Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung?

Diskutiere Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Borders? Die Mehrzahl von Border Collie ist Border Collies und somit bleibt der abgekürzte Plural "Border" und nicht "Borders". Das klingt...
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #41
Off-Topic
Borders? Die Mehrzahl von Border Collie ist Border Collies und somit bleibt der abgekürzte Plural "Border" und nicht "Borders". Das klingt schrecklich :roll:


Sanshu, wie bereits gesagt kann der TE genauso gut wie jeder andere Mensch die Hundesprache lernen und steht da in keinem Nachteil zu einem "normalen" Menschen, denn auch die haben keine angeborene Ahnung von Hundesprache.
Und der TE ist nicht körperlich behindert, warum sollte er da nicht den Hund am Kragen vom Radweg ziehen koennen? Oder zweimal pfeiffen koennen um den Hund sofort zu sich zuholen?

Mir entgeht deine Logik.
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung?

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  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #42
Wie gesagt, ich habe nicht geschrieben, dass es nicht geht.
Aber "alles schönreden" kann man auch nicht.
Je nach Hund ( zähle mal Wolfspitz ) eher dazu brauchen klare
regeln, Körpersprache.
Wenn jetzt zb. ein Radfahrer kommt ( schnell und unerwartet ).
Der Hund muss sich sofort legen und ich bekomme kein ton raus
und kann keine richtige Sichtzeichen geben ( die mein Hund
vielleicht eh nicht sieht ) kann es gefährlich für Hund und Radfahrer werden.
Der Hund kann ja auch frei sein oder lange Leine.
Pfeifen kenne ich welche, die stottern und nicht können. Mit Hundepfeife
ist nicht immer Zeit genug.

Wenn ich selbst schüchtern bin und extrem zurückhaltend, kann der Hund die Führung
über nehmen, da braucht er klare Regeln und ansagen.
Auch da, muss ich mich kontrollieren können.

Mein Hund kann zb. in der Pubertät andere Hunde blöd finden, da muss ich andere
Leute ansprechen, darf nicht ängstlich wirken usw.

Wie gesagt, kann alles klappen. Aber so was muss man mit bedenken.

Hunde können sich anpassen, können Sachen lernen. Da ist es auch egal ob Platz so oder so ist,
aber Gedanken lesen und immer lieb sein nur weil man behindert ist, macht ein Hund auch nicht.
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #43
Sehr interessant zu sehen, wie ein Thread zum Selbstläufer wird. Was nicht schlecht ist, ich finde die Richtung, die die Diskussion genommen hat, echt spannend. Von meiner Seite aus bin ich zuversichtlich, dass die hier enthaltenen Beiträge auch anderen Interessenten, bzw. Hilfesuchenden eine Unterstützung sein werden.

Ich denk, ich warte mit Antworten erstmal bis Morgen ab, wenn nicht mehr so schnell gepostet wird und schaue dann, ob sich neue Fragen ergeben haben, auf die ich zusammenfassend eingehen kann.

Mich deucht, ich werd den Züchter nochmal anschreiben (Erstkontakt führte über E-Mail und dann über Telefon) und fragen, wie er das sieht. Wenn bei ihm sofort die Alarmglocken schrillen und sich fortan weigert, mir in Zukunft einen Hund zu verkaufen, wäre das für mich ein ziemlicher Schlag. Nicht nur, weil damit ein Züchter in der Nähe rausfällt und ich ansonsten quer durch Deutschland fahren müsste, sondern weil ich dann in eine Schublade gesteckt werde. :(
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #44
Du sagst doch, das du dir ja selber noch Zeit geben möchtest mit einem Hund.

Und du schreibst ja auch, das du bei diesem Züchter bereits warst, oder?

Frag ihn doch mal, ob du regelmässig vorbei kommen kannst.
Ob du dich mit ein wenig um die Hunde kümmern kannst umzusehen, ob der Wolfsspitz was für dich ist.
Ob du dich ein wenig mit einbringen kannst um alles über die Rasse und deren Art und Wesen zu erfahren.

Und ob er dir zur Seite stehen kann, einen passenden Hund, vom Charakter her, für dich mit zufinden aus seinem Wurf.
Wenn der Züchter wirklich gut ist, dann wird er auf deinen Wunsch eingehen. ;)

Ich denke, so wie ich das bisher aufgefasst hatte, war der Züchter ja recht nett und würde dir ja auch einen Hund verkaufen.

