Was meint ihr?

Diskutiere Was meint ihr? im Reiterstübchen Forum im Bereich Pferde Forum; :085: Hätte man sich eigentlich denken können. Ist ja auch eine verdammt blöde Situation. Kannst du sie nicht vielleicht an jemanden in der Nähe...
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  • Was meint ihr? Beitrag #21
:085: Hätte man sich eigentlich denken können. Ist ja auch eine verdammt blöde Situation.

Kannst du sie nicht vielleicht an jemanden in der Nähe verkaufen und eine Reitbeteiligung auf ihr nehmen ?

Oder du versuchst deine Schwester zu überreden die Stute doch zu behalten und schlägst ihr eine Kostenbeteiligung vor ?
 
  • Was meint ihr? Beitrag #22
:085: Hätte man sich eigentlich denken können. Ist ja auch eine verdammt blöde Situation.

Kannst du sie nicht vielleicht an jemanden in der Nähe verkaufen und eine Reitbeteiligung auf ihr nehmen ?

Oder du versuchst deine Schwester zu überreden die Stute doch zu behalten und schlägst ihr eine Kostenbeteiligung vor ?

Sie ist in der Nähe leider zu bekannt, als sie hier unterzukriegen... und ob ich es verkraften könnte sie wo anders zu sehen, weiß ich nicht... sie ist in letzter zeit eh schon so komisch... die merkt was los ist...
ja, mit dem behalten ist so eine sache.. meine schwester muss sie definitiv komplett loswerden... ich hatte überlegt sie komplett zu übernhmen, aber das ist geldmäßig schwierig und ich kann ihr leider nicht gerecht werden... zeitmäßig und erfahrungsmäßig.. und die anderem aus dem stall, wenden sich dem pferd aufgrund ihrer Vergangenheit ab... Zumindest was das reiten angeht, aber grade da haben wir echt so unsere Probleme... (nicht was das drauf bleiben o.ä. angeht, sondern ich kann ich alles leider nicht so beibringen.. bin auch nur freizeitreiterin und sie erst seit drei jahren unterm sattel, mehr mit dem ziel das sie artig ist, als das sie gut laufen soll...)
Naja, unsere Bereiterin nimmt sie zu hart ran und dann gibts krieg.. das geht gar nicht... und ja... sonst will sie ja keiner reiten...

Sie bräuchte halt jm der reiten kann und ganz viel geduld mit ihr hat und auch viel zeit mit ihr verbringt, denn dann ist sie das tollste pferd und geht sogar mit einem durchs feuer...
 
  • Was meint ihr? Beitrag #23
Huhu Pferdenärrin,
ich glaube du denkst wirklich viel zu negativ! Als meine langjährige RB damals verkauft werden sollte habe ich genauso gedacht. Sie war ein extremes Problempferd und für mich stand fest "Niemand wird so liebevoll mit ihr umgehen können wie ich". Deshalb habe ich mir keine der Probereiterinnen angesehen - das hätte zu sehr weh getan. Im Enddeffekt wurde sie von unserem Reitverein übernommen, aber wäre sie das nicht wäre für mich in dem moment eine Welt zusammen gebrochen nach 5 Jahren! aber jetzt mal ehrlich, wieso sollte jemand anders nicht genauso oder besser mit dem Pferd umgehen können? Auch wenn man sich in dem moment alles schlecht denkt, es gibt so viele Personen die gut reiten können und einfühlsam sind auch wenn man das manchmal nicht sehen will.

Eine Bekannte am Stall musste ihr Pferd verkaufen. Sie war ein echter Härtefall. Obwohl sie sanft geritten worden ist war sie ständig am bocken und durchgehen. Und wäre die Besi nicht schanger geworden und hätte so nicht mehr genug Zeit gehabt, hätte sie die nie verkauft. Aber sie hat sich zeit gelassen. Zwei potentielle neue Besitzer sind Wochen- Monatelang zu dem Pferd gekommen und haben sich erst in Ruhe auf das Pferd eingestellt, sie kennen lernen können und so weiter. Und nach nem viertel Jahr erst wurde sie verkauft. Ein verkauf muss nicht Hopplahopp gehen, man kann sich und dem Pferd auch Zeit lassen die neue Besitzerin kennen zu lernen. Und dann würde es einem auch nicht mehr so schwer fallen...

