Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ?

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  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ? Beitrag #21
Hi,

wo wohnst du nochmal, A-Fritz? Damit ich diese Gegend weiträumig meiden kann. 😰

Ich kenne einige Hündinnen, die sich quasi ab Beginn der Läufigkeit - auch außerhalb der Standhitze - richtig gehend anbieten. Denen ist das wurscht ob Standhitze oder nicht, Rute beiseite und drauf den Rüden. Ich bin jedem dieser Halter dankbar, dass sie ihre Hündinnen rechtzeitig anleinen wenn die läufig sind. Ich weiß nicht wo der Glaube herkommt, dass nur dei Standhitze gefährlich ist. Zudem ich mit Jungrüden auch sehr dankbar bin wenn sich mein Hund nicht erst an der läufigen Hündin mit der Nase festdockt und dann nur noch Brei im Schädel hat sondern ich ihn frühzeitig anleinen/festhalten kann weil ich über die Läufigkeit informiert wurde.

Ich bin grund prinzipiell auch jemand, der gerne und viel frei laufen lässt. Aber (!) ich akzeptiere wenn jemand keinen Kontakt will, ich frage nicht sinnlos nach wenn jemand vor mir anleint - er wird seine Gründe haben und die sind mir egal. Wenn Leine dran, bleiben meine Köter bei mir. Punkt und fertig.

Andersrum erwarte ich einfach das Gleiche, wenn ich ne Leine an meinen Hunden habe, WILL ich keinen Kontakt. Warum, weshalb, wieso kann allen egal sein, ich will keinen Kontakt. Ich will nicht ewig gefragt werden ob die Hunde nicht doch mal schnell schnuppern dürfen, schnell mal hallo sagen, ich will den Fremdhund einfach unbehelligt passieren. Mir gehen so Menschen, die ständig dann nochmal nachfragen "Aber die müssen doch mal kurz Hallo sagen" dezent auf die Nerven.

Ich bin weder ängstlich noch haben meine Hunde eine Störung, ich will schlicht keinen Kontakt. Warum ist das so schwer zu verstehen? Meine Hunde haben genug Kontakt an Stelle und Zeiten, die besser passen und nein, meine Hunde müssen nicht jedem dahergelaufenen Hund Hallo sagen. Ich grüße doch auch nicht jeden Menschen, der mir begegnet.

Ich bin mittlerweile so, dass ich nur noch ein einziges Mal etwas sage. "Bitte den Hund nicht herlassen." Wer es nicht schafft seinen Hund dann von mir fern zu halten, hat Pech gehabt denn dann mache ich das. Diskussionen gibt es nicht, meine Hunde, meine Verantwortung, mein Besitz und damit bestimme ich darüber. So fies wie es klingt. Ich bin froh, dass es hier in der GEgend im Normalfall wirklich gut klappt.

Lg Demona
 
  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ? Beitrag #22
Ich stimme Demona voll zu. Meine Hunde, meine Regeln.

Es gibt immer einen Grund, warum Hundekontakt nicht erwünscht sein könnte. Läufigkeit, Krankheit, Angst, Training. Vielleicht hab ich Rücken und kann meinen Hund nicht verteidigen, wenn es doch zum Streit kommt? Vielleicht hab ich es eilig oder schlechte Laune? Vielleicht auch einfach keine Lust heute... wenn ich es nicht möchte, dann möchte ich es nicht. Das sollte das Gegenüber akzeptieren und so halte ich es auch mit Hunden / Haltern, die ich treffe.

Und ja, es gibt tatsächlich Hunde, die mögen einfach keine anderen Hunde. Meine Terrine ist so ein Hund... die könnte gut ohne andere Hunde leben. Sie muss nicht riechen, sie interessiert sich garnicht. Und wenn doch mal einer kommt, kassiert der im Zweifelsfall eine Ansage, wenn ich nicht schneller bin. Und das bin ich in den meisten Fällen.

Wenn du unbedingt etwas trainieren willst, dann nicht an erster Stelle Rückruf aus dem Spiel, sondern fang damit an, das deine Hündin nicht ohne vorherige Erlaubnis von dir zu anderen Hunden hinrennt. Das ist auch eine gute Aufgabe und wenn dann geklärt ist, das Kennenlernen ok ist, kann man sie immer noch hinschicken / freigeben.