Ich würde ihn einfach mal fragen. :)
Er wird seine Rasse am besten kennen und du kannst von ihm auch viel lernen. ;)
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #45
Mich deucht, ich werd den Züchter nochmal anschreiben (Erstkontakt führte über E-Mail und dann über Telefon) und fragen, wie er das sieht. Wenn bei ihm sofort die Alarmglocken schrillen und sich fortan weigert, mir in Zukunft einen Hund zu verkaufen, wäre das für mich ein ziemlicher Schlag. Nicht nur, weil damit ein Züchter in der Nähe rausfällt und ich ansonsten quer durch Deutschland fahren müsste, sondern weil ich dann in eine Schublade gesteckt werde. :(

Die Wahrscheinlichkeit in die Schublade mit der Aufschrift "Klischee" gesteckt zu werden ist immer da und wird immer da sein, deshalb wissen bei mir auch nur die nötigsten Personen von meinem Befund. Aber selbst wenn der Züchter auf einmal komplett blockiert, denke immer an das Zitat von Nelson Mandela: "The greatest glory in living lies not in never falling, but in rising every time we fall.".
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #46
Ich dachte du wärst schon beim Züchter gewesen?

Ich finde es toll, dass du dir so viel Gedanken machst.
Das machen die meisten nicht.

Ich würde mir aber mehrere Züchter anschauen, alleine schon
ein Unterschied zu sehen.
Es kann passieren, dass ein Züchter "nein" sagt. Ich kenne
das ( sitze im Rollstuhl und wollte ein Border, alles andere wie leicht
einen Hund vom gute Züchter. Es gab ein paar wo "nein" gesagt haben,
weil es ihnen zu Riskant war und nicht 100%ig sicher. Ein paar haben es
aber auch lange überlegt...
Aber ein sehr guter Züchter macht sich viele Gedanken, kennt seine Hunde,
und die Welpen wachsen ans Herz. Da will der Züchter auch nur
die besten zukünftige Käufer.
Es kann auch sein, dass ein Wolfsspitz zu dir passt und die nächste Line nicht.
Das wegen, wenn du meinst, es passt alles. Dann nicht gleich aufgeben, wenn
es doch nicht klappt.

Nephilim, ich hatte es auch bisschen anders gelesen mit der Körpersprache. Für
mich hat es sich so gelesen, dass er es schwer findet auseinander zu halten, also generell.
Finde es gerade nicht, kann sein, dass ich es falsch gelesen habe.
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #47
Nettes Thema, muss auch mal mitsenfen :mrgreen:
Willkommen im Forum GAZ Vodnik. Ich bin schwer verknallt in Deine Signatur ;)
Die Diagnose Autismus sagt erstmal nichts darüber aus, ob Du in der Lage bist, adäquat mit einem Hund umzugehen.
Du hast Schwierigkeiten die Mimik und Gestik der lieben Mitmenschen zu lesen und Du stotterst wenn Du aufgeregt bist.
Das Problem haben ziemlich viele, ohne überhaupt jemals irgend eine Diagnose bekommen zu haben.
Tiere/Hunde haben sie wahrscheinlich trotzdem.

Ich nehme an, Du hast im Zuge der Diagnostik einen IQ-Test gemacht? Nein, sag es mir nicht. Ich vermute, Du bist im höheren Bereich angesiedelt. :eusa_shhh:
Ein 22jähriger, der das Wort "deucht" in seinem Sprachschatz hat, ist mir ungesehen sympathisch. :mrgreen:

Du machst das alles schon ganz richtig. Halte an Deinem Traum fest, bis Du das Grundgerüst drumherum gebildet hast und dann hol Dir Deinen Wuffi und lerne und wachse mit ihm zusammen an den vielen Aufgaben die es mit sich bringt, wenn man einen Hund hat.
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #48
Hallo,

wusstest du, daß es Assistenzhunde speziell für sämtliche Spektren des Autismus gibt - so auch u.a.für Asperger? Und dass du diese mit Fördermitteln etc. unterstützt von verschiedenen Einrichtungen "beantragen" kannst. ( ohne Unterstützung sind die zu teuer...)

