Woran erkennt man, dass 2. Katze notwendig ist?

Diskutiere Woran erkennt man, dass 2. Katze notwendig ist? im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo, kurz zum Hintergrund der Frage: Wir hatten bisher immer 2 Kater. Einer musste im Juni eingeschläfert werden. Die Signale des zweiten...
  • Woran erkennt man, dass 2. Katze notwendig ist? Beitrag #1
Maravilla

Maravilla

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Hallo,

kurz zum Hintergrund der Frage:
Wir hatten bisher immer 2 Kater. Einer musste im Juni eingeschläfert werden. Die Signale des zweiten Katers (18 Jahre) haben wir vermutlich komplett falsch interpretiert, so dass nur wenige Wochen später ein neuer Kater (13 Jahre) hier einzog. Von einem glücklichen Zusammenleben oder zumindest einem gegenseitigen Tolerieren war keine Spur. Unser Altkater war von Anfang an fauchend-defensiv und zog sich letztlich auf den Balkon zurück. Der Neuzugang war anfangs (die ersten paar Wochen) vorsichtig, fing dann aber irgendwann mit deutlichem Mobbing an, so dass wir letztlich eine komplette Trennung der Kater in der Wohnung vollzogen. Inzwischen mussten wir den Altkater überraschend einschläfern lassen. Wir vermuten rückblickend, dass er schon beim Einzug des Neuen krank (aber nicht für uns sichtbar) und komplett mit der Situation überfordert war.

Lange Rede, kurzer Sinn: wir haben jetzt hier einen wirklich tollen Kater im besten Alter, der total verfressen ist, gerne Leckerlis aus dem Fummelbrett fischt, das Spiel mit der Katzenangel liebt und immer wieder mal unsere Nähe sucht.
Über seine Vergangenheit ist kaum was bekannt. Wir wissen nicht, ob er damals in einem Mehrkatzenhaushalt gelebt hat. Im Tierheim war er mit mehreren Katzen in einem großen Raum, aber auch erst seit wenigen Tagen. Die Zeit davor war er auf der Krankenstation, so dass die Pflegerin wenig über ihn sagen konnte.
Unser Problem ist, dass der Kater oft laut und v.a. ausdauernd schreit. Nicht nur nachts (er darf nicht ins Schlafzimmer; darüber gibt es auch nichts zu diskutieren), sondern auch tagsüber wenn wir da sind.

Für uns ist leider überhaupt nicht erkennbar, was der Grund ist. Langeweile? Einsamkeit? Oder was anderes? Wir schließen das Thema neue Zweitkatze nicht komplett aus, aber nach der letzten Erfahrung wollen wir es auch nicht überstürzen, denn worauf wir so gar keine Lust haben, sind 2 Tiere, die ewig in getrennten Bereichen der Wohnung leben. Denn letztlich hätte dann einer nur Wohnzimmer und Küche (bzw. Balkon im Sommer), der andere den Rest. Das könnte aber kein Dauerzustand werden, denn von uns hätten die Tiere dann noch viel weniger. Gibt es irgendwelche Zeichen, an denen man erkennen kann, dass unser Katerchen tatsächlich einen Artgenossen vermisst?

Gruß
Maravilla
 
  • Woran erkennt man, dass 2. Katze notwendig ist? Beitrag #2
Huhu,

kann schon sein, dass er seinen Kumpel vermisst.
Das Mobbing kann auch davon gekommen sein, dass der andere krank war.
Oft werden die kranken dann von den "gesunden" gemobbt und vertrieben.

Ist denn sein Gehör mal gecheckt worden, wenn er immer so schreit?

Man muss eben auch bei Katzen genau auf den jeweiligen Charakter schauen, damit es passt.
Wie bei Menschen auch, gibt es auch bei ihnen eine gewisse Sympathie.
Wir mögen auch nicht gleich jeden, bzw manchmal reicht schon ein Blick, wo wir sagen "den mag ich nicht.
 
  • Woran erkennt man, dass 2. Katze notwendig ist? Beitrag #3
Danke für deine Antwort.
Von "Kumpel" kann zumindest in der Zeit bei uns keine Rede sein. Es gab nie positive Kontakte. Kam er unserem Altkater zu nahe, wurde er nur angefaucht. Irgendwann fing er dann auch an, ihn zu mobben. Wir reden von nicht einmal mehr 3 Monaten, die die beiden Kater hier in einem Haushalt gelebt haben. Davon vllt. 8 Wochen, in denen sie Kontakt gehabt haben könnten. Aber auch in der Zeit rannte er durchaus laut maunzend-schreiend durch die Wohnung. Da habe ich vergessen, im ersten Post zu schreiben.

