Hund vegan ernähren - Meinungen!

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  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #1
Lilly360

Lilly360

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Hallöchen Leute :)

Vor ca. 2 Monaten, habe ich in den Lübecker Nachrichten, einen Artikel über einen Vegan-Laden gelesen, der neu in Lübeck aufgemacht hat.
Ich finde die Idee natürlich total gut und freue mich, wenn sich Leute Vegan ernähren, aber dann ziemlich weit unten, kam dann das:

"Außerdem wird auch Veganes Hundefutter angeboten"

Und das hat mich dann gewundert. Ich meine, wenn Menschen keine Tierischen Produkte essen, ist es ja schön und gut, aber einen Hund Vegan ernähren? Ich meine da bleibt ja nur noch Obst, Gemüse und Getreide und dabei sollen doch Hunde wenig bis kein Getreide!

Hunde sind doch Fleischfresser und Menschen Allesfresser, bei Hunden gehört Fleisch zur natürlichen Ernährung, in der Natur ist es ja nicht anders (Wölfe).

Also, ich finde, dass geht dann über Tierliebe hinaus in Richtung Tierquälerei, was sagt ihr dazu?
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #2
Hey:)

Hunde vegan zu ernähren...Ich persönlich halte es für falsch.
Obwohl sowohl mein Freund als auch ich versuchen weitestgehend auf alles Tierische zu verzichten kämen wir niemals auf die Idee unsere Hunde vegan zu ernähren.
Zumindest mein Hund wird größtenteils auch roh gefüttert.

Im "Normalfall" lebt man ja vegan, weil man Tieren Leid ersparen will.
Das heißt für mich aber auch, dass man versucht dem eigenen Tier ein möglichst artgerechtes Leben zu bieten: Beim Hund beinhaltet das eben das Fressen von Fleisch. Hunde sind nun mal nach wie vor carnivor lebende Raubtiere.

Ich kann die Perspektive durchaus verstehen, dass man auch die Produktion von "Futtertieren" nicht unterstützen will, aber dieser Gedankengang beinhaltet für mich dann eben den Verzicht auf carnivor lebende Tiere wie z.B. Katzen und Hunde, wenn ich das wirklich konsequent umsetzen will.

Wie sinnvoll dieses vegane Futter effektiv betrachtet für den Hund ist...Naja, überleben wird er damit vermutlich.
Wir schaffen es schließlich auch durchaus uns mit Fastfood durchzuschlagen, aber gesund oder "artgerecht" ist es sicherlich nicht.

Von daher: Ich find´s nicht so prickelnd, wenn diese Form der Fütterung egoistischen Motiven entspringt. Allerdings gibt es auch durchaus Hunde, die kurioserweise gegen fast alle Fleischsorten allergisch sind und da ist es vermutlich eine riesige Entlastung für die Besitzer, wenn es solches Futter gibt (war hier im Forum sogar mal der Fall, dass darüber berichtet wurde von einer Userin).
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #3
Ich würde sagen das ist alles Geldmacherrei :silence:. Dem Besitzer wird vorgegaukelt das es vielleicht gesund ist. Viel Vollkorn, Obst und Gemüse ist ja auch gesund ( für uns ) dann wird es sicher auch für den Hund gut sein. Ich halte es für ziemlichen Unsinn. Der Hund frisst normalerweise nur Fleisch. Kein Gemüse, kein Obst, kein Getreide. Höchstens noch Fell und Knochen. Das wäre ja so als wenn man Pferden fleisch zufressen geben würde. Für mich passt es vorn und hinten nicht. Aber irgendwas muss man ja immer wieder neu auf den Markt bringen -.-
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #4
Tierquälerei! Mein Border hat jede Menge Allergien angefangen mit Getreide der würde mir dann verhungern. Hunde sollten Artgerecht ernährt werden.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #5
Ich finde es ebenfalls nicht gut.
Ich bin zwar Vegetarierin, meinen Hund versuche ich aber mit möglichst viel Fleisch zu ernähren. Am liebsten würde ich barfen (geht aber wegen Geld & Handfütterung nicht), jetzt bekommt meine Hündin TroFu von Platinum & Wolfsblut sowie manchmal NaFu. Etwas mit weniger Fleischanteil als Platinum & WB würde ich nicht mehr kaufen, da sie Getreide nicht so gut verträgt.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #6
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #7
Der Hund frisst normalerweise nur Fleisch. Kein Gemüse, kein Obst, kein Getreide. Höchstens noch Fell und Knochen.

