Strucktur um wieder in einem Alltag zu finden und Schule bedeutet ja meistens auch erstmal nicht ganz so viel Druck wie Beruf.
Könnte mir aber schon vorstellen, dass es schwierig ist, wenn man sich erstmal wieder in den Stoff reinfuchsen muss, wenn ich mir vorstelle ich sollte jetzt nochmal Abi machen - ich glaub ich wüsste nichts mehr :lol:

Da mache ich mir recht wenige Sorgen... vor einem Jahr war ich ja für 3 Wochen von der Klinik aus in einer Realschule in einer 9. Klasse, in der ich eigentlich dann das 10. Jahr hätte machen sollen. Da kam ich eigentlich auch recht gut klar, ich musste auch eine Englisch-Arbeit mitschreiben und obwohl ich mich an die Grammatik, um die es in der Arbeit ging, überhaupt nicht erinnern konnte (ich könnte sogar schwören, dass wir das bis zur 10. Klasse auf dem Gymnasium irgendwie nie gelernt hatten) habe ich eine 2+ geschrieben, nachdem ich vorher 1 1/2 Jahre nicht mehr in der Schule war.
Ich hab' auch einen IQ von 114, also leicht überdurchschnittlich, und wenn mir was gut erklärt wird, verstehe ich das zum Glück auch recht schnell

Viele Fotografen arbeiten freiberuflich und haben auch nicht immer unbedingt alle ne klassische Fotografenausbildung und viele sind hobbymäßig eingestiegen.
Ich denke sowas lohnt sich für die meisten sicher nur als Nebenerwerb, aber vielleicht könnte man da was in Zusammenhang mit einer Medienausbildung machen :eusa_think:

Ich hoffe ja, dass ich irgendwann einen gut verdienenden Mann habe, damit ich das machen kann, ohne davon leben können zu müssen :mrgreen:
Spaß beiseite, so richtig beruflich wird das erstmal sicher nichts, aber alleine zum lernen und ausprobieren - vor allem auch im Studio - wäre es schon mal cool vllt ein kleines Praktikum oder so zu machen

Die Antwort liegt doch auf der Hand: natürlich hält man durch, denn was bleibt einem anderes übrig? ;)
Zu mir sagte mal jemand "Also ICH könnte so ja nicht leben!", sowas klingt immer, als wäre eine stark einschränkende Angsterkrankung (oder irgend ein anderes psychisches Problem) so eine art Willensentscheidung die man wenn man wollte auch einfach abstellen könnte.

Ansonsten weiß ich natürlich nicht wie Mitch es empfindet, aber ich finde es mittlerweile echt okay, wenn die Leute fragen und rede da auch über alles wenn ich das Gefühl habe, dass es sie wirklich interessiert und sie mich nicht nur versteckt belehren wollen (sowas gibts auch oft), deswegen stört es mich persönlich zumindest überhaupt nicht mehr, wenn jemand neugierig ist :)

Also, mir selber das Leben nehmen wollte ich bisher zum Glück auch nicht :silence: Von daher hast du recht - irgendwie muss man damit leben ^^

Mir geht's genauso, ich finde es eigentlich ganz angenehm darüber zu reden. Dann kommt es nicht doof, wenn ich plötzlich sage "xy geht jetzt gerade nicht" oder "mir geht's grad nicht so gut" etc. und für das Gegenüber ist es meistens ja auch sehr angenehm, wenn er/sie es etwas besser verstehen kann. Von daher stören mich so fragen eigentlich gar nicht

Einer der Faktoren das ich nicht mehr in Depressionen zurückfalle, ist das ich regelmäßig etwas schönes (außer Haus) unternehme und Kontakt zu anderen Menschen halte. Mitch kommt nicht aus dem Haus, da ist es wahrscheinlich auch mit der Freundschaftspflege nicht einfach. Sich da nicht völlig hängen zu lassen und wieder einen Versuch zu starten aus dem Gefängnis raus zu kommen erkenne ich deswegen als große Leistung an.

