Habe ja auch einen Eigenbau gemacht und hätte noch 1-2 Tipps:
Die Grösse ist natürlich völlig in Ordnung, aber je grösser desto besser und deshalb: Oft ist bis zur Zimmerdecke noch gaaaaaanz viel Platz, den man ansonsten gar nicht nutzen würde, deshalb würde ich überlegen (wenn man eh schon am Materialkaufen ist), ob man nicht diesen Platz noch für 1-2 zusätzliche Etagen nutzt.
Oft ist es so (bei mir zumindest

, daß man später irgendwann denkt: Och, hätteste man noch ein ein bischer grösser, oder höher gebaut. Dann ist im Nachhinein allerdings ein Umbau meist schwer, also denk vorher nochmal nach, ob du den Platz nach oben hin nicht vielleicht noch nutzen willst (wesentlich teuerer wird´s dadurch nicht und wenn du eh schon am schrauben und basteln bist, ist die zusätzliche Arbeit auch nicht der Rede wert und die Mäuse werden´s dir danken

.
Bei mir ist die Oberseite, sowie die komplette Rückseite mit Voilerendraht vergittert. Diesen Draht zu bekommen war an der ganzen Sache das schwierigste. Ich habe Voilerendraht mit 0,5, oder 0,6mm Quadraten genommen. Punktgenau verschweisst muss er sein. Solcher Draht war hier in keinem Baumarkt zu bekommen (erst ab 1cm aufwärts) und irgendwann fand´ ich dann zumindest einen Baumarkt, der mir den Draht bestellen konnte. Der ist allerdings recht teuer und daher solltest du vorher genau messen, vieviel du brauchst, um nicht unnötig Geld auszugeben.
Für die Vorderseite hatte ich eine Tür gebaut, die ebenfalls mit diesem Draht bespannt ist. Inzwischen benutze ich diese Tür aber schon lange gar nicht mehr, sondern der Käfig ist vorne komplett offen (ähnlich wie bei einem Mäusetisch).
Die niedriste runterspringmöglichkeit liegt bei mir bei etwa 80 cm. Da ist bei mir bisher noch keine Maus heruntergesprungen (aus den höheren Ebenen sowieso schonmal gar nicht). Die Mäuse können ab einer gewissen Höhe keine Höhen mehr abschätzen und sind nicht lebensmüde, deshalb würden sie auch nicht freiwillig aus so einer Höhe springen. (Im Gegensatz zu Hamstern, die ohne wenn und aber aus absolut jeder Höhe springen würden...)
Das ist jetzt natürlich aus total vermenschlichter Sicht gesehen, aber die Mäuse kommen mir so auch weniger "eingesperrt" vor und man kann im vorbeigehen auch mal einem neugierigen rausglotzer auf die Nase streicheln, oder mal ein Lekkerli zustecken

Man hat ausserdem zur Beobachtung total freie Sicht, denn trotzdem man natürlich durch den Voilerendraht durchschauen kann, schränkt er die Sicht im Vergleich (gerade aus weiterer Enfernung) doch erheblich ein.
Den Käfig aber dennoch verschliessen zu können, halte ich trotzdem für wichtig. Wenn man z.B. junge, oder noch nicht so eingespielte und streitende Mäuse hat, besteht ja doch die Gefahr, daß aus versehen mal eine herausfällt. Bei einer eingespielten und erwachsenen Gruppe hingegen, sehe ich da keine Gefahr (wie gesagt, habe meinen Käfig jetzt seit etwa 1/2 Jahr dauerhaft offen).
Wichtig ist auch, auf jeder Ebene (auch ganz unten) eine hohe Kannte zu haben, damit du den Käfig gut mit Streu befüllen kannst, ohne daß alles aus dem Käfig rausgebuddelt wird. Je höher diese Kannten, desto schöner kannst du sie mit ganz viel Streu befüllen, so daß die Mäuse richtig klasse Gänge bauen können.
Mach dir auch schon im Vorfeld Gedanken darüber, wie und wo du später eventuell Spielsachen und Trinkflaschen befestigen willst (weiss ja nicht, ob du eher der Napf, oder Flaschentyp bist - da scheiden sich ja die Geister). Wenn du z.B. später Röhren an die Decke, oder Seiten hängen willst könntest du bei fertig gebautem Käfig feststellen, daß es keine so einfachen Befestigungsmöglichkeiten, wie beim Gitterkäfig gibt, also besser schon vorher was überlegen
Die Aussenwände sollten möglichst glatt sein, so daß keine Ansätze zum nagen gefunden werden.
Auch solltest du dir überlegen, wie das spätere saubermachen vonstatten gehen soll.
Da ich von natur aus ein wenig faul bin (bzw. mir gern Arbeit spare wenn möglich), habe ich meinen Eigenbau so gebaut, daß alle Etagen wie Schubladen herausnehmbar sind. So kann ich dann bequem eine Schublade nach der anderen herausnehmen und saubermachen, ohne mich gross zu verrenken, oder auf ne Leiter krabbeln zu müssen.
Ein weiterer Vorteil hierbei ist, daß alle Mäuse beim saubermachen im Käfig, also ihrer gewohnten Umgebung bleiben können (ausser dann halt grad in der Schublade, die grad dran ist). Ich denke, das erspart den kleinen ein wenig Stress.
Und keine Angst: Ich bin ein absoluter Handwerkspasti und kriege noch nicht einmal ein Rolo vernünftig angebohrt. Wenn ich es also geschafft habe, so ein Ding zu basteln, dann kann das wirklich jeder schaffen

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