Schleppleinentraining

Diskutiere Schleppleinentraining im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; So. Nun klappt das allein sein wieder, also wird es höchste Zeit, das nächste Problem anzugehen. Und zwar, dass er mich einfach nur an der Nase...
  • Schleppleinentraining Beitrag #1
Infano

Infano

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So. Nun klappt das allein sein wieder, also wird es höchste Zeit, das nächste Problem anzugehen. Und zwar, dass er mich einfach nur an der Nase herum führt wenn ich ihn doch mal frei lasse. Ist gerade nichts interessanter funktioniert das Stopp zwar super, bei Katzen ist es Glückssache und bei anderen Hunden hab ich ganz verloren.
Nachdem ich das letzte Mal warten durfte bis er kackt um ihn wieder zu bekommen ist es an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen und mit der Erziehung zu beginnen.

Eine Schleppleine ist bestellt, sowie dieses Buch hier: http://www.amazon.de/Antijagdtraining-Ariane-Ullrich/dp/3981082125/ref=cm_cr_pr_product_top , da soll es wohl auch ganz gut erklärt werden.
Mit der Hundeschule arbeite ich natürlich auch zusammen, aber die ist ja nur einmal die Woche.

Da ich auch nach stundenlangem Suchen im Internet irgendwie das Gefühl habe, nicht wirklich informiert zu sein, könnt ihr mir ja vielleicht ein bisschen helfen.

Einen Thread deshalb, weil ich auch hier im Forum nicht wirklich sehr viel Zufriedenstellendes finden konnte. So kann ich meine Fortschritte und Fragen posten, ihr eure Tipps und Ratschläge und vielleicht hilft es jemand anderem dann auch irgendwann bei der ein oder anderen Frage weiter.


So. Bis jetzt habe ich heraus gefunden, dass die Schleppleine nie einfach nur so am Hund schleifen darf sondern ich sie immer in der Hand halten muss. Arbeitsgerät halt. Okay.
Wie ist das dann, wenn man im Wald ist? Weil er dann ja doch immer mal um Bäume rumstromert und so, kann man ihm beibringen, der Leine wieder zurück zu folgen? Wenn ja, wie? Oder ist das einfach nicht drin und wenn ich nicht ständig ebenfalls durch den Wald turnen will um ihn zu befreien sollten wir es lassen?

Wie laste ich meinen Hund dann aus? Er ist nunmal 10 Monate und übermütig. 10m Schleppleine sind da wirklich schnell ausgereizt. Mit dem Dummy kann er im Moment noch nicht viel anfangen, wir probieren das aber nochmal.
Kopfarbeit ist zwar toll und macht er auch gerne, man merkt aber einfach, wie er dieses durch die Wiese-preschen ebenfalls braucht um ausgelastet zu sein...

Und wie ist es mit dem Spielen mit anderen Hunden? Ist die Schleppleine für andere Hunde gefährlich? Wenn ja, wie mache ich das dann? Garten haben wir nicht und auch keine eingezäunte Hundewiese in der Nähe. Die Spielstunde findet zu dieser Jahreszeit auch nur sehr unregelmäßig statt.
Wenn ich ihn jetzt aber zum Spielen mit anderen Hunden ableine ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn wieder kriege, recht gering. Das heißt, er hätte da wieder ein Erfolgserlebnis, was man ja aber nicht machen soll wenn er im Training ist.
Ich kann ja aber meinem Kleinen jetzt auch nicht für das nächste Jahr sämtlichen Kontakt verbieten :eusa_think: Das bereitet mir gerade wirklich Sorgen.

Danke schonmal für eure Hilfe!

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach ja, noch was. Fast mit das Wichtigste :)

Wie läuft das dann mit der Schleppleine als Arbeitsgerät? Ich weiß, jedes Mal bevor die Leine am Ende ist soll ich versuchen, ihn zu locken. Aber ansonsten?
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #2
Hallöchen :),

kurze Frage vorweg:
So. Bis jetzt habe ich heraus gefunden, dass die Schleppleine nie einfach nur so am Hund schleifen darf sondern ich sie immer in der Hand halten muss. Arbeitsgerät halt. Okay.
Wieso? Wo hast du das denn gelesen? Und wie soll man den Hund denn anders von der Leine entwöhnen?
Außerdem genieße zumindest ich jede Strecke, auf der ich die Leine schleifen lassen kann :angel:.

