Hilfe!... Mäusealarm!!!

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  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #21
Hallo Dogman

Das stimmt so nicht, ein Hund/Wolf/Wildhund würde in freier Wildbahn genauso einen Liebesbeweis/Trophae/Geschenk seinem Rudelführer vor die Füsse legen.
Das liegt in der Natur der Hunde/Katzen.

Dann erkläre ich mal ausführlicher wie ich das meine.

Sicher liegt es in der Natur des Wolfes seinem Chef als *Liebesbeweis* Nahrung zu bringen.

Der Unterschied beim Hund ist aber das der Mensch ihm beibringen kann das das nicht nötig ist.

Auch Wolfsjungen lernen von den Eltern was sie dürfen und was nicht-auch das Beute anschleppen.

Und beim Hund muss eben der Mensch die Erziehungsarbeit leisten und ihm zeigen was gut ist und was nicht.

Und wenn er ihm gezeigt hat das es gut(oder geduldet) ist wenn er Tiere umbringt und seinem Herrchen vor die Füsse legt dann wird er mit etwas Pech auch mal etwas töten und als Geschenk hinlegen was dann Mensch nicht so begeistert.

Z.B. das Kaninchen aus dem Garten. Und der Hund versteht plötzlich die Welt nicht mehr weil ein Verhalten das vorher geduldet oder sogar belohnt wurde nun mit bösen Worten oder sogar Schlägen beantwortet wird...

...er hat ja nur seinen Job gemacht-

Leider gibt es Hunde die sich nicht unter Kontrolle halten können-die jagen egal was man macht. Oft trägt dann der Mensch selber Schuld weil er sie auf dieses Verhalten gezüchtet hat-ich kenne aber auch Jagdhunde in Familienhaltung die gar keinen Jagdtrieb halten.
Kommt also auf das Tier an.

Es helfen weder Leckerlis noch Spielzeug oder anderweitiges ablenken.

Da kann man dann eben nur in sicherem Terrain Freilauf gewähren oder eine lange Laufleine hernehmen.

Bei dem Hund eines Bekannten hat es allerdings sehr geholfen ihn mit einem zahmen Kaninchen in Kontakt zu bringen-so hat er dann gemerkt das er auch keine wilden Hasen jagen soll.

Das kaninchen war Hunde gewöhnt und man hat über mehrere Tage die beiden aneinander gewöhnt.
Vielleicht würde das auch bei einer Maus klappen?

Liebe Grüsse, Cici
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Kannst du ihm seine Jagderlebnisse zu Hause bieten?:silence:

Hallo Ricalein,

ein wenig schwarzer englischer Humor wie ich sehe? Soweit ich weiss richten ja viele Jäger ihre Hunde mit lebenden Kaninchen und Katzen ab die sie im Garten anbinden oder in nem Trainingsraum freilassen-aber das wirst du ja hoffentlich nicht meinen?

Der Jagdtrieb beim Hund ist mit Freunde verbunden weil es beim Wolf überlebensnotwendig war Beute zu machen um nicht zu verhungern.

Alles was für ein wildes Tier überlebensnotwendig ist, ist mit Freude verbunden-auch die Fortpflanzung.

Was dem Hund am jagen Spass macht ist das verfolgen schneller Objekte und das zurückbringen dieser zum Rudel/Mensch.

Das kann man ihm genauso mit einem Spielzeug bieten das man ihm wirft und er es zurückbringt.

Liebe Grüsse, Cici
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #22
Ich währe ja auch nicht begeistert wenn meine Hunde sich auf die Mäusejagd verlagern würden, aber hauptsächlich wegen der Würmer die sie sich dadurch holen. Seven, da bitte ich dich um Verständnis, als Landwirt bin ich nun mal nicht glücklich wenn die Wurzeln meiner Obstbäume von Wühlmäusen abgefressen werden. Das du deine Mäuse so liebst wie ich meine Hunde ist mir auch klar.

