Hab mir Knaulgras eben mal in der Wikipedia angeguckt. Das wächst hier auch. Wird auch gerne gefressen.
Es gibt einen Garten, da wurde schon seit paar Jahren nichts mehr gemacht. Das Gras ist mittlerweile kniehoch. Ausser dort, wo ich rupfe

Da finde ich auch jede Menge Kräuter.
Ich bin am Überlegen, ob ich mal Vergissmeinnicht anbiete. In der letzten Zeit haben sie etwas Hahnenfuss gefressen. Und super vertragen. Die Reste schmeiße ich eben weg. Hier wächst aber jede Menge Vergissmeinnicht.
Diese Woche gibts bei uns im Reichelt Waldmeister. Werde ich auch mal anbieten.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
Eben gefunden, von Murx Pickwick.
Dann werde ich nicht nur Vergissmeinnicht anbieten, sondern auch Flieder + Blüten. Hier wachsen 3 verschiedene Farben
"Gras:
Ist für Kaninchen für die Umstellung von Industriefutter auf naturnahe Kost NICHT geeignet, da Kaninchen ausgerechnet nur die besonders süßen Gräser bevorzugen - und damit eben die giftigen Weidelkräuter und hochproblematischen Schwingelarten. Auch Goldhafer wird sehr, sehr gern gefressen, trotzdem es zu den Gräsern zählt, wo es oft Weidelgrasvergiftungen gibt.
Die einzigen Gräser, die gern von Kaninchen gefressen werden und ungefährlich sind, sind Knaulgras, Quecke, Fuchsschwanzgräser und Lieschgräser und Bambus.
Löwenzahn:
Wenn Löwenzahn den Urin von Kaninchen orange färbt, so liegt hier eine Stoffwechselstörung vor. Zwar gibts eine
Mutation, welche dazu führt, daß nach Löwenzahn orange gepullert wird, der überwiegende Teil der Orangepinkler-Kaninchen jedoch ist schlichtweg nur in Grund und Boden gefüttert worden und weist deshalb diese Eigenschaft auf.
Löwenzahn ist in der Umstellung nicht geeignet, als erstes Frischfutter verfüttert zu werden, Äpfel, Mohrrüben, Fenchel, Wegeriche, Wegwarten, Cichorie etc sind da weitaus bekömmlicher für einen total ruinierten Magen-Darmtrakt.
Mal von diesem Umstand abgesehen gibts wohl kaum ein harmloseres Kraut wie Löwenzahn
Breitwegerich:
Typische Pflanze zum Umstellen von Industriefutter auf naturnahe Kost ... bekömmlich, regt die Verdauung an, die Samen quellen ähnlich wie Flohsamen im Darm auf, was die Gedärme reizt und dazu führt, daß die
Peristaltik wieder normalisiert wird. Weiterhin haben alle Wegerichblätter eine leichte antibakterielle Wirkung, was sich im Dünndarm positiv bemerkbar macht. Eine weitere sehr schöne Eigenschaft ist die Wirkung auf die Atmungsorgane, Wegeriche schwächen die
Symptome von chronischen Kaninchenschnupfen und können auch während einer AB-Behandlung angeboten werden. Bei Erkältungen wirken die Wegeriche unterstützend.
Brennessel:
Ein Wunderkraut par excellence und angewelkt oder getrocknet sehr gut zur Umstellung geeignet. Einzigste Nebenwirkung ist das Brennen durch die Ameisensäure in den Brennhaaren der frischen Brennessel.
Taubnesseln sind eigentlich nur im Frühjahr beliebt, im Sommer werden sie aufgrund des widerlichen Geschmackes liegengelassen.
Hundspetersilie hat mit Schierling nichts am Hut und ist eine wunderbare Futterpflanze sowohl für Wildkaninchen als auch für Hauskaninchen. Vergiftungen von Kaninchen mit der Hundspetersilie gibt es nicht, dann schon eher Kaninchen, welche den Geruch und den Geschmack nicht mögen und deshalb liegenlassen ... Meerschweinchen meiden die Hundspetersilie weitestgehend bzw es wird nur in sehr geringen Mengen gefressen.
Die Vergiftungen, welche man bei Menschen beobachten kann mit der Hundspetersilie, lassen sich überwiegend auf die Sache zurückführen, daß ausgerechnet die Hundspetersilie mit der Petersilie verwechselt wurde und genau so eingesetzt wurde ... Hundspetersilie ist für den Menschen leicht giftig, wird sie wie Petersilie deshäufigeren in gekochten Menüs verwendet, kann sie zu üblen Vergiftungen führen.
Roh oder im Salat dagegen fällt der abartige Geruch nach Mäuseurin ebenso auf wie der doch äußerst gewöhnungsbedürftige Nebengeschmack.