Wie laste ich meinen Hund dann aus? Er ist nunmal 10 Monate und übermütig. 10m Schleppleine sind da wirklich schnell ausgereizt. Mit dem Dummy kann er im Moment noch nicht viel anfangen, wir probieren das aber nochmal.
Kopfarbeit ist zwar toll und macht er auch gerne, man merkt aber einfach, wie er dieses durch die Wiese-preschen ebenfalls braucht um ausgelastet zu sein...
Ich gehe mit meinem jeden Abend auf eine abgelegene Wiese, wo wir eine Stunde toben, spielen, Bällchen werfen usw.. Dort kann ich ihn bedenkenlos laufen lassen, weil ich alles überblicken kann.
Habt ihr nicht auch die Möglichkeit, euch auf eine abgelegene und/oder eingezäunte Wiese zurück zu ziehen? Könntet ihr vielleicht in der Hundeschule die Wiese nutzen?

Und wie ist es mit dem Spielen mit anderen Hunden? Ist die Schleppleine für andere Hunde gefährlich?
Ja, das ist problematisch. Bei uns erlaubt es die Gegend, dass ich ihn ableine, wenn uns ein freundlicher Hund begegnet. Außerdem ist zumindest meiner dann voll bei der Sache und macht sowieso keine Probleme.
Kannst du dich nicht auf dem Hundeplatz o.ä. selbst zu einer Spielgruppe verabreden?
Wenn du entsprechend Acht gibst geht es vielleicht wenn die Leine schleift, aber mir wäre das zu unsicher.

Wie läuft das dann mit der Schleppleine als Arbeitsgerät? Ich weiß, jedes Mal bevor die Leine am Ende ist soll ich versuchen, ihn zu locken. Aber ansonsten?
Ich locke meinen gar nicht. Ich habe ihn jedes Mal reinrennen lassen, aber kurz vorher das Kommando "langsam" gegeben. Zum einen wusste er nach kurzer Zeit, wo die Leine zu Ende ist, zum anderen reagiert er inzwischen gut auf das Kommando und bremst ab.
Ansonsten ignoriere ich die Leine einfach und laufe ganz normal mit ihm. Sie ist nur dann nützlich, wenn er irgendwo hinrennen will oder doch mal nicht kommt.
Ich muss aber sagen, dass mein Hund und ich die Leine in dieser Beziehung etwas unkonventionell nutzen, weil wir etwas andere Probleme haben ;).
Da würde ich an deiner Stelle erst einmal ein bisschen was zum Thema lesen und ein paar andere Posts abwarten.

PS: Hast du an Geschirr und Handschuhe gedacht?
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #3
Geschirr hab ich nun endlich wieder ein besseres, Handschuhe hab ich vom Fahrrad fahren.

Dass die Schleppleine nicht einfach nur schleifen soll hab ich auf ein paar Internetseiten gelesen und die Trainerin hat das heute auch gesagt. Vielleicht ja aber nur am Anfang? :eusa_think:
Die genaue Begründung hab ich jetzt leider auch nicht mehr im Kopf (immer noch Grippevernebelt), aber sie klang zumindest logisch :)

Eine Wiese hätten wir, jedoch sind da ja auch Katzen und so Getier :D Meistens hatte ich bis jetzt aber das Glück, dass Beetlejuice dann irgendeinen Mäusebau fand. Wenn er buddeln darf stört es ihn nicht wenn ich ihn anleine...
Aber da kann es schon auch mal sein, dass andere Hunde auftauchen.
Und unser Problem ist ja eben im Moment noch, dass er sich nicht abrufen lässt wenn er keine Lust hat oder etwas spannendes sieht. Und wenn er sich abrufen lässt, lässt er sich nicht anleinen...

Als wir in Leipzig waren hab ich ihn auch an der Schleppleine mit anderen Hunden spielen lassen. Hatte sie aber in der Hand. Ich musste zwar in einer Tour aufpassen und für mich war es nicht sehr entspannend, aber für die anderen Hunde stellte sie keine Gefahr dar. Solange die natürlich frei laufen dürfen...

Naja, vielleicht warte ich wirklich noch ab bis das Buch bei mir ist und ich mich etwas einlesen konnte. Bis dahin gewöhnen wir uns einfach mal daran :)
Danke schonmal!
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #4
Weil ich es grad lese und es dir vielleicht hilft, auch wenn´s nur bedingt mit der Schlepp zu tun hat:
Wir haben das Anleinen von Anfang an positiv verknüpft, genauso das Anziehen des Halsbandes. Beides passiert immer nur im Sitz und wird jedes mal belohnt. So freut er sich richtig drüber/drauf. Mittlerweile reicht es, die Leine in die Hand zu nehmen oder anzuheben, damit Finn sich setzt. Und er merkt so auch, solange ich mich nicht benehme (und sitze) kann ich auch nicht frei laufen/spielen gehen. Er sitzt dann, bis es aufgehoben wird.

