Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie

Diskutiere Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie im Gesundheit & Ernährung Forum im Bereich Smalltalk; Ich antworte nur ganz kurz, hab viel zu tun, wenn ichs schaffe, antworte ich demnächst länger. Doch, ich möchte dir tatsächlich dein...
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #101
Ich antworte nur ganz kurz, hab viel zu tun, wenn ichs schaffe, antworte ich demnächst länger.

Doch, ich möchte dir tatsächlich dein Urteilsvermögen absprechen ;) Dafür steckst du nämlich viel zu tief in der Geschichte drin und sagst ja selber auch, du bist bei dem Thema sehr emotional, du hast ja nun auch echt unschöne Dinge erlebt. Natürlich hilft Verhaltenstherapie nicht jedem (gibt auch genug, denen hilft gar keine Therapie), aber es ist Fakt, dass sie bei Angst und Depressionen die höchste Erfolgsquote hat und man es deshalb auf jeden Fall zumindest einmal versuchen sollte.
Das meiste, was du an der Verhaltenstherapie schlecht findest, liegt nämlich nicht daran, dass es Verhaltenstherapie ist, sondern daran, dass der Therapeut schlecht ist oder an finanziellen Gründen. Und das kann bei jeder anderen Therapieform genau so passieren ;)
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie

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  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #102
Das meiste, was du an der Verhaltenstherapie schlecht findest, liegt nämlich nicht daran, dass es Verhaltenstherapie ist, sondern daran, dass der Therapeut schlecht ist oder an finanziellen Gründen.
Genau das habe ich in meinen letzten Posts mehrfach unterstrichen, angefangen hiermit:
Aber im Grunde will ich dir nicht mal widersprechen, vielleicht sollte ich mich klarer ausdrücken und sagen die Verhaltenstherapie sowie sie standardmäßig abgehalten (und von den Kassen bezahlt) wird ist nicht sonderlich erfolgreich.
Im letzten Post habe ich auch noch folgendes betont:

Ich glaube sehr wohl an die Wirkung von Verhaltenstherapien, denke sie hat gute Elemente und kann gute und schnelle Erfolge erzielen wenn sie richtig ausgeführt wird, leider zahlen die Kassen aber meistens nur einen halbherzigen Abklatsch davon, der nicht wirklich taugt um schwereren Fällen zu helfen und im worst-case alles nur noch schlimmer macht :?

Ich habe also doch wiederholt gesagt, dass ich Verhaltentherapie in ihrer Grundidee nicht schlecht finde, nur dass was man draus macht für ungenügend halte, ich weiß nicht wo du da siehst, dass ich sie grundsätzlich ablehnen würde :102:

Doch, ich möchte dir tatsächlich dein Urteilsvermögen absprechen ;)

Insgesamt schade, kann es denn nicht sein, dass dies zwar ein emotionales Thema für mich ist (und daher vielleicht meine Wortwahl etwas schärfer), ich aber trotzdem noch klar denken kann?
Sollte ich dir denn jetzt auch dein Urteilsvermögen absprechen, weil ich behaupte, dass du an der Uni indoktriniert wurdest?
Oder vielleicht weil du ja selbst gar nicht genug betroffen bist um überhaupt zu wissen wovon du redest?

Auf diese Weise kann man nicht von einander lernen und wenn du die Tatsache dass ich selbst Probleme habe als Begründung dafür nimmst, dass ich nicht in der Lage wäre mich trotzdem differenziert mit dem Thema auseinanderzusetzen dann ist diese Unterhaltung umsonst, weil du mich von vorne herein entmündigst.


Ich habe übrigens sowas auch immer wieder in der VT gehört, sobald ich Kritik am Therapeuten geübt habe (eine Therapeutin war z.B. immer sehr schlecht vorbereitet und unpünktlich und hat manchmal ein unangebrachtes Vokabular drauf gehabt bei dem ich bei jedem zweiten Wort zusammengezuckt bin), hieß es mein "Unterbewusstsein" würde sich nur gegen die Therapie sperren und wenn etwas schief läuft läge das alles nur an mir und daran wie "krank" ich wirklich bin.
Joar, so kann man Leute natürlich auch gehirnwaschen bis es ihnen so richtig schlecht geht :?
Kein Einzelfall übrigens, ich habe sowas von mindestens 3 konventionellen Therapeuten und einem Hypnosetherapeuten gehört - sobald ich Kritik übe "sperrt sich mein Unterbewusstsein".
Scheint wohl eine gängige Nummer unter Therapeuten aller Art zu sein um immer fein raus zu sein und die Schuld für die eigene Unfähigkeit auf den Patienten schieben zu können.

