Pferd extrem aggressiv?

Diskutiere Pferd extrem aggressiv? im Pferde Verhalten Forum im Bereich Pferde Forum; na die firstverfasserin, die liebe feder^^ :D
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GiRu <3

GiRu <3

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na die
verfasserin, die liebe feder^^ :D
 
C

Chiron

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Ich sehe da eigentlich auch nur die Möglichkeit, mit dem Pferd in den Round-Pen zu gehen ... aber nur mit einem Profi.

Ich kenne das Pferd nun nicht, wenn das aber nichts hilft und das Pferd für Mensch und Tier eine Gefahr darstellt, dann ist das auf Dauer nicht zu handeln.

Und ich würde vorher wirklich ausschließen, dass nicht ein entsprechender Dauerschmerz zu diesem aggresiven Verhalten führt. Zeigt das Pferd Schmerzfalten über den Nüstern? Es gibt durchaus Fälle, in denen Schmerz diese Aggresivität auslöst, genauso wie Schmerz zu Trägheit oder Ungehorsam führen kann.

Tritt das Verhalten vielleicht nur dann auf, wenn z.B. ein Sattel / eine Trense mit Gebiß angelegt sind? Hat er Hufprobleme oder reagiert an bestimmten Körperstellen besonders aggresiv?

LG,

Chiron
 
Lilly_79

Lilly_79

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@R+C : wenn du damit jemand meinst der sich viel und eingehend mit Pferden beschäftigt hat und der dem Pferd helfen soll, kann das ein guter Ansatz sein, aber wenn SF selber 'flüstern' soll, rate ich strikt davon ab.

Zu Chirons Schmerz-Theorie: könnte evtl der 'Hüftbruch' nicht gut/richtig verheilt sein? Das würde evlt einen dauernden/wiederkehrende Schmerz erklären, hatte ich vergessen zu schreiben.

LG Lilly
 
Elly

Elly

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Aber Feder schreibt ja, dass er nach Aussage des TA gesund ist. ( daher keine Schmerzen hat)

Das Verhalten in Bezug auf Sattel und/ oder Trense würde ich ausschließen, da er ja völlig "ohen was von ihm zu wollen" so reagiert. (wenn ich es aus Feder´s Beitrag richtig rausgelesen habe.)



Soylent, deine Ansätze sind sicher nicht falsch, und hier spricht auch keiner von "Schlägen", aber , wie du schon geschrieben hast, "wenn das Pferd keinen Respekt hat".... Aber:

Respekt erreiche ich nicht durch streicheln und Möhrchen füttern.

Sicher gehört das Pferd in die Hände eines Profis.
Aus dem Internet kann man eh nichts sagen, aber für mich hört sich das nach einem großen Problem an.


Und hinter einem herlaufen wird er sicherlich auch nicht, da er ja, wie du schon richtig geschrieben hast, offensichtlich keinen Respekt hat.
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Soylent, deine Ansätze sind sicher nicht falsch, und hier spricht auch keiner von "Schlägen", aber , wie du schon geschrieben hast, "wenn das Pferd keinen Respekt hat".... Aber:

Respekt erreiche ich nicht durch streicheln und Möhrchen füttern.
Respekt führt zu Vertrauen. Vertrauen führt zu Respekt. Und da der Respekt des Pferdes bis auf weiteres nicht einzuholen ist, sollte man erstmal das Vertrauen des Pferdes für sich gewinnen. Meine Meinung.

Und zu den Schlägen: Ich kann es wie gesagt verstehen, dass man zuschlägt, wenn das Pferd einem gefährlich wird. Ich würde das auch aus Angst tun. Aber ich denke in diesem Fall muss man sich zurückhalten und sich einfach in Sicherheit bringen, sonst tut das mal richtig weh !

Aber ich stimme den meisten hier zu, dass ein Profi da wohl bessere Chancen hat.
 
