Maus gefangen

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Elkecita

Elkecita

03.09.2013
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So, gestern war wieder eine drin in der Falle. Etwas kürzerer Schwanz, aber ansonsten gleiches Tier. Ob nun grosse Hausmaus oder kleine Hausratte, das sei jetzt dahingestellt. Haben auch sie neben den Müllcontainern wieder in die Freiheit entlassen. ich hoffe nur, uns sieht keiner zu, bestenfalls erklären sie uns für verrückt, schlimmstenfalls zeigen sie
uns an :mrgreen:

Aber die Frage ist nun: haben wir es mit einer Plage zu tun? Wie können wir gegen diese Plage angehen? Am Wochenende werden wir versuchen, alle möglichen Zugänge von aussen irgendwie zu verstopfen. Aber über die Abwasserrohre kommen sie doch irgendwie wieder rein, oder durchs Fenster, das wir normalerweise für Kitty offenlassen (keine Ahnung, inwieweit Ratten in der Lage sind, an einer rauen Wand bis aufs erste Fenstersims zu klettern). Rufen wir einen professionellen Dienst zur Plagenbeseitigung, dann wird Gift auf unserem Grundstück ausgelegt. Das will ich ja auch nicht. Selbst wenn ich es schaffe, dass Kitty mal ein paar Wochen drinnen bleibt, so gefáhrde ich doch alle anderen Katzen aus der Nachbarschaft, wie auch Vögel, Eichhörnchen und was weiss ich noch, was für Tiere bei uns ein und ausgehen. ich kann mich noch erinnern, wie unser Moritz vor Jahren elend einging, weil irgendjemand in der Nachbarschaft Rattengift ausgelegt hatte. Das war so grausam, das will ich keinem anderen Lebewesen antun.
 
Hexe76

Hexe76

24.08.2011
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Ich würde sagen, mach weiter mit der Falle. Zwei sind noch keine Plage.
Ich erinnere mich lebhaft an eine Erfahrung aus meiner Kindheit, als wir keine Katze hatten:
ich fand eine alte Lebenfalle für Mäuse. Sah aus wie ne Käseglocke mit diversen Eingängen, die so konzipiert waren, dass die Maus rein konnte, aber nicht mehr raus.
Die habe ich rein aus Interesse in unsren Schuppen gestellt.
Über Nacht waren sage und schreibe 10 Mäuse drin, die ich damals einfach alle wieder frei gelassen habe.
Wenige Wochen später brachte mein Vater eine Streunerkatze nach Hause, die bei uns blieb und dank gebasteltem Katzenhaus mit Alarm bei uns ein und aus ging.
Ich wiederholte mein spannendes Experiment mit der Mausefalle, bestückte das Ding jeden Tag neu und liess es im Schuppen.
Ausbeute nach 1 Woche:
Null!
Was ich damit sagen will?
Die Anwesenheit eurer Katze wird verhindern, dass es zur Plage kommt.
Abdichten von diversen Löchern wird trotzdem nicht verkehrt sein. ;)
 
Barcelos

Barcelos

02.04.2009
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Also eigentlich müsste eine Katze da wirklich sehr helfen.
Bevor Tigris vor 6 Monaten hier einzog, hatten wir auch ständig Mäuse im Schuppen und Vorraum (ab und an verirrte sich sogar mal eine ins Haus). Ein Jahr war es richtig schlimm, unsere Nachbarn hatten Fallen aufgestellt und teilweise waren die Mäuse in den Fallen gestapelt, die machten eine Tür auf und sahen zig Mäuse rumrennen - so schlimm war es bei uns zum Glück nie.
Jedenfalls haben wir aber immer irgendwo Beweise für die Anwesenheit von Mäusen entdeckt, seit Tigris hier ist, ist da nix mehr zu sehen.
Wobei, ob es wirklich an unserem Faultier liegt - wer weiß, aber seit sie hier wohnt, rennen hier auf einmal verdammt viele Katzen durch unseren Garten und im Schuppen nistet sich ab und an nachts auch ne Katze ein.
 