Mir ging (und geht) es nach solchen Unterstellungen immer relativ schlecht, denn wenn man mir sagt ich wäre auf dem Gebiet "nicht urteilsfähig" welche Chance bleibt mir denn dann noch? Von da kann man alles was ich sage für falsch erklären alleine aus dem Grund weil es aus meinem Mund kommt.
Wenn es nichts zählt wie Betroffene die Situation erleben und was ihnen geholfen hat, oder nicht geholfen hat, welchen Maßstab will man denn dann überhaupt anlegen um festzustellen ob und welche Therapien bei Angsterkrankungen geholfen haben?
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #103
Ich habe auch Zahlreiche Therapien hinter mir.
Meine jetzige ist die Erfolgreichste und beste, die ich bisher je hatte, weil ich dem ganzen einfach total aufgeschlossen gegenüber stehe.

Jeder Mensch ist anders und jeder Mensch lernt anders mit dem Problem umzugehen.
Bei Kompassqualle hilft das, bei mir dies, bei Jucomi das.
Wichtig ist, das man sich austauschen kann und versucht einander zuverstehen.

Ich habe mich hier auch in die Ecke abgestellt gefühlt, als es dann hiess," Diese hauruck methode."Wobei ich mehrfach gesagt habe, das ich diese niemanden auf die Nase binden möchte.
Ich möchte aber auch von meinen Erfahrungen reden und nicht missachtet werden.

Jeder muss für sich selber seinen Weg gehen.
Und wer hilfe sucht und sich mit sich auseinandersetzt, der kommt auch weiter.
Weil er will.

ich kenne Leute, da hilft nix, weil die einfach nicht wollen.
Da kann man dann auch reden, wie man will.
Am ende ist das, was man erreicht hat, das richtige und wie gut es einem damit geht.

Ich bin nun seit 21 Jahre erkrankt.
Habe todesängste durch, meine Ängste sind noch mal anders als die von Kompasqualle.
Ich leide aber auch an einer art Verlustangst. Wenn ich dieser Freiraum geben würde, würde es mir vermutlich genauso gehen, wie ihr.
Dies lasse ich aber nicht zu.
Aber auch hier, jeder muss hier seinen weg erst einmal finden.

Ich habe Zwänge hinter mir, mein Therapeut sagte mir, diese seien am Schwersten zu Therapieren.
Ich habe sie komplett alleine in griff bekommen. Einfach nur deswegen, weil ich mich mit mir und dem Thema Krankheit auseinandergesetzt habe und nichts vermieden habe, was für mich unangenehm sein könnte.
Ich bin schon immer auf Konfrontationskurs mit mir und meiner Krankheit.
Sonst würde ich nicht HIER an dieser Stelle stehen, wo ich bin.

Dafür ist aber auch nicht jeder gemacht und auch die Konfrontation muss man erstmal verstehen lernen.

Wir sind alles Menschen, die jeder ne Macke haben.
Die einen mehr, die anderen weniger.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #104
Ich hatte jahrelang Angst vor der Übelkeit und damit verbunden psychisch bedingte Übelkeit. Angst, unter Menschen zu gehen (glücklicherweise konnte ich die meiste Zeit trotzdem in die Schule gehen/ bzw. später arbeiten). Am Schluß blieb "nur" noch die Flugangst. Mit Panikattacken, Erbrechen usw.

Auch überwunden :mrgreen:

Es ist ein tolles Gefühl, wieder frei zu sein.

In den Streit um Therapien mag ich mich nicht einmischen. Da muß jeder für sich das Richtige finden. Ich habe meine Ängste und Panikattacken paradoxerweise schlußendlich damit überwunden, dass ich akzeptiert habe, dass sie zu meinem Leben gehören. Mich aber trotzdem nicht mehr von ihnen beherrschen lassen wollte.