Der absolute Vorteil sich, wenn betroffen, so ein Tier an zu schaffen ist, daß der Hund als ausgebildeter Therapiebegleithund dich immer und überall hin Begleiten darf (von der Schule über Uni, zum Bäcker bishin zum Arbeitsplatz) - da fällt also die Sorge , was machen wenn ich Arbeit finde...oder Ausbildungsplatz schon mal weg.

Ausserdem können diese wundervollen Hunde wirklich kleine Wunder bewiken und den Alltag, ja das gesamte Leben um einiges einfacher machen.

Ich habe dir hierfür ein paar Links rausgesucht...super interessant:










LG Suno
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #49
Suno, das ist ein super hilfreicher beitrag :041:

Sanshu, sei mir nicht böse.. aber du bist selber körperlich eingeschränkt- auch DU kannst nicht immer reagieren, eingreifen, schützen. Trotzdem hast du gleich 3 Hunde... In wie weit GAZ durch seine Sprachstörung eingeschränkt ist kannst du ja gar nicht sagen ;)
Ich kenne genug Leute die nicht stottern, aber wenns mal ernst wird bekommen die auch kein sinnvolles und vernünftiges Kommando raus. Und man muss nicht die üblichen 0815-Wörter nehmen, GAZ kann sich ja wörter aussuchen bei denen er weiß darüber stolpert auch bei aufregung nicht.

Und ich selber musste noch NIEMALS laut werden, gerade nicht wenn die Hunde versuchen sich zu prügeln. Damit kratzt man die Hunde erst recht auf! Ruhig und besonnen reagieren ist deutlich sinnvoller.



Rein vom Gefühl her denke ich das GAZ ein besserer Hundehalter wird als 80% der HuHa´s hier.. DIE sind nämlich 100% gesund und trotzdem oft dumm wie Bohnenstroh.
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #50
Ich halte nichts davon einen Hund anzuschaffen.

Und das hat überhaupt nichts mit deiner Krankheit zu tun sondern mit deiner Lebenssituation.

Für einen Hund benötigt man Zeit und Geld und die passende Unterkunft.

-Es ist nicht geklärt, wie deine berufliche Zukunft aussieht, aber du kannst dich nicht darauf verlassen, dass du die nächsten 15 Jahre einen Beruf hast, der mit deinem Hund kompatibel ist. Du weißt nicht, wie lange du außer Haus sein wirst oder ob dein Hund dich zur Arbeit begleiten kann.
-Finanziell sind es nicht nur die Anschaffungskosten, du benötigst Zubehör, Futter und musst den Tierarzt bezahlen können auch wenn mal ein OP ansteht oder ähnliches.
-eine bezahlbare Wohnung in der man mit Hund leben kann muß erst einmal gefunden werden.
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #51
Ich halte nichts davon einen Hund anzuschaffen.

Und das hat überhaupt nichts mit deiner Krankheit zu tun sondern mit deiner Lebenssituation.

Für einen Hund benötigt man Zeit und Geld und die passende Unterkunft.

-Es ist nicht geklärt, wie deine berufliche Zukunft aussieht, aber du kannst dich nicht darauf verlassen, dass du die nächsten 15 Jahre einen Beruf hast, der mit deinem Hund kompatibel ist. Du weißt nicht, wie lange du außer Haus sein wirst oder ob dein Hund dich zur Arbeit begleiten kann.
-Finanziell sind es nicht nur die Anschaffungskosten, du benötigst Zubehör, Futter und musst den Tierarzt bezahlen können auch wenn mal ein OP ansteht oder ähnliches.
-eine bezahlbare Wohnung in der man mit Hund leben kann muß erst einmal gefunden werden.


Du weißt aber schon dass das nicht nur für GAZ gilt sondern immer?

Wenns danach geht dürft niemand mehr nen Hund halten :roll: Wir haben auch binnen 14 Tagen beide den Job verloren. Trotzdem haben wir es geschafft
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #52
Ja, das gilt für alle.
Für mich ist es ein Unterschied, ob man bereits mit Hund in eine Notlage kommt, oder sich bewusst mit ungünstigen/ ungeeigneten Voraussetzungen einen Hund anschafft.

Und es ist ein Unterschied, ob der Hund von einer Person abhängig ist, oder ob sich mehrere Personen die Aufgabe teilen. Ich finde es nicht zumutbar, dass ein Hund über einen längeren Zeitraum für neun oder mehr Stunden allein zu Hause eingesperrt ist. Wenn man von einem normalen Arbeitstag mit acht Stunden ausgeht plus halbe Stunde Anfahrtszeit, ist der Hund dadrurch unter der Woche schon neun Stunden alleine...

