Was mich stört ist, dass es bei dir so klingt, als wäre es in Deutschland nicht möglich, ne gute Verhaltenstherapie zu machen. Aber es gibt Therapeuten, die schaffen das, auch wenn die Rahmenbedingungen nicht optimal sind.
Klar ist das so; aber der Weg bis man einen von den wenigen guten gefunden hat kann ziemlich steinig sein (und manchmal sogar gefährlich), deswegen wäre es wünschenswert wenn sich an den Rahmenbedingungen etwas ändern würde, damit mehr Menschen geholfen werden kann.
Auch unter dem Aspekt, dass es jemandem mit Ängsten oder Depressionen sicher nicht leicht fällt erstmal 1000 Nummern anzurufen um mit Glück in 6 Monaten einen Therapeuten zu finden der sich dann auch noch als riesen Reinfall entpuppen könnte :?
Ich wurde übrigens nicht in der Uni indoktriniert.
Das du das sagst nehme ich mal als Beweis dafür, dass du doch ganz schön indoktriniert bist und deswegen dein Urteilsvermögen nicht ganz gegeben ist, schließlich merkt man es ja selber nicht, wenn man einer Doktrin verfällt!
Ich hoffe es wird deutlich, dass diese Aussagen von mir nur sarkastisch gemeint sind, und du verstehst, dass es mich stört, wenn man mir Urteilsvermögen abspricht nur aufgrund der Tatsache, dass ich neben angelesenem, theoretischen Wissen auch eigene Erfahrungen mit einer Sache gemacht habe.
Dabei sollte eigentlich gerade die Mischung aus erworbenem und erfahrenen Wissen mich hier zu einem Urteil befähigen.
auch wenn sich rausstellt, dass es nicht funktioniert. Denn das ist selten der Fall
insgesamt 3 Jahre mit 2 Therapeutinnen durch Wohnortwechsel der 1.), die mir nicht geholfen hat.
Du, Mitch, ich, mein Freund, diverse Leute in meinem Bekanntenkreis.....wann taucht denn mal jemand auf, der sagt die Therapeutensitzungen so wie sie von der Kasse bezahlt werden hätten ihm geholfen :lol:
3 Jahre sind übrigens heftig, ich hab das ganze beendet als auch die vierte Therapeuten sich nach nicht mal 10 Sitzungen als Nullnummer rausgestellt hat und habe mich nach einem Konzept umgesehen, welches mir besser zusagt und wovon ich mir mehr verspreche ...meine Negativ-Erfahrungen sollte also eigentlich geringer sein als deine
Da muß jeder für sich das Richtige finden. Ich habe meine Ängste und Panikattaken paradoxerweise schlußendlich damit überwunden, dass ich akzeptiert habe, dass sie zu meinem Leben gehören.
Das hat mir auch sehr geholfen - akzeptieren, nicht bekämpfen; und schon wurden die Ängste viel zahmer und umgänglicher

Aber natürlich ist auch hier jeder anders, Knopfstern berichtet ja eher, dass es für sie ganz gut funktioniert die Ängste zu "bekämpfen" und auch wenn jemand anderes 'hart bleibt' wenn wieder Angst aufkommt da sie so die Ängste gar nicht zulässt.
Jeder muss für sich selber seinen Weg gehen.
Und wer hilfe sucht und sich mit sich auseinandersetzt, der kommt auch weiter.
Auch das ist wichtig, ich glaube schon auch, dass ich meinen Weg am Ende nur gefunden habe weil ich ihn so verzweifelt suchte und habe erfahren: man kann Lösungen finden, wenn man sich auf den Weg nach ihnen traut

Geholfen hat mir dabei auch, dass ich endlich ganz genau wusste wie ich mir "meinen" Therapeuten vorgestellt habe und ich mir vorgenommen habe keine Kompromisse mehr einzugehen (wirklich, ich vertrage keinen Druck, kein 'böses' Wort, wenn man mich nicht mit Samthandschuhen anfasst bin ich weg :lol

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Mit so klaren Vorstellungen hat's dann auch geklappt, deswegen fragte ich Mitch nach ihrer Traumvorstellung für eine Therapie
