Amali legte ihre Pfote beruhigend auf den bebenden Körper der alten Löwin Abebi. Diese sah sie mit einem letzten schmerzerfüllten Blick an und starb.
Amali seufzte tief und schloss der toten Löwin die Augen. Jetzt bin ich wohl die Einzige, die von dem Rudel übriggeblieben ist.
Sie hatte Hunger, rührte den toten Leib jedoch nicht an, warf nur einen letzten Blick darauf und trat aus der Höhle in die sengende Hitze.
Sie sah sich um. Ihr geschulter Blick machte einen einzigen brauchbaren Baum in den Weiten aus und zwei große Raubkatzen, die sich gerade über Fleisch hermachten, das konnte sie riechen. Eine weitere Raubkatze war zu ihnen getreten. Amali lief eine Weile auf die Wasserstelle zu, die direkt danebenlag, auch wenn diese fast ausgedörrt war. Die letzten Schritte drosselte sie ihr Tempo und ohne die drei Raubkatzen, wovon einer ein Löwe und die anderen beiden ihr fremde Raubkatzenarten waren, aus den Augen zu lassen, schleckte sie die letzten Tropfen aus.