ICH hätte auch gerne einen Hund. Wohnung passt, Finanzen passen, aber ich bin täglich 8-10 Stunden außer Haus. Das mute ich keinem Hund zu.

Und GEZ will einen Welpen, da finde ich so eine lange Zeit noch krasser.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #53
Es gibt ja zum glück auch die möglichkeit den Hund mit zur Arbeit zu nehmen...

zumal Suno ja ein paar gute Links gepostet hat, sollte der Hund ein Assistenzhund werden hat sich das sowieso erledigt.

Zumall GAZ ja nicht JETZT einen Hund holen will sondern erst nach seiner Ausbildung
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #54
Ich halte nichts davon einen Hund anzuschaffen.

Und das hat überhaupt nichts mit deiner Krankheit zu tun sondern mit deiner Lebenssituation.

Für einen Hund benötigt man Zeit und Geld und die passende Unterkunft.

-Es ist nicht geklärt, wie deine berufliche Zukunft aussieht, aber du kannst dich nicht darauf verlassen, dass du die nächsten 15 Jahre einen Beruf hast, der mit deinem Hund kompatibel ist. Du weißt nicht, wie lange du außer Haus sein wirst oder ob dein Hund dich zur Arbeit begleiten kann.
-Finanziell sind es nicht nur die Anschaffungskosten, du benötigst Zubehör, Futter und musst den Tierarzt bezahlen können auch wenn mal ein OP ansteht oder ähnliches.
-eine bezahlbare Wohnung in der man mit Hund leben kann muß erst einmal gefunden werden.

Wer, ausser vielleicht ein Beamter, kann denn garantieren, dass er die nächsten 15 Jahre in seinem Job bleibt? Und Hand aufs Herz, wieviele Hundehalter haben wirkliche hundekompatible Berufe? Das muss nicht zum Problem werden, wenn man sich sorgfältig Gedanken macht und eine Lösung B im Hinterkopf hat. Klar ist es immer praktisch, wenn man evtl. Freunde/Verwandte in der Nähe hat, die den Hund auchmal übernehmen können, aber wenn das nicht geht, dann gibt es heutzutage ja auch andere Möglichkeiten. Ich hab es schon 100x geschrieben, aber wir bringen Diego z.B mind. 1x wöchentlich zum Hundesitter. Und zwar nicht nur weil wir dann arbeitsmäßig entlastet sind, sondern weil das auch einfach eine tolle Abwechslung für unseren Dicken ist und ihm der Kontakt zu den anderen Hunden dort gut tut. Eben wie bei Menschen im Kindergarten. Und vielleicht kann sich der TE ja auch von Anfang an so eine Option suchen, die- für den Fall das er mal länger unterwegs ist, ins Krankenhaus muss oder doch mal nicht selbst für seinen Hund sorgen kann- einspringen kann. Sowas gibts mitlerweile selbst auf dem Land zu Hauf und sollte binnen der nächsten 3 Jahre ausfindig zu machen sein. ;)

Wo wir auchschon beim eigentlichen Thema wären: der TE schreibt, dass er ohnehin nicht dieses Jahr diesen Schritt wagen will. Ob es jetzt wirklich 3 Jahre dauert würde ich auchmal dahingestellt lassen (wenn man sich etwas sehr wünscht und alle Rahmenbedingungen früher geklärt sind, würde ich auch nicht solange warten!), aber einige Zeit geht noch ins Land und in dieser kann man sich vorbereiten, einlesen ins Thema Hund, für die Erstausstattung sparen und Finanzpläne für den Notfall machen.

Und ich mag mich täuschen, aber jemand der anscheinend so sensibel mit der Thematik umgeht, ob er als Autist einen Hund halten kann, der wird es vermutlich auch schaffen den Hund genauso gut oder schlecht zu versorgen, wie es ein "gesunder" Mensch kann.