Ich habe tatsächlich momentan niemanden, den ich wirklich "Freund" nennen würde, ich hatte allerdings noch nie wirklich enge Freunde. Mein einziger Kontakt sind eigentlich nur Bekannte von meinen Eltern, Nachbarn, meine Oma und eben über das Internet Leute aus Foren usw.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #170
So, nachdem ich beim letzten Termin einen totalen Zusammenbruch hatte, meinte der Hypnose-Typ, dass das nichts bringen wird. Also habe ich Montag einen Termin beim Arzt, wo wir eine Überweisung für die Krankenkasse holen, damit ich dann doch wieder in eine Klinik komme, was anderes bleibt mir ja nicht mehr übrig. Aber das wird ja sowieso wahrscheinlich noch dauern
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #171
Hi Mitch

Heute Vormittag habe ich an dich gedacht. Und mir auch überlegt, ob eine neue Klinik nich doch hilfreicher sein könnte. Auch wenn es für dich bestimmt eine sehr große Überwindung sein wird. Und jetzt lese ich diesen Beitrag...

In eine Akut-Klinik könnest du auch ohne Überweisung gehen, falls du nicht so lange warten möchtest bis ein Platz in einer anderen Klinik frei wird.

Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass du die schwere Umstellung in eine andere Umgebung durchhälst und in einer Klinik die Chance ergreifen kannst, neue Verhaltensweisen zu einzuüben.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #172
Oh, das tut mir sehr Leid für dich :(

So, nachdem ich beim letzten Termin einen totalen Zusammenbruch hatte, meinte der Hypnose-Typ, dass das nichts bringen wird.
Hing der Zusammenbruch denn irgendwie mit dem Therapieinhalt zusammen (denn das sollte bei Hypnose ja eigentlich nicht passieren, da alles positiv für den Patienten sein sollte), oder war es, weil du von Zuhause weg warst und dich dort nicht sicher gefühlt hast?
Mit anderen Worten, lag es vielleicht auch einfach an dem Hypnose-Typ, dass der vielleicht überfordert war?

Zu der Klinik: Warst du denn schon mal in einer Klinik und hat es dir dort was gebracht? Kannst du in eine Klinik gehen ohne dass es zu schlimm wird für dich den Ort zu wechseln?
Und die wichtigste Frage, möchtest du überhaupt und fühlst dich bereit dazu? Es nützt ja nichts das nur zu machen, weil man so unter Druck steht und jeder etwas erwartet.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #173
Mir wurde ganz am Anfang plötzlich total schlecht und dann habe ich Panik bekommen, das war aber vor allem, weilmich eben nicht zu Hause war. Mit der ja noch gar nicht richtig angefangenen Hypnose hatte das nichts zu tun, da konnte ich die Male davor eigentlich immer sehr gut entspannen.

Ich war ja schon 2 Mal in Jugendkliniken, das hat vorrübergehend geholfen, aber jetzt hoffen wir, dass ich eine spezialisiertere Klinik komme - in den KJPs ist das ja bunt gemischt.
Sicher wird es erstmal schlimm, vor allem auch die Fahrt dort hin.
Ob ich das möchte spielt eigentlich kaum eine Rolle, irgendwas muss ich ja tun. Ich würde es lieber vermeiden, aber einmal die Woche Therapie wäre einfach zu wenig
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #174
Ohje. Aber es wird dir sicher gut tun. Ich drück die Daumen.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #175
Vielleicht hattest du das letzte Mal auch einfach einen schlechten Tag, vor allem wenn du das Gefühl hattest, dass es die letzten Male eigentlich ganz gut war. Vielleicht kannst du ja auch trotzdem weiter hingehen (auch wenn du schon auf einen Klinikplatz wartest), ich meine jeder hat mal einen Rückschlag, dass heißt ja nicht, dass es deswegen nicht beim nächsten Mal wieder besser geht ;)

Ob ich das möchte spielt eigentlich kaum eine Rolle
Doch, das tut es, und zwar die einzige und wichtigste Hauptrolle ;)
Es ist nicht so, dass Therapien Menschen verändern, sondern Menschen die den Wunsch haben sich zu verändern können in der Therapie eine Hilfestellung sehen. Deswegen kann man auch niemanden gegen seinen Willen therapieren.