Elkecita

Elkecita

03.09.2013
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Tja, Kitty scheint sich da nicht angesprochen zu fühlen. Die lebt ja nun schon seit Wochen und Monaten in trauter Gesellschaft mit den Ratten/Mäusen (was auch immer das sein mag) und hat nichts zu deren Dezimierung beigetragen. Mag es daran liegen, dass Kitty auch nicht mehr die Jüngste ist (sie wird im März 14)? Sind die Nager zu schlau und schleichen immer hinter den Schränken rum, wo Kitty nicht dahinterkommt? Hat sie die kleinen Mitbewohner schon ins Herz geschlossen und adoptiert? Oder ist sie ganz einfach schon zu bequem und gut genährt, um sich auf die Jagd zu begeben? Kann ja auch sein, dass sie eingeschüchtert ist, denn die Nager sind ja nicht grade klein und ausserdem - gerade die letzte - recht aggressiv. Vielleicht hat sie sogar einen Heidenrespekt vor den Viechern. Wer weiss das schon, sie selbst sagt nix dazu.
Heut abend stellen wir die Falle wieder auf, und mal sehen, wie gut wir das Haus nach aussen dicht machen können.
 
Nienor

Nienor

04.11.2008
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Wobei, ob es wirklich an unserem Faultier liegt
Mäuse und Ratten haben instinktiv Angst vor dem Geruch von Katzen. Da muss das «Faultier» nicht viel tun und trotzdem sorgt er dafür, dass sich die Nager nicht mehr heimisch fühlen ;)
Anders ist das, wenn die Nager mit Toxoplasmose infiziert sind. Der Parasit braucht eine Katze als Wirt, um sich fortzupflanzen. Daher programmiert er quasi das Verhalten der Nager um. Die haben dann keine Angst mehr vor Katzen und werden leichter von denen gefangen und gefressen. Und schon ist der Toxoplasma gondii in der Katze und hat seinen Lebenszyklus quasi vollendet.
 
Barcelos

Barcelos

02.04.2009
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Das ist ja interessant, Nienor.

Ich musste beim Lesen direkt an Aristocats denken. An die Szene wo Roquefort Swingy und seiner Band hinterher rennt. Wo der weintrinkende Franzose dann völlig entsetzt seinen Wein wegkippt als er das sieht. Hätte er gar nicht machen müssen, er war nicht betrunken, sondern Roquefort war einfach nur mit einem Parasiten infiziert. :mrgreen:
 
Elkecita

Elkecita

03.09.2013
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Ja aber dann kann ich das erst recht nicht verstehen. Da leben mindestens 2 Ratten und eine Katze im gleichen Raum, seit Wochen und Monaten ......?????????? Und die Ratten ernähren sich fröhlich vom katzenfutter, will heissen, sie klettern sogar auf den Schrank (ca. 80 cm hoch) hoch, auf dem Kitty ihren Fressnapf stehen hat und schlagen sich den Bauch voll, bzw. holen sich Vorrat.

Erklärt mir das jetzt mal .....
 
seven

seven

24.12.2006
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Hm, erklären kann ich das jetzt nicht wirklich ;)
Aber solange die Ratten da in Form von Katzenfutter quasi das Schlaraffenland vor der Nase haben, werden sie wahrscheinlich bleiben, auch wenn Nienor absolut Recht hat, dass Mäuse und Ratten instinktiv Orte meiden, an denen sie Katzengeruch wittern...
Aber wahrscheinlich gibt´s keine andere Möglichkeit, Kitty das Futter jederzeit zugänglich zu machen, oder? (Ich überlege gerade, wie man das machen könnte... ein geschlossenes kleines Häuschen mit Katzenklappe? Aber womöglich schaffen es die Ratten auch, durch die Klappe zu kommen? Abgesehen davon, dass Kitty erstmal lernen müsste, wo sie ab sofort ihr Futter bekommt? Und ziemlich aufwändig wäre das Ganze wahrscheinlich auch...)
Ich glaube übrigens schon, dass Ratten (zumindest wilde) durchaus auch an rauen Hauswänden hochkommen.
In meiner ersten Wohnung in Krefeld, 5. Etage, hatte ich plötzlich ´ne Maus in der Küche sitzen ;) Die muss da ja auch irgendwie hochgekommen sein - allerdings kam sie wohl aus irgendeiner Mauer gekrochen, da war nämlich ein Loch in der Küchenwand - das hab´ ich dann mit Silikon zugespachtelt, seither kam kein Mäusebesuch mehr, aber man hörte es noch ab und an in der Wand rascheln ;)