Wenn du möchtest das dein Hund keine Mäuse mehr jagt, dann mußt du ihm eine Ersatzarbeit anbieten.
Ich kann mir vorstellen wenn du dir die Mühe machst, deinem Hund das Apportieren auf Kommando beizubringen und ihm dann einen Gegenstand ein Stück weit schleppst und dann liegen lässt, und deinen Hund das dann absuchen und apportieren lässt, das er damit von den Mäusen abgelenkt wird.
Sollte dein Hund sich für ein Mauseloch interessieren musst du ihm das dann im Ansatz verbieten.
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Er soll überhaupt keine Jagderlebnisse haben, wenn du damit die Jagd auf ein echtes Tier meinst.
Immerhin bin ich kein Jäger oder sonstiges.
Aber warum hältst du dir dann einen Jagdhund, der wird doch extra so gezüchtet das er Jagdtrieb hat.
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Soweit ich weiss richten ja viele Jäger ihre Hunde mit lebenden Kaninchen und Katzen ab die sie im Garten anbinden oder in nem Trainingsraum freilassen-aber das wirst du ja hoffentlich nicht meinen?
Ich bin Jäger und ich kenne viele Jäger, aber keinen der seinen Hund mit so tierquälerischen Methoden ausbilden würde. Die meisten Jagdhunde haben so viel Beutetrieb das es solcher Erfahrungen nicht Bedarf.
 
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  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #23
Rica: Wie schon erwähnt hat mein Hund keinen sonderlichen Jagdtrieb. Seinen minimalen Jagdtrieb kann ich durch Spielzeug ausreizen.
Außerdem ist er mehr Apportierhund und das macht im viel Spaß und das wird von mir auch mit Freude gefördert! ;)
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #24
Aber warum hältst du dir dann einen Jagdhund, der wird doch extra so gezüchtet das er Jagdtrieb hat.
..

Hallo Ricalein,

ich weiss zwar nicht welchen Hund Mäxchen hat-doch es gibt weitaus mehr Hunderassen die mal Jagdhunde waren und zu Haustieren wurden.

Scottish Terrier, Westies, Yorkies, Pudel....ich hab schon lange nicht mehr davon gehört das ein Westie oder ein Pudel bei der Jagd oder Wasserarbeit eingesetzt werden.

Also hat wohl mal irgendwer angefangen sie als Hausgenossen zu sehen.

Wichtig ist nur das man dem Hund genug Bewegung und Abwechslung bieten kann-das geht auch ohne das man ihn scharf macht und ihn auf einer Schweissspur laufen lässt.

Manche Leute kaufen sich einen Hund der normalerweise zur Jagd verwendet wird (Beagle, Retriever, Münsterländer, Cockerspaniel) weil sie diese Rasse mögen, weil er sich mit Kindern und Haustieren versteht und keinen ausgerpägten Jagdtrieb hat-

-oder weil sie ihn aus dem Tierheim, aus schlechter Haltung befreit haben-vor der Tötung bewahrt haben (Spanien, Griechenland)oder der Züchter/Jäger den Hund abgegeben hat weil er nicht geeignet war.

Frettchen werden auch als Haustiere gehalten ohne das sie dabei zur Baujagd bei kaninchen eingesetzt werden....

Das ein Tier zur Jagd benutzt wurde heisst also nicht das das töten von andere Tieren dazu gehört um ihm ein gutes Leben zu bieten.

Liebe Grüsse, Cici
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #25
Cici: Ich habe einen Labrador.
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #26
Scottish Terrier, Westies, Yorkies, Pudel....ich hab schon lange nicht mehr davon gehört das ein Westie oder ein Pudel bei der Jagd oder Wasserarbeit eingesetzt werden.

Also hat wohl mal irgendwer angefangen sie als Hausgenossen zu sehen.

Genau das ist doch der Punkt, dann beschwert man sich wen mit einem Westie die "Gene" / "Triebe" durchgehen.