Sonst hab ich immer darauf geachtet, die Leine möglichst immer in der passenden Länge zu halten, also nachzugreifen, wenn Bäume etc. im Weg waren. Prinzipiell sollte der Hund ja immer dir folgen und nicht andersrum, ich würde mich also nicht durch den Wald diktieren lassen, wie er es möchte. Man muss definitiv aufmerksamer sein.
Auf dem freien Feld habe ich die Leine dann immer bis zu einer gewissen Länge hinterherschleifen lassen. Man lernt schnell, im Schritt einfach drüberzugehen oder rechtzeitg "auszusteigen", wenn das Ende kommt. :D
Hatte aber trotzdem einmal Brandwunden am Knöchel, weil ich in Ballerinas und kurzer Hose unterwegs war. Man sollte also immer darauf achten, wo die Leine liegt. Das hat man wie gesagt aber schnell raus.

Und wie Mischling haben wir Finn ebenfalls mit einem "Langsam!" in die Leine laufen lassen. Das wird sich nicht vermeiden lassen.

Achso: Unsere Schlepp ist 20 m lang. So hat der Hund mehr Raum. Die Länge habe ich am Anfang vom Spaziergang einmal ordentlich in Schlaufen gelegt. So kann man mit einer Hand halten und jederzeit zugeben oder wieder aufwickeln.
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #5
oh tolle thema, ich kann dir zwar mit tipps nicht helfen infano, aber ich werde hier alles ganz genau verolgen.
bei mir ist cody noch an der ausziehleine aber denke die schleppleine müsste die nächste woche kommen, allerdings nur 10 m. und dann werden wir auch durchstarten. auch wenn ich an dieser ausziehleine schon teilweise anfing natürlich. aber zieht mich eig nicht so durch die gegend, aber sobald er einen anderen hund sieht oder auch hasen katzen, ist es vorbei. wir haben hier teilweise schon wiesen die nicht gleich an der strasse enden und so, aber ich hab einfach angst ihn abzuleinen. daheim hört er meistens wenn ich ruf oder pfeiff, draussen an der leine naja wenn er weiss das ich lecker leckerlies dabei hab klappts auch relativ gut (ausnahmen bestätigen die regel) aber wie gesagt sieht oder riecht er was anderes schaltet sich wie ein schalter um und ich bin vergessen, hab da echt mühe mit ihm weiter zu kommen, wie soll das erst sein wenn er abgeleint wäre.
ich werd mich auch freuen von deinen fortschritten und erfahrungen zu lesen wenn du berichtest :D
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #6
Besteht dein Problem denn hauptsächlich im Anleinen?
Zum einen würde ich es dann positiv verknüpfen, wie Finn ja bereits schrieb.
Zum anderen würde ich ihn aber auch nicht immer anleinen, wenn du ihn rufst.
An der Schlepp lässt sich das wunderbar üben, hab ich mit meinem auch gemacht. Kommando "komm" (in meinem Fall mit Vorsitz), dann Leckerchen und ein "geh" zum auflösen.
So lernt er, dass er nur kurz kommen soll, dann aber auch wieder gehen darf.
Du kannst das Rufen dann auch mal mit einem anschließend Spiel oder einer spaßigen Gehorsamsübung verbinden, dann verknüpft er es positiv.
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #7
Zum anderen würde ich ihn aber auch nicht immer anleinen, wenn du ihn rufst.
An der Schlepp lässt sich das wunderbar üben, hab ich mit meinem auch gemacht. Kommando "komm" (in meinem Fall mit Vorsitz), dann Leckerchen und ein "geh" zum auflösen.
So lernt er, dass er nur kurz kommen soll, dann aber auch wieder gehen darf.

Das ist später supernützlich! Wenn der Hund das gleich so lernt, kannst du die Zeit, in der er bei dir sitzt, bis das Leckerchen kommt, stückweise verlängern. So kannst du, wenn zum Beispiel ein Auto (oder auch ein Mensch etc.) kommt, den Hund einfach zu dir rufen und neben dir sitzen lassen, bis die "Gefahr" vorbei ist, ganz ohne ihn anleinen oder festhalten zu müssen.

