Na das mit dem Mut machen, das üben wir aber noch mal ein wenig, nicht wahr Kompassqualle?
Da hab ich nämlich wirlich Angst vor, dass das Portrait total in die Hose geht, dass ich da jemand erwischt habe, der gar nicht so gut darin ist.
Ich verstehe dich gut, das ist auch die Horrorvorstellung die mich bisher von Tattoos abhält, ich liebe sie, aber ich bin eben auch extrem pingelig und wäre tot unglücklich wenn es am Ende nicht haargenau so ist wie ich es mir vorgestellt habe.
Ich glaube als Laie kann es relativ schwierig sein nur anhand der Galerie eines Studios zu erkennen ob die wirklich auch das können was man sich wünscht. Gute Vorrecherche ist da echt viel wert, bloß nicht den Erst-Besten nehmen weil der gerade z.B. kurzfristig was frei hat.
Ausgemacht ist auf dem Oberarm, aber ehrlich gesagt bin ich mir da gar nicht so sicher. Ich bin mir sicher über das DAS ich ein Tattoo will und auch über das Motiv herrschen keine Zweifel, nur mit der Stelle da bin ich unsicher. Aber ich gehe mal dumm davon aus und hoffe, dass ich die Stelle notfalls noch kurzfristig im Termin ändern kann (also wenn es aufgezeichnet ist und mir da dann so gar nicht gefällt).
In einem guten Studio hat man doch normalerweise einen Termin zur Vorbesprechung in der doch genau solche Fragen geklärt werden können. Außerdem sollte der Tätowierer dich gut beraten können, was die Anpassung des Motives an den Körper angeht.
Ebenso wie ja besprochen werden sollte in welchem Stil das Bild gemacht wird (Rahmung, Hintergrund, Kontraste..etc) und evtl eine Vorskizze gemacht wird.
Das würde für mich schon eigentlich alles dazu gehören.
Am Tattoo-Termin da zu sitzen und in letzter Sekunde noch größere Entscheidungen umzuwerfen birgt immer die Gefahr, dass man sich "verzettelt", über sowas sollte man einfach noch mal schlafen können bevor man nachher unglücklich ist und der Tätowierer sollte sich auch selbst entsprechend auf die Arbeit vorbereiten können.
Oh, jetzt klinge ich ja vielleicht schon wieder entmutigend, oder?
Aber ich denke einfach gerade bei einem etwas schwierigeren Motiv wie einem Portrait ist solche Vorarbeit mega wichtig, damit man nicht nur im Stuhl sitzt und "hofft und betet", dass das Ergebnis einigermaßen gut wird und man im schlimmsten Fall hinterher mit einer Gurke rumrennen muss.
Natürlich ist halt auch die Frage wie mega pingelig man da ist
Mein Tattoo hat eine ganz besondere bedeutung, da da viele Menschen/Tiere mit Eselsbrücken eingearbietet sind z.B. für meine Verstorbene Stute kommt ein Drachen weil ihr Name übersetzt Feuersturm ist
Eingearbeitete Bedeutungen finde ich immer toll und spannend, jedoch sollte (zumindest für mich) ein Tattoo auch und vor allem schmückend sein. In letzter Zeit sehe ich so viele Leute mit relativ schlechten Unterarm-Standart-Tattoos (Namen der Kinder, Schmetterlinge, Schnörkel, Sternchen..etc) und da denke ich dann immer, die schönste Bedeutung nützt nichts, wenn die Sterne krum und schief sind und die Schrift verwackelt.
Deine Idee wie du persönliche Dinge auf symbolische Weise einarbeiten willst (mit dem Drachen und so) klingt aber schon sehr spannend