Zu deinen Ausführungen passt auch ganz gut, das du der "Herr" und "Hundeführer" sein willst... Dein Verhältnis zum Hund sollte ein partnerschaftliches sein, nicht das eines "Herrn" und eines "Dieners". Und wenn es doch so ist... was bist du für ein guter "Herr", wenn du deinen Untertanen sehenden Auges in jedes Verderben rennen lässt?
 
  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ? Beitrag #23
Ich denke, es gehört schon recht viel dazu , wenn es gelingen soll
seinen Hund aus angespannten Situationen abzurufen ,
egal welche Erfahrung diese schon gemacht haben.



Ich kann mir nicht vorstellen, wie Du immer alle diese von Dir aufgeführten Daten,
bei Deinem Hund, jeder Zeit feststellen willst ?




Ob man nun will oder nicht , jeder Hund macht auch schlechte Erfahrungen,
darum halte ich es für besser , wenn Hunde lernen auch damit umgehen zu können.




Normalerweise wird jede Läufige Hündin aufdringliche Rüden weg beißen,
nur während der Stehtage währe ein Eingreifen notwendig.



Deine Kenntnisse im lesen der Körpersprache bei Hunden , muß erstaunlich gut sein !




Gut trainierte Hunde reagieren auch erstaunlich gut auf ihre Kommandos ,
aber natürlich, es bleibt bei jedem Hund immer noch ein Rest von Ungewissheit .




Manchmal ist es so , doch ich denke, der Hund hat immer eine größere Bindung zu seinem Herrn,
wie umgekehrt.




Doch je genauer sie reagieren , desto besser ist es .




Ein Hund sollte trainiert werden ,
damit er immer so präzise wie irgend möglich auf seinen Hundeführer reagiert.
Das Ziel ist es, das ein Hund immer aufs Wort , oder eine Geste gehorcht.


Hallo Midoriyuki , Du schreibst :

Mal ernsthaft:
Findet euch doch mal damit ab, dass Kontakte aus einer Milliarde Gründe nicht erwünscht oder kontraproduktiv sein können und sucht nicht krampfhaft nach Gründen dafür eure Hunde frei laufen lassen zu können ohne "Schuld" zu sein, wenn doch was passiert.
__

Ich finde es als erstrebenswert , alle Hunde frei laufen zu lassen ,
bis auf einige Ausnahmen ist dieses auch ohne Probleme möglich .

Leider gibt es immer Hundeführer , die selber ängstlich sind ,
oder deren Hunde eine Störung haben und welche darum frei laufende Hunde
grundsätzlich als Gefahr empfinden.

Fritz.


Letztendlich sind Hunde wie kleine Kinder. Sie werden bei dir Schutz suchen - sollte ihnen ein Spiel zu wild sein, sollten sie bedrängt werden, sollten sie meinen - bevor ich nun auf den anderen losgehe, hole ich mir Hilfe.

Habe ich heute auch erlebt, habe heute erstmals die Schleppleine ausgehängt, mein Jungrüde wurde heute von zwei 8 und 10 jährigen unkastrierten - freilaufenden Rüden gestellt. Der Besitzer war am Rad unterwegs und der Meinung, dass seine ja sozialverträglich sind... Meiner ist nicht von mir weggegangen - maximal etwa 2 Meter und hat sich mit dem Hinterteil in ein Gebüsch verparkt - links und rechts waren jeweils ein Baum - vorne waren beide Rüden die ihn einer links und einer rechts etwas dominant angegangen sind (ich habe mir selber halb in die Hose gemacht). Jungrüde hats gut gemeistert , er hat sich dort abgesetzt, ich habe versucht die zwei anderen wegzudrängen weil sie immer wieder auf seiner Schulterhöhe begonnen haben zu knurren, und habe den Besitzer gerufen, der die Hunde dann mit derr Leine geholt, 4 Meter entfernt wieder abgehängt und die waren wieder in der Wildnis unterwegs - haben aber meinen in Ruhe gelassen. Hat ein paar Augenblicke gedauert bis er sich rausgetraut hat - mein kleiner Bub. Gut hat er es gemacht, ich habe ihn gelobt und sogar der andere Hundebesitzer hat ihm großes Lob ausgesprochen, dass er so ruhig geblieben ist.