Situationen immer wieder im Kopf durchgespielt habe:
Beispiel Flugangst:
-Was passiert wenn ich im Flugzeug Panik bekomme?
-Was denken die Menschen über mich?
-Was passier wenn ich mich vollko...?
-Wie kann ich mich für den Ernstfall rüsten? Ersatzkleidung Tüte ect..
-Was ist auf Dauer schlimmer für mich? Nie mehr reisen zu können oder das Risiko, mich vor Wildfremden evtl. zu blamieren?


Ich wünsche allen, die unter Angsstörungen leiden, dass sie lernen, Angst als ein hilfreiches, nützliches Gefühl zu akzeptieren, ohne sich von ihr bestimmen zu lassen.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #105
Ich habe also doch wiederholt gesagt, dass ich Verhaltentherapie in ihrer Grundidee nicht schlecht finde, nur dass was man draus macht für ungenügend halte, ich weiß nicht wo du da siehst, dass ich sie grundsätzlich ablehnen würde :102:



Insgesamt schade, kann es denn nicht sein, dass dies zwar ein emotionales Thema für mich ist (und daher vielleicht meine Wortwahl etwas schärfer), ich aber trotzdem noch klar denken kann?
Sollte ich dir denn jetzt auch dein Urteilsvermögen absprechen, weil ich behaupte, dass du an der Uni indoktriniert wurdest?
Oder vielleicht weil du ja selbst gar nicht genug betroffen bist um überhaupt zu wissen wovon du redest?

Was mich stört ist, dass es bei dir so klingt, als wäre es in Deutschland nicht möglich, ne gute Verhaltenstherapie zu machen. Aber es gibt Therapeuten, die schaffen das, auch wenn die Rahmenbedingungen nicht optimal sind (sind übrigens in anderen Ländern eher schlechter als besser...) Es klingt sehr abschreckend, aber ich möchte betonen, dass es sich für jeden lohnt, es zu probieren, auch wenn sich rausstellt, dass es nicht funktioniert. Denn das ist selten der Fall ;)

Ich wurde übrigens nicht in der Uni indoktriniert. Noch bevor ich angefangen habe zu studieren, habe ich ne Verhaltenstherapie sowohl angefangen, als auch beendet (insgesamt 3 Jahre mit 2 Therapeutinnen durch Wohnortwechsel der 1.), die mir nicht geholfen hat. Ich hab danach diverse Erstgespräche bei diversen Therapeuten gehabt und dann beschlossen, dass ich mir auch selbst helfen kann, da ich die Theorie kenne und die Angst so oder so selber durchstehen muss, die nimmt mir keiner ab ;)
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #106
Was mich stört ist, dass es bei dir so klingt, als wäre es in Deutschland nicht möglich, ne gute Verhaltenstherapie zu machen. Aber es gibt Therapeuten, die schaffen das, auch wenn die Rahmenbedingungen nicht optimal sind.
Klar ist das so; aber der Weg bis man einen von den wenigen guten gefunden hat kann ziemlich steinig sein (und manchmal sogar gefährlich), deswegen wäre es wünschenswert wenn sich an den Rahmenbedingungen etwas ändern würde, damit mehr Menschen geholfen werden kann.
Auch unter dem Aspekt, dass es jemandem mit Ängsten oder Depressionen sicher nicht leicht fällt erstmal 1000 Nummern anzurufen um mit Glück in 6 Monaten einen Therapeuten zu finden der sich dann auch noch als riesen Reinfall entpuppen könnte :?
Ich wurde übrigens nicht in der Uni indoktriniert.
Das du das sagst nehme ich mal als Beweis dafür, dass du doch ganz schön indoktriniert bist und deswegen dein Urteilsvermögen nicht ganz gegeben ist, schließlich merkt man es ja selber nicht, wenn man einer Doktrin verfällt! ;)