Elly

Elly

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Und Sicherheit durch Kontrolle ;)

In dem Falle würde ich auf jeden Fall die Sicherheit an 1. Stelle setzten. Wenn Laien versuchen sich aller MR auf die Wiese zu knieen und ein "wildes" Pferd zu beruhigen kann das auch ins Auge gehen.

Aber meinst du das Pferd vertraut, wenn es nach einem tritt?
Wenn ich dann von meiner Position abweiche und das Pferd "gewinnen" lasse, dann erreiche ich weder Vertrauen noch Respekt. ( Ausgeschlossen natürlich wirkliche "Notfälle")
Man muss ja nicht gleich "schlagen", sondern es reicht ja schon, dass man stehen bleibt und ,wenn die Hinterhand zu unsicher ist, mal einen Ruck am Strick gibt.

Aber gut, das ist jetzt auch egal.
 
C

Chiron

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Nun ja,

muß mal was zu den Aussagen bzgl. MR hier sagen.

Ich habe bei einem meiner Pferde (roh, verängstigt, aggressiv, tretend und beißend) bereits (als damals fast unwissender Laie) einen Join-Up mit dem Pferd gemacht. Gedauert hat es 20 Minuten, und danach war es ein anderes Pferd ... aus heutiger Sicht und mit heutigem Wissen fahrlässig, ich weiß.

Ich habe einen MR-Profi in natura Join-Ups mit mehreren Pferden machen sehen, und ich könnte darauf wetten, dass dieses Pferd nach einer halben Stunde im Round-Pen ein ganz anderes ist, wenn das ein Kopf-Problem ist. Und zwar ein solches, welches hinter dem Trainer herläuft und Vertrauen hat, und zwar nachhaltig ...

MR ist zwar ein fürchterlich amerikanischer Pferdemensch, aber mir kann keiner erzählen, dass er mit den Inhalten falsch liegt.

LG,

Chiron
 
Lilly_79

Lilly_79

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Chiron, da stimme ich dir zu!

In den von dir beschriebenen Fällen ist ein Jpin Up sicher sinnvoll - aber man muss auch bedenken, dass M.R. (und einige andere) Jahrzehnte mit dem Studium des Pferdeverhaltens zugebracht haben - wenn Laien versuchen das zu immitieren, kann das böse schief gehen.
Daher rate ich Laien immer vom J.U. ab, aber ich denke das verstehen wir uns...
aus heutiger Sicht und mit heutigem Wissen fahrlässig, ich weiß.
Genau das denke ich auch über meinen ersten Versuch eines Join Up - nur das mein Pferd sich lediglich drüber amüsiert hat... mein Glück

LG Lilly
 
F

florett

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Hallo,
wir hatten auvch mal so ein Exemplar im Stall,der völlig Grundlos und Gefährlich Boshaft auf Menschen losgegangen ist.
Ich war damals auch für´s Schlachten,nachdem der mich auf der Weide so doll angegriffen hat,das ich nur noch durch den E Zaun flüchten konnte!
Ja,und auch bei uns war das Geschrei Riesengross,als ich fand das dieses Monster nichts in Gegenwart von Mensch und Tier zu suchen hat.
Ich bin nur noch mit einem Grossen Besen in seine Nähe gegangen,den ich immer über mich hielt ,sodass ich für´s Pferd riesig erschien.
Oft habe ich den Besen über meinem Kopf geschwenkt,so hat er mich dann in Ruhe gelassen.
Alle anderen waren auf diesem Eiapopeia-Trp,das arme Pferdi,usw,ich war die Böse,da ich immer wieder auf "Entfernung" dieses Pferdes anspielte.
Das Ende vom Lied war, das dieses Pferd ein Kind so Stark verletzt hat,das dieses Mädel ein Leben lang im Rollstuhl sitzen muss.
Sorry, so ein Tier gehört für mich sofort wggesperrt oder getötet,BEVOR schlimmes passiert!

Liebe Grüsse...
 