Erfahrungen selber machen ja, aber bitte kontrolliert. Nicht immer passt alles so zusammen dass es einen positiven Kontakt gibt. Da muss auch der Hund akzeptieren, dass Kreuzschmerzgeplagte Hunde nicht umbedingt rumhopsen wollen - sondern auch mal hinschnappen oder gar zubeissen. Aber bis dieser Moment da ist, hat der Besitzer - wenn der Hund an der Leine ist zumindest die Möglichkeit den Hund 10x wegzunehmen.
 
  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ? Beitrag #24
Letztendlich sind Hunde wie kleine Kinder. Sie werden bei dir Schutz suchen - sollte ihnen ein Spiel zu wild sein, sollten sie bedrängt werden, sollten sie meinen - bevor ich nun auf den anderen losgehe, hole ich mir Hilfe.

Das zu verallgemeinern, finde ich sehr, sehr gefährlich. 🤨

Da kommt es durchaus auf die Rasse, den Charakter, die Erfahrungen an. Wenn ein Hund nie lernt, dass Mensch Schutz bedeutet, wird er ihn in brenzligen Situationen auch nicht suchen. Es gibt auch RAssen, die der Meinung sind, "Ich klär das", egal wie gut erzogen und da muss der Mensch dann eingreifen.
Andere Tiere suchen ihr Heil in der Flucht, denen beizubringen, "Bleib hier stehen, ich klär das" ist auch ne Stange Arbeit.

Mein ehemaliger Gassihund Buri (halb Hovawart, viertel Labrador, viertel Schäferhund) war gut erzogen, sozialverträglich und sehr an der Arbeit mit Menschen interessiert. Aber wenn dem im Freilauf oder an der Leine jemand blöd kam, hat der keinen Schutz beim Menschen gesucht sondern war einem kleinen Kämpfchen nicht abgeneigt. Und der hätte nicht zurück gesteckt. Auf der anderen SEite hat er das leichte Lefzen hoch ziehen einer 13 Jahre alten Dackeldame sofort verstanden und hat einen riesigen Bogen um sie gezogen. Aber einen Hund, der auf Krawall aus war, wäre er ohne Lenkung angegangen.

Ich weiß nicht ob ich einen Hund einer ernsten Rasse - Beauceron, Schäfer, Mali, HSHs - als kleine Kinder bezeichnen würde, vom Wesen her. 🤔

Erfahrungen muss jeder Hund sammeln, das stimmt aber kein Hund der Welt muss eine auf den Deckel kriegen, damit er es lernt. Der Jungrüde hier hätte wohl schon einige Male eine drauf bekommen wenn ich nicht eingegriffen hätte. Nein, kein Hund muss meinen erst abschnappen, da greif ich vorher ein denn gerade im Übermut kann viel passieren.

Da fällt mir eine Situation mit Bella ein, wo der Zwerg aber so richtig Anschiss von mir bekommen hat. Er rempelt sie an um sie zum Spielen zu animieren, sie zeigt deutlich, dass sie keinen Bock hat und der kleine Drecksack will sie doch nicht angehen. Aus Frust, weil sie nicht mit ihm spielt? Aus Übermut, wegen der Hormone? Ein Austesten? Ich weiß es nicht, ist mir auch egal. Wenn Bella sagt, "Verzieh dich, ich WILL nicht.", dann hat er das zu akzeptieren und sie nicht anzugehen. Und nein, da muss sie nicht erst grob körperlich werden und das würde sie definitiv werden aber ganz ehrlich, wenn das ernst wird, zieht sie den Kürzeren.