Stimmt auch nicht ganz
Die Wölfen fressen auch Mageninhalt oder sowas mit und nehmen dadurch auch das auf, was das Beutetier vorher gefressen hat -> so nehmen sie auch pflanzliches Zeug zu sich ;) Ganz ohne geht es also auch nicht
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #8
Huhu,

bei Sunos Link dreht sich mir der Magen um, ganz ehrlich :? Die Aussagen dort finde ich teilweise unter aller Kanone, aber auf jede Aussage einzugehen, würde vermutlich den Rahmen sprengen. Der Link hat m.E. auch das typische Internetproblem: Es wird nicht zwischen Erfahrungen und Fakten unterschieden. Da wird alles bunt durchgemischt und dann alles als Faktum aufgezählt. Leider fallen da sehr viele Menschen drauf rein und tragen es dann in die Welt, als ob ihnen die Weisheit wie Schuppen von den Augen gefallen wäre.

Ich habe nichts gegen fleischfreie oder vegane Tage, wenn sie überschaubar sind. Einfach weil ich denke, dass ein Hund/Wolf/ähnliches Tier sicherlich allein auch nie den Luxus hätte, jeden Tag ein Beutetier zu ergattern. Da müssen dann vielleicht auch mal Beeren oder andere "nicht fleischige" Nahrungsmittel herhalten. Aber zu erzählen, dass die tierische Ernährung vom Hund ein menschengemachtes Ding ist, weil er die Nährstoffe ja auch anders kriegen könnte (genau, wenn man das Futter nämlich zich mal aufbereitet, abändert oder sonst wie zersetzt, damit der Körper des Hundes - deren Anatomie absolut nicht auf das Zersetzen von Pflanzen ausgelegt ist, sondern maximal auf Vorverdautes - das irgendwie verwerten kann, ist ja auch überhaupt nicht menschengemacht und total natürlich :roll:) ist für mich kompletter Humbuk.

Gebiss und Anatomie des Hundes sind auf Beutetiere ausgelegt. Das beinhaltet nicht nur Fleisch, sondern auch die Nahrung des Beutetieres - vorverdauut. Von daher ist eine Fütterung MIT (nicht ausschließlich!) Getreide und Gemüse/Obst schon ok. Ausschließlich würde ich das nie machen und wenn ich meinem Hund unpürierte Erbsen in den Napf lege, brauche ich mich auch nicht wundern, wenn sie rauskommen, wie sie reinkamen.

Das größte Problem sehe ich darin: Ich assoziiere Veganer mit einem gewissen Altruismus. Sie leben oftmals so aus Rücksicht gegenüber den Tieren. Wenn es aber um die Gesundheit und die Ernährung des eigenen Hundes geht, wird aus m.E. egoistischen Gründen (denn es ist motiviert durch die eigenen Prinzipien und nichts Anderes) das Wohl anderer Tiere sogar über das eigene Tier gestellt. Für mich ein Unding. Ich würde nicht soweit gehen, es Tierquälerei zu nennen, aber es stellt für mich jegliche Glaubwürdigkeit eines Veganers in Frage und ja, da bin ich ehrlich: Bei solchen Leuten habe ich auch Vorbehalte.

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #9
Meiner Meinung nach totaler Quatsch!
Für Mensch: vegan sein definitiv top, lebe auch weitestgehend vegan. Aber unsere Katzen bekommen deswegen trotzdem Fleisch oder Dose, zum Teil hochwertiges, zum Teil normales Supermarktfutter. Ab und an auch mal richtiges Fleisch.
Hunde und Katzen sind nunmal Fleischfresser (Katzen noch mehr als Hunde, die doch schon einiges an pflanzlichem haben sollten, aber eben NIEMALS nur pflanzliches), im Gegensatz zu uns Menschen, das kann nicht gesund sein!
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #10
Die Sache mit dem Mageninhalt den Wölfe verspeisen sollen sehe ich kritisch, seit ich einen Artikel darüber gelesen habe, das Wölfe die Mägen von Großbeutetieren sogar extra liegen lassen. Wahrscheinlich sind sie ihnen aufgrund der Magensäure zu sauer zum Fressen.
Andererseits wird der Mageninhalt von erbeuteten Kleinsäugern (Mäuse, Kaninchen) natürlich mitgefressen. Genauso wie hin und wieder Kot von Grasfressern aufgenommen wird.
Wölfe fressen zudem auch relativ gezielt Beeren und Rinden.