C

Chiron

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Florett,

ich denke, dass muß man ein wenig differenzierter sehen. Ich stimme dir zu, dass man bei einem Pferd, welches GRUNDLOS gefährlich ist, die letzte Konsequenz ziehen sollte, und zwar, bevor etwas Schlimmes passiert.

In diesem Fall ist aber nicht klar, ob das wirklich grundlos ist. Es gibt mehrere Hinweise auf Gewaltanwendung am Pferd, bei denen nicht klar ist, ob diese nicht die Ursache für das aggressive Verhalten darstellen und ob diese nicht reversibel sind, zumindest so weit, dass das Pferd gefahrlos gehandelt werden kann.

Weiterhin ist nicht abgeklärt worden, ob nicht Dauerschmerz oder Gebiß oder Haltung oder unkorrekter Umgang die Ursache für diese Aggression ist. Solange das nicht klar ist, halte ich ein "weg mit dem Pferd" für eine bequeme menschliche Lösung. Ich halte nix von "macht euch das Tier Untertan - und wenn du nicht spurst, kommst du in die Salami." Das Tier ist nicht für den Menschen gemacht, auch wenn dieser oft vergißt, das so zu sehen.

Abgesehen davon: Wenn ich weiß, dass das Pferd gefährlich ist, obliegt es dem Halter, dafür zu sorgen, dass es niemanden anderen verletzt oder schädigt. Würde mich mal interessieren, ob in dem von dir beschriebenen Fall der Halter belangt wurde oder ob man das nur auf das Tier abgewälzt hat und der Halter ungeschoren davon gekommen ist. Ist ja auch immer eine rechtliche Frage.

Ich habe übrigens so ein "gefährliches Pferd" (nicht das Rohe mit dem Join-Up), das nach seiner Vorbesitzerin gezielt getreten hat und dann nur noch "wegen seiner Gefährlichkeit" zum Metzger sollte. Es stellte sich allerdings heraus, dass es das Pferd einfach leid war, länger als ein Jahr ausschließlich in der Box zu stehen (wie dumm können Menschen eigentlich sein?). Du kannst dir nicht vorstellen, wie man dem Pferd die Erleichterung angesehen und angemerkt hat, als es wieder in eine Herde integriert und in einen Offenstall gestellt wurde. Es ist ein leistungswilliges und gut ausgebildetes, absolut feinfühliges Reitpferd, ohne jede Spur der Aggression ...

Und ich glaube auch nicht daran, dass ein Pferd grundlos aggressiv ist (mal von bestimmten neurologischen Erkrankungen wie Hirntumoren abgesehen), die Aggressivität ist meiner Meinung nach immer eine Reaktion auf die entsprechenden Erfahrungen, die das Pferd gemacht hat. Das Problem ist immer nur zu erkennen, was die wirkliche Ursache ist, und dann einen Weg zu finden, das Pferd wieder zu einem Partner (und nicht mehr zu einem Gegner) zu machen. Das kann Scheitern, wenn dieses Verhalten zu tief sitzt oder es keinen Weg der Umkehrung gibt, aber es zu probieren ist der Besitzer dem Pferd immer schuldig.

In diesem Fall ist man weit davon entfernt, eine Rechtfertigung für den Metzger zu haben - die einzige Rechtfertigung dafür ist Bequemlichkeit oder Ignoranz.

