[FONT="]Viele haben noch die alte Bild im Kopf, dass Katzen Einzelgänger wären. Das stimmt so aber nicht, Freigänger treffen sich gewöhnlich nachts in großen Gruppen, tauschen Neuigkeiten aus, raufen, schließen Freundschaften. Auf die Jagd gehen sie dann aber wieder alleine, Mäuse fangen sich schlecht, wenn viele gleichzeitig da sind - dann verstecken die sich bloß.
Heute kann aber nicht jeder seine Katze raus lassen. Viel befahrene Straßen, Nachbarn die Gift auslegen weil eine Katze in ihr Blumenbeet pieselt, Kunstdünger und Schneckenkorn in den Gärten, Katzenfänger, die die Felle als Rheumadecken verkaufen... draußen wird es immer gefährlicher für Stubentiger, und so Wohnungskatzen oft über 15 Jahre werden schaffen Freigänger sehr häufig nur 5 bis höchstens 10 Jahre. Schon Kleinigkeiten können große Wirkungen haben - etwa wenn eine Katze im Schuppen des Nachbarn ein Nickerchen hält und der Nachbar dann die Tür vom Schuppen schließt um zwei Wochen in Urlaub zu fahren.
Wer nun aber eine Wohnungskatze hat muss der trotzdem Kontakt zu Artgenossen ermöglichen, damit sie nicht total vereinsamt - und entsprechend viel Unsinn anstellt, gerade Einzelkatzen neigen zu Zerstörungswut in der Wohnung, Unsauberkeit oder lernen Tricks - etwa, wie man Schranktüren und Kühlschränke öffnet um sich selbst zu bedienen, oder wie man Mülleimer ausleert.
Die Zweitkatze sollte einen ähnlichen Charakter haben wie die erste, ein lieber ruhiger Kater passt am besten zu einem lieben Katerchen, ein Raufbold zu einem anderen Raufbold, eine zurückhaltende Kätzin fühlt sich mit einem Raufbold wirklich nicht wohl - der Raufbold will eben raufen, die Kätzin ihre Ruhe, schon hat man zwei Katzen die sich nicht leiden können und gegenseitig mobben. Kater sind meistens einfacher zu vergesellschaften, Kätzinnen dagegen machen oft einen auf Diva und sehen einen erst mal vier Wochen nicht mehr an.
Bei einer Katze die schon länger alleine lebt ist die Vergesellschaftung meist kein Spaziergang, es dauert einige Zeit bis beide sich arrangieren, bis dahin gibt es oft fauchen und knurren und auch kleine Keilereien - aber man sollte möglichst nicht eingreifen, sie machen das schon unter sich aus.
Aber nach einer Weile wird man auch belohnt - mit kuschelnden Katzen, die sich bei jeder Begegnung mit einem sanften Nasestubsen begrüßen, Katzen die miteinander Spielen anstatt die Einrichtung auseinander zu nehmen, eben sehr zufriedenen Stubentigern.
Außerdem muss man bedneken,d ass MEnsch ja oft auch mal lange nciht da ist, man mit den kidnern einen Ausflug macht, oder sogar mal zwei Wochen in urlaub fährt und derweil nur eine nachbarin einmal am tag füttert. Da alleine lassen ist einfach nur Quälerei für das Tier. Aber das Tier woanders hingeben geht ja auch nicht, weil katzen eben doch in ihrem revier verwurzelt sind und so ohne weiteres einen fremden Raum nicht annehmen. Sie versuchen dann oft zu entkommen um nach hause zu laufen oder sie fressen tagelang ncihts oder sind noch Wochen danach unsauber.
Gemeinsam haben sie viel mehr vom leben.
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