Weiterhin wird die Hundspetersilie oft von Rost befallen - und das macht sie richtig giftig, sowohl für Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen, als auch für den Menschen. Kaninchen fressen den allerdings trotzdem und lassen sich durch so ein wenig Gift nicht weiter stören ... vermutlich können sie das Aethusin, welches für die Vergiftungen verantwortlich ist, genauso abbauen wie das Senicin aus dem Jakobs-Greißkraut.
Sowohl der gefleckte Schierling als auch der Wasserschierling werden immer wieder in Zusammenhang gebracht mit toten Kaninchen, die im Frühjahr gefunden werden.
Allerdings muß man dazu folgendes beachten:
Diese Kaninchen sind immer ausgehungert und absolut abgemagert. Das sind sie auch schon, bevor sie an Schierling gehen. Weiterhin gehen sie nur an den Schierling, wenn keine geeigneten Farne da sind - es ist also sehr wahrscheinlich, daß die Kaninchen eigentlich versuchen, sich zu entwurmen - und auch, wenn die Entwurmung mit Schierling klappt, sie sind einfach so entkräftet, daß sie es schlichtweg aus dem Grunde nicht mehr schaffen ...
Da Farne, insbesondere der Wurmfarn, im Vergleich zum gefleckten Schierling oder zum Wasserschierling sehr viel verträglicher sind und eine bessere Wirkung gegenüber Würmern haben, sollten diese beiden Giftpflanzen nicht gefüttert werden - auch wenn vielleicht Kaninchen auch damit umgehen können.
Für Meerschweinchen ist sowohl der gefleckte Schierling, als auch der Wasserschierling tödlich giftig.
Hahnenfußgewächse werden sowohl von Meerschweinchen, als auch Kaninchen, als auch Degus und sogar von Chinchillas frisch gefuttert, haben sie diese Pflanzen samt derer Wirkstoffe einmal kennengelernt, können sie sehr gut abschätzen, wieviel davon vertragen wird. Bei Kaninchen kann das eine ordentliche Menge sein, die sie da verdrücken, ohne daß es ihnen schadet.
Verschätzt sich ein Tier, gibts kurzfristigen Durchfall, mehr passiert nicht.
Hahnenfußgewächse sollten jedoch vorsichtshalber nicht gerade in der Umstellung frisch verfüttert werden ... der ruinierte Darm könnte sehr extrem drauf reagieren.
Die als Ochsenzunge bezeichnete Pflanze ist irgendeine Rumexart, aber keine Ochsenzunge. Ochsenzungen sind verwandt mit dem Borretsch und haben wunderschöne, kleine, lila Blüten.
Ausnahmslos alle Rumex-Gewächse sind wichtige Futterpflanzen für Kaninchen, welche sie brauchen, um ihre Calciumaufnahme zu steuern. Die enthaltene Oxalsäure wird offenbar weiterhin gebraucht, um den Dünndarm von
Bakterien zu reinigen. Auch Meerschweinchen fressen Rumex-Arten, wenn auch deutlich weniger wie Kaninchen.
Sowohl der kleine Sauerampfer, als auch der Wiesensauerampfer eignen sich in kleinen Mengen zur Umstellung von Industriekost auf Frischkost.
Für die großen Weidegänger sind alle Rumex-Arten giftig, auch der kleine Sauerampfer und der Wiesensauerampfer, welche eigentlich von Menschen noch im Salat oder Gemüse gegessen werden. Überhaupt kommen Pferd und Co mit den Knöterichgewächsen nicht gut klar, sie vertragen die Oxalsäure nicht.
Traubenhyazinthenblätter werden sowohl von Meerschweinchen als auch Kaninchen im Frühjahr gefressen. Meerschweinchen fressen die Blätter der Traubenhyazinthe ganzjährig. Die Zwiebel selbst schützt sich sehr gut durch Oxalatraphidien - ein ziemlich bestialischer Schutzmechanismus, wo durch das in den Pflanzen enthaltene Oxalat kleine, spitze Stacheln (die Raphidien) mit einer winzigen Röhre in der Mitte gebildet werden. Sie wirken wie kleine Spritzen, bohren sich beim Gefressenwerden durch die Schleimhäute und transportieren so verschiedene Gifte, an erster Stelle Oxalsäure, direkt in die Blutbahn. Das führt zu lebensgefährlichen Schwellungen und als Spätfolge Durchfall.
Selbst Kaninchen können dem kaum was entgegensetzen - allerdings fressen sie Zwiebeln gewöhnlicherweise nicht, sind also auch nicht gefährdet.
Wiesenkerbel ist ein fantastisches Kraut zur Umstellung - leider jedoch leicht zu verwechseln mit anderen Doldenblütlern. Es regt die Darmtätigkeit an.