@Sanshu: Mein Hund legt sich bei Fahrrädern auch nicht hin und um ehrlich zu sein muss ich manchmal 3x rufen, ehe der werte Herr angetigert bekommt. Wieviele Hunde hören wirklich so perfekt, dass sie sämtlichen Gefahren auf Kommando aus dem Weg gehen können? Klar wäre das optimal, aber wenn ich weiß, dass meine Sprache im richtigen Moment vielleicht versagt, dann muss ich meinen Hund eben in Greifweite haben, an der Leine führen und nur dort laufen lassen, wo ich sicher sein kann, dass mir so schnell keine plötzlichen Risikofaktoren entgegen kommen. Weitsicht heißt hier das Zauberwort und funktioniert fast genauso gut, wie den hund maschinengleich zu erziehen. Das ist zwar für den Halter anstrengender, weil man nichtmehr träumend durch die Gegend spazieren kann, aber im Umgang mit einem Lebewesen nie schlecht.

@GAZ: Etwas verabschieden solltest du dich allerdings von der romantisierten Vorstellung des "ewigen Begleiters". Ein Hund ist nicht immer nur der beste Freund. Jeder Hund macht auchmal blödsinn, pöbelt andere Hunde oder Menschen an oder macht etwas kaputt. Vielleicht will er auchmal nicht kuscheln oder entwickelt seine ganz persönliche Eigenarten, die dich vor neue Aufgaben stellen. Es ist und bleibt nunmal ein Lebewesen und genau wie du manche Dinge lieber tust oder auch nicht, kann dir niemand von Anfang an garantieren, dass der Hund sich so entwickelt, wie du es dir wünscht. Ich finde du schreibst sehr reflektiert und durchdacht, deshalb solltest du dir diesbezüglich einfach nochmal Gedanken machen. Kannst du auch damit umgehen, wenn der Hund nicht DER Begleiter wird, den du dir herbeisehnst?

Ansonsten sehe ich jetzt per se erstmal keinen Grund, wieso ausgerechnet du keinen Hund halten dürftest. Klar ist aber auch, dass wir hier nur subjektive Beiträge lesen. Ich würde wohl auch das Gespräch mit dem Züchter suchen, ggf. erstmal zum gucken und kennen lernen hinfahren und wenn dann ein erstes Bild/ eine erste Sympathie entstanden ist, von deinem "Problem" berichten. Ein gewissenhafter Züchter sollte i.d.R auch eine gute Menschenkenntnis haben und einschätzen können, ob und wenn ja welchen Hund er dir anvertrauen möchte.

Liebe Grüße
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #55
Sodele, was ist hier so passiert...

MMMM, was jetzt?

Ach ja:

Hier ist wohl aufgrund meiner längeren Beiträge etwas durcheinandergeraten, deswegen kläre ich besser auf, bevor sich noch weitere Missverständnisse einschleichen.

Die 3 Jahre beruhen nicht allein auf die Ausbildungszeit, sondern auch auf die Welpen. Der Züchter selbst sagte mir, dass sie alle bereits reserviert seien und ich deswegen bis zum nächsten Wurf warten müsste, was 2 Jahre in Anspruch nimmt (Besuchstermin war noch dieses Jahr). Ich kann ja schlecht in sein Haus einbrechen und einen Welpen mitgehen lassen.
Vielleicht dauert es auch insgesamt länger als 3, in der heutigen Zeit kann man von Glück sprechen, überhaupt einen halbwegs sicheren Job gefunden zu haben.

Dann gehe ich mal auf einige Posts hier ein. Und wieder, wenn ich was vergessen hab, einfach anhauen. :023:

@Knopfstern:
Ja, ich war bei ihm schon und wir gingen mit positivem Ergebnis auseinander. Ich würd mich echt freuen, wenn du mir bei kommenden E-Mails, die diese von dir angemerkten Vorschläge beinhalten, helfen könntest, damit ich nicht wie ein aufdringlicher und nerviger Arsch rüberkomme. :uups:

@Hexe76:
Im Rahmen meiner Autismus-Diagnose wurde ein kleiner IQ-Test gemacht und ein durchschnittlicher Wert festgestellt. Überschätz mich da mal bitte nicht, ich bin echt nicht der Hellste und manchmal "etwas" doof. ;)

@suno:
Nee, wusste ich noch nicht, THX 11-38! Sind se ähnlich wie Blindenhunde? Muss ich mir mal angucken... :028:
Die werden aber nicht bei der ARGE beantragt, oder?