Ich würd´s auch weiter mit den Fallen probieren - aber ich würde die Ratten deutlich weit weg vom Haus wieder freilassen - unsere Wildmäuse damals unter der Dachschräge hab´ ich morgens immer mit "zur Arbeit" genommen und dort in einem nahegelegenen Wald ausgesetzt - das waren ca. 15km Entfernung... Wenn man sie in kleinem Umkreis aussetzt, kommen sie sicher bald wieder ;)

LG seven

edit: Ah - doch - vielleicht kein Schrank, sondern ein Kratzbaum, wo die Ratten eben durch die überstehenden Böden nicht auf die Ebene gelangen können, die Katze aber eben doch? *kopfkratz*
 
Elkecita

Elkecita

03.09.2013
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Die Falle steht jetzt wieder seit 2 Tagen, aber bisher kein weiterer Insasse. Wir haben ja jetzt auch sämtliche Löcher zugestopft, die wir kannten.

Aber mein Mann ist weiterhin beunruhigt. Gestern sah er einen grossen Nager (wahrscheinlich die gleiche Sorte) grazil über unseren Gartenzaun wegspringen. Er meinte zu mir, Du ich glaube, wir haben eine Plage. Für mich nichts neues. ich habe regelmässig gesehen, wie grosse Mäuse (oder kleine Ratten, was auch immer) in windeseile über unser Gartentor huschten, und weiss definitiv, dass in unseren Hecken rund ums Gelände etliche Nager ihr Heim haben. Abends in der Dämmerung hört man es oft im Gebüsch rascheln und man hört, wie sie knabbern. Unten auf dem Boden seh ich dann die leeren Koniferenhutzeln. Das aber schon seit ewig und drei Tagen. Habs ihm gesagt. Da meinte er "und da bist Du so ruhig? das scheint Dich nicht im Geringsten zu beunruhigen? Dass wir draussen eine Page haben?"

Nun ja, jetzt muss ich eingestehen: eher nicht *räusper*. Da bin ich vielleicht zu behäbig und unbesorgt, aber bisher hatte ich mir darüber noch nie gross Gedanken gemacht. Wir leben direkt neben dem offenen Feld und wirklich abschirmen gegen wilde Tiere können wir uns eben nicht. Dazu hätten wir in der Stadt bleiben sollen.

Aber nein, mein Mann behauptet stur und steif, die Tiere leben im Kanal, sind dreckig und bringen Krankheiten mit sich. Wiesen- und Waldratten gibt es nicht und es muss etwas geschehen, damit wir endlich wieder sauber und appetitlich leben können. Und es kann doch nicht angehen, dass wir im Sommer Angst haben mússen, Türen und Fenster offenstehen zu lassen, wo dann die Ratten reinkommen.

Ja, was nun? Wenn wir so eine Plagen-Reduzierungs-Agentur anrufen wird unser Grundstúck mit Gift bestückt. Das kann und will ich nicht akzeptieren, denn selbst wenn ich meine Hunde und Kitty wochenlange einsperre - was theoretisch möglich, aber praktisch ziemlich umständlich wäre - bringe ich damit sämtliche Katzen der Nachbarschaft in Gefahr, ganz zu schweigen von den vielen Wildvögeln und sonstigen Tieren, die Zugang zu unserem Grundstúck haben.

Wie könnte ich meinen Mann beruhigen? Bin ich zu naiv, einfältig, zu ruhig? Sollte ich mir auch Sorgen machen oder sieht mein Mann jetzt schon Gespenster?

HILFEEEE
 
Elkecita

Elkecita

03.09.2013
766
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Seitdem blieb die Mausefalle leer. Immerhin.