LG,

Chiron
 
Silberfeder

Silberfeder

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Hallo ihr Lieben :)

Vielen dank für eure vielen und ausführlichen Antworten :D

Ich versuche mal alles abzuernten:
Wie gefestigt ist denn deine Beziehung zu dem Pferd ? Streichelst du ihn ab und zu oder gibst du ihm mal ein Möhrchen ? Reitest du auf ihm ? Machst du sonst noch was mit dem Tierchen ?
Ich habe das Pferd von anfang an bewundert und geliebt, er ist genau mein Typ Pferd (halt sehr schwerer Traber), er bekam immer Streicheleinheiten (war anfangs recht kopfscheu) trotz gelgentlicher Bisse nach meiner Hand.
Auch Leckerli etc. bekam er, Obst und ähnliches vermehrt wenn ich meinen Dicken fütterte und ähnliches.
Reiten war ich bisher nur 1x mit ihm, und das hat mich so derbe geschockt, dass ich es nicht noch einmal versuchen möchte. Wie gesagt stieg und buckelte er schon im Stall, trat bei jeder Gangart nach den anderen, im Trab warf er gelegentlich den Arsch hoch, sodass man aussitzen musste damit man nicht fliegt und so weiter.

Was ich sonst mit ihm mache?
Streicheln, manchmal putzen, Gras hinwerfen, Obst/ähnliches Füttern.

Ich sehe da eigentlich auch nur die Möglichkeit, mit dem Pferd in den Round-Pen zu gehen ... aber nur mit einem Profi.
Da gab es mal 2 Profi's. 1 davon würde Apache gerne beim Schlachter sehen und der andere Profi (MR) kommt dem Pferd nur noch Nahe, wenn ein Zaun dazwischen ist.
Join-Up ist (und das sagt auch der SB), lebensgefährlich, da er nicht weicht, sondern tritt, steigt und/oder den Menschen verfolgt.

Und zu den Schlägen: Ich kann es wie gesagt verstehen, dass man zuschlägt, wenn das Pferd einem gefährlich wird. Ich würde das auch aus Angst tun. Aber ich denke in diesem Fall muss man sich zurückhalten und sich einfach in Sicherheit bringen, sonst tut das mal richtig weh !
Es ist nicht so, dass ich da rein gehe und ihn direkt wegschlage, sondern wenn er auf mich zurennt gibt's mit der Gerte einen vor die Brust. Wenn er beißt einen vor die Nase etc.
Aber sicher nie mehr, das hab ich 1x beim SB gesehen, der bliebso souverän als Apache sich aufgeregt hat und rumtrat.. Da wäre mit mein Leben lieber.

Und ich würde vorher wirklich ausschließen, dass nicht ein entsprechender Dauerschmerz zu diesem aggresiven Verhalten führt. Zeigt das Pferd Schmerzfalten über den Nüstern? Es gibt durchaus Fälle, in denen Schmerz diese Aggresivität auslöst, genauso wie Schmerz zu Trägheit oder Ungehorsam führen kann.
Also wie erwähnt, er hat keine Schmerzen. Der Hüftbruch, den er mal hatte, ist komplett verheilt (war als Fohlen) und beeinträchtigt ihn nicht. Irgendwas ist da aber wohl schief, wodurch er halt korrekt geritten werden muss (daher auch mein Versuch, ihn zu reiten). Der TA untersucht die Pferde allesamt monatlich.
Zähne sind ok, wurde gerade erst gemacht, Hufe auch erst vor 2 Wochen.

Ich muss dazu sagen: Wirklich arg wurde es mit ihm erst, als er Stallruhe hatte nachdem er zum Zaundurchgänger wurde.
Das waren 2 Monate in einer 120m² Box.
Davor war er aber auch schon aggressiv, er er trat wenigstens nicht so oft.

Liebe Grüße
Federchen
 
F

florett

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Huhu Chiron,
leider muss ich Dir da widersprechen.
Zum einen liebe ich Tiere mehr als alles andere,und es gibt für mich SEHR wenige Gründe ein Tier zu töten.
Allerdings finde ich das die Sicherheit von unbeteiligten Menschen vor dem Recht des Tieres geht.
Warum der von mir beschriebene Wallach solche Verhaltensweisen hatte war leider nicht zu klären,und auch er stand in einem schönen Offenstall,
was darauf hinauslief das kein anderer Untersteller sein Pferd ohne sich in Lebensgefahr zu Begeben von der Koppel oder Weide holen konnte.
Und da hört es halt für mich auch auf,es wurden Leute gebissen, schwerst getreten, überrannt, und für keinen war das angenehm.
Der Tierarzt schloss Schmerzen aus,und der Schmied war auch Regelmässig dran,wobei der Gehilfe auch Ordentlich getreten wurde.
Wie gesagt,ich möchte nicht totgetrampelt werden,oder wie das arme Mädel ein Leben im Rollstuhl fristen,nur weil eventuell mal was schief gelaufen ist bei dem Pferd.

