Es hat auch niemand nur von deiner Katze gesprochen. Es ist ja halbwegs bekannt (und nachzulesen), wie es deiner Mieze erging. Da sind die Gründe auch stückweit nachvollziehbar. Es ging um Wohnungsmiezen allgemein. Für deine Mieze ist es so wohl das besste. Aber noch lange nicht für alle.
Ich zitiere mich hier mal selbst
Ich habe ja auch nie behauptet, Katzen seein für die Wohnung geschaffen, oder liest du das irgendwo? Es geht mir um die Tiere, denen der Weg nach draußen von vorneherein versperrt war oder die aus irgendeinem Grund nicht mehr raus gehen. Muss ich die jetzt auch mit Sandras Worten morgens vor die Tür setzen und abends wieder abholen? Ein Freund hat zwei Katzen, beide jung als sie zu ihm kamen, wunderschöne Gegend, das Feld gleich hinterm Garten. Einer geht raus, die andere nicht. Soll man der jetzt auch den Weg nach drinnen wieder versperren?
Mir ist es egal, warum meine Katze keinen Freiheitsdrang hat, es ist so und da brauche ich nicht drüber zu diskutieren. Oder war hier die Frage: wie kommt es, dass Katzen keinen Freiheitsdrang haben?
Vielleicht habe ich mit Fettdruck mehr Chance, dass es jemand liest :roll:
Wo bitte schreibt irgendwer, Wohnungshaltung sei für
alle Katzen das beste?
Ich kann das in keinem Posting lesen.
Die Aussage, Freigang sei das Beste für alle Katzen hingegen steht in jedem 2. Posting. Es geht doch darum, dass man sich Tiere aussucht, die eben keinen Drang nach Draußen haben. Und deshalb ist es nunmal eine individuelle Diskussion (und eine individuelle Anklage, wobei ich das hier nicht als sehr dramatisch für mein Seelenheil auffasse, was du liest ist Ironie, ich weiß wie es meinem Tier geht),
weil kein Wohnungshalter auf die Idee käme zu behaupten, Wohnungshaltung sei das non plus ultra für die Katze als Art.
Es sagt auch keiner: "du willst eine Katze in der Wohnung halten?! Kein Problem, geh zum Bauernhof, nimm ein Kitten und steck es in die Wohnung, Wohnungshaltung ist super für Katzen." Im Gegenteil, wir sagen: "Wohnungshaltung ist unter Umständen in Ordnung, geh ins TH, lass dich beraten, man wird dir ein oder zwei Tiere nennen, die für Wohnungshaltung in Frage kommen (weil sie nicht rauswollen, zu ängstlich, zu krank, zu alt,..)."
Und jetzt sag mir nochmal, was daran jetzt so schlecht ist?
Ich bin sicherlich kein Mensch, der seine Tiere auf dem Minimum hält. Bei uns im TH werden Wohnungskatzen ab 45qm und auch ohne Balkon vermittelt, zwei Tiere gehen gerne zu Berufstätigen, für eine Einzelkatze sollte man mehr Zeit haben, ich hab die, Luna ist im Schnitt ca. 5 Stunden allein (in den Semesterferien weniger) und wird in der Zeit beschäftigt und nie ausgeschlossen (Hamster im Auslauf einzige Ausnahme und da bin ich meist nur 15 Minuten am Stück, oft ist mein Freund in der Zeit anwesend). Trotzdem habe ich mir z.B. absichtlich eine Katze ausgesucht, die laut Aussage der Vorbesitzer, die sie ja seit 5 Jahren kannten, keinen besonders hohen Wert auf menschliche Nähe und Beschäftigung legt (Auslegungssache!) und habe nicht die nur 2jährige genommen, die auch als Wohnungs- und Einzelkatze abgegeben werden sollte, aber wegen Zeitmangels, die nämlich viel Kontakt zum Menschen wollte. Und ich sage nochmal: unsere Möbel (weil weißer Wolf die ja schon wieder abziehen wollte) gehören auch der Katze. Wir bauen unsere Schränke so, dass die Katze sie nutzen kann und der Weg nach oben ist für eine Katze sehr wichtig. Bis auf Schlafzimmer und Küche kann sie überall bis auf mind. 2/3 Deckenhöhe und das in mehrfacher Weise. So gesehen sind Möbel sogar besser für die Katze, wenn sie den Platz auf und unter (oder in) dem Bett/Schrank/Schreibtisch/Regal nutzen kann, vergrößert sich ja ihre Nutzfläche.
Ich denke auch nicht, dass jeder Wohnungshalter seine Katze aus guten Gründen drinnen hält, für mich steht z.B. die Anschaffung von Kitten, die dann in der Wohnung bleiben müssten außer Diskussion, weil diese Tiere eben nocht nicht verhunzt sind und ihnen -geistig- der Weg nach draußen offen stünde (ausgenommen ansteckende Krankheiten und gravierende Behinderungen). Aber wohl die meisten Wohnungshalter, die hier schreiben tun das aus gutem Grund.
Und bei den meisten ist eben "es könnte ihr schlechter gehen"
wie schon oben geschrieben keine rein hypothetische Aussage, sondern es ging dem Tier tatsächlich vorher schlechter und es wäre ansonsten schlimmer. Das ist doch ein Unterschied zu einem "andere machen es schlechter".
Keinem unserer Tiere bieten wir das Maximum, einer unserer Hamster zeigt stereotypes Verhalten, obwohl sie 1,2qm Nutzfläche mit hohem Streuvolumen und täglich Auslauf von ca. 4 Stunden auf 3qm, die komplett für die Hamster eingerichtet sind, bekommt. Kaum einer bietet einem Hamster mehr, das sage ich ganz selbstverliebt, trotzdem fehlt ihr irgendwas, wir wissen nicht was und es macht und sehr traurig. Ihr geht es bei uns aber immernoch besser als auf 90% der anderen möglichen Plätze.
Caterina