- Meinung zu den Hunden mit Migrationshintergrund . Beitrag #41
Hexogen10
- Beiträge
- 636
- Punkte Reaktionen
- 131
Huhu!
Als inzwischen ehemalige Gassigängerin und Pflegestelle für Hunde, die entweder direkt aus dem Ausland kamen oder bei mir unter kommen durften, damit sie nicht im Tierheim landen, melde ich mich auch mal zu Wort.
Ich kenne sämtliche Argumente für die Adoption eines Hundes aus dem deutschen oder ausländischen Tierheim oder auch die Argumente dagegen. Da ich mit dem Handy schreibe und das gerne mal einfach nicht klappt mit dem Absenden, halte ich mich kurz und es wird auch ziemlich durcheinander sein.
Krankheiten wie Anaplasmose, Ehrliose, Leishmaniose und Babesiose sind Krankheiten, die von Zecken oder im Fall der Leishmaniose durch die Sandmücke übertragen werden. Das wird nicht von Hund zu Hund übertragen, sondern bedarf eines Überträgers einer anderen Art. Gute Organisationen testen entweder per Schnelltest oder Bluttest auf die Mittelmeerkrankheiten (MMK) wozu die Anaplasmose nicht zählt! Zudem können Tiere sich kurz vor der Ausreise infizieren und deswegen sollte man Hunde und auch Katzen nach sechs Monaten noch mal testen lassen.
Leishmaniose ist leider nicht heilbar, Ehrlichiose und Anaplasmose anhand eines Antibiotikum schon. Auch Babesiose kann therapiert werden. Das weiß ich, weil ich eine Pflegehündin damit hatte. Es ist definitiv nicht ansteckend.
Leider klären viele Vereine nicht korrekt über die Krankheiten und dessen Folgen (Kosten, Einschränkungen im Alltag uvm) auf. Da leider auch viele (Tier)ärzte noch alte Kamellen glauben, halten sich auch so Irrtümer wie Leishmaniose wäre vom Hund auf den Menschen ansteckend.
Giardien sind übrigens keine Auslandskrankheit. Die findet man z.b. in allen Bereichen Deutschlands, wo Rindergülle auf Feldern verteilt wird. Denn Rinder tragen diese Einzeller in erster Linie in sich.
die vermehrte Verbreitung liegt mehr daran, dass Halter die Haufen nicht wegräumen und viele Hunde aufgrund eines starken Immunsystems keine Symptome zeigen, aber scheiden Giardien aus.
Verhaltensauffällige Hunde sind auffällig und fallen einem deswegen mehr auf. Ich wohne in einer Siedlung wo es nur "deutsche" Hunde gibt. Drei mal darfst du raten, wessen Hunde die auffälligen sind und welche lieb...
Meine Hündin kam als normaler Junghund nach Deutschland aus Rumänien und wurde hier versaut durch fünf Besitzer, bei denen sie zwischen ihrer Einfuhr und ihrem Einzug drei Monate später bei mir lebte. Geschlagen, getreten, hungern und psychisch klein gehalten. Es bedurfte viel Zeit und Geduld diese drei Monate wieder aufzuarbeiten, aber sie ist dennoch von meiner Trainerin ein gern genommenes Beispiel für Kommunikation unter Hunden. Denn meine Hündin spricht hündisch besser als die meisten anderen, die in Welpen- und Junghundspielgruppen gewesen sind. Sie ist die ruhige Basis für meinen Rüden, der in Spanien mit dem Schrubber und anderen Gegenständen verprügelt wurde, und ja es gibt stressige Situationen für ihn, aber das managed man dann. Meine Pflegehunde haben sich alle an ihr orientiert und von ihr gelernt. Und ich hab bewusst nie die 0/8/15 Hunde genommen. Weder während meiner Zeit als Gassipatin noch als Pflegestelle.