Ich selber habe eine Stute,die 4 Jahre ausschließlich im Stall gehalten wurde,und überhaupt kein Licht,geschweige denn einen Schmied gesehen hat.
Sie ist auch schwerst Verhaltensgestört,und hat mich auch schon des Öfteren durch ihre Aktionen Verletzt.
Trotzdem würde ich sie deswegen niemals töten lassen.
Allerdings muss auch nur ich mich mit ihr Auseinandersetzten,und ich bringe keine anderen Menschen in Gefahr. das finde ich ebend sehr wichtig.

Liebe Grüße....


Siberfeder,ich wünsche Dir viel Erfolg, das es irgendwann besser wird....
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Also ich finde schon, dass man solche Pferde natürlich von anderen trennen muss, um Pferde und Menschen in der Nähe zu schützen. Aber gleich zum Schlachter ?! Ich denke nicht, dass es irgendein Tier verdient hat, dafür sterben zu müssen, dass irgendein Mensch mal seinen Verstand zu Hause gelassen hat und dem Pferd etwas getan hat. Ob es nun Schläge, falsche Haltung, schlechte Erziehung oder sonst irgendwas anderes sein sollte !
Kein Mensch, kein Tier, kein Lebewesen tut irgendetwas Böses, weil NICHTS vorgefallen ist ! Es gibt immer einen Grund für ein solches Verhalten ! Und ich finde jedes Lebewesen hat eine reele Chance verdient, was auch immer es getan haben mag. Es soll die Möglichkeit haben zu bereuen und geheilt zu werden. Das mag vielleicht nicht unbedingt auf Menschen zu treffen, aber ich denke, dass wir uns hier einig sind, dass der Mensch das böseste Lebewesen überhaupt auf dieser Erde ist ! Ein Tier handelt nach seinen Instinkten und ein Mensch kann diese Instinkte kontrollieren. Wenn also irgendein Mensch aus irgendeinem eigennützigem, nichtigen Grund meint er müsse mal dies und das tun und das Tier damit völlig aus der Fassung bringen, dann ist es nicht die Schuld des Tieres, dass es darauf durchdreht !
So viel von mir dazu...

Wieder zu Feders Problem: Ok also hast du ja schonmal eine Bindung zu dem Tier. Wie oft wird er denn bewegt ? Vielleicht hat er ja nun doch langeweile ?
Würdest du dir zutrauen ihn zu longieren ? Longieren ist eine gute Möglichkeit um dem Pferd Respekt einzuflößen. Wenn er sich nach dir umdreht, kannst du seinen Kopf zu dir ziehen und er kann nicht mehr schlagen.
 
B

Brillenschlange

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Huhu ihr Lieben!

Da ich leider nicht mehr so oft online sein kann (der Alltags-Stress hat mich wieder!), wurde hier natürlich so ziemlich alles genannt, was ich auch vorgeschlagen hätte - neue Erkenntnis kann eure Schlange leider nicht bieten.

Was mich persönlich zum einen schockt, zum anderen nachdenklich stimmt, sind Smooties Aussagen.

Zum einen ist kein Pferd eine Bestie, es ist lediglich das, was der Mensch aus ihm gemacht hat.