Der Einsatz von Hunden im Jagdbereich hat einen Ursprung, die Jagt hat in der Regel auch einen Sinn (heute zumindest). Vergessen wir mal die Idioten die unsinnige Jagdveranstaltungen betreiben. Ohne der Wild-pflege/hege
hätten wir Menschen ganz andere Probleme. Auch diese Probleme sind von Menschenhand gemacht. Dieses Thema würde den Thread hier sprengen.

Frettchen werden auch als Haustiere gehalten ohne das sie dabei zur Baujagd bei kaninchen eingesetzt werden....

Warum blos ??? Weil man das Frettchen so haben will !

Das ein Tier zur Jagd benutzt wurde heisst also nicht das das töten von andere Tieren dazu gehört um ihm ein gutes Leben zu bieten.

Das hat hier keiner behauptet ;)
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #27
Manche Leute kaufen sich einen Hund der normalerweise zur Jagd verwendet wird (Beagle, Retriever, Münsterländer, Cockerspaniel) weil sie diese Rasse mögen, weil er sich mit Kindern und Haustieren versteht und keinen ausgerpägten Jagdtrieb hat-

In der Beziehung wird der Münsterländer, und auch andere Rassen, leider viel zu häufig unterschätzt, eben weil er so gut aussieht, von der Größe her gut ins Haus passt, und sofern ausgelastet auch wirklich ein angenehmer Familienhund ist. Aber ist er nicht ausgelastet wird er schnell zum Problemhund und landet entweder im Tierheim oder kann einfach nicht mehr von der Leine gelassen werden, weil er sich seine Jagderlebnisse auf eigene Faust holt. Und das bei einem Hund für den Laufen fast alles bedeutet.
Aber eigentlich geht es hier ja darum wie du deinem Hund das Mausen abgewöhnst.
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #28
Rica: Da hast du sicherlich Recht. Aber ich denke, dass ich Mäxchen gut ausgelastet bekomme und er kommt im Freilauf auch nicht auf die Idee, sich eigene Jagderlebnisse zu holen..ich sorge schon dafür, dass er im Freilauf findet, was ich für gut erachte.
Ich weiß, dass du das jetzt nicht unbedingt auf mich beziehst, aber ich kann das allgemein auch verstehen, da ich viele Hunde sehe, die einfach unterschätzt werden.
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #29
Also ich denke nicht das nur ein jagender Hund ein glücklicher Hund sein kann.
Man muss halt andere möglichkeuten finden ihn auszulasten.
Wie gesagt meine Hündin rennt nur hinterher macht aber dann nichts ausser um die Maus rumzugüpfen und zu schnupper (bestimmt auch nicht so toll für ne maus^^ aber nicht tödlich).
Und meine Hündin hat trotzdem ein sehr schönes Leben...

Die Frage ist ja auch was ein Hund alles jagen darf?
Machen wir einen Unterschied zwischen Maus und Reh?
Denn wenn unser Hund Mäuse jagen darf warum dann auch nicht Rehe? oder Fohlen? Das liegt alles in seiner natur und ich denke man darf zwischen den Beutetieren keinen Unterschied machen.
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Wobei ich mir persönlich auch keine Rasse holen würde die für einen starken Jagdtrieb bekannt ist!!
Ich weiss von vielen Züchtern das sie z.B. Münsterländer oder DD NUR an Jäger abgeben!! Und das hat ja auch seine Gründe
 
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  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #30
Upps... da hab ich wohl eine Lawine losgetreten!!!

Während ich heute Wald und Flur hier x-mal abgelaufen bin (hab gestern mein Handy verloren!) habt ihr euch ja ganz schön in die Wolle gekriegt!