Ich habe in letzter Zeit bei uns öfters von leuten gehört die ein schwierigeres Pferd suchen, als Herausforderung. Warum sollte es sowas nicht auch bei euch geben? Statt alles schlecht zu reden würde ich gucken das du nicht jemand gutes findest bevor deine Schwester noch sonst jemanden anschleppt ;)

Übrigens schadet es auch kaum einen Pferd sein restliches Leben zur Not auf der Koppel zu verbringen. Auch wenn sie die Arbeit mag, Freizeit wird sie auch mögen!
 
  • Was meint ihr? Beitrag #24
Huhu Pferdenärrin,
ich glaube du denkst wirklich viel zu negativ! Als meine langjährige RB damals verkauft werden sollte habe ich genauso gedacht. Sie war ein extremes Problempferd und für mich stand fest "Niemand wird so liebevoll mit ihr umgehen können wie ich". Deshalb habe ich mir keine der Probereiterinnen angesehen - das hätte zu sehr weh getan. Im Enddeffekt wurde sie von unserem Reitverein übernommen, aber wäre sie das nicht wäre für mich in dem moment eine Welt zusammen gebrochen nach 5 Jahren! aber jetzt mal ehrlich, wieso sollte jemand anders nicht genauso oder besser mit dem Pferd umgehen können? Auch wenn man sich in dem moment alles schlecht denkt, es gibt so viele Personen die gut reiten können und einfühlsam sind auch wenn man das manchmal nicht sehen will.

Eine Bekannte am Stall musste ihr Pferd verkaufen. Sie war ein echter Härtefall. Obwohl sie sanft geritten worden ist war sie ständig am bocken und durchgehen. Und wäre die Besi nicht schanger geworden und hätte so nicht mehr genug Zeit gehabt, hätte sie die nie verkauft. Aber sie hat sich zeit gelassen. Zwei potentielle neue Besitzer sind Wochen- Monatelang zu dem Pferd gekommen und haben sich erst in Ruhe auf das Pferd eingestellt, sie kennen lernen können und so weiter. Und nach nem viertel Jahr erst wurde sie verkauft. Ein verkauf muss nicht Hopplahopp gehen, man kann sich und dem Pferd auch Zeit lassen die neue Besitzerin kennen zu lernen. Und dann würde es einem auch nicht mehr so schwer fallen...

Ich habe in letzter Zeit bei uns öfters von leuten gehört die ein schwierigeres Pferd suchen, als Herausforderung. Warum sollte es sowas nicht auch bei euch geben? Statt alles schlecht zu reden würde ich gucken das du nicht jemand gutes findest bevor deine Schwester noch sonst jemanden anschleppt ;)

Übrigens schadet es auch kaum einen Pferd sein restliches Leben zur Not auf der Koppel zu verbringen. Auch wenn sie die Arbeit mag, Freizeit wird sie auch mögen!

Eig hast du ja auch Recht... Mir fällt das halt nur alles sehr, sehr schwer... Ich werde eh die Tage nochmal mit ihr reden müssen, wie es nun weiter geht...
Vllt sollte ich es vllt auch mal versuchen positiver zu sehen.. vllt gehts ihr ja hinterher auch besser?! Man kann es natürlich nicht wissen, aber ich hoffe es mal...
Evtl schaffe ich es heute mal mit ihr zu reden und dann werd ich ja sehen, was nun ihr Plan ist..
Falls dir jm Bekannt ist, der vllt so ein Pferd suchen könnte kannst du es ja mal weitergeben. Ist ne Oldenburger Stute, 1,52 m mit Papieren und wie gesagt, sehr sensibel....
 