Ich hoffe es wird deutlich, dass diese Aussagen von mir nur sarkastisch gemeint sind, und du verstehst, dass es mich stört, wenn man mir Urteilsvermögen abspricht nur aufgrund der Tatsache, dass ich neben angelesenem, theoretischen Wissen auch eigene Erfahrungen mit einer Sache gemacht habe.
Dabei sollte eigentlich gerade die Mischung aus erworbenem und erfahrenen Wissen mich hier zu einem Urteil befähigen.
auch wenn sich rausstellt, dass es nicht funktioniert. Denn das ist selten der Fall
insgesamt 3 Jahre mit 2 Therapeutinnen durch Wohnortwechsel der 1.), die mir nicht geholfen hat.
Du, Mitch, ich, mein Freund, diverse Leute in meinem Bekanntenkreis.....wann taucht denn mal jemand auf, der sagt die Therapeutensitzungen so wie sie von der Kasse bezahlt werden hätten ihm geholfen :lol:
3 Jahre sind übrigens heftig, ich hab das ganze beendet als auch die vierte Therapeuten sich nach nicht mal 10 Sitzungen als Nullnummer rausgestellt hat und habe mich nach einem Konzept umgesehen, welches mir besser zusagt und wovon ich mir mehr verspreche ...meine Negativ-Erfahrungen sollte also eigentlich geringer sein als deine ;)

Da muß jeder für sich das Richtige finden. Ich habe meine Ängste und Panikattaken paradoxerweise schlußendlich damit überwunden, dass ich akzeptiert habe, dass sie zu meinem Leben gehören.
Das hat mir auch sehr geholfen - akzeptieren, nicht bekämpfen; und schon wurden die Ängste viel zahmer und umgänglicher :)
Aber natürlich ist auch hier jeder anders, Knopfstern berichtet ja eher, dass es für sie ganz gut funktioniert die Ängste zu "bekämpfen" und auch wenn jemand anderes 'hart bleibt' wenn wieder Angst aufkommt da sie so die Ängste gar nicht zulässt.

Jeder muss für sich selber seinen Weg gehen.
Und wer hilfe sucht und sich mit sich auseinandersetzt, der kommt auch weiter.
Auch das ist wichtig, ich glaube schon auch, dass ich meinen Weg am Ende nur gefunden habe weil ich ihn so verzweifelt suchte und habe erfahren: man kann Lösungen finden, wenn man sich auf den Weg nach ihnen traut ;)
Geholfen hat mir dabei auch, dass ich endlich ganz genau wusste wie ich mir "meinen" Therapeuten vorgestellt habe und ich mir vorgenommen habe keine Kompromisse mehr einzugehen (wirklich, ich vertrage keinen Druck, kein 'böses' Wort, wenn man mich nicht mit Samthandschuhen anfasst bin ich weg :lol:).
Mit so klaren Vorstellungen hat's dann auch geklappt, deswegen fragte ich Mitch nach ihrer Traumvorstellung für eine Therapie ;)
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #107
Du, Mitch, ich, mein Freund, diverse Leute in meinem Bekanntenkreis.....wann taucht denn mal jemand auf, der sagt die Therapeutensitzungen so wie sie von der Kasse bezahlt werden hätten ihm geholfen :lol:

Meine Therapie ist von der Kasse gezahlt.
Geht jetzt auch schon drei Jahre und leider zu ende.
Wir haben zwei mal verlängert und nun ist leider bald die letzte Sitzung. :(

Mein Gedanke dazu:
Ich habe auch Zahlreiche Therapien hinter mir.
Meine jetzige ist die Erfolgreichste und beste, die ich bisher je hatte, weil ich dem ganzen einfach total aufgeschlossen gegenüber stehe.

Mein Therapeut ist der totale Hammer und ein so lieber Kerl.
Und ich würde sie immer und immer und immer wieder bei ihm machen.
Weil er einfach toll ist und auch Versteht.

Ich habe auch schon Freunde mit ihm angesteckt, welche bei ihm sind.