Es ist immer eine Frage der Situation. Lasse ich es laufen oder greife ich ein. Das kann man - meiner Meinung nach - nicht allgemeingültig sagen sondern es kommt immer auf die Situation an. Es gibt Hunde hier, da würde ich es laufen lassen. Bei anderen Hunden würde ich früher eingreifen. Grundsätzlich bei fremden Hunden greife ich eher ein als bei Hunden (und Besitzern) die ich länger kenne. Ich mag mich nämlich auch nicht ständig anmaulen lassen wenn Bella mal wieder einem "Der muss überall frei laufen weil der ist ja super sozialisiert und will eh nur spielen" - Hund sehr lautstark die Meinung geigt. 😉

Lg Demona
 
  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ? Beitrag #25
Das zu verallgemeinern, finde ich sehr, sehr gefährlich. 🤨

Da kommt es durchaus auf die Rasse, den Charakter, die Erfahrungen an. Wenn ein Hund nie lernt, dass Mensch Schutz bedeutet, wird er ihn in brenzligen Situationen auch nicht suchen. Es gibt auch RAssen, die der Meinung sind, "Ich klär das", egal wie gut erzogen und da muss der Mensch dann eingreifen.
Andere Tiere suchen ihr Heil in der Flucht, denen beizubringen, "Bleib hier stehen, ich klär das" ist auch ne Stange Arbeit.

Mein ehemaliger Gassihund Buri (halb Hovawart, viertel Labrador, viertel Schäferhund) war gut erzogen, sozialverträglich und sehr an der Arbeit mit Menschen interessiert. Aber wenn dem im Freilauf oder an der Leine jemand blöd kam, hat der keinen Schutz beim Menschen gesucht sondern war einem kleinen Kämpfchen nicht abgeneigt. Und der hätte nicht zurück gesteckt. Auf der anderen SEite hat er das leichte Lefzen hoch ziehen einer 13 Jahre alten Dackeldame sofort verstanden und hat einen riesigen Bogen um sie gezogen. Aber einen Hund, der auf Krawall aus war, wäre er ohne Lenkung angegangen.

Ich weiß nicht ob ich einen Hund einer ernsten Rasse - Beauceron, Schäfer, Mali, HSHs - als kleine Kinder bezeichnen würde, vom Wesen her. 🤔

Erfahrungen muss jeder Hund sammeln, das stimmt aber kein Hund der Welt muss eine auf den Deckel kriegen, damit er es lernt. Der Jungrüde hier hätte wohl schon einige Male eine drauf bekommen wenn ich nicht eingegriffen hätte. Nein, kein Hund muss meinen erst abschnappen, da greif ich vorher ein denn gerade im Übermut kann viel passieren.

Da fällt mir eine Situation mit Bella ein, wo der Zwerg aber so richtig Anschiss von mir bekommen hat. Er rempelt sie an um sie zum Spielen zu animieren, sie zeigt deutlich, dass sie keinen Bock hat und der kleine Drecksack will sie doch nicht angehen. Aus Frust, weil sie nicht mit ihm spielt? Aus Übermut, wegen der Hormone? Ein Austesten? Ich weiß es nicht, ist mir auch egal. Wenn Bella sagt, "Verzieh dich, ich WILL nicht.", dann hat er das zu akzeptieren und sie nicht anzugehen. Und nein, da muss sie nicht erst grob körperlich werden und das würde sie definitiv werden aber ganz ehrlich, wenn das ernst wird, zieht sie den Kürzeren.

Es ist immer eine Frage der Situation. Lasse ich es laufen oder greife ich ein. Das kann man - meiner Meinung nach - nicht allgemeingültig sagen sondern es kommt immer auf die Situation an. Es gibt Hunde hier, da würde ich es laufen lassen. Bei anderen Hunden würde ich früher eingreifen. Grundsätzlich bei fremden Hunden greife ich eher ein als bei Hunden (und Besitzern) die ich länger kenne. Ich mag mich nämlich auch nicht ständig anmaulen lassen wenn Bella mal wieder einem "Der muss überall frei laufen weil der ist ja super sozialisiert und will eh nur spielen" - Hund sehr lautstark die Meinung geigt. 😉

Lg Demona


Das stimmt schon. Und andererseits ist derzeit Hochkonjunktur der "geretteten" Straßenhunde, Hunde die nicht so reagieren wie Mitteleuropäische, sondern ganz anders. Es ist ganz einfach schwierig.