Also gut, dann mach ich jetzt eben mit!

zum Thema Jagdhund:
Die Mutter meiner Hündin ist ein Wachtel-Mix. Reinrassige Wachtelhunde werden NUR von Jägern für Jäger gezüchtet. Dass deshalb ihr Jagdtrieb außerordentlich stark ausgeprägt ist, wurde mir vom TH vor der Übernahme unmissverständlich klar gemacht. Ich denke, meine Bereitschaft diese Herausforderung anzunehmen war mit ein Grund, dass wir sie überhaupt bekommen haben (Es waren noch einige Interessenten da!)
Heute, 3 Jahre und viele viele Stunden Erziehungsarbeit in Wald, Tierparks uä. später, darf ich sicher stolz darauf sein, dass sie NUR Mäuse jagt!
Von Hasen lässt sie sich abrufen, Rehe steht sie vor und Wildschweinen geht sie aus dem Weg.... Haustiere werden generell nur beobachtet!
War eine heiden Arbeit ihr das alles bei zu bringen!
Aber kein guter Jagdhund jagt selbst bzw. tötet selbst - wozu bräuchten unsere Jäger sonst Gewehre...???
Die Aufgabe eines solchen Hundes ist: vorzustehen, aufzuspüren bzw. zu apportieren.
Das Jagen liegt einem Jagdhund im Blut und das kann man nun mal bei solchen Hunden nicht ganz abstellen, sondern man muss MIT ihnen lernen richtig mit dem Jagdtrieb umzugehen.

zum Thema Mäuse:
Klar freue ich mich persönlich nicht sonderlich über eine tote Maus. Keine Frage, besonders, wenn ich auf einer Wiese den Ball werfe und dafür ´ne Maus gebracht bekomme!!!
Aber ganz ehrlich und bei aller Tierliebe, Übersensibilität ist hier auch nicht angebracht. Nach diesem warmen letzten Winter haben wir hier wirklich sehr viele Mäuse und der von ihnen übertragene Hanta-Virus (inzw. 95 Fälle allein in unserer Stadt!) macht auch keinen Spass. Noch ein bis zwei solche Winter und Mäuse werden hier wirklich zum Problem. Ich denke, wenn die Anzahl durch Tiere wie Füchse, Greifvögen ect., aber eben halt auch durch Hunde und Katzen dezimiert wird ist das sicher natürlicher, als Giftköder auszulegen!!!
... und im Gegensatz zu den Füchsen (von denen zur Zeit einer die Meerschweinchen-Population in unserem Viertel deutlich verringert) kann ein Hund zwischen wild und domestiziert unterscheiden - wenn man es ihm lernt.
Das heisst allerdings nicht, dass ich meine Hündin dazu abrichten will Mäuse zu jagen. Im Gegenteil! Deshalb ja auch meine ursprüngliche Frage in diesem Thread. Aber ich krieg auch nicht gleich die Krise wenn sie es einmal tut. Das Maß ist das Ziel!

So, jetzt ist auch bei mir der Dampf zu diesen Themen raus, aber meine eigentliche Frage des Threads ist doch noch nicht beantwortet!

Könntet ihr mir deshalb und trotz alledem noch ein paar Tipps geben, wie ich meiner kleinen Jägerin klar machen kann, dass ich mich über Geschenke zwar freue, aber ehr wenn sie Ball, Stöckchen (oder vielleicht auch Handy?) heißen, aber nicht Maus???

Heute war es nur eine. Hab sie einfach mal dankend angenommen, verbuddelt und bin weitergegangen... mach mal ´ne Runde auf gelangweilt.
Vielleicht klappt´s ja bis wir hier fertig diskutiert haben;).
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #31
Wenn du möchtest das dein Hund keine Mäuse mehr jagt, dann mußt du ihm eine Ersatzarbeit anbieten.
Ich kann mir vorstellen wenn du dir die Mühe machst, deinem Hund das Apportieren auf Kommando beizubringen und ihm dann einen Gegenstand ein Stück weit schleppst und dann liegen lässt, und deinen Hund das dann absuchen und apportieren lässt, das er damit von den Mäusen abgelenkt wird.
Sollte dein Hund sich für ein Mauseloch interessieren musst du ihm das dann im Ansatz verbieten.
hast du es in der Art schon mal ausprobiert?
Von Hasen lässt sie sich abrufen, Rehe steht sie vor und Wildschweinen geht sie aus dem Weg.... Haustiere werden generell nur beobachtet!
War eine heiden Arbeit ihr das alles bei zu bringen!
Aber kein guter Jagdhund jagt selbst bzw. tötet selbst - wozu bräuchten unsere Jäger sonst Gewehre...???
Die Aufgabe eines solchen Hundes ist: vorzustehen, aufzuspüren bzw. zu apportieren.
Das Jagen liegt einem Jagdhund im Blut und das kann man nun mal bei solchen Hunden nicht ganz abstellen, sondern man muss MIT ihnen lernen richtig mit dem Jagdtrieb umzugehen.
Das war bestimmt viel arbeit, und deine Einstellung gefällt mir.
Würde mich grad interessieren was an deinem Hund noch beteiligt ist das er Vorsteht, weil das gehört nicht zu den Anlagen eines Wachtelhundes.
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #32
Heute war es nur eine. Hab sie einfach mal dankend angenommen, verbuddelt und bin weitergegangen... mach mal ´ne Runde auf gelangweilt.
Vielleicht klappt´s ja bis wir hier fertig diskutiert haben;).