In meiner Jugend habe ich... hmm 5-7 Therapeuten durch gehabt.
Keiner konnte mir richtig helfen. Bis zu diesem Therapeuten.
Weil ich dem ganzen auch ganz anders aufgeschlossen war.
Aber die grösste Schuld hatte früher schon irgendwie die Person ansich. Wenn man vor mir sitzt und an die Decke starrt und dabei Däumchen dreht und meine Eltern und mich Fragt, wie man mich Therapieren soll, ist der Sinn verfehlt.:roll:
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #108
Das du das sagst nehme ich mal als Beweis dafür, dass du doch ganz schön indoktriniert bist und deswegen dein Urteilsvermögen nicht ganz gegeben ist, schließlich merkt man es ja selber nicht, wenn man einer Doktrin verfällt! ;)

Leider schneidest du immer die elementaren Stellen meiner Aussagen weg: Bevor ich was in der Uni darüber gelernt habe, habe ich selber ne Therapie beendet, ich glaube nicht, dass es jemandem gelingen würde, mich zu indoktrinieren. Ich halte übrigens auch von anderen Therapieformen sehr viel, allerdings bei anderen Erkrankungen.


Du, Mitch, ich, mein Freund, diverse Leute in meinem Bekanntenkreis.....wann taucht denn mal jemand auf, der sagt die Therapeutensitzungen so wie sie von der Kasse bezahlt werden hätten ihm geholfen :lol:
3 Jahre sind übrigens heftig, ich hab das ganze beendet als auch die vierte Therapeuten sich nach nicht mal 10 Sitzungen als Nullnummer rausgestellt hat und habe mich nach einem Konzept umgesehen, welches mir besser zusagt und wovon ich mir mehr verspreche ...meine Negativ-Erfahrungen sollte also eigentlich geringer sein als deine ;)

Wie gesagt, es gibt jede Menge Studien, in denen Patienten nach der Behandlung sowohl befragt wurden, als auch nochmal neu diagnostiziert. Und bei einem Großteil ist die Angststörung nach einer Verhaltenstherapie nicht mehr da und auch bei deutlich mehr Patienten als bei anderen Therapien ;) Ich gucke mal, ob ich dir Unterlagen zu der Vorlesung noch finde, damit ich dir die Studien nennen kann ;)
So schlimm war das mit meiner Therapie nicht, die Therapeutin war nett, ich habe die Gespräche genossen aber es hat langfristig nichts geändert... sie war überfordert mit meinen Problemen und hat auch nicht alles aus mir rausgekriegt...
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #109
ich glaube nicht, dass es jemandem gelingen würde, mich zu indoktrinieren.
Ich habe es oben schon geschrieben, aber vielleicht hast du es nicht gelesen:
Ich glaube NICHT, dass du indoktriniert bist, ich habe nur ein wenig Ironie angewandt und übertrieben um zu verdeutlichen wie leicht man den "ich spreche dir Urteilsvermögen ab"-Spruch rumdrehen kann ;)
Ich wollte damit klarstellen, dass ich es unfair finde jemanden mit solchen Aussagen mundtot zu machen und dass es jeglicher Chance auf eine progressive Diskussion den Boden unter den Füßen wegzieht.

Ich habe das also nicht ernst gemeint ;)
Wie gesagt, es gibt jede Menge Studien, in denen Patienten nach der Behandlung sowohl befragt wurden, als auch nochmal neu diagnostiziert.
Beziehen sich diese Studien auch auf Patienten die eine VT-Behandlung bei einem von der Kasse übernommenen Wald-und Wiesen Therapeuten durchgeführt haben? Ansonsten sind ihre Ergebnisse nämlich für diese Diskussion wertlos, da meine Hauptkritik ja der halbherzigen, (oft schlechten), standardisierten Durchführung gilt und nicht der Theorie der Verhaltenstherapie an sich.