Am Anfang, wenn es noch nicht so gut sitzt und eine Ablenkung kommt, solltest du dann gegebenenfalls mehrere Leckerchen geben und natürlich immer schön loben gleichzeitig, das zur Not auch mal ein Lob reicht, wenn keine Leckerlies zur Hand sind. Aber das ist ja eigentlich klar. :D
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #8
Nein, leider besteht das Problem nicht nur im Anleinen. :|
Das Problem besteht darin, dass er mich auch oft einfach nicht hört/hören will und ich dann einfach abgeschrieben bin...
Wenn er dann mal kommt, dann ist anleinen ein neues Problem, aber da arbeiten wir jetzt schon dran. Eigentlich schon seit wir ihn haben. Er ist ja vor jeder Hand zurück geschreckt. Jetzt ist es eher so, dass er einen verarscht und ein Hasch-mich-Spiel daraus macht :)

Wobei heute an der Schleppleine lief echt gut, meine ich. Hab mich ganz stark interessant gemacht, ihn gelockt und beim Loslaufen schon angefangen zu loben und natürlich hatte er vorher kein Frühstück :D
So gut lief das aber noch nie! Wobei ich denke, dass er natürlich schon gecheckt hat, ob er Leine dran hat oder nicht... Leider ist er nämlich ein echt schlauer Hund...
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #9
So, heute morgen kam dann endlich die Schleppleine und gerade war unser erster Spaziergang damit.
Die Leine ist gerade so dünn, dass sie fast wirklich nur ein psychologisches Hilfsmittel ist. (Wenn ich endlich wieder Geld bekomme, kauf ich ihm eine hübsche Biothane).

Es lief eigentlich recht gut. Wir müssen uns beide noch daran gewöhnen, aber ich denke nicht, dass es schlecht lief.
Rein gerannt ist Beetlejuice kein mal, eher dass er sich verschnüffelt hat. Wenn Komm und Hierher nicht funktioniert haben hab ich ihn halt abgeholt, macht ja nichts :)

Komm und Hierher haben dafür aber auch schon gut funktioniert. Sicher noch lange nicht perfekt, aber langsam wird es. Er legt sogar etwas Tempo an den Tag um zu mir zu kommen :D
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #10
Das klingt doch schon gut :).
Für den Anfang ist das sogar schon recht viel!
Ich drück euch die Daumen, dass es so gut weitergeht und halte uns auf dem Laufenden, ja? ;)
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #11
hi infano,
mein henry ließ sich auch nie wieder anleinen, wenn er denn erstmal die "große" freiheit gespürt hat, er ließ sich zwar abrufen, dam aber immer nur auf ca. 2 m ran und sobald ich irgendwie auf ihn zu ging oder er näher rann kommen wollte, rannte er wieder weg. leckeries, spielzeug etc. half nicht, der witterte alles sofort.
ich hab dann auch mit ne kordelschleppleine angefangen, anfangs in der hand gehalten (sie hatte am ende eine holzkugel) und später dann schleppen lassen. er hat damit wunderbar mit anderen hunden gespielt und manchmal sah er etwas wie ein rollbraten aus, aber es würgte ihn nie. mittlerweile
ist er an einer kurzen schleppi (2m) und alles ist super. wenn er ohne ist, dann kommt er manchmal und manchmal nicht, das ist mir zu blöd und ich nehme jetzt immer die kurze schleppi. klar könnte er locker damit abhauen, aber irgendwie checkt er die länge nicht :mrgreen:. er ist sowas von folgsam damit, daß ich nicht wirklich das bedürfnis habe, sie abzumachen, zumal sie auch nicht wirklich hinderlich ist, es sei denn er trabt durchs gebüsch, da bleibt er dann hängen und ich muß ihn befreien. da er aber in diesem jahr eine ganz ganz schlimme vergiftung hatte (keine ahnung was genau) hab ich auch nicht das bedürfnis, ihn ins gebüsch und unwegsames gelände zu lassen, denn sowas will ich nicht nochmal haben. also erst lange, dann kurze schleppi und du bist auf der sicheren seite.
lg mara
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #12
Danke Mischling :D

Gerade war der zweite Spaziergang. Und es läuft fantastisch. Gut, mein Freund hat ihn heute Morgen schon ausgetobt, deswegen war wohl auch nicht so der Druck dahinter .
Außerdem checkt er ja doch, dass eine Leine dran ist.