Meiner hat sich heute totgespielt, nach dem Waldspaziergang trafen wir noch zwei 1 jährige Labihündinnen die gerade in der Hundeschule waren und anscheinend noch nichts verinnerlicht hatten (so wie meiner) - Hundehimmel auf erden - ich gehe anscheinend immer zu den falschen Gassizeiten wo die alten Menschen mit ihren noch älteren inkontinenten Hunden rumlaufen (so gegen 8:00) - heute war was los - jeder hund zum spielen aufgelegt und ausgiebig bespielt . Nach 3-4 Minuten konnte er nicht mehr - der hat sich abgesetzt - der hat sich abgelegt und hat den zwei wilden beim Toben zugesehen... Nun ist er "feierabend" - draussen stürmt es (das geräusch kennt er nicht - er ist etwas nervös) - er schläft gerade im Bett meiner Großen ( sie hat sich gleich dazugelegt zu dem armen Hund) und wird wahrscheinlich erst wach werden, wenn der Magen knurrt. Aber ich dachte wirklich - ich krieg den nicht mehr ins Auto - ich musste ihm mit dem Hinterteil hochwuchten, rauswuchten das gleiche nochmals...... Total fix und alle... Hoffentlich gibt das keinen Muskelkater
 
  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ? Beitrag #26
  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ? Beitrag #27
Hallo Lg Demona,
ich wohne in Hamburg, dort gibt es einen Leinen- zwang für alle ungeprüften Hunde.



Es gibt aber auch Freilaufflächen , hier können Hunde ohne Leine herumlaufen
und an manchen Tagen , gibt es an einigen , besonders populären Standorten,
wie an der Alster , oder der Elbe einen richtigen Andrang von Menschen mit Hund.
Dann laufen an einer Stelle dort bei schönen Wetter und zum Wochenende so 30- 40 ,
oder mehr Hunde auf einmal herum, ohne das es nennenswerte Probleme gäbe.

Adlerdings kommen dort alle Hundehalter nur freiwillig , doch wohl aus Mangel an Möglichkeiten,
werden diese Flächen immer gerne genutzt.



Ich glaube, diese Situation mit den Freilaufflächen, bringt auch einen allgemeinen Lerneffekt mit.
Alle Hunde und Hundehalter sehen es als normal an , wenn sie sich im Freilauf begegnen,
aber natürlich nicht als Bedrohung , oder Ärgernis .
Sicherlich wie überall , gibt es auch Hundehalter, die es aus den schon reichlich benannten Gründen
immer ihren Hund an der Leine halten möchten und dieses hat natürlich auch manchmal wirklich seine Berechtigung.

Immer häufiger entscheiden sich auch Menschen dafür , Hunde aus prekären Haltungen vom Tierschutz
aufzunehmen und ihnen ein neues Zuhause zugeben.
Solche Hunde sind oft problematisch , ängstlich, aggressiv, schlecht sozialisiert ,
oder haben ein anderes auffälliges Verhalten und können darum nur mit großer Vorsicht
in der Öffentlichkeit an der Leine geführt werden.

Manche Hunde werden in Hamburg auch noch als besonders gefährlich eingestuft ,
stehen auf der Rassenliste , oder wurden als auffällig , gefährlich erkannt
und unterstehen besonderer Auflagen.



Ich habe den Eindruck, durch die spezielle Situation, die sich bei den verschiedenen Hundehaltern ergibt,
entsteht auch bei ihnen jeweils eine andere , besonderer Sichtweise und Realität .
Jeder möchte eine eigene Hundewelt , die für seinen Hund gerade am besten geeignet erscheint,
aber daneben gibt es noch eine Realität , die sich aus den Umständen, den allgemeinen Regeln , Gesetzen
und dem Verhalten der Mehrheit der anderen Hundehalter ergibt ,
sobald man sich in der Öffentlichkeit bewegt.