Das ist meiner Meinung nach die einzig sinnvolle Methode deinem Hund zu zeigen, dass ist OK aber du machst mich auch nicht die grösste Freude damit. Der Hund wird mit der Zeit verstehen, dass es doch nicht das geeignete Geschenk ist ;)

Gruss
DM
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #33
Eine spannende Diskussion hier! Hab ich doch selbst eine Hündin, die sich als Mäusefängerin entpuppt hat. :eusa_eh:

Zuerst (im Welpen- und Junghundalter) haschte sie nur nach Grashüpfern, diesen Sommer hat sie das "Spiel" eben auf Mäuse ausgedehnt. Beim ersten Jagderfolg ging es um eine Ratte (die hat sie nicht allein sondern in Gemeinschaftsarbeit mit meiner zweiten Hündin erlegt), und spontan habe ich wohl mit "Toll gemacht!" reagiert, denn ich wohne auf einem Bauernhof und Ratten gibt es wegen dem vielen Getreide hier reichlich, sie sind eine Plage und jeder freut sich über Katzen und Hunde, die mutig genug sind, sich mit diesen bissigen Tierchen anzulegen.

Was ich nicht bedacht hatte: Die Jagdlust war dann erst richtig entflammt, und nun bin ich überzeugt, sie würde auch vor einem Kaninchen nicht halt machen. Danach kommt ein Feldhase, dann ein Rehkitz... :?: :roll: - Woher soll der Hund nun wissen, dass ich mit der einen Tötungshandlung noch zufrieden war, alle anderen aber nicht will??

Also bin ich jetzt dabei, ihr das abzugewöhnen. Sie ist eine echte Promenadenmischung, da war es zunächst nicht klar, welche Anlagen in ihr stecken, aber seit ich weiß, dass sie am ehesten ein Laufhund und Jagdhund ist, muss ich ihr eben adäquate Ersatzbeschäftigungen bieten: Dh. viel Bewegung (auch am Fahrrad, denn sie liebt das gestreckte schnelle Laufen!), und Spiele, die den Jagdtrieb befriedigen. Hinter Bällen herrennen statt hinter Hasen und Rehen, Zerrspiele mit einem Tau statt mit lebender Beute... - nur so als Beispiele.
Meine große Hündin ist ein Gordon-Setter-Mischling. Sie hat mir das Apportieren beigebracht, als sie noch ein Welpe war, und sie apportiert mit Vorliebe aus Gewässern (Gordon Setter sind darauf gezüchtet, geschossenes Wassergeflügel aus unzugänglichen Gewässern rauszuholen). Also habe ich ihr Bälle ins Wasser geworfen, die sie bringen konnte, und ihr auf diese Weise beigebracht, die Enten in Ruhe zu lassen. Eine Beschäftigung dieser Art brauchte sie auf jeden Fall!

Ihre Natur werde ich nicht ändern, aber ich muss mich auch nicht damit "abfinden", wenn meine Hunde jagen, denn dann würden sie über kurz oder lang einem echten Jäger vor die Flinte laufen.