Nichts desto trotz... wir entspannen merklich. Ich, weil ich 10m einen sehr guten Abstand finde und irgendwie doch noch Einfluss auf ihn habe; er, weil er trotzdem mehr schnüffeln und stromern darf.
Auf die Kommandos hört er... gut!
Komm und Hierher funktionieren unter normaler Ablenkung super. Der Pfiff (der immer anders klingt, weil ich nicht pfeifen kann und das auch nur unterbewusst eingeführt hab :D ) funktioniert sogar bei noch etwas höherer Ablenkung. Vielleicht sollte ich also wirklich Pfeifen lernen, es scheint länger zu ihm durchzudringen.

Auf der anderen Straßenseite war dann irgendwann Hundeparade, das heißt, 5 Hund sind mit Abstand da lang gelaufen. Ja eigentlich mein Todesurteil :D Ich hab aber einfach die Leine straff gehalten, so dass er nicht hin konnte und versucht, mich an mein Buch und den gesunden Menschenverstand zu halten :D
Das Buch sagt, dass man einen Hund nie ziehend aus einer Situation gehen lassen sollte. So verknüpft und lernt er das. Macht für mich Sinn und ich will auch keinen ziehenden Hund.
Also hab ich die Futtertube genommen, bin vor Beetlejuice hin und her gesprungen und seine Aufmerksamkeit auf mich gelent. Und - es hat sogar funktioniert!!! :mrgreen:
Ich hoffe, dass mein Hund so lernt, dass ich viiiiiel spannender und interessanter bin als andere Hunde und sich mir zuwenden lohnt...

Aber schon überhaupt, dass er ablenkbar war war großartig :D

Das war auch schon die Hauptübung für heute :D Ich will erstmal nicht zuviel, wir müssen uns ja beide jetzt erstmal fertig an die lange Leine gewöhnen...
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #13
Das hört sich doch super an! So Erfolgserlebnisse versüßen einem doch den Tag... Ich freu mich für dich!
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #14
Dankeschön! Klar weiß ich, dass wir auch noch am Anfang stehen, aber irgendwie... es gibt einem doch auch Vertrauen in den Hund (oder die Kommando-Erziehung) wieder zurück.
Und auch ein bisschen Hoffnung, wie es später mal laufen könnte...

(Gerade hat sogar ein "Hierher" funktioniert, obwohl 15m weiter eine Katze war, die er gesehen hatte...)
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #15
Heute beim Morgenspaziergang hat er sich abrufen lassen :D
Bei den Enten genügte ein "Komm", ist er weiter gelaufen.
Als dann auch noch Tauben über die Straße marschierten hat man schon gesehen, wie unbedingt er eigentlich dahin will. Ich wollte aber abbiegen. Da hat "Hierher" echt funktioniert! Also man hat genau gesehen, wie er überlegt hat. Dann kurz geschüttelt und zu mir galoppiert. Haaach :D
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #16
Toll - es ist schön zu lesen welche Fortschritte er macht.:clap:
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #17
Ui Toll!!
das freut mich echt für euch!
Aber da sieht man mal wieder wie sehr sich Dranbleiben und Konsequenz auszahlt.
Und es fühlt sich sooo gut an ,oder?
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #18
Ja, das ist schon schön :D
Allerdings hab ich heut (neue Strecke, sind wir so noch nie gelaufen) auch gemerkt, wie es eben noch schwankt.
Kommt ein Mäuseloch bin ich noch uninteressant und in neuer Umgebung läuft auch Komm und Hierher nicht so wirklich toll.
Und ich bilde mir erst recht nicht ein, dass das alles ohne Schleppleine geklappt hätte ;)
Aber wir machen das auch erst seit ein paar Tagen, da müssen wir noch lange nicht perfekt sein. Und zu sehen, wie es jetzt schon laufen KANN macht Hoffnung! :D
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #19
Ja, wo stehen wir im Moment?

Ich merke, wie das Gassi gehen mittlerweile Training für uns beide ist :D Dass ich, wenn wir wieder daheim sind, auch müde bin weil ich mich die ganze Zeit konzentrieren musste. :mrgreen:
Aber gut, ich kann ja nichts von meinem Hund verlangen, was ich nicht auch hin kriege.