Ich denke, ob Hunde üblicherweise immer an der Leine geführt werden sollen, oder nicht ,
hängt auch immer von der Vorstellung der Mehrheit aller anderen Hundehalter ab
und wenn viele Hundebesitzer auf Freilaufflächen erfahren haben, es geht auch ohne Leine ,
dann ist dieses eben immer so und das Anleinen bei Bedarf,
ist eine höfliches , doch lästiges Entgegenkommen , für Hunde, bei denen dieses notwendig erscheint .

Fritz.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ? Beitrag #28
Ich denke, ob Hunde üblicherweise immer an der Leine geführt werden sollen, oder nicht ,
hängt auch immer von der Vorstellung der Mehrheit aller anderen Hundehalter ab

und wenn viele Hundebesitzer auf Freilaufflächen erfahren haben, es geht auch ohne Leine ,
dann ist dieses eben immer so und das Anleinen bei Bedarf,
ist eine höfliches , doch lästiges Entgegenkommen , für Hunde, bei denen dieses notwendig erscheint .

Definitiv nein. Zumindest bei mir. Ich mache es nicht von anderen HH abhängig wie ich meine Hunde führe, denn dann dürften die Hunde hier jagen, Menschen anspringen, Brot aus der Hand klauen und andere Hunde mobben. Nein, einfach nein. Denn das ist das Normale hier.

Ich stelle es mir schrecklich vor, überall Leinenpflicht und nur gekennzeichnete Gebiete, wo Hund mal die Beine strecken kann und dann herrscht dann dort noch die "Die regeln das unter sich" - Mentalität. 😒 Ganz toll. Ich glaube, da hätte ich keinen Hund oder würde irgendwo anders hin fahren zum GAssi gehen. Das stell ich mir wirklich grausam vor. Da stinkt man mit einem Hund, der irgendwelche Probleme hat, einfach ab und das ist traurig.

Da lob ich mir die Tatsache, dass ich einfach vor die Tür gehen kann und meinen Hund laufen lassen kann, Wiesen und Feld gleich rund herum. Bei Bella dann die Isar - ja, da herrscht eigentlich Leinenpflicht aber da hält sich auch keiner dran - Freilauf für Stunden, wenn ich das will und passend laufe. Und dennoch ist es für mich (!) kein lästiges Entgegenkommen wenn ich meine Köter kurz bei mir behalte um andere, angeleinte Hunde zu passieren. Es sollte normal sein.

Ganz ehrlich, die Beiträge hier klingen teilweise wie "Mein Hund hört eh nicht wenn ich rufe also schiebe ich den Anderen die Schuld in die Schuhe weil sie ihren Hund angeleint führen." Der typische "Tut-Nix-tut-doch-was" - Halter. Der eigene Hund hört nicht also brüllt man hinterher "Ja, lein deinen Hund doch einfach ab." Ganz großes Kino, ganz ehrlich.

Ich werde es nie verstehen warum sich die Menschen erdreisten mir beim Eigentum Hund so reinzureden. Niemand schreibt jemanden vor, welche Farbe der Lack des Autos haben darf oder welche Apps auf dem Handy sein dürfen - alles Eigentum - aber beim Hund wird mein Wille einfach übergangen und mir wird Kontakt aufgezwungen obwohl - zumindest - ich sehr deutlich sage wenn ich genau das nicht will. Setzt das Hirn da irgendwie aus? Quasi "Oh, anderer Hund, toll , Hirn aus, Leine ab?"

Ich versteh es einfach nicht. Was ist so schwer daran den eigenen Hund kurz festzuhalten/ins Kommando zu nehmen/anzuleinen damit man einen HH passieren kann, der keinen Kontakt will? Ist mein Hund der Einzige, den der eigene Hund im gesamten Leben sieht? Sind das wiedergeborene Seelenverwandte, die sich unbedingt sehen müssen? Ich kapier es nicht. Mir ist es im übrigen wurscht ob jemand anleint oder nicht, solange der Hund nicht zu mir kommt, kann der auch Handstand machen oder eine Doktorarbeit schreiben, mir wurscht.