Ich glaube nicht, dass wir nicht eingreifen können, nur weil die wilden Vorfahren unserer Hunde diese und jene Eigenschaften haben. Wenn Wölfe jagen, so tun sie das, um sich zu ernähren!! :!: Sobald ein Tier die Beute auch frisst, geht es irgendwie noch in Ordnung, aber nur aus Spaß? :roll: Wir können unseren Hunden schon klarmachen, dass wir das nicht wollen!

In Crissis Fall ist es (hab so den Eindruck) möglicherweise sogar so, dass sie das will, dass ihre Hündin Mäuse fängt, damit die Mäuseplage aufhört. Wenn das so ist, ist es doch in Ordnung; ihre Hündin hat eben diese Aufgabe. Dazu hat man seit Jahrtausenden Hunde gezüchtet, dass sie Ratten- und Mäuseplagen gering halten, und die Hunde hatten ihre Aufgabe dadurch, so wie der Jagdhund eines Jägers seine Aufgabe darin hat, das Wild aufzuspüren, vorzustehen oder zu apportieren. Wenn Crissie das will und gut findet, dass ihre Hündin die Zahl der Mäuse eindämmt, ist es auch in Ordnung, wenn sie sie dafür lobt, wenn die Hündin Mäuse bringt. Aber dann muss sie halt auch mit dem Entsorgen fertig werden... :roll:

Meine Katzen fangen auch Mäuse und Ratten, aber sie fressen sie meistens auch, und so hab ich kein Problem damit. Im Gegenteil: Der Bauer freut sich (Katzen waren auf Bauernhöfen schon immer dazu da, die Zahl der Ratten und Mäuse zu begrenzen!) und ich weiß, dass sie auf diese Weise artgerechtes Futter bekommen.

Wenn Katzen Mäuse einfach nur so anschleppen und als "Geschenk" vor die Tür legen (aber nicht fressen), muss man sich wohl damit abfinden. Schließlich gehen wir mit unseren Katzen nicht gemeinsam spazieren. Aber einem Hund kann ich klarmachen, was ich will. Fazit: Ich muss mich entscheiden, was ich will, und es dem Hund dann a.) vermitteln und b.) ggf. Ausgleichsbeschäftigungen schaffen.

Als meine Mäusejägerin plötzlich meinte, auch einem Feldhasen hinterherhetzen zu dürfen, hat meine Hundetrainerin mir klargemacht, dass ich meiner Hündin durchaus klarmachen kann, dass ich bestimme, wann gejagt wird. Jetzt klappt es immer besser: Im Wald wird nicht gejagt, da wird nicht mal der Weg verlassen, und hier auf dem Hof dürfen Bällchen und Frisbeescheiben "gejagt" werden. Sie darf auch auf Wiesen nicht mehr in Mäuselöchern buddeln, dafür hier zuhause auf Leckerliesuche gehen. Beine und Nase wollen und müssen nun mal beschäftigt werden! :D
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #34
@Ricalein

Vor allem Suchspiele mit tiefer Nase gehören regelmäßig zu unseren Spaziergängen. Aber leider lässt sie sich schnell ablenken, wenn´s beim Suchen überall nach Maus riecht.
Soll ich sie lieber mit hoher Nase suchen lassen??? Leider kenne ich da kaum Spiele, außer, dass ich mich selbst verstecke. Aber alleine ablegen und warten geht halt nicht überall.
Hast du mir da noch Tipps???

Zitat Ricalein:
Das war bestimmt viel arbeit, und deine Einstellung gefällt mir.
Würde mich grad interessieren was an deinem Hund noch beteiligt ist das er Vorsteht, weil das gehört nicht zu den Anlagen eines Wachtelhundes.


Danke.
…wenn ich alle Rassen wüsste, die in meiner Hündin stecken, wäre es sicher etwas einfacher. Aber ich kenne halt nur ihre Mutter (selbst schon ein Wachtel-Mix). Offensichtlich sind aber Rassemerkmale von Labrador und Hovawart vorhanden. Was sonst noch drin steckt??? Nix genaues weiß man halt nicht…

@dogman
Denke auch, ich werd es weiter so versuchen. Hoffe einfach, sie versteht mit der Zeit, dass ich mich über den Ball mehr freue als über die Maus, auch wenn ihr die Maus besser gefällt….