Genau das mit der Sympathie ist halt nicht so einfach. Was, wenn sich 2 Katzen partout nicht mögen? Einfach wieder abgeben, kommt halt auch nicht in Frage. Aber auf lange Zeit oder Dauer getrennt, kann es auch nicht sein.

Er ist zwar ein kleiner Faulpelz, wenn es darum geht, seine Öhrchen zu putzen, aber er hört gut. Wir können ihn rufen und er kommt, und das Rascheln der Leckerlitüte bekommt er auch sehr gut mit.

Gruß
Maravilla
 
  • Woran erkennt man, dass 2. Katze notwendig ist? Beitrag #4
Huhu!

Zum Schreien: wir haben hier auch einen Kater sitzen, der sofort anfängt, rumzuschreien, wenn er frustriert ist. Sei es, weil er der Meinung ist, dass er gleich verhungert. Oder weil ihm langweilig ist, keiner mit ihm spielt. Oder weil die anderen keine Lust mehr zum Spielen haben. Egal, was er für ein Problem hat- er bringt es lautstark zum Ausdruck.

Lässt er sich denn dann von euch ablenken? Habt ihr denn irgendwelche Zusammenhänge oder Situationen erkennen können, die mit dem Geschrei zusammenhängen?

Ich würde mich in eurer Situation wohl an einen seriösen Tierschutzverein wenden. Die Situation schildern und euch dann bei der Tierauswahl und der VG begleiten lassen. Ich denke, ein wirklich seriöser nimmt das Tier auch wieder zurück, wenn die VG überhaupt nicht klappen sollte. Gerade Vereine mit Pflegestellen können die Pflegetiere vom Charakter und dem Verhalten in der Gruppe sehr gut einschätzen.
 
  • Woran erkennt man, dass 2. Katze notwendig ist? Beitrag #5
Und ich denke, dass so eine VG, gerade bei älteren Tieren, auch mal länger dauern kann. Und mit länger meine ich länger.
Inzwischen kennt fast jede(r) hier im Forum meine Dinah.
Die eigentlich nach etlichen Jahren als nicht vergesellschaftbar galt und hier immer neben den anderen Katzen hergelebt hat, sie angefaucht und angebrüllt hat...
Und was ist jetzt? Die Dinah frisst friedlich neben dem Poldi aus dem Fressnapf.
Die Dinah kommt zu mir auf den Schoß, wenn ich auf der Couch sitze, auch wenn die Netty am Fußende liegt.
Freunde werden die wohl alle nicht mehr, aber die Dinah lernt - nach ca. 7 Jahren - dass man auch in der Nähe anderer Katzen gemütlich mit Mensch kuscheln kann und sogar neben anderen Katzen fressen kann.
Nun ist die Dinah wirklich ein Extremfall, aber manchmal dauert eine VG wirklich so ihre Zeit - von Wochen über eben auch Monate - oder wenn man ganz besonders hartnäckig ist, wie bei unserer Dinah, eben auch Jahre, aber das ist tatsächlich die absolute Ausnahme. Meine Ex-Frau hat mir nicht umsonst die 3 älteren Katzen hiergelassen und die 3 jüngeren mitgenommen... weil ich es einfach immer besser mit der Dinah konnte, auch wenn sie gern mal protestpinkelt oder herumfaucht... ich kann sie einfach nicht hergeben, ich hab´ sie viel zu lieb.... sie ist halt "meine" ;)

LG seven

edit: Ach so - eigentliche Frage noch gar nicht beantwortet ;)
Aber wie man an der Dinah sieht: Erst wollte sie lange nicht mit anderen Katzen - aber ich glaub, jetzt würde ihr was fehlen... und sei es das Anfauchen ;)
Poldi und Netty kuscheln inzwischen miteinander, und die beiden haben auch nix gegen Dinah, die sagen sich einfach: "Och, die olle Fauchschabe wieder, wir gehen mal" ;) ) - aber nachts hab´ ich die beiden als Schwarzweiß-Fraktion immer zum Kuscheln im Bett ;)
 
