Na schön Katzenfan, dann probier mal ein bisschen Überzeugungsarbeit zu leisten.
Sonst ist die Katze sofort wieder trächtig und zwei Würfe hintereinander sind alles andere als gesundheitsfördernd und entspannend...
Hier hast du mal eine Zusammenfassung zur Geburt:
Die Geburt:
Die Geburt beginnt normalerweise mit einem schleimigen Ausfluss, in den folgenden Stunden beginnen die Eröffnungswehen.
Die Katze wird spätestens zu diesem Zeitpunkt das Wurflager aufsuchen. Die meisten Katzen sind froh, wenn ihnen ein vertrauter Mensch beisteht, sollte sie dies aber Ablehnen ist es besser sie alleine zu lassen.
Die Eröffnungswehen können mehrere Stunden andauern, ihnen folgen die Presswehen. Diese sind weitaus kräftiger und gut durch Wellenförmige Bewegungen zu erkennen, die die Katze unregelmäßig von Kopfansatz bis zum Schwanzansatz durchlaufen.
Jetzt sollte es nicht länger als 90 Minuten dauern, bis das erste Kätzchen zur Welt kommt. Wird diese Zeit überschritten sollte sofort der TA verständigt werden.
Die Kätzchen sind bei der Geburt in die Fruchtblase eingeschlossen. Etwa ein Drittel kommt mit dem Schwanzende voran zur Welt, dies stellt gewöhnlich aber kein Problem dar.
Ist das Kätzchen auf der Welt leckt es die Mutter ab um es von der Fruchtblase zu befreien und die Atmung anzuregen. Die Nabelschnur wird durchgebissen und meist zusammen mit der Nachgeburt gefressen. Die Nachgeburt folgt innerhalb kürzester Zeit bei jedem einzelnen Kätzchen. Sie ist sehr Nährstoff- und Energiereich für die Katze.
Den Weg zu den Zitzen finden die Kätzchen alleine, oft lässt sie die Katze aber erst trinken, sobald auch das Letzte Kätzchen zur Welt gekommen ist.
Zwischen den einzelnen Geburten sollten nicht mehr als zwei Stunden vergehen, dauert es länger oder wirkt die Katze sehr erschöpft sollte der TA verständigt werden.
Probleme treten oft bei unerfahrenen oder zu jungen Katzen auf. Bei der ersten Trächtigkeit sind oft nur ein oder zwei Kätzchen im Mutterleib, diese sind dann aber nicht selten zu groß und es kommt zu Komplikationen.
Um dem Vorzubeugen sollte man gerade bei erstgebärenden Katzen Ultraschall machen lassen und die evt. entstehenden Komplikationen auch mit dem TA absprechen.
Probleme und Hilfsmaßnahmen:
~ Die Katze sucht nicht die Wurfkiste auf: panisch läuft sie durch die Wohnung, maunzt und weiß sich ganz offensichtlich nicht zu helfen. Bringen sie die Katze sanft zur vorbereiteten Wurfkiste und reden sie ihr gut zu. Normalerweise legt sich das Verhalten schnell, wenn die Katze einen ruhigen Ort findet und evt. auch ihre geliebten Menschen um sich hat.
~ Nach 90 Minuten Presswegen, bzw. 2 Stunden seit der letzten Geburt kommt immer noch kein weiteres Kätzchen: hier sollte umgehend der TA informiert werden. Sofort anrufen und die Katze, falls sie in die Klinik/zum TA gebracht werden muss nach Möglichkeit mit der Wurfkiste transportieren. Ist das nicht möglich einen Karton oder eine Kiste herrichten und die Katze dorthin umquartieren. Sind schon Kätzchen zur Welt gekommen werden diese mitgenommen.
Bewahren sie aber unbedingt Ruhe – die Katze spürt ihre Gefühle und wird unruhig, wenn sie sich aufregen!
~ Das Kätzchen steckt im Geburtskanal fest: im Einklan mit den Wehen kann man Versuchen vorsichtig am Kätzchen zu ziehen.