Solange du nicht selbst bereits alleine auf dem Weg zur Besserung bist wird eine Therapie wenig helfen, im Gegenteil, im schlimmsten Fall kann sie sogar schaden, nämlich dann, wenn die Funktion die deine Angst erfüllt für dich (dein Unterbewusstsein) so wichtig ist, dass sie im Moment einfach nicht abgelegt werden kann. In diesem Fall wird die Angst unter Umständen sogar noch schlimmer werden wenn man versucht sie reduzieren, es ist wie eine Art Selbstschutz.

Ich kann natürlich nur von mir sprechen, aber im Nachhinein sehe ich, dass es jedes Mal ein großer Fehler war, wenn ich "gegen mich" gearbeitet habe. Natürlich wollte ich, auch damals das meine Ängste verschwinden und ich wieder frei bin, aber im Grunde war ich noch gar nicht bereit loszulassen. Fehlschläge in der Therapie waren vorprogrammiert und mein Selbstbewusstsein schwand immer mehr und meine Ängste wurden nur noch stärker.

Deswegen kann ich nur sagen, nimm dir alle Zeit die du brauchst.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #176
Ich hab' nun Mal keine Zeit mehr. Ich kann und will nicht mehr lange rumdümpeln, das können auch meine Eltern auch nicht mehr. Also ist die Klinik der einzige Weg, der mir momentan bleibt.

Und wenn selbst der Therapeut, der jedes Mal viel Geld dafür bekommt, sagt, dass es keinen Sinn hat, dann lasse ich das auch. Er hätte damit ja weiter fröhlich Geld scheffeln, das wir eigentlich gar nicht haben, und uns Hoffnungen machen können
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #177
Und wenn selbst der Therapeut, der jedes Mal viel Geld dafür bekommt, sagt, dass es keinen Sinn hat
Das stimmt natürlich und dann würde ich da wohl auch nicht mehr hingehen. Ich hoffe trotzdem er hat dir nicht wörtlich gesagt es "hätte keinen Sinn mit dir", denn das fände ich ganz schön fies, zumal du die Male davor ja toll gemeistert hattest.

Ich hab' nun Mal keine Zeit mehr. Ich kann und will nicht mehr lange rumdümpeln, das können auch meine Eltern auch nicht mehr. Also ist die Klinik der einzige Weg, der mir momentan bleibt.
Ich weiß, dass du das nicht willst, ich wollte auch nicht fast 15 Jahre "rumdümpeln", aber so funktionieren psychische Erkrankungen meiner Erfahrung nach nun mal nicht. Man kann eine Heilung nicht erzwingen und ich stelle es mir auch schwer vor mit so einem Druck überhaupt eine Therapie oder einen Klinikaufenthalt anzugehen.
Aber versteh mich nicht falsch, ich kann nicht in deinen Kopf gucken und will dir auch nichts ausreden, ich denke nur, dass es nicht hilfreich ist, wenn du unter so einem Druck stehst :(

Trotzdem finde ich es gut, dass du weiterhin nach Lösungen suchst und dich von den Fehlschlägen nicht entmutigen lässt, dass wiederum finde ich ist ein sehr gutes Zeichen.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #178
Das stimmt natürlich und dann würde ich da wohl auch nicht mehr hingehen. Ich hoffe trotzdem er hat dir nicht wörtlich gesagt es "hätte keinen Sinn mit dir", denn das fände ich ganz schön fies, zumal du die Male davor ja toll gemeistert hattest.

Meine Mum hatte mit ihm telefoniert. Der meinte wohl, dass die Hypnose in meinem Fall keinen Sinn machen würde, da es einfach zu tief drin steckt oder so.