Lg Demona
 
  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ? Beitrag #29
Ich denke gerade bei Freilaufflächen ist es überall gleich. Hier in Wien rennen die Hunde herum, die Besitzer sitzen manchmal einen Halben Tag auf der Bank und hoffen, dass jemand daherkommt der seinen Hund mitbewegt, ein Hund kommt zum spielen... Hauptsache der Hund ist in 4 Stunden streichweich und man hat so gut wie gar nichts dafür gemacht.

Man sieht es hier auch am Bach, ich habe meinen an der Leine vorbeigeführt, 8 monate alte läufige Junghündin - springt schon ein Rüde über den Bach und natürlich hin zur Hündin die sich gar nicht zu wehren wusste... Von 30 Meter entfernung kam die Meldung "der spielt nur"... Ja eh, er spielt Kindermachen... Die Junge Hundebesitzerin war mit dem Hund überfordert. ich habe meinen dann an eine Laterne gebunden - habe den anderen Rüde am Halsband gehalten und dem Hundebesitzer erklärt, er möge doch rüberkommen um sich seinen Rüden abzuholen, ich lass den hier nicht mehr aus. der läufigen Hundebesitzerin habe ich gezeigt, wie sie sich im Notfall die Hündin im Notfall auf ihre Schuhe absetzen lassen soll, und den Hund mit den Händen so blockieren kann dass sie nicht aufsteht und sich so möglicherweise den nächsten freilaufenden Rüden vom Hals hält.. da traut sich normalerweise kein Rüde dazu, wenn die Hündin keine Avancen macht flüchten zu wollen.

Verantwortungsvolle Hundehalter halten ihre Hunde bei sich, egal ob mit Leine oder ohne so nahe wie möglich bei sich. Radfahrer, Fussgänger, Kinder mit Eis oder Hamburgern in der Hand etc. Man muss aufpassen. Da spielt die Leinenpflicht kaum eine Rolle.

Es ist wie bei den Menschen eine Erziehungssache, der eine hat ein striktes Programm und duldet kaum extratouren, dem anderen ist langweilig und der geht schon mal gerne stänkern. Und dann gibts natürlich die Probleme der läufigen Hündinnen und der Rüden. Und ja, man kann davon ausgehen, dass es Leute gibt denen reichlich viel ziemlich egal ist. Wenn die alte Oma schneller über die strasse gelaufen wäre, hätte ich sie mit meinem Auto nicht erfassen können... Wir sind nicht auf der Moorhuhnjagd im Leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hundekontakt und Begegnungen zulassen, oder lieber nicht ? Beitrag #30
Ich denke, es gehört schon recht viel dazu , wenn es gelingen soll
seinen Hund aus angespannten Situationen abzurufen ,
egal welche Erfahrung diese schon gemacht haben.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie Du immer alle diese von Dir aufgeführten Daten,
bei Deinem Hund, jeder Zeit feststellen willst ?
Bitte sinnerfassend und im Zusammenhang lesen

Deine Kenntnisse im lesen der Körpersprache bei Hunden , muß erstaunlich gut sein !
Das lernt man ganz schnell, wenn man einen Listenhund oder einen total unvertraeglichen Hund gehabt hat

Ein Hund sollte trainiert werden ,
damit er immer so präzise wie irgend möglich auf seinen Hundeführer reagiert.
Das Ziel ist es, das ein Hund immer aufs Wort , oder eine Geste gehorcht.
Es ist ein riesen Unterschied, ob ich den Hund "drille" oder mit ihm trainiere


Immer häufiger entscheiden sich auch Menschen dafür , Hunde aus prekären Haltungen vom Tierschutz
aufzunehmen und ihnen ein neues Zuhause zugeben.
Solche Hunde sind oft problematisch , ängstlich, aggressiv, schlecht sozialisiert ,
oder haben ein anderes auffälliges Verhalten und können darum nur mit großer Vorsicht
in der Öffentlichkeit an der Leine geführt werden.
Da kann ich dir absolut nicht zustimmen, vor allem, wenn der Hund vorher ein Strassenhund war, ist er bestens mit Hunden sozialisiert. Gegenueber Menschen sind die Hunde dann eher scheu, als aggressiv.

Auf den Rest moechte ich gar nicht mehr eingehen...
 
Thema:

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