Das klingt natürlich platt, gar floskelartig, aber es stimmt: Ein Pferd, das ewig geschlagen wurde, wird auf eine Gerte immer allergisch reagieren - ich habe selbst ein solches Pferd knapp zwei Jahre unter dem Allerwertesten gehabt und bin das ein oder andere Mal doch stark in Raumnot wegen des Buckelns gekommen, wenn ich die Gerte - für den Geschmack Cappuchinos - ein wenig zu heftig eingesetzt habe.

Zum anderen gerate ich selbst beim Durchlesen dieses Threads und anderer ins Grübeln und frage mich, inwiefern man ein Pferd vertreten kann, dass agressiv, gar bösartig auf alle möglichen Umweltreize reagiert - ich spreche nicht nur von Apache, sondern allgemein.
Wann müssen wir uns als Reiter verantwortlich sehen, wenn das Pferd andere verletzt?
Wann sollten wir lieber "Schluss machen" und uns eingestehen, dass wir oder andere es "verbockt" haben?
Schwierige Fragen.

Und ich frage mich, ob man bei einem Hengst wie Apache überhaupt noch eine Chance hat, ihn zu ändern.
Wie einige User, die selbst Hengste halten oder reiten (Kraeutertee?), wissen, können Hengste äußerst dominant und in manchen Situation unberechenbar werden.

Geduld und Konsequenz sollten auch hier vonnöten sein, aber man sollte dies nicht vor die eigene Sicherheit stellen.
Denn ein "gespaltenes Hirn", um Smoothie zu zitieren, halte ich für wenig sinnvoll.

Andererseits:
Ich kenne Pferde und deren Besitzer, die nur mit bestimmten Personen zurecht kommen - da verzweifelt der Besitzer, der Bereiter und die gesamte Stallgemeinschaft an dem Tier, und irgendwann kommt ein junges Mädchen ohne Reiterfahrung in den Stall spaziert und die "Bestie" lässt sich ruhig streicheln und liebkosen -> so etwas ist selten, aber nicht unmöglich.
Bloß: Wie findet man solche Menschen? Zufall? Schicksal?
Ich weiß es nicht.
Ich weiß auch nicht, woran es liegt, dass ein Pferd plötzlich lammfromm wird bei gewissen Menschen.

Im Moment würde ich es so anpacken, dass ich schaue, wie bekomme ich das Pferd wenigstens ruhig an der Hand, also, wie schaffe ich es, dass es mir zumindest in Ruhe folgt, sich anbinden und putzen lässt etc.

Wenn ihr das geschafft habt, würde ich mir gründlich überlegen, dass Tier als Beistellpferd zu verkaufen.

Gruß,
eure Schlange (die heute etwas nachdenklich gestimmt ist)
 
Zwerghasi

Zwerghasi

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Hallo,
also ich wollte nochmal was von Chirons beitrag ergänzen schließlich gibt es in Deutschland auch keine Todesstrafe mehr, und ein Massenmörder ist auch eine sehr große Gefahr für viele Menschen, wird er deshalb umgebracht, nein.
Der Massenmörder kann sogar etwas dafür wenn er andere Menschen umbringt das Pferd nicht und der Mensch, der was dafür kann, muss nicht sterben?Aber das Pferd was wahrscheinlich nichts dafür kann muss es? Das verszehe ich nicht und wie kann der Mensch es sich rausnehmen zu entscheiden, dass Tiere sterben müssen und Menschen nicht...(das soll jetzt nicht heißen dass ich Todesstrafe, bei Menschen will!!!)Wir landen ja schließlich auch nicht in der Menschenwurst weil wir gefährlich für die Ganze Umwelt sind...
So das war mein Glorreicher Beitrag zu dem Thema Pferdewurst, Massenmörder,Menschenwurst und gefährliche Tiere ;)



So und nun auch noch was wichtiges zum Thema:
Aber natürlich sollte man das Pferd seperieren, vll so dass es die anderen immer noch sieht und sich mit ihnen verständigen kann...