@Annika-17
Wollte ich, dass meine Hündin Mäuse fängt, hätte ich sicher nicht diesen Thread eröffnet.
Ich mag es nur nicht, wenn manche Leute beim Thema Mäusefangen gleich mit „die arme Maus“ argumentieren.
Dein Weg, dem Hund klar zu machen, dass du sagst, wann und was gejagt wird, ist sicher richtig. Genauso habe ich es bei größeren Wildtieren, die ja eigentlich mit der Meute gejagt werden, auch geschafft. Wenn meine Hündin heute z.B. ein Reh entdeckt macht sie mich aufmerksam (steht an) und wartet was ich entscheide. Ich gebe dann ein „Setz dich“ oder „Leg dich“ statt dem erhofften „Los geht´s!“ - das gibt´s halt bloß bei Ball ect. Wir beobachten das Tier dann eine Weile, danach löse ich mit Leckerlie auf und wir gehen weiter. Das hat uns schon richtig schöne Walderlebnisse beschert!
Bei Mäusen funktioniert das leider nicht, das kann sie alleine. Ein Sprung und die Maus ist im Fang…
Wünsch dir viel Erfolg bei deinem Anti-Jagd-Training!



Heute hatten wir Anti-Maus-Training extrem. Ballsuche im Stoppelfeld mit Stroh!
Maus wurde fast emotionslos angenommen und entsorgt, beim Ball flippte Frauchen beinahe aus vor Freude, Leckerlie inklusive.
Offensichtlicher geht´s doch nicht, oder?
Versuch es morgen noch mal… mal sehen was hängen geblieben ist.
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #35
Heute hatten wir Anti-Maus-Training extrem. Ballsuche im Stoppelfeld mit Stroh!
Maus wurde fast emotionslos angenommen und entsorgt, beim Ball flippte Frauchen beinahe aus vor Freude, Leckerlie inklusive.
Offensichtlicher geht´s doch nicht, oder?
Versuch es morgen noch mal… mal sehen was hängen geblieben ist.
Wenn du deinen Hund auf diese Art von den Mäusen wegbringen willst, dann geht dsa glaube ich nicht auf Anhieb. Aber ich glaube trotzdem das du so zum Erfolg kommen kannst.
Wenn dein Hund den Jagderfolg mit was negativem und die Suche des Balles mit was besonders positivem verbinden würde, währe das Problem bald gelöst, nur fällt mir grade nichts brauchbares dazu ein wie man zum Jagderfolg eine negative Verknüpfung bekommt, außer eben wie von dir beschrieben.
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #36
Hallo Crissi!
Mich hatte verwirrt, was Du von Deiner Hundetrainerin geschrieben hattest, dass sie Dir riet, Freude zu zeigen, wenn Deine Hündin Dir Mäuse bringt. So ein Rat kann ja nur kommen, wenn Du Dich auch tatsächlich freust. :? Oder die Hundetrainerin hat sich da irgendwie vertan...? :roll:

Jedenfalls denke ich, dass Du so, wie Du es beschrieben hast, bestimmt nach einiger Zeit zum Erfolg kommen wirst. Allerdings ist Jagderfolg immer auch selbstbelohnend, dh. Deine Hündin wird auch bei viel Ballspielen noch Mäuse fangen (wenn auch vielleicht weniger) und es wird ihr nicht so viel ausmachen, wenn Du nicht allzu begeistert bist, denn sie ist ja allein durch das Jagen und Fangen der Beute schon belohnt und glücklich. Hier musst Du wissen, ob Du das eigentliche Mäusefangen irgendwann sanktionieren willst, allerdings ist es recht schwierig, wie man das anstellt. Vielleicht genügt Dir ja auch, wenn es nicht mehr wird, sondern weniger, und nur noch ab und zu vorkommt.