  • Woran erkennt man, dass 2. Katze notwendig ist? Beitrag #6
Ich habe auch schon sehr oft erlebt, dass sich zwei Katzen toleriert und akzeptiert haben und das wars.
Sie haben nie wirklich gekuschelt und sonst kaum was miteinander gemacht. Mal kurz gegenseitig gejagt, das wars.
Aber als einer von beiden unerwartet gestorben war, war der andere wie ausgewechselt.
Er hat ihn gesucht. War ständig am mauzen, ist zum Menschen überaus verschmust geworden (was er sonst nicht war).
Und daran sah man: Er vermisste seinen Kumpel.
Manchen Katzen reicht es, wenn sie wissen, sie sind nicht alleine, auch wenn sie kaum was miteinander machen. Und kommt der andere dann nicht mehr wieder..., dann fehlt etwas.
 
  • Woran erkennt man, dass 2. Katze notwendig ist? Beitrag #7
Also... meine Lilly hat ihren Ferdl ganz sicher sehr vermisst (war ja mein Dream Team). Sie wurde in dem einem Monat (!) nach seinem Tod richtig fett und behäbig, hat sich für nix interessiert. Jetzt ist seit fast 1 Jahr das Quiekie hier, die 2 verstehen sich kaum, aber sie ist schlank und rank und wendig, und am Leben interessiert. Diese Katze soll 13 Jahre alt sein? Niemals! Die VG war schwierig, aber war es in jedem Fall wert. Und was das Verstehen angeht - momentan liegt eine links von mir, und die andere rechts von mir... ich geh also auch davon aus, daß sie sich "vermissen" würden, wenn die andere nimmer wär.

Ich glaub eher ihr solltet euch Gedanken machen, ob ihr weiter Katzen halten wollt - wenn nicht, dann geht das wohl mit dem älteren Herrn allein. wenn schon, dann wäre meine Empfehlung, 2 jüngere (nicht ganz junge!) Katzen dazu zu holen.
 
  • Woran erkennt man, dass 2. Katze notwendig ist? Beitrag #8
Ich danke euch für eure Antworten! Ich habe unser Katerchen jetzt mal ein paar Tage genauer beobachtet. Er zeigt kein Suchverhalten, ist ansonsten auch nicht deutlich anders als vorher. Wobei mir allerdings wirklich der Vergleich fehlt, wie er sich mit anderen Katzen in einer Normalsituation verhalten würde.
Lässt er sich denn dann von euch ablenken? Habt ihr denn irgendwelche Zusammenhänge oder Situationen erkennen können, die mit dem Geschrei zusammenhängen?
Ja, er lässt sich ablenken. Wir haben den Eindruck, dass er uns sucht bzw. vermisst und dann schreit. Ein Beispiel: Katerchen hatte letztens im Arbeitszimmer geschlafen, ich war im Wohnzimmer, mein Mann war in einem weiteren Raum. Katerchen wacht auf, stellt fest, dass er "plötzlich" alleine ist und fängt mit dem Schreien an. Ich habe dann nach ihm gerufen, er kam, legte sich zu mir und war sofort ruhig. Manchmal schreit er auch, wenn wir beide nicht da sind, wo er uns gerne hätte. Wenn also einer von uns fehlt. Oder gerade eben: ich bin im Arbeitszimmer, mein Mann kommt hinterher. Und wenige Minuten später steht auch ein Kater da: miau, miau, miau, miau, miau...
Ich glaub eher ihr solltet euch Gedanken machen, ob ihr weiter Katzen halten wollt - wenn nicht, dann geht das wohl mit dem älteren Herrn allein. wenn schon, dann wäre meine Empfehlung, 2 jüngere (nicht ganz junge!) Katzen dazu zu holen.
Das Wollen ist weniger die Frage. Aber bei uns steht irgendwann, das könnte theoretisch in 6 Monaten oder erst in 5 Jahren sein (hängt aber nicht von uns ab), ein Wohnungswechsel an. Wir würden in mein Elternhaus zurückziehen, dort aber erst einmal "nur" Untermieter sein. Meine Mutter hat allerdings schwere gesundheitliche Probleme, die sich durch Katzen vermutlich noch verstärken würden. Da müssten wir dann schon mit einer Katze, sollte diese noch leben, schauen, ob es funktioniert.

viele Grüße
Maravilla
 
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