es hat langfristig nichts geändert... sie war überfordert mit meinen Problemen
Genau das passiert, wenn Therapieabläufe so gehandhabt und geregelt werden wie es die meisten Therapeuten anbieten und wie es die Kassen zur Zeit übernehmen.
Therapeuten leiden unter Zeitmangel (bis zu 30 Patienten die Woche), können sich seltenst jemandem intensiv widmen, haben unendliche Wartelisten und so einen hohen Zulauf dass sich kein Therapeut mehr Mühe geben muss um "Kundschaft" zu haben.
Ich denke auch deine Therapie scheiterte wahrscheinlich mehr oder weniger an dieser Problematik und damit fällst du doch auch genau in das Muster welchem meine Kritik überhaupt gilt ;)
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #110
So, Punkt 1 habe ich direkt heute morgen erledigt (Hypnose Therapie, die jetzt schon einige Monate lief, abbrechen)
Jetzt muss ich morgen meinen ganzen Mut zusammen nehmen und den Therapeuten anrufen, den meine Hausärztin empfohlen hat... selbst telefonieren fällt mir manchmal schwer :roll: Den muss ich dann mal fragen, was ich machen soll, wenn ich es nicht zu dem hin schaffe...
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #111
Mach dir wegen des Telefonats keine Sorgen. Schäm dich nicht dafür und mach dich deshalb nicht schlecht. Dazu gibt es keinen Grund. Ich kenne viele, denen das schwerfällt, mich eingeschlossen, auch wenn ich das inzwischen abgelegt habe. Es gab eine Zeit, in der ich meinen Freund für mich telefonieren lassen habe, weil ich bei jedem Anruf die Flatter bekam und Angst hatte, mich zu blamieren. Das kann man tatsächlich wegtrainieren. :)

Vielleicht hilft es dir, wenn du dir Stichworte notierst, damit du anknüpfen kannst, falls du den Faden verlierst. Solltest du dich verhaspeln oder unsicher werden, atme zwischendurch einmal tief durch und fange neu mit dem an, was du sagen oder fragen wolltest. Niemand wird sich daran stören, solltest du nervös sein. Und falls du es bist, sag es ruhig. Ich habe niemals jemanden am anderen Ende gehabt, der das schlimm gefunden hätte. Im Gegenteil, es wurde immer lieb darauf reagiert oder mir mit einem "Das macht doch nichts!" etwas Sicherheit gegeben. Allein das kann schon befreiend wirken. Du kriegst das auch hin!
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #112
Beziehen sich diese Studien auch auf Patienten die eine VT-Behandlung bei einem von der Kasse übernommenen Wald-und Wiesen Therapeuten durchgeführt haben? Ansonsten sind ihre Ergebnisse nämlich für diese Diskussion wertlos, da meine Hauptkritik ja der halbherzigen, (oft schlechten), standardisierten Durchführung gilt und nicht der Theorie der Verhaltenstherapie an sich.

Nur auf Therapien, die von den gesetzliche Krankenkassen bezahlt werden ;)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Jetzt muss ich morgen meinen ganzen Mut zusammen nehmen und den Therapeuten anrufen, den meine Hausärztin empfohlen hat... selbst telefonieren fällt mir manchmal schwer :roll: Den muss ich dann mal fragen, was ich machen soll, wenn ich es nicht zu dem hin schaffe...

Vielen Menschen fällt telefonieren schwer, ohne, dass sie sonstige Probleme haben. Ich hab zwar so meine Probleme, kann aber vor 20 Professoren etwas erklären und hab die Abschlussrede von meinem Studiengang gehalten. Aber telefonieren HASSE ich und zögere es so lange raus, wie es geht... xD
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #113
Das Problem ist, dass ich beim telefonieren die gleichen Symptome habe wie unterwegs :D
Also mir wird auch da manchmal total schlecht. Wirklich nervös bin ich gar nicht unbedingt, wobei ich schon immer ungerne bei Fremden angerufen habe
Es ist aber auf jeden Fall gut, dass meine Mum gesagt hat, ich soll das jetzt mal selber machen :lol:
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #114
Hey, ich klinke mich dann auch mal
hier ein, wenn ich darf(?)
Ich wollte nur mal anmerken, was mir aufgefallen ist. Du sagst, du seist schon mal weiter gewesen und siehst -sorry, wenn ich das falsch verstanden habe- nur die Rückschritte, die du gemacht hast.
Doch du solltest dir vor Augen führen, dass du jeden Tag einen Neuanfang startest, das heißt, dass du dich nicht an dem messen solltest, was du am Tag zuvor oder vor einem Monat geschafft hast, sondern dich nur auf den "heutigen" Tag konzentrieren kannst. Somit nimmst du etwas Druck aus der Situation, der ja ebenfalls (zumindest bei mir, psychosomatische Symptome wirken sich ja bekanntlich unterschiedlich aus) zu Übelkeit und Unwohlsein führt.
Des Weiteren wäre es ratsam, wenn sich auch deine Hauptbezugspersonen mit deinem Therapeuthen unterhalten und sich quasi schulen lassen, wie sie in einer Paniksituation am besten speziell auf dich reagieren können.
Was ebenfalls hilfreich sein kann(!) ist einen Psychologen und einen Psychiater zu konsultieren, da sie meistens auf unterschiedliche Faktoren fokussiert sind. Meist ist sogar eine Rücksprache beider miteinander, natürlich nur in deinem Einverständnis, erfolgbringend. Es soll vereinzelt Praxen geben, wo beide zusammen arbeiten (zumindest hatten wir das in einem Seminar so besprochen, bei Bedarf frag ich gerne meinen Dozenten).


