- Boxenhaltung, wie kann das artgerecht sein? Beitrag #41
M
Machtnix
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Was heißt denn " nur nachts " ?
Im Grunde doch mindestens 12h stehen in einer kleinen Box, das ist doch mal Tatsache!
'Nur Nachts' bedeutet bei uns ca. 6-7 Std. (je nach Schicht).
Und nein unsere Boxen würde ich nicht als Klein bezeichnen. Es handelt sich ausschließlich um Boxen in Abfohlboxgröße (wir haben nunmal 3 Zuchtstuten zufälligerweise viel Platz. So muss eine tragende Stute zum Abfohlen nicht das 'Schlafzimmer' wechseln).
Die Stuten behalten ihre Fohlen ca 12 Monate bei sich und sie stehen dann noch immer gemeinsam in der Box - die Dinger sind also echt groß, außerdem sind es Kontaktboxen (2 abgepolsterte Rundstangen, damit sich kein Pferd festlegen oder verletzen kann), die Herde würde sonst Amok laufen.
Stimmt. Da unsere Pferde nicht immer zur gleichen Zeit gefüttert werden, ist auch die innere Uhr nicht so drin. Sie haben ja durch die Weide und Heu sowieso permanent ihre Sättigungsgrenze erreicht, daher geht das Füttern bei uns sowieso sehr ruhig ab.Als ich mein Pferd noch in Boxenhaltung untergebracht hatte, stand der auch schon immer am Zaun wenn die Zeit zum reinstellen gekommen war, auch Pferde haben eine innere Uhr!
Da gibt es Futter, sie kennen nichts anderes und wo die anderen hingehen gehen sie automatisch mit. Pferd=Herdentier.
Den konnte man mit Strick um den Hals easy über den langen Weg zum Stall begleiten, der ging zügig und sicher in seine Box! Macht doch fast jedes gut erzogene Pferd.
Leider nicht ganz. Wie schon gepostet gibt es Pferde, die im Offenstall echt Stress haben.tja, jetzt mal an alle Boxen - Fans: Warum bleibt mein Pferd, welches doch soooo gerne und fix in seine " geliebte " Box ging nicht auch jetzt 12h drinnen stehen?
Wieso tobt der bei Wind und Wetter draussen herum?
Warum wälzt er sich mehrmals täglich nach Möglichkeit in Dreck und Schlamm?
Warum steht er sogar wenn es spät abends stürmt und schneit draußen?
WEIL ES IN DER NATUR DES PFERDES LIEGT UND JEDES PFERD SOFORT SEINE " GELIEBTE " BOX IN DEN WIND SCHIESSEN WÜRDE!!!!
Man sollte daher nicht nur Schwarz und Weiß sehen, sondern auch die Grauzone. Ein Pferd mit ausreichend Weidegang auf einer ausreichend großen Wiese und täglichem 'Menschenprogramm' kann genauso glücklich sein oder sogar glücklicher. Ein Pferd ist nunmal nicht DIN-Genormt. Gerade die Zucht hat das Urpferd doch sehr verändert. Unsere Pferde lieben Sicherheit. Ist diese Sicherheit nicht gegeben (schlechte Integration in der Herde - Stress), ist das Pferd STUNDENWEISE in der Box sehr gut aufgehoben.
Auch Hühner sind lieber draußen und scharren, haben Bedürfnisse und Gefühle auch wenn du diesen Tieren das augenscheinlich absprichst.:117:Ein Pferd ist doch keine Käfighenne!
Stimmt. Meine 3 Reitpferde sind insofern schon arme Säue, sie stehen mehr in der Box als draußen - obwohl die Boxen groß sind aber ein Laufbedürfnis kann keine noch so große Box befriedigen.Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung heraus jedem nur anraten sein Pferd aus den Einzelhaft Knästen zu befreien und aufzuhören, sich das schön zu reden!
Hier also mein Aufruf an Alle, die Boxenhaltung komplett ablehnen:
Suche Offenstallplatz für 3 Pferde mit entsprechenden Trainingsmöglichkeiten:
- 13j Wallach, Dressurpferd, Stm 1,75m (viele Offenstallplätze haben nicht die Möglichkeit so große Pferde mit entsprechender Übersetzung zu halten), sehr sozial. Barhufgänger.
- 5j Stute, Stm 1,50, Quarter, sehr zickig, tritt. Wird auf Stutenleistungsprüfung und größere Turniere vorbereitet. Für Trainingszwecke hinten mit Sliders beschlagen.
- 7j Hengst, Stm 1,48, Quarter, sehr sozial gegen Wallache. Wird auf Hengstleistungsprüfung und Körung vorberietet, Turnierpferd im Bereich Pleasure, Reining, Working Cowhorse, natürliche Cowsence (entsprechendes Aggressionspotential), daher treibt er andere Tiere wenn ihm danach ist. Beschlagen, vorne Alu, hinten Sliders.
Wer keine Lösung hat, erst denken, dann posten.