  • Was meint ihr? Beitrag #25
Red nochmal mit deiner Schwester und kläre ganz genau ab wie es nun steht! ich kenne das Gefühl wenn die Rb verkauft werden soll (ist ja bei dir quasi eine RB). Das ist hart und man denkt nirgends hat sie es so gut wie einem selbst, aber probier einfach daran zu denken das es so viele andere liebevolle menschen gibt. Die "bösen" sind da doch wirklich eher die Ausnahmen ;)
 
  • Was meint ihr? Beitrag #26
Ja danke.. ich glaub ich werd sie morgen mal zur rede stellen und dann seh ich ja, was geplant ist....
 
  • Was meint ihr? Beitrag #27
Hallo!

Das ist eine Frage, die ich mir auch sehr häufig stelle, wenn ich an den deutschen Reitställen vorbeireite oder reinschaue.
In der heutigen Zeit - alles muß schneller, besser, effektiver sein und gehn - ist es schwer geworden, mit konservativen Einstellungen wie "Nur der Charakter zählt" zu überleben.
Gerade sowas ist ja wie bekannt Geschmackssache - der eine liebt sein Pferd, der andere findet das Pferd ätzend.
Ich träume davon, dass die Menschen das Pferd wieder vermehrt als Partner, als Freund sehen, mit dem Sie Abenteuer erleben, gemeinsam lernen, Jahrelang zusammen verbringen, und nicht das Tier als Sportobjekt oder "Hobby" betrachten, dass man benutzt, wenn man möchte.

Mein Pferd ist vom Charakter her für die wenigsten etwas, ich liebe ihn. Ich mag keine Araber, ich stehe eher auf Barock-Pferde, er ist zu schlecht ausgebildet für mich, und zickt manchmal richtig rum.
Aber ich liebe ihn.

Und mag ein Pferd auch treten und beißen bei anderen - wenn es das nicht bei seinem Besitzer tut und er es liebt und versteht, warum dann richten?
Ich finde es den Pferden gegenüber ungerecht, nur nach Klassen, Ausbildungsstand und "Nutzungsgrad" zu gehen.

Ich lese lieber eine Anzeige wie "Charakterstarkes, sensibles Pferd sucht Menschen für den gemeinsamen Lebensabend. Schmiede- und Verladefromm, ein echtes Verlasspferd für die Bezugsperson, manchmal schreckhaft." anstatt "8-Jähriger Hannoveranerwallach von XY (aus YX), Dressur L, Springen erfolgreich M auf Zeit, beschlagen etc."
Oder? ;)

Das ist wie mit Bewerbungen für Berufe.. Es zählt der Abschluss, die Noten, die Qualifikation, nicht unbedingt die Erfahrung und der Charakter..

Liebe Grüße
Eure Feder
 
  • Was meint ihr? Beitrag #28
Hallo!

Das ist eine Frage, die ich mir auch sehr häufig stelle, wenn ich an den deutschen Reitställen vorbeireite oder reinschaue.
In der heutigen Zeit - alles muß schneller, besser, effektiver sein und gehn - ist es schwer geworden, mit konservativen Einstellungen wie "Nur der Charakter zählt" zu überleben.
Gerade sowas ist ja wie bekannt Geschmackssache - der eine liebt sein Pferd, der andere findet das Pferd ätzend.
Ich träume davon, dass die Menschen das Pferd wieder vermehrt als Partner, als Freund sehen, mit dem Sie Abenteuer erleben, gemeinsam lernen, Jahrelang zusammen verbringen, und nicht das Tier als Sportobjekt oder "Hobby" betrachten, dass man benutzt, wenn man möchte.