@Sini:
Ich würde mich sehr freuen, wenn du dir meine Beiträge nochmal genau durchlesen würdest, damit du dich davon überzeugen kannst, dass ich nicht zu denen gehöre, die sich unüberlegt einen Hund anschaffen. Zumindest hoffe ich das. ;)
Mir ist völlig klar, dass ich einem Hund im Moment kein sicheres Umfeld bieten kann und sehe daher vorerst von einem Kauf ab. Sonst sind die Tierheime um einen armen Hund, MMMM, "richer". :(
Und ihr hättet einen weiteren Typen zum Teeren und Federn.

@Kasary:
In meiner Zeit als stiller Mitleser bin ich häufig auf Threads gestolpert, in dem über Schwierigkeiten in der Welpenzeit und in der Pubertät berichtet wird. Ich stelle daher die Behauptung auf, dass ich darüber im Bilde bin, was wahrscheinlich auf mich zukommen wird, wenn der Hund eine kritische Phase erreicht. Ganz reibungslos verlaufen sie ja in der Regel nicht, wie ich gelesen habe. :eusa_think:

Und ich kann nur hoffen und beten, dass ich zur rechten Zeit die richtigen Mittel weiß. Denn wie du sagtest, kann sich das Tier anders entwickeln als gedacht. Selber habe ich ja auch andere Dinge zu tun, als rund um die Uhr mit ihm zu kuscheln.
Abgeben würde für mich nicht niemals in Frage kommen. Ich hab mich für ihn entschieden und wenn er da ist, obliegt mir die Verantwortung, ihn anständig zu erziehen. Ich weiß, man sollte Hunde nicht vermenschlichen, aber ein Baby/Kind gibt man ja auch nicht einfach ins Heim ab, wenn es nervt, sonstigen Mist baut oder einen anderen Charakter hat als ursprünglich gewünscht.
Keine Ahnung ob man folgendes Zitat hier anwenden kann, aber ich meine, er passt irgendwie:
"Denn erst habt ihr mich gewählt, und jetzt habt ihr den Salat [...]" :mrgreen:
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #56
@suno:
Nee, wusste ich noch nicht, THX 11-38! Sind se ähnlich wie Blindenhunde? Muss ich mir mal angucken... :028:
Die werden aber nicht bei der ARGE beantragt, oder?

Nein, normalerweise kann / sollte (d) ein Arzt dies beantragen, bzw. dir eine Art Gutachten im Hinblick einer Beantragung ausschreiben - das geht erst mal zur Krankenkasse.
Die stellen sich im normal fall dumm, taub und uneinsichtig ....Blindenhunde können sie noch verstehen...aber bei Asperger - ähnlich wie bei Epelepsie .....da musst du schon Glück haben...auf den ersten Antrag ihn.


Deshalb wirst du mehr Energie hineinlegen müssen um dir Unterstützung zur Durchsetzung des Antrags (kostenreduzierte oder gar kostenlose Therapiehund Anschaffung):

Ich weiß nicht inwieweit dir die Krankheit (ist es denn eine ? sorry - ich weiß sehr wenig darüber) erlaubt energisch tätig zu werden - wobei ich mal annehme daß, solche Vereine wie Aspies ev. ziemlich genau wissen wie man mit einander umgeht.... und dir zur Seite stehen können:



Allein auf der Seite findest du über 12 Verbände und Institutionen....Ich mach sie hier jetzt nicht alle auf - ich möchte dich nicht damit erschlagen.
Wobei deine Beiträge wirklich auffallend schön, super klar strukturiert und informativ sind. Soll heißen mit e-mail wirst du sicher eine ganze Menge ausrichten können.


.....Im großen und ganzen kostet so eine Ausbildung für den Hund zwischen 3000.-€ und 7000.-€ ....plus natürlich das Tier an sich.
Die hat man ja nicht unbedingt mit 22 Jahren einfach mal einfach so...



oder lass dir da weiter helfen / infos geben:



ja, soviel zu deiner Frage

gruss Suno
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #57
Off-Topic
*kurz nochmal reinschleicht*
Jetzt mal ehrlich - so viele Gedanken wie GAZ macht sich wohl kaum jemand, da haben wir doch hier schon wahrlich einiges erlebt. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es ein Hund bei GAZ echt richtig gut haben würde, eben weil er sich so viele Gedanken macht und sich Zeit nimmt und nichts überstürzt... Überhaupt gefällt mir die gesamte Einstellung...
Also für mich spricht mal gerade rein gar nix dagegen, dass GAZ sich einen Hund zulegt - wann auch immer das sein mag....
*schnell wieder rausschleicht*
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #58
@Knopfstern:
Ja, ich war bei ihm schon und wir gingen mit positivem Ergebnis auseinander. Ich würd mich echt freuen, wenn du mir bei kommenden E-Mails, die diese von dir angemerkten Vorschläge beinhalten, helfen könntest, damit ich nicht wie ein aufdringlicher und nerviger Arsch rüberkomme. :uups:

Da helfe ich dir, sehr sehr sehr sehr gerne. :)
Das ist absolut kein Problem und ich denke, das wir das hinbekommen, das die Züchterin dir zur Seite steht. ;)
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #59
Ich habe nicht gesagt nicht in der Lage ist einen Hund zu führen bzw sicher zu führen.

Ich habe nur geschrieben, dass nur weil man behindert ist, nicht unbedingt einen Traumhund
bekommt.
Das man den Hund schützen muss. Das man auch mal Leute ansprechen muss, auch befehlen ( weil ein Hund frei entgegen kommt oder sonst was),
wenn man schüchtern ist. Den Hund schützen andere abblocken. Ja, da hilft auch mal ein "geh weg".
Der Hund braucht auch klare Kommandos/Zeichen/wie auch immer, die dem Hund Sicherheit geben.
Bringt nix, wenn der eigne Hund keine andere Hund mag, der Schutztrieb kommt durch und ein
freilaufender Hund kommt entgegen. Ich bekomme kein Wort raus, und kann mich nicht richtig
bewegen.

Und nur weil man behindert ist, ist der Hund nicht zwangsläufig lieb und Einfühlsam und nimmt
immer Rücksicht.

Ich hätte auch schreiben können. Klar, du bist behindert, der Hund erzieht sich von selbst. Wird nie Probleme
geben, weil er immer Rücksicht auf dich nimmt.
Das ist aber nicht die Realität.

Wenn ich mir vorstelle. Ein Wolfsspitz mit Schutztrieb und kommt mir entgegen. Frauchen ist unsicher und der Hund merkt
es. Hört nicht und will Herrchen beschützen. Herrchen bekommt kein Wort raus und "fuchtelt" mit den Arme rum.
Also da will ich nicht entgegen kommen.

Klar, muss es nicht so kommen, aber es kann.

Und ob es mit einem Hund klappt, kann ich deswegen nicht sagen. Ich kann aber sagen, wie
es mit einem Hund ist.

Und ein Hund kann ein toller Partner sein, der Hilft. Aber auch der Hund hat Ansprüche.

Ein guter Züchter steht immer zur Seite.
Auch nach dem Kauf.
Zb. treffe ich mich mit der Züchterin von den Borders am Samstag, dann am Montag obwohl
sie nicht um die Ecke wohnt. Sie ist interessiert an ihre Hunde und hilft immer.
Das kann schon mal eine wichtige stütze sein, weil sie ihre Hunde kennt.
Als die B´s 6-7 Wochen waren kamen schon Interessenten für den C´s Wurf, der vielleicht nächstes
Jahr geben wird. Die Züchterin freut es, dass sie jetzt schon Kontakt haben. Dann kann die Züchterin
auch den Käufer besser kennenlernen. Sie sagt immer noch, dass es "ihre" Hunde sind.
 
  • Hundehaltung mit Autismus und Sprachbehinderung? Beitrag #60
Sanshu,

Ich gehe davon aus, das du auch mit allen drei Hunden auf einmal raus gehst, oder?
Wie machst du das?
Wenn dir ein Rad fahrer entgegen kommt?
Kannst du immer zu 100% sagen, das dein Hund reagiert?

Was machst du, wenn er doch mal nicht reagiert.
Wie gesagt, wir haben hier einen Hund und keine Maschine.

Mich würde das mal interessieren, weil du ja selbst im Rollstuhl sitzt.
Wie gehst du mit solchen Situationen um, wenn ein Hund euch bepöbelt?
Wie gehst du im Streit dazwischen?


Magst du da mal ein wenig Erzählen?
Ich kenne auch eine Dame, die im Rollstuhl sitzt und die hat ne Junge Hündin.
Allerdings kann ich da nur mit dem Kopf schütteln, weil der Hund wohl auch schon gebissen hat und sie eben nicht dazwischen gehen konnte.
Die musste aus ihrem Rolli raus und sich auf ihren Hund werfen.
Das finde ich riskant.
 
Thema:

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