Einige Kaninchen, Meerschweinchen und Chinchillas fressen Disteln, sie sind sehr gesund. Das Fressen von solch stachligen Gewächsen muß allerdings erst erlernt werden. Man sollte also als erstes solch wenig pieksende Gewächse, wie rauhe Gänsedistel, Kohl-Kratzdistel und so anbieten, bevor man den armen Tieren die wirklich richtig bös stachligen Distelvertreter vorlegt.
Gundermann ist nicht mal für den Menschen giftig, hier in meiner Gegend wird der als Gemüse und als Salat gegessen. Er ist allerdings wenig schmackhaft und bleibt deshalb zuverlässig liegen.
Vergißmeinicht ist eine der besten Pflanzen für die Umstellung von Industriefutter auf naturnahe Ernährung, ich kenne kaum eine Pflanze, die für Stopfdarmtiere so verträglich ist.
Fetthennen gehören zu den normalen Futterpflanzen von Kaninchen, werden jedoch selten in großen Mengen gefressen.
Das abgebildete Wolfsmilchgewächs ist die kreuzblättrige Wolfsmilch ... es wird selbst von Wildkaninchen selten angerührt. Entweder handelt es sich hier um eine reine Medizinalpflanze, oder wir haben hier tatsächlich mal eine Pflanze, welche von Kaninchen gar nicht genutzt wird.
Und nochmal Sauerampfer ... ob Wiesensauerampfer oder kleiner Sauerampfer, beide haben den gleichen Oxalsäuregehalt (bzw der Wiesensauerampfer hat sogar nen niedrigeren Oxalsäuregehalt wie der kleine Sauerampfer). Also warum sollte Wiesensauerampfer nicht verfüttert werden, wenn der kleine Sauerampfer verfütterbar ist?
Klar - für Pferde sind beide Pflanzen giftig, ebenso wie Spinat, Wiesenknöterich, Mangold etc ... aber wir halten uns Kaninchen, keine Pferde!
Butterblumen gehören, wie alle heimischen Hahnenfüße, zu den normalen Nahrungspflanzen von Kaninchen - und die trocknen diese Pflanzen nicht erst, sie verspeisen sie frisch!
Bärlauch wird von Kaninchen oft im Frühjahr in größeren Mengen verspeist. Er ist bekömmlicher wie Knoblauchgrün, hat jedoch weniger Nebenwirkungen.
Ehrenpreis eignet sich für Kaninchen in der Umstellung, Meerschweinchen sollten dagegen schon frische Kräuter kennen ...
Beifuß läßt sich von Hahnenfüßen sehr leicht durch die Farbe auf der Blattunterseite erkennen. Sie ist deutlich silbrig, bei den Hahnenfüßen entspricht sie mehr oder weniger der Farbe der Blattoberseite.
Riesenbärenklau wird übrigens von einer ganzen Reihe von Wildtieren verwendet, um läßtige
Ektoparasiten loszuwerden - vermutlich machen das auch Kaninchen, wenn sie diese Pflanze in ihrem Revier zustehen haben. Der Riesenbärenklau macht unserer heimischen Fauna und Flora nix - aber uns Menschen ist er unangenehm. Dafür profitiert er von unserer Lieblingsbeschäftigung, Kahlschlag unter der heimischen Fauna zu praktizieren.
Rainfarn ist für naturnah ernährte Stopfdarmtiere ein wundervolles Heilkraut und Pflanze, welche zumindest von Kaninchen regelmäßig in kleinen Mengen gefressen wird. Es sollten ruhig ab und an ein paar Stengel Rainfarn im Pflückgut sein, tut den Kaninchen sehr gut (und Meerschweinchen auch)
Waldmeister kann auch in großen Mengen verfüttert werden - Luzerne ist deutlich giftiger wie Waldmeister ... *g*
Allerdings ist Waldmeister keine Pflanze für die Umstellung.
Sauerklee ist giftiger wie Hahnenfuß ... interessiert allerdings kein Stopfdarmtier, sie vertragen sowohl frische Hahnenfußarten als auch Sauerklee. Für Kaninchen ist Sauerklee sogar eine sehr gesunde Pflanze aufgrund des hohen Oxalsäuregehaltes. Für Pferde dagegen sind beide Pflanzen giftig.
Flieder ist nicht giftig, nur schmeckt er auch nicht und wird deshalb nicht gefressen. Meerschweinchen fressen allerdings gern die Blüten. Zumindest meine Kaninchen zeigten jedoch kein Interesse an den Blüten.
Giftlattich ist nur für die großen Weidegänger und Affen, wie wir welche sind, leicht giftig. Für Stopfdarmtiere ist der Giftlattich eine ganz normale Futterpflanze und wird von Wildkaninchen in teils großen Mengen gefressen."