Off-Topic
ich hasse Telefonieren ebenfalls. Bei mir ist es die irrationale Angst vor der fremden Person am anderen Ende, der ich ja nichts durch Mimik o.Ä. signalisieren kann und vollends auf meine Worte angewiesen bin.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #115
Das mit dem "Nur auf den einen Tag" kozentrieren sagen mir immer alle, aber wenn man schon so oft viel weiter war und bisher immer zurück gefallen ist, ist das irgendwann einfach deprimierend ;) Manchmal klappt das mit dem "Das war jetzt blöd, morgen ist aber einer neuer Tag" auch ganz gut, aber momentan ist es generell wieder schwer. Heute habe ich mich aber schon wieder etwas besser gefühlt, jetzt muss ich mich nur trauen, wenigstens mal wieder zum Deich zu gehen :D
Einen Therapeuten rufe ich morgen ja an - und wenn das klappt, fände ich es sehr gut, wenn der auch mal mit meinen Eltern spricht
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #116
Mitch, ich finde das ganz grosse Klasse, das du dennoch, trotz deiner Rückschläge wieder vorwärts gehst und weiter dran bleibst.
Das wird!
So wie du da hinter her bist, wird das.

Was machst du eigentlich mit Amy, wenn du nicht raus kannst?
Hilft dir das auch nicht, an Deich zu gehen, wenn sie dabei ist?
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #117
Meine Mum ist am meisten mit ihr unterwegs, oft fährt sie dann mit ihr zum See oder in den Wald.
Je nachdem, wie es mir geht, schaffe ich es auch mal, ein bisschen mit dem Fahrrad zu fahren. Vor allem wenn ich die Kamera dabei habe und mich zusätzlich ablenke
Wenn meine Eltern in den Urlaub fahren, versuchen wir es so hinzubekommen, dass mein Bruder in der Zeit hier ist und das mit übernimmt...
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #118
Oh glaub mir, ich kenne das Gefühl, zurückgeworfen zu werden. Was eventuell helfen kann.. Hast du schon mal daran gedacht, ein kleines Buch zu kaufen und da etwas reinzuschreiben? Also nicht so Tagebuch-mäßig, sondern eher, wenn du in einer Angstsituation steckst und wenn du wieder raus bist, reflektierst du das Ganze?
Nur sonne fixe Idee, das hat mir damals etwas helfen können.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #119
Schön, das deine Familie dir zur Seite steht und du Amy hast.
Das ist sehr wichtig.

Du wirst es auch wieder schaffen, mit ihr ganz alleine und deiner Kamera raus zugehen.
Davon bin ich Überzeugt. :)
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #120
Oh glaub mir, ich kenne das Gefühl, zurückgeworfen zu werden. Was eventuell helfen kann.. Hast du schon mal daran gedacht, ein kleines Buch zu kaufen und da etwas reinzuschreiben? Also nicht so Tagebuch-mäßig, sondern eher, wenn du in einer Angstsituation steckst und wenn du wieder raus bist, reflektierst du das Ganze?
Nur sonne fixe Idee, das hat mir damals etwas helfen können.

Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass das was bringt :eusa_think:

Amy ist echt super :)
Das kleine Sensibelchen merkt es ja auch sofort, wenn es mir schlechter geht
 
Thema:

Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie

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