Also ist jetzt etwas lang aber so sehe ich das in etwa;)
LG Kathi
 
GiRu <3

GiRu <3

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@R+C : wenn du damit jemand meinst der sich viel und eingehend mit Pferden beschäftigt hat und der dem Pferd helfen soll, kann das ein guter Ansatz sein, aber wenn SF selber 'flüstern' soll, rate ich strikt davon ab.
nee, das wäre viel zu gefährlich. Ich meinte jemand "professionelles". gibt ja genug leute wie monty roberts und wie die alle heißen ;)
 
B

Brillenschlange

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Edit:

Habe mich vertan, Apache ist ein Wallach - das tut aber sicherlich nichts zur Sache bei. ;)
 
Elly

Elly

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Hey,

grundsätzlich glaube ich auch nicht, dass ein Pferd völlig grundlos so wird, aber dann stellt sich mir auch die gleiche Frage wie Schlange, bis zu welchem Grad lässt sich so ein Verhalten korrigieren? (und wie? Mit Autorität oder mit Ruhe und Verständnis?)

Um noch mal zu Chiron und M.R zu kommen:

Ich habe auch nie behauptet ( falls du deinen Beitrag auf meinen bezogen hast), dass die Ideen von MR "falsch" sind. Sicherlich kann ein Join Up sinnvoll sein, aber wann?
Und wer macht ein Join Up, bei einem Pferd, dass sich laut Feder nicht "verteiben" lässt, sondern in die Offensive geht?
Eigentlich sind Pferde doch Fluchttiere, also warum verhält er sich gegen seine Natur? Ein Pferd, dass geschlagen wurde, reagiert meist ängstlich, wird scheu, lässt sich nicht anfassen, rennt weg.
Also was kann so schlimm gewesen sein, dass er auch anderen Lebewesen gegenüber so aggressiv reagiert?

--Alle die Fragen können wir, glaube ich, hier nicht sicher beantworten & deshalb macht es auch wenig Sinn über Lösungen zu diskutieren, wo wir das Pferd und dessen Verhalten nicht genau kennen.

Ich weiß nur eins, selbst MR geht nur mit einem Stick an die Hinterhand eines Pferdes, dass nach ihm treten will.
Ich finde es eben wichtig, dass man erst mal seine eigene Sicherheit an die 1. Stelle setzt und danach schaut was man für das Pferd tun kann ohne sich selber in Gefahr zu bringen.


---------
Zum Separieren:

Das mag sicherlich eine Maßnahme sein, aber eine Lösung ist das auch nicht. Im Gegenteil wird ein Pferd ohne Sozialkontakte nur noch mehr verhaltensgestört als es eh schon ist, in diesem Fall.

So lernt er nie sich in eine Rangordnung einzuordnen. Und ich glaube fast, dass das auch das eigentliche Problem ist. Das er nie gelernt hat sich zu integrieren aus welchen Gründen auch immer. (? -großes Fragezeichen... Und auch das ist nur eine Spekulation.)
 
B

Brillenschlange

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Also was kann so schlimm gewesen sein, dass er auch anderen Lebewesen gegenüber so aggressiv reagiert?
Dazu habe ich mal was gelesen: Erst reagiert ein Pferd mit Flucht, mit scheuem Verhalten. Erst wenn es sich in die Enge getrieben fühlt, dann schlägt, beißt, tritt es.
Klingt plausibel, finde ich, denn das Verhalten lässt sich auch an anderen Säugern feststellen.

Gruß
 
Elly

Elly

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Dazu habe ich mal was gelesen: Erst reagiert ein Pferd mit Flucht, mit scheuem Verhalten. Erst wenn es sich in die Enge getrieben fühlt, dann schlägt, beißt, tritt es.
Klingt plausibel, finde ich, denn das Verhalten lässt sich auch an anderen Säugern feststellen.

Gruß
Das kann ich so unterschreiben, aber was wenn er gar nicht erst die Möglichkeit der Flucht in Erwägung zieht & sofort offensiv reagiert?
(auch wenn er Raum hat)
 
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