Mein Pferd ist vom Charakter her für die wenigsten etwas, ich liebe ihn. Ich mag keine Araber, ich stehe eher auf Barock-Pferde, er ist zu schlecht ausgebildet für mich, und zickt manchmal richtig rum.
Aber ich liebe ihn.

Und mag ein Pferd auch treten und beißen bei anderen - wenn es das nicht bei seinem Besitzer tut und er es liebt und versteht, warum dann richten?
Ich finde es den Pferden gegenüber ungerecht, nur nach Klassen, Ausbildungsstand und "Nutzungsgrad" zu gehen.

Ich lese lieber eine Anzeige wie "Charakterstarkes, sensibles Pferd sucht Menschen für den gemeinsamen Lebensabend. Schmiede- und Verladefromm, ein echtes Verlasspferd für die Bezugsperson, manchmal schreckhaft." anstatt "8-Jähriger Hannoveranerwallach von XY (aus YX), Dressur L, Springen erfolgreich M auf Zeit, beschlagen etc."
Oder? ;)

Das ist wie mit Bewerbungen für Berufe.. Es zählt der Abschluss, die Noten, die Qualifikation, nicht unbedingt die Erfahrung und der Charakter..

Liebe Grüße
Eure Feder

:clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap::clap:
Super das gefällt mir!!!
 
  • Was meint ihr? Beitrag #29
Hallo!

Das ist eine Frage, die ich mir auch sehr häufig stelle, wenn ich an den deutschen Reitställen vorbeireite oder reinschaue.
In der heutigen Zeit - alles muß schneller, besser, effektiver sein und gehn - ist es schwer geworden, mit konservativen Einstellungen wie "Nur der Charakter zählt" zu überleben.
Gerade sowas ist ja wie bekannt Geschmackssache - der eine liebt sein Pferd, der andere findet das Pferd ätzend.
Ich träume davon, dass die Menschen das Pferd wieder vermehrt als Partner, als Freund sehen, mit dem Sie Abenteuer erleben, gemeinsam lernen, Jahrelang zusammen verbringen, und nicht das Tier als Sportobjekt oder "Hobby" betrachten, dass man benutzt, wenn man möchte.

Mein Pferd ist vom Charakter her für die wenigsten etwas, ich liebe ihn. Ich mag keine Araber, ich stehe eher auf Barock-Pferde, er ist zu schlecht ausgebildet für mich, und zickt manchmal richtig rum.
Aber ich liebe ihn.

Und mag ein Pferd auch treten und beißen bei anderen - wenn es das nicht bei seinem Besitzer tut und er es liebt und versteht, warum dann richten?
Ich finde es den Pferden gegenüber ungerecht, nur nach Klassen, Ausbildungsstand und "Nutzungsgrad" zu gehen.

Ich lese lieber eine Anzeige wie "Charakterstarkes, sensibles Pferd sucht Menschen für den gemeinsamen Lebensabend. Schmiede- und Verladefromm, ein echtes Verlasspferd für die Bezugsperson, manchmal schreckhaft." anstatt "8-Jähriger Hannoveranerwallach von XY (aus YX), Dressur L, Springen erfolgreich M auf Zeit, beschlagen etc."
Oder? ;)

Das ist wie mit Bewerbungen für Berufe.. Es zählt der Abschluss, die Noten, die Qualifikation, nicht unbedingt die Erfahrung und der Charakter..

Liebe Grüße
Eure Feder

:008: *applaus*
 
  • Was meint ihr? Beitrag #30
Da wird man ganz :uups:

Du hast ja eine PN von mir, Hotte, ich wünsche dir alles Glück auf der Erde. Es gibt immer irgendwo einen Menschen, der sucht genau DIESE Stute, will genau so ein Pferd.

Möchtest du eine sehr ungewöhnliche Geschichte hören?
Sie wird dir - Euch - Helfen.