~ Die Mutter kümmert sich nicht um das Neugeborene: hier muss der Mensch als Hebamme eingreifen – die Fruchtblase vorsichtig mit den Fingern aufreißen, das Gesicht und Mäulchen vom Schleim befreien und das Kätzchen mit warmen Tüchern behutsam abrubbeln.
Die Nabelschnur auf keinen Fall mit einer Schere oder einem Messer durchtrennen! Dabei kommt es nämlich zu starken Blutungen. Etwa zwei Zentimeter vom Bauch des Kätzchens entfernt mit den Fingern durchknibbeln. Anschließend sollte man Versuchen das Kätzchen der Mutter wieder unterzulegen, meist nimmt sie es an und es ist keine Handaufzucht erforderlich.
Der TA sollte weiters verständigt werden, wenn:
~ Die Katze einen weißen oder übel riechenden Ausfluss hat
~ Die Katze stark blutet
~ Nach 90 Minuten Presswehen, bzw. nach zwei Stunden seit der letzten Geburt noch immer kein Kätzchen kommt
~ Die Katze weiterhin presst, aber alle Kätzchen schon auf der Welt sind
~ Die Katze sehr unruhig oder apathisch wirkt
Sind die Kätzchen per Kaiserschnitt zur Welt gekommen nimmt sie die Katze oft im ersten Moment nicht an, da sie Schmerzen hat oder noch halb betäubt ist. In diesem Fall sollte man aber einige Stunden warten und danach noch einen Versuch unternehmen, die Kätzchen anzulegen. Meist werden sie dann angenommen und es ist keine Handaufzucht notwendig.
Damit die Kätzchen dann auch noch saugen sollten sie zuvor nicht zu viel Aufzuchtmilch bekommen.
Muss eine Handaufzucht gemacht werden, sollte man dafür sorgen, dass die Kätzchen zumindest ein paar Tropfen Muttermilch bekommen. Die erste Milch, die Kolostralmilch, enthält sehr viele Abwehrstoffe, die für die Neugeborenen wichtig sind.
Anschließend sollte die Katze gut im Auge behalten werden, besonders wenn die Jungen zuerst schon gesäugt haben ist das Risiko für Milchfieber hoch.
Handaufgezogene Jungtiere sind übrigens meist Verhaltensauffällig! Aus diesem Grund sollte man sich zuerst nach einer Ersatzmutter umsehen und nur wenn es wirklich keinen anderen Ausweg gibt die Kätzchen selbst aufziehen.
Ich hoffe jetzt einfach mal das Beste und das deine Eltern die Katze notfalls zum TA bringen bevor es zu spät ist!
Wenn dir vorkommt bis zur Geburt dauert es noch ein paar Tage, dann bring die Katze vorher noch zum TA und lass nachsehen, wie viele Junge sie hat und ob sie normalgroß sind.
Wenn es so große Komplikationen gibt, dass du Handaufzucht machen musst meld dich bei mir, dann kriegst du dazu auch die Infos. Vielleicht besorgst du dir aber einfach jetzt schon Aufzuchtmilch, das ist ein wasserlösliches Pulver, pass auf, dass du keine Katzenmilch erwischst - es muss unbedingt Katzenaufzuchtmilch auf der Backung stehen!
Das ist übrigens auch später zum Entwöhnen oder als stärkung für die Mutterkatze gut, also wirst du es auch nicht umsonst kaufen.
Wurflager hast du? Wenn du das Gefühl hast sie nimmt es nicht an kannst du auch ein zweites als Alternative anbieten.
Lass die Katze jetzt nicht mehr hinaus!
Auch nach der Geburt nicht - manche Katzen sind dann nämlich sofort wieder rollig.
Sobald die Kätzchen 8-12 Wochen alt sind solltest du die Katze kastrieren lassen.
Zur Abwechslung einmal wirklich...
Wenn du noch Fragen hast...
LG
by blackcat