Vorgestern konnte ich dann folgendes beobachten: ich stehe in der Abenddämmerung draussen im Hof neben der Ligusterhecke. Höre etwas rascheln. Schaue in die Richtung, aus der das Geráusch kam und dann sah ich als Silhouette gegen den Abendhimmel, ganz nah bei mir, nur etwas höher im Geästel drin zwei dieser Tiere - ob nun Maus oder Ratte, das weiss ich bis jetzt noch nicht - wie die, die wir bereits im Haus gefangen hatten. Das eine futterte etwas - ich nehme an eine kleine Hutzel von den Koniferen, die grade daneben stehen - und die andere schien ihren Kameraden zu lecken oder sich anzuschmiegen. Die beiden haben mich gar nicht bemerkt, und ich schlich mich dann auch leise von dannen.

Muss ich jetzt von einer Plage sprechen und irgendetwas tun, um die Tierchen zu reduzieren? Meinem Mann hab ich sicherheitshalber mal nichts von meiner abendlichen Beobachtung gesagt.

Die Hecke steht rund um unser Grundstück und ca. 3 Meter von unserem Haus weg an der schmalsten Stelle.
 
Hexe76

Hexe76

24.08.2011
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Weiter beobachten, Spass dran haben, die Falle aufgestellt lassen und Deinem Mann nichts davon erzählen. ;)
Ich denke nicht, dass ihr von einer Plage reden könnt, nur weil da welche in eurem Umfeld leben. Das ist halt nun mal so wenn man ländlich lebt.
Meine Katzen bringen fast täglich ne Maus nach Hause, aber deswegen haben wir hier trotzdem keine Plage. Keine lebende im Haus und ich sehe auch öfter auf meinen Hunderunden ne Maus oder ne Ratte davon huschen. Die haben genauso eine Daseinsberechtigung wie alles andere was kreucht und fleucht. Okay, ausser Mücken vielleicht, die haben keine Daseinsberechtigung. :mrgreen:
 
Casimir

Casimir

Moderator
31.05.2010
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Huhu!

Meine Eltern wohnen am Stadtrand mit kleinem Garten und haben eine kleine, süße Mäusefamilie im Komposthaufen und unter der Terrasse.
Neben der Terrasse, im Rosenbeet, wohnt eine Igelfamilie. Meine Güte, das ist Natur. Sicher verirrt sich vielleicht mal die ein oder andere Maus in die Garage- aber im Haus waren die noch nie. Sicher können die Krankheiten übertragen- aber das kann jedes Stück Natur.
Und als Stadtbewohner ist man nicht vor Nagern geschützt. Ich meine mal gelesen zu haben, dass in Städten mehr Ratten als Menschen leben.
 
Nienor

Nienor

04.11.2008
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Ich meine mal gelesen zu haben, dass in Städten mehr Ratten als Menschen leben.
Das ist zum Glück nur ein Märchen, das auf einer falschen Hochrechnung beruht. Ganz so gut geht es Ratten un den Städten nich, dass sie derart grosse Populationen entwickeln können.

Ich würde mich im Übrigen auch an den Tieren erfreuen. Einfach nicht künstlich zufüttern. Aber irgendwer ist immer da, um die Samen zu fressen. That's nature.
 
Elkecita

Elkecita

03.09.2013
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Hm, wenns süsse kleine Mäuse wären ....., aber schau mal meine Bilder, was für Riesenmäuse das sind. Bin mir ja immer noch nicht sicher, ob Ratte oder Maus, aber verdammt gross sind die Viecher schon. Und im Haus können die ganz schön Schaden anrichten. Wie gesagt, die Reparatur unseres Heizkessels kostete fast 300 Euro. Ein Kabel haben sie bis auf die Kupferdrähte runtergefressen, zum Glück war es das Kabel unseres Hoftores, das seit Jahren nicht angeschlossen ist, sonst hätten wir einen ganz schönen Kurzschluss oder sogar Brand gehabt. Vor den Nagerzáhnchen ist nichts sicher. Solange sie draussen in den Hecken rumklettern oder mal oben über den Zaun balancieren, solls mir ja recht sein. Und winters haben wir auch immer sámtliche Türen geschlossen. Aber im Sommer, wenn wir draussen im Garten sind, steht immer alles sperrangelweit offen, da können wir kaum kontrollieren, wann sich da mal ein Nager reinschleicht.
 

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