Ich unterstütze den Tierschutz mit Import von Hunden nicht mehr, weil es Ansprüche seitens der Vereine gab, die unrealistisch sind und weil ich von dem Verein, für den ich dreieinhalb Jahre aktiv gewesen bin, zunehmend Misstrauen gespürt habe. Denn ich teilte ihre Philosophie nicht, Hunde als unproblematisch zu beschreiben und bereits nach wenigen Stunden bei mir die ersten Interessenten treffen zu müssen. Ich habe im Tierheim sehr intensiv mit Hunden gearbeitet, teilweise über Jahre hinweg und möchte keine der Erfahrungen der Jahre missen. Ich habe durch die Hunde sehr viel gelernt, was mir in allen Bereichen des Lebens nützlich sein kann.
Ich beschreibe Hunde wie sie sind, ob das Verhalten ein Problem darstellt, ist dem Leser überlassen. Ich empfinde vieles als ganz natürlich und wichtig in der Kommunikation zwischen Hund und Mensch. Für einige Menschen ist es aber z.b. nicht tragbar, dass Hund sich nicht überall von jedem beliebigen Menschen einfach anfassen lässt und dann weggeht, später mal knurrt und auch mal schnappt, weil diese fremden Menschen ihm immer wieder auf die Pelle gerückt sind. Meine Hunde dürfen kommunizieren und auch meine Pflegehunde durften es.
Dass nicht alle Hunde in jedes Umfeld passen, leuchtet wohl jedem denkendem Menschen ein. Ich sollte keinen Herdenschutzhund in einer Mietwohnung im fünften Stock halten ohne Aufzug und bei 3x 20min Gassi am Tag, nur damit ich so ein imposanten Hund mein eigen nennen kann.
Wie viele Border Collies oder Australien Shepherds sind im Training, weil sie alles mögliche Hüten und die Halter es doof finden?
Bei Wundertüten aus dem Ausland weiß man nicht welche Rasse drin steckt. Deswegen sollte man immer auf alles gefasst sein. Denn auch wenn es nach Jack Russell Terrier aussieht, muss es keiner sein. Man sollte ohnehin immer das mit dem Hund machen, woran der Hund Spaß hat.
So, ich gehe dann mal mit meinen beiden Ausländern spazieren.
Mir ist es per se egal, ob deutscher Hund oder aus dem Ausland, weil ich von den Haltern aller Hunde gegenseitige Rücksichtnahme erwarte ohne mich ständig rechtfertigen zu müssen, wieso ich jetzt gerade keinen Kontakt zwischen den Hunden möchte!
Als inzwischen ehemalige Gassigängerin und Pflegestelle für Hunde, die entweder direkt aus dem Ausland kamen oder bei mir unter kommen durften, damit sie nicht im Tierheim landen, melde ich mich auch mal zu Wort.
Ich kenne sämtliche Argumente für die Adoption eines Hundes aus dem deutschen oder ausländischen Tierheim oder auch die Argumente dagegen. Da ich mit dem Handy schreibe und das gerne mal einfach nicht klappt mit dem Absenden, halte ich mich kurz und es wird auch ziemlich durcheinander sein.
Krankheiten wie Anaplasmose, Ehrliose, Leishmaniose und Babesiose sind Krankheiten, die von Zecken oder im Fall der Leishmaniose durch die Sandmücke übertragen werden. Das wird nicht von Hund zu Hund übertragen, sondern bedarf eines Überträgers einer anderen Art. Gute Organisationen testen entweder per Schnelltest oder Bluttest auf die Mittelmeerkrankheiten (MMK) wozu die Anaplasmose nicht zählt! Zudem können Tiere sich kurz vor der Ausreise infizieren und deswegen sollte man Hunde und auch Katzen nach sechs Monaten noch mal testen lassen.
Leishmaniose ist leider nicht heilbar, Ehrlichiose und Anaplasmose anhand eines Antibiotikum schon. Auch Babesiose kann therapiert werden. Das weiß ich, weil ich eine Pflegehündin damit hatte. Es ist definitiv nicht ansteckend.
Leider klären viele Vereine nicht korrekt über die Krankheiten und dessen Folgen (Kosten, Einschränkungen im Alltag uvm) auf. Da leider auch viele (Tier)ärzte noch alte Kamellen glauben, halten sich auch so Irrtümer wie Leishmaniose wäre vom Hund auf den Menschen ansteckend.