Da gab es mal ein Mädchen, die hatte Depressionen, war einsam, wollte nicht geliebt werden, litt unter größten Ängsten.
Als Sie mit ihrem Bruder durch die Landschaft fuhr, sah Sie Pferde auf einer Wiese stehen und betrachtete diese im vorbeifahren.
Ihr Bruder fasste diesen Blick falsch auf, und fuhr Sie Tage später zu genau diesem Hof in der Hoffnung, die Pferde und Fohlen dort (es war ein Quarter-Gestüt) würden Sie erheitern.
Zuerst sah alles toll aus, sie freute sich - auch wenn Sie Pferde garnicht mag - doch dann sah Sie eine Stute in einer kleinen, dunklen Box.
Diese Stute, Lady, ein heller Fuchs mit Laternenblesse, stand dort in der Dunkelheit und wieherte Ihr entgegen.
Das Mädchen ging zu Ihr, war begeistert.. bis Sie sah, wie hoch der Mist in der Box stand.
Die Hinterbeine waren beide dick und dreckig.

In den nächsten Tagen besuchte Sie die Stute, die niemand wollte, immer häufiger, putzte Sie und entdeckte eine schlimme Entzündung beider Hinterbeine.

Jetzt könnte ich dazu noch lange erzählen, aber ich nehme die Kurzfassung:
Die Stute konnte nicht aufnehmen, war also unbrauchbar, nach einem Weideunfall bei Neubesitzern musste Sie wieder zurück. Mit offenen Fesseln der Hinterläufe stellte man Sie fort, und fortan stand Sie dort, siechend, sterbend.

Das Mädchen saß stundenlang unter dem Pony, puhlte den Eiter aus den Wunden, und Sie schwor "Eines Tages hole ich dich hier raus.."

4 Jahre später tat Sie dies, und seither lebt die unreitbare, extrem dominante und gefährliche Stute bei Ihr, wird bestens versorgt.
Sie ist hinten extrem durchtrittig, hat Sehnenschäden behalten, die Knochen sind rauh und zerreiben nach und nach die Sehnen, der Rücken ist durch die Jahre der Schonhaltung steif, ohne entsprechende Zusatzfuttermittel und Homöopathische Hilfe leidet das Tier Schmerzen.
Zwanghufe, vorne und hinten.
Monatliche Kosten liegen bei mehreren Hundert, teils Tausenden Euro, ohne Stallkosten.
Sie lernte Hufheilpraktiker für 8.000€ und Pferdeheilpraktiker für 4.000€, da sonst niemand außer Ihr das Pferd anpacken kann, und sogar Sie wird teils getreten oder verjagt.

Die Frau mag Pferde immernoch nicht, aber Sie liebt Lady, und wird Sie gefragt "Warum?!", dann sagt Sie nur: "Sie in Ihre Augen. Sie will nicht gehen, und diese Möglichkeit hat Sie nur bei mir. Sie vertraut mir, und Sie zeigt mir immer wieder, dass Sie voll im Leben steht, trotz ihrer Behinderung. Warum sollte ich ihr das nehmen und Sie vorzeitig von den grünen Wiesen holen und töten lassen?"

Die Stute ist derzeit 12 Jahre alt und wird wahrscheinlich nie ohne Medikamente auskommen - doch geschieht alles auf homöopathischer Basis.

Ich denke, da ist deine Stute ein wesentlich einfacherer Fall, und mit allem, was ich drücken kann, hoffe ich, dass Ihr einen Menschen wie diese Frau findet.
Die Geschichte ist wahr.
Die Frau ist übrigens nichtmehr depressiv, unglücklich etc., sondern selbstbewusste und erfolgreiche Key Account Managerin, die für Ihr Pferd lebt.
 
  • Was meint ihr? Beitrag #31
Da wird man ganz :uups:

Du hast ja eine PN von mir, Hotte, ich wünsche dir alles Glück auf der Erde. Es gibt immer irgendwo einen Menschen, der sucht genau DIESE Stute, will genau so ein Pferd.

