Eben, sie sind es nicht gewöhnt! Und haben dann vielleicht Angst davor nach draußen zu gehen- dann liegt es aber daran, dass sie keinen so großen Freiheitsdrang haben und nicht daran, dass sie es nicht wollen!
Ich habe ja auch nie behauptet, Katzen seein für die Wohnung geschaffen, oder liest du das irgendwo? Es geht mir um die Tiere, denen der Weg nach draußen von vorneherein versperrt war oder die aus irgendeinem Grund nicht mehr raus gehen. Muss ich die jetzt auch mit Sandras Worten morgens vor die Tür setzen und abends wieder abholen? Ein Freund hat zwei Katzen, beide jung als sie zu ihm kamen, wunderschöne Gegend, das Feld gleich hinterm Garten. Einer geht raus, die andere nicht. Soll man der jetzt auch den Weg nach drinnen wieder versperren?
Mir ist es egal, warum meine Katze keinen Freiheitsdrang hat, es ist so und da brauche ich nicht drüber zu diskutieren. Oder war hier die Frage: wie kommt es, dass Katzen keinen Freiheitsdrang haben?
Sandra, zur Geschichte meiner Katze lies dir bitte ihre Beschreibung unter meinen Tieren durch.
Ich habe nie behauptet, dass meine Katze besser lebt als eure in Freigang, aber sie lebt nicht schlecht, das muss ich mir hier auch nicht einreden lassen. Natürlich ist ein Kratzbaum ein Ersatz für einen echten Baum, ihr meint es sei ein schrecklicher Ersatz. Gut, muss die arme Mietze mit leben. Sie fängt nur Fliegen und Schmetterlinge auf dem Balkon und Grillen in der Wohnung, ja das Leben scheint hart zu sein. Sie darf nur in einem 1qm großen Blumenkübel (abgesehen von den großen Kästen, die ich für sie bepflanze), was für ein lausiges Leben.
Aber wisst ihr: würde meine Katze den halben Tag vor der Balkontür sitzen und sehnsüchtig nach draußen gucken, könnte sie nicht genug bekommen von der Welt da draußen oder würde sie Stunden damit verbringen durch die Gegend zu tigern, Zeichen von Stress geben, mir die Wohnung auseinandernehmen, protestpinkeln oder auch nur irgendein Zeichen geben, dass sie so unglücklich ist, wie ihr es zu meinen scheint, würde ich etwas tun.
Warum ich meine Katze in der Wohnung halte?
Ganz einfach: sie hat auch die 7 Jahre vorher bei den Vorbesitzern (mind. 2 verschiedene) in der Wohnung gelebt und auch hier zeigt sie mir nicht, dass sie unbedingt nach draußen möchte. Würde sie mir das massiv zeigen, müsste ich mir eine Lösung überlegen und ich bin jemand, der eine Abgabe dann nicht ausschließt, wenn es zu ihrem Wohl wäre.
Ich nehme z.B. keine Kitten auf, was ist so schwer daran zu verstehen, dass man sich eben die Tiere aussucht, die keinen Freiheitsdrang haben? Luna war sicherlich nicht die erstbeste Katze, die ich gesehen habe, sondern ich habe sie sorgfältig ausgesucht.
Für mich kommen nur Tiere in Frage, die nicht raussollen oder wollen, sprich für mich kommen sehr wohl alte, kranke oder behinderte Tiere in Betracht und das ist die "Zielgruppe", die ich immer vor Augen haben werde.
Und ja, ich finde schon dass man die Altenativen betrachten muss: die Alternative für meine Katze wäre das Tierheim gewesen, mit schlechten Chancen überhaupt ein Zuhause zu finden.
Unsere Möbel gehören übrigens nicht nur uns, sondern auch der Katze, es gibt keine abgetrennten Räume, sie hat überall Zugang es sei denn ein Hamster hat in dem Raum Auslauf. Bis auf die Arbeitsplatte in der Küche und den Ess- sowie Wohnzimmertisch darf sie auch auf alle Möbel drauf. Sie hat schon genug Einschränkungen, da teilen wir alles, was wir haben mit ihr.
Ach mensch, ich wollte mich an solchen Diskussionen doch nicht mehr beteiligen, es führt eh nie zu irgendwas.
Caterina