Die Haltung von Versuchstieren hinter standardisierten hygienischen Barrieren ist ein weiterer Aspekt, der dem Wohlergehen der Versuchstiere dient und im TFZ eine wesentliche Rolle spielt. Die Mehrheit unserer Versuchstiere lebt hinter einer solchen Barriere, die bei einem verantwortungsvollen Verhalten von Nutzern und Tierpflegern das Einbringen von pathogenen Mikroorganismen verhindert. Dies ist sowohl tierschutzrelevant als auch notwendige Voraussetzung dafür, dass tierexperimentelle Forschungsarbeit ohne beeinträchtigende Außenfaktoren durchgeführt werden kann. Die Tierhaltungen werden regelmäßig mikrobiologisch überwacht, um ein akzidentelles Einbringen von Pathogenen frühzeitig zu erkennen und ggf. entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die höchste Form der hygienischen Barriere stellt die Haltung keimfreier bzw. gnotobiotischer Versuchstiere dar, die frei von allen nachweisbaren Formen von Mikroorganismen sind und in den letzten Jahren im TFZ wieder stark an Bedeutung gewonnen hat. Bei Versuchstieren mit konventionellem Hygienestatus (z.B. landwirtschaftliche Nutztiere) ist dieser vergleichsweise hohe Hygienestand nicht gewährleistet.
Entscheidend bei dem, was du hier zitierst, ist der letzte Satz. Z.B. Verhaltensforschung oder Ernährungsforschung bei Hunden, dafür reicht vollkommen konventionelle Haltung, d.h. keine Hygieneschleusen etc. Nach der Tierschutz Hundeverordnung müssen Hunde sogar mit Freilauf gehalten werden, außer der Versuch lässt es nicht zu. Dann muss aber auch im nächsten Schritt erst abgewogen werden, ob die Hunde wirklich dauerhaft isoliert werden müssen oder nur während einer Versuchsphase, die auch nur ein paar Wochen dauern kann.
Einen Versuch, wo Hunde ihr Leben lang von der Frischluft isoliert gehalten und dann vermittelt werden sollen, bekommt man nur schwer genehmigt. Da muss man schon sehr gute Gründe für aufweisen. Einen Versuch, wo man Hunde isoliert halten will, die am Ende ohnehin sterben, wird dahingegen eher leichter genehmigt. Die richtige SPF Haltung bei Hunden gibt es meines Wissens nach gar nicht.
Im Regelfall leben die Hunde, die in der Vermittlung stehen in ganz "normalen" Zwingeranlagen in Gruppenhaltung, haben täglichen Menschenkontakt und haben keine negativen Erfahrungen mit Menschen. Das sind alles Vorschriften, die so in der Hundeverordnung stehen und auch jährlich kontrolliert werden.
Ich weiß von einem richtigen echten Versuchsinstitut, das jeden Hund vermittelt, die gehen mit ihren Hunden in die Welpenspielstunde, um sie besser zu sozialisieren. Und ein anderes kenn ich, da gehen alle in die Hundeschule. Und noch ein kenn ich, da kommt auf einen Pfleger vier Hunde und die müssen ein Mal im Monat eine neue Sozialiserungsaufgabe beibringen (z.B. Regenschirme, Kinderwagen, laute Geräusche, Staubsauger, etc.). Nicht jedes dieser Institute ist in Deutschland, aber alle in Europa
Ach ja, damit ich die Quellen nicht vergess:
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/tierschhuv/gesamt.pdf
http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html
Auslandshunde sind übrigens nicht immer gleich Straßenhunde.. da gibt es genauso Hunde, die ganz normal wie hier im TH abgegeben werden, aus ganz verschiedenen Gründen.
Unser Pflegehund kam ja auch nicht von der Straße, sondern wurde mit 3 Monaten in einer Hundepension abgeben und nie wieder abgeholt. Ein paar Monate kam er dann ins Tierheim und von da aus nach DE, da war er ca. 1 Jahr alt. Er war dadurch eher wie ein "großer" (hatte ja auch nur ca. 30cm) Welpe, der aber vor nichts wirklich Angst hatte (außer Gewitter-Donnern) und Menschen liebte
Klar, natürlich nicht. Meine ist auch ein Auslandshund und hat seit Welpe bei einer Familie daheim im Rudel mit gewohnt.
2. Joa, zeigt die Erfahrung des Auslandstierschutzes auch... wenn man so will. Alle sind lieb, ganz besonders kinderlieb, Hunde mögen sie sowieso immer, Jagdtrieb haben sie natürlich nicht und sie sind ja soooo dankbar, wenn sie hier ankommen.
Die Realität sieht oft ganz anders aus.
Eigentlich ist die Erfahrung mit den Auslandshunden eine andere. Jedenfalls bei den Orgas, die ich näher kenn. Grad bei den Auslandsorgas gibt es inzwischen allerdings ein paar schwarze Schafe, die teilweise nur auf Teufel komm raus nach Deutschland schaffen.
Laborbeagle Orgas dahingegen gibt es nur 4 oder 5 in Deutschland. In dem Moment, wo die den Besitzern oder Instituten negativ auffallen, verlieren die ihren Ruf. Das Resultat kann sein, dass sie keine Hunde mehr bekommen oder ihnen keine Hunde mehr abgenommen werden. Beides bricht ihnen das Genick.
Ich find es echt schade, dass es immer noch so viele Vorurteile gibt.