Bei Pünktchen mache ich momentan Schleppleinentraining, damit sie gar nicht erst anfängt, sich im Mäuselochbuddeln zu "verlieren".

Als Beispiel für eine Suche mit hoher Nase kann ich Dir unser Spiel weiterempfehlen: Ich verstecke unterwegs Leckerli in der Rinde von Bäumen, die am Wegrand stehen. Die Hunde müssen entweder im Platz und Bleib warten, bis ich mit Verstecken fertig bin, und dann suchen sie am Baumstamm nach den Leckereien (und müssen sich dafür auch mal ein bisschen strecken), oder ich überrasche sie, wenn sie mal abgelenkt waren, mit begeistertem "Guck mal hier"-Rufen und hab dann heimlich schon was versteckt. Malka und Pünktchen lieben dieses Spiel!! :D

Auf dem Hof verstecke ich manchmal unser "Mäppchen", das ist ein mit Leckerlis gefüllter Beutel. Den kann man auch in irgendwelchen Mauerritzen, auf Fensterbänken und Vorsprüngen etc. verstecken. Malka ist eine ausgezeichnete Sucherin und bewältigt hier auch Schwierigkeitsgrad II ;) , das heißt sie muss in größerer Entfernung liegen bleiben und sieht nicht einmal, in welcher Ecke ich das Mäppchen verstecke. Sie sucht sehr ausdauernd! Wenn sie es gefunden hat, apportiert sie das Mäppchen und es gibt daraus zu futtern. :clap: - lecker!

Auch ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei Deinem Anti-Jagdt-Training! :)
LG
Annika
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #37
Jedenfalls denke ich, dass Du so, wie Du es beschrieben hast, bestimmt nach einiger Zeit zum Erfolg kommen wirst. Allerdings ist Jagderfolg immer auch selbstbelohnend, dh. Deine Hündin wird auch bei viel Ballspielen noch Mäuse fangen (wenn auch vielleicht weniger) und es wird ihr nicht so viel ausmachen, wenn Du nicht allzu begeistert bist, denn sie ist ja allein durch das Jagen und Fangen der Beute schon belohnt und glücklich. Hier musst Du wissen, ob Du das eigentliche Mäusefangen irgendwann sanktionieren willst, allerdings ist es recht schwierig, wie man das anstellt. Vielleicht genügt Dir ja auch, wenn es nicht mehr wird, sondern weniger, und nur noch ab und zu vorkommt.

Ich würde das nicht gleich so pessimistisch sehen, es kann gut sein das der Hund die Freude am Mausen verliert wenn du dich nicht über die Geschenke freust.
 
  • Hilfe!... Mäusealarm!!! Beitrag #38
Mich hatte verwirrt, was Du von Deiner Hundetrainerin geschrieben hattest, dass sie Dir riet, Freude zu zeigen, wenn Deine Hündin Dir Mäuse bringt. So ein Rat kann ja nur kommen, wenn Du Dich auch tatsächlich freust. :? Oder die Hundetrainerin hat sich da irgendwie vertan...? :roll:

Das macht bei uns schon Sinn. Wir hatten nämlich ein Problem beim Apportieren. Meine Hündin holte zwar alles, legte sich aber immer einige Meter von mir entfernt mit der Beute ab und wartete... Sie verteidigte zwar nicht, wollte es mir aber auch nicht direkt bringen. Deshalb riet die Hundetrainerin mir, alles aber auch alles was direkt gebracht wird freudig entgegen zu nehmen.
Das Spiel mit den Leckerlies in der Baumrinde find ich ´ne tolle Idee. Werd´s auf jeden Fall ausprobieren. Danke.

Das alles gleich auf Anhieb klappt, erwarte ich nicht. Wenn mich mein Hund eines gelehrt hat, dann ist es Geduld und Ausdauer.
Wer kappiert schon alles auf Anhieb... da hätte ich es in der Schule sicher auch viel leichter gehabt...;)

LG
Crissi
 
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