Giardien sind übrigens keine Auslandskrankheit. Die findet man z.b. in allen Bereichen Deutschlands, wo Rindergülle auf Feldern verteilt wird. Denn Rinder tragen diese Einzeller in erster Linie in sich.
Verhaltensauffällige Hunde sind auffällig und fallen einem deswegen mehr auf. Ich wohne in einer Siedlung wo es nur "deutsche" Hunde gibt. Drei mal darfst du raten, wessen Hunde die auffälligen sind und welche lieb...
Meine Hündin kam als normaler Junghund nach Deutschland aus Rumänien und wurde hier versaut durch fünf Besitzer, bei denen sie zwischen ihrer Einfuhr und ihrem Einzug drei Monate später bei mir lebte. Geschlagen, getreten, hungern und psychisch klein gehalten. Es bedurfte viel Zeit und Geduld diese drei Monate wieder aufzuarbeiten, aber sie ist dennoch von meiner Trainerin ein gern genommenes Beispiel für Kommunikation unter Hunden. Denn meine Hündin spricht hündisch besser als die meisten anderen, die in Welpen- und Junghundspielgruppen gewesen sind. Sie ist die ruhige Basis für meinen Rüden, der in Spanien mit dem Schrubber und anderen Gegenständen verprügelt wurde, und ja es gibt stressige Situationen für ihn, aber das managed man dann. Meine Pflegehunde haben sich alle an ihr orientiert und von ihr gelernt. Und ich hab bewusst nie die 0/8/15 Hunde genommen. Weder während meiner Zeit als Gassipatin noch als Pflegestelle.
Ich unterstütze den Tierschutz mit Import von Hunden nicht mehr, weil es Ansprüche seitens der Vereine gab, die unrealistisch sind und weil ich von dem Verein, für den ich dreieinhalb Jahre aktiv gewesen bin, zunehmend Misstrauen gespürt habe. Denn ich teilte ihre Philosophie nicht, Hunde als unproblematisch zu beschreiben und bereits nach wenigen Stunden bei mir die ersten Interessenten treffen zu müssen. Ich habe im Tierheim sehr intensiv mit Hunden gearbeitet, teilweise über Jahre hinweg und möchte keine der Erfahrungen der Jahre missen. Ich habe durch die Hunde sehr viel gelernt, was mir in allen Bereichen des Lebens nützlich sein kann.
Ich beschreibe Hunde wie sie sind, ob das Verhalten ein Problem darstellt, ist dem Leser überlassen. Ich empfinde vieles als ganz natürlich und wichtig in der Kommunikation zwischen Hund und Mensch. Für einige Menschen ist es aber z.b. nicht tragbar, dass Hund sich nicht überall von jedem beliebigen Menschen einfach anfassen lässt und dann weggeht, später mal knurrt und auch mal schnappt, weil diese fremden Menschen ihm immer wieder auf die Pelle gerückt sind. Meine Hunde dürfen kommunizieren und auch meine Pflegehunde durften es.
Dass nicht alle Hunde in jedes Umfeld passen, leuchtet wohl jedem denkendem Menschen ein. Ich sollte keinen Herdenschutzhund in einer Mietwohnung im fünften Stock halten ohne Aufzug und bei 3x 20min Gassi am Tag, nur damit ich so ein imposanten Hund mein eigen nennen kann.
Wie viele Border Collies oder Australien Shepherds sind im Training, weil sie alles mögliche Hüten und die Halter es doof finden?
Bei Wundertüten aus dem Ausland weiß man nicht welche Rasse drin steckt. Deswegen sollte man immer auf alles gefasst sein. Denn auch wenn es nach Jack Russell Terrier aussieht, muss es keiner sein. Man sollte ohnehin immer das mit dem Hund machen, woran der Hund Spaß hat.
So, ich gehe dann mal mit meinen beiden Ausländern spazieren.
Mir ist es per se egal, ob deutscher Hund oder aus dem Ausland, weil ich von den Haltern aller Hunde gegenseitige Rücksichtnahme erwarte ohne mich ständig rechtfertigen zu müssen, wieso ich jetzt gerade keinen Kontakt zwischen den Hunden möchte!