Möchtest du eine sehr ungewöhnliche Geschichte hören?
Sie wird dir - Euch - Helfen.

Da gab es mal ein Mädchen, die hatte Depressionen, war einsam, wollte nicht geliebt werden, litt unter größten Ängsten.
Als Sie mit ihrem Bruder durch die Landschaft fuhr, sah Sie Pferde auf einer Wiese stehen und betrachtete diese im vorbeifahren.
Ihr Bruder fasste diesen Blick falsch auf, und fuhr Sie Tage später zu genau diesem Hof in der Hoffnung, die Pferde und Fohlen dort (es war ein Quarter-Gestüt) würden Sie erheitern.
Zuerst sah alles toll aus, sie freute sich - auch wenn Sie Pferde garnicht mag - doch dann sah Sie eine Stute in einer kleinen, dunklen Box.
Diese Stute, Lady, ein heller Fuchs mit Laternenblesse, stand dort in der Dunkelheit und wieherte Ihr entgegen.
Das Mädchen ging zu Ihr, war begeistert.. bis Sie sah, wie hoch der Mist in der Box stand.
Die Hinterbeine waren beide dick und dreckig.

In den nächsten Tagen besuchte Sie die Stute, die niemand wollte, immer häufiger, putzte Sie und entdeckte eine schlimme Entzündung beider Hinterbeine.

Jetzt könnte ich dazu noch lange erzählen, aber ich nehme die Kurzfassung:
Die Stute konnte nicht aufnehmen, war also unbrauchbar, nach einem Weideunfall bei Neubesitzern musste Sie wieder zurück. Mit offenen Fesseln der Hinterläufe stellte man Sie fort, und fortan stand Sie dort, siechend, sterbend.

Das Mädchen saß stundenlang unter dem Pony, puhlte den Eiter aus den Wunden, und Sie schwor "Eines Tages hole ich dich hier raus.."

4 Jahre später tat Sie dies, und seither lebt die unreitbare, extrem dominante und gefährliche Stute bei Ihr, wird bestens versorgt.
Sie ist hinten extrem durchtrittig, hat Sehnenschäden behalten, die Knochen sind rauh und zerreiben nach und nach die Sehnen, der Rücken ist durch die Jahre der Schonhaltung steif, ohne entsprechende Zusatzfuttermittel und Homöopathische Hilfe leidet das Tier Schmerzen.
Zwanghufe, vorne und hinten.
Monatliche Kosten liegen bei mehreren Hundert, teils Tausenden Euro, ohne Stallkosten.
Sie lernte Hufheilpraktiker für 8.000€ und Pferdeheilpraktiker für 4.000€, da sonst niemand außer Ihr das Pferd anpacken kann, und sogar Sie wird teils getreten oder verjagt.

Die Frau mag Pferde immernoch nicht, aber Sie liebt Lady, und wird Sie gefragt "Warum?!", dann sagt Sie nur: "Sie in Ihre Augen. Sie will nicht gehen, und diese Möglichkeit hat Sie nur bei mir. Sie vertraut mir, und Sie zeigt mir immer wieder, dass Sie voll im Leben steht, trotz ihrer Behinderung. Warum sollte ich ihr das nehmen und Sie vorzeitig von den grünen Wiesen holen und töten lassen?"

Die Stute ist derzeit 12 Jahre alt und wird wahrscheinlich nie ohne Medikamente auskommen - doch geschieht alles auf homöopathischer Basis.

Ich denke, da ist deine Stute ein wesentlich einfacherer Fall, und mit allem, was ich drücken kann, hoffe ich, dass Ihr einen Menschen wie diese Frau findet.
Die Geschichte ist wahr.
Die Frau ist übrigens nichtmehr depressiv, unglücklich etc., sondern selbstbewusste und erfolgreiche Key Account Managerin, die für Ihr Pferd lebt.

Schöne Geschichte! Das macht einem Mut. Echt super :clap:
 
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