Und würde ich warten, bis ich "bereit" bin, würde das wohl ewig dauern, weil meine Angst vor jeglicher Therapie eigentlich zu groß ist. Vor allem habe ich Angst, dass die Therapeuten mich in Situationen bringen, in denen ich Panik bekomme, ich das dann aber "aushalten" soll und nicht weg kann/darf...
In den KJPs war es bisher ja auch immer so, dass, wenn mir schlecht war und ich Angst bekommen habe, die eher ungeduldig wurden und ich natürlich trotzdem alles ganz normal mitmachen musste.

Wobei der Gedanke "Klinik" auch schon deutlich schlimmer war als Momentan. Vielleicht auch, weil ich jetzt den Entschluss gefasst habe, es wirklich zu machen..
Und so Kliniken für Erwachsene sind ja auch nochmal was anderen... in der KJP gab's z.B.natürlich viele Pflicht-Aktivitäten und selbst die Freizeit mussten wir auf die Minute genau planen und uns dann daran halten ^^
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #179
Der meinte wohl, dass die Hypnose in meinem Fall keinen Sinn machen würde, da es einfach zu tief drin steckt oder so.
Also liegt das "Scheitern" an dir und nicht etwa daran, dass seine Fähigkeiten nicht ausreichen, oder ihr vielleicht nicht wirklich auf einer Wellenlinie liegt. Selbst wenn es stimmen würde, fände ich es nicht okay so eine Absage zu verteilen, da muss sich der Patient ja irgendwie schlecht fühlen :?

weil meine Angst vor jeglicher Therapie eigentlich zu groß ist. Vor allem habe ich Angst, dass die Therapeuten mich in Situationen bringen, in denen ich Panik bekomme, ich das dann aber "aushalten" soll und nicht weg kann/darf..
DAS, genau DAS kann ich so unglaublich gut nachvollziehen!
Und leider, leider ist das auch genau die Erfahrung die ich gemacht habe, die Threapeuten wollen das man sich "der Angst stellt" und das teilweise ohne Rücksicht darauf wie unglaublich es das Selbstbewusstsein zerschlägt wenn solche Übungen nicht im Tempo des Patienten macht. Wird man gezwungen fühlt man sich vorgeführt und ausgeliefert, wird die Panik zu schlimm und man muss abbrechen auch gedemütigt (am besten sind noch "Expos in der Gruppe" wo dann noch andere Angstpatienten mit drum herum stehen. Sowas ist meiner Meinung nach einfach nur endwürdigend und im Grunde Folter für den Betroffenen. Und wie es helfen soll, wenn man mit seiner Angst bloßgestellt wird verstehe ich auch nicht. Angstpatienten brauchen mehr Selbstbewusstsein und mehr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, man sollte sie nicht in Situationen schicken die ihnen eigentlich im Moment noch zu viel sind.
Es macht auch Angst nicht besser wenn man versucht sie einfach zu ertragen, es hilft nichts sie einfach passiv über sich ergehen zu lassen, man muss erleben, dass man eine Situation meistern kann und das tut man nicht, wenn man einfach irgendwo "reingeschubst" wird und den Auftrag bekommt es gefälligst "auszuhalten".

Und würde ich warten, bis ich "bereit" bin, würde das wohl ewig dauern, weil meine Angst vor jeglicher Therapie eigentlich zu groß ist.
Ich meine gar nicht, dass du warten sollst bist du zu einer Therapie bereit bist, sondern bis du soweit bist, dass du für dich in dir drin fühlst dass sich etwas verändert, denn den Anfang kannst ohnehin nur du selber tun.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #180
Wie gesagt, meine Mum hat mit ihm geredet. Und ich finde es eigentlich sehr gut und ehrlich, dass er uns eben nicht weiter abzockt sondern ehrlich sagt, dass er meint, dass es bei mir nichts bringen wird. Er ist wohl auch normaler Therapeut und nutzt die Räume dort nur 2x die Woche eben für den Hypnosekram, wo der sonst ist, weiß ich nicht, aber das müssten wir dann auch selber zahlen.
 
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