Im Moment versuche ich noch, jeden Blick zu mir zu bemerken und rechtzeitig zu belohnen.
Das ist doch stark davon abhängig, wieviel Bock er auf Essen hat :D
Dann hängt er manchmal 5Minuten nur noch an mir dran, tänzelt neben mir her und versucht mir in die Augen zu schauen.
Da geb ich dann immer irgendwann nichts mehr, weil das will ich ja nicht.
Andererseits gibt es Zeiten, in denen er gar nicht nach mir schaut.
Wir sind also auf der Suche nach dem Mittelmaß :D

Ich merke, wie er aufmerksamer wird, immer öfter schon kommt, bevor die Leine zu Ende ist und ich "Komm" rufe. Das wird natürlich besonders belohnt :D
Mit der Schleppleine und der Hilfe der HuSchu (was so Aufmerksamkeit und all das angeht) machen wir - meiner Meinung nach - echt Fortschritte.
Wenn er einen anderen Hund sieht rennt er zwar immer noch erstmal in die Leine, lässt sich danach aber doch relativ gut ablenken und geht mit mir :D
Also ohne Leine noch lange nicht denkbar, aber es geht voran.

Heute ist mir dann aufgefallen, was für ein Jäger in ihm steckt. Er hat irgendwas entdeckt, drauf gestarrt (ließ sich auch nur sehr schwer abrufen!) und hat dann, als er gemerkt hat dass ich ihn nicht da ins Gebüsch lasse, richtig hektisch am Rand rum geschnüffelt.
Dachte ich mir... Obacht :D

Total blöd, dass mein Freund das als "jugendlichen Übermut" abtut. Aber der hat halt auch noch keinen älteren Hund über die Felder jagen sehen, einem Vogelschwarm hinterher und aus der Sicht ^^
Super, dass er bei ihm immer Erfolg bekommt, bei mir aber nicht.
Ich hoffe immer noch, dass er irgendwann weiß, dass er das bei ihm zwar (noch) darf, bei mir aber irgendwann abrufbar bleibt...
 
  • Schleppleinentraining Beitrag #20
Nun machen wir das schon einen Monat und es wird wohl Zeit für ein Update...

Ich muss sagen, es läuft an und für sich fantastisch. Durch die Gesamtheit unseres Trainings (also Schleppleine, Hundeschule, teilweise Handfütterung, Tricks üben, wenig Dummytraining) werden Beetlejuice und ich ein immer besseres Team.
Angefangen dazu, dass er öfter Körperkontakt sucht bis zu dem, dass ich auf Spaziergängen wohl einfach auch interessant geworden bin.
Klar kämpfen wir immer noch gegen die ein oder andere Junghundkrankheit wie das spontane Vergessen von Kommandos über Nacht oder dass Buddeln einfach wesentlich toller ist als ich :D

Von Katzen ist er in 90% der Fälle abrufbar, wo es noch hakt sind manchmal kleine Kinder und eigentlich immer andere Hunde. Was da hilft hab ich noch nicht so wirklich raus, aber naja. Er ist auch erst knapp ein Jahr alt :)

Mittlerweile lasse ich - außer eben bei anderen Hunden - die Schleppleine fast nur noch von Beetlejuice ziehen. Da es so kalt ist hab ich meine Hände auch lieber in den Jackentaschen :D

Ab und an gibt es noch einen Spaziergang, wo er völlig drüber ist, wo ich dann froh bin, dass ich doch noch ein Ende zur Verfügung habe, aber wie gesagt hab ich jetzt auch schon immer öfter seine Aufmerksamkeit.

Stopp funktioniert im Moment tadellos, langsam wird von Tag zu Tag noch besser.

Ich bin also zuversichtlich, dass wir so in 2 Monaten vielleicht die Schleppleine durch eine Wäscheleine ersetzen und dann langsam abbauen können. Weil so dumm dass er nicht weiß dass er eine Leine dran hat ist er ja nicht :)

Ach ja, außerdem arbeiten wir daran, meinen Kontrollzwang langsam in eine innere Ruhe umzuwandeln. Mit Ruhe (krieg ich in der HuSchu jedesmal wieder zu hören) klappt das nämlich alles wirklich besser :D Man muss nur dran denken und sich daran halten, was mir manchmal sehr schwer fällt. Und Kontrollzwang... ja. Ich muss nicht jeden Schritt meines Hundes kontrollieren, wenn er abrufbar bleibt. Das wird auch noch eine harte Lektion für mich, aber es wird tatsächlich schon ein klein wenig besser.

So, wollte euch nur auf dem Laufenden halten, falls es überhaupt noch jemanden interessiert :D
 
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