Wie auch immer, ein pflanzlicher Anteil in der Nahrung tut unseren Hunden gut und hilft bei der Verdauung.

Rein pflanzliche Ernährung dürfte frisch nicht zu realisieren sein, ich denke die einzige Chance seinen Hund vegan zu ernähren hat man, wenn man Fertigfutter gibt, da dort dann alle wichtigen Nährstoffe künstlich zugesetzt werden können und das Futter mit genügend Geschmacksverstärken an den Hund gebracht werden kann :?
Mein Hund würde jedenfalls ziemlich wahrscheinlich verhungern, wenn ich im fortan nur noch rohe Gurkenscheiben in den Napf legen würde.

Am Ende mag es aber bestimmt möglich sein, einen Hund vegan zu ernähren, wenn entsprechende Zusatzstoffe im Futter sind, schließlich kann man Kühe auch mit Tiermehl füttern :roll:
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #11
Nur mal so als Randlektüre verlinke ich mal ein paar ältere Threads zu diesem/ähnlichen Themen ;):







Ich selbst habe glaube ich in (fast) jedem dieser Threads auch schon erklärt, dass ich kein Freund der veganen/vegetarischen Ernährung von Hunden bin, sofern sie nicht erkrankt sind und es keinen anderen Weg gibt. Ich möchte meinem Hund keine moralischen Bedenken aufzwingen, die er so nicht kennt, auch wenn ich sie vielleicht habe. Ein Hund frisst zum Überleben, daher frisst er Beutetiere.
Dazu würde ich auch gerne mal den ersten Absatz aus der »Ernärhungsbibel« von Meyer/Zentek zitieren:
Der Hund stammt vom Wolf ab, seine seine Domestikation liegt über fünfzehntausend Jahre zurück – eine geringe Zeitspanne im Verlauf im Falle der Kaniden zehn Millionen Jahre dauernden Evolution, in der sich die anatomisch-physiologischen Besonderheiten einer Spezies herausbilden. Wenn auch äußere Gestalt und Erscheinungsbild des Hundes sich gegenüber seinem Stammvater nachhaltig veränderten, so blieben die wesentlichen artbestimmenden physiologischen Eigenschaften (insbesondere des Verdauungskanals) fast unberührt. Der Hund ist also, wie sein Vorfahr, der Wolf, ein Vertreter aus der Ordnung der Karnivoren, der Fleischfresser.
Diese Bezeichnung – im wörtlichen Sinne – kann jedoch irreführen, denn der Karnivore frisst nicht Fleisch, sondern Beutetiere; [...]
Die Beute wird bis auf geringe schwer oder unverdauliche Reste (stark mineralisierte Knochen, Sehnen, Haut, Haare, Mageninhalt) fast vollständig gefressen [...].
Meyer, Helmut; Zentek, Jürgen: Ernährung des Hundes. Grundlagen – Fütterung – Diätetik, Enke Verlag Stuttgart, 2010, 6. Auflage, S. 2. Fette Hervorhebung von mir.

Das bestätigt unter anderem, was Kompassqualle sagte. Es gibt einige Internetquellen, in denen der Hund heute gerne als domestizierter Omnivore oder Omni-Karnivore bezeichnet wird, in diesem Fall verlasse ich mich aber lieber auf Quellen in Buchform, nicht auf Internetseiten, die teils nur für getreidelastiges Futter werben, teils gar nicht richtig erklären können, woher ihre Ansicht kommt. Da gibt es nur wenige, sachliche Ausnahmen, die diese Bezeichnung dann aber leider auch einfach als Tatsache hinstellen, ohne es zu belegen. Denn die Tatsache allein, dass der Hund pflanzliches sowie Kohlehydrate aufnehmen und verdauen kann macht ihn nicht zum halben Pflanzenfresser. Meyer und Zentek weisen ebenfalls darauf hin, dass der Hund zwar nicht nur pures Fleisch frisst, sondern zum einen das ganze Beutetier mit Knochen und Innereien, zum anderen aber auch frisches pflanzliches Material. Trotzdem sei er aber kein Faunivore (Pflanzenfresser).

Je Nach Versorgungslage und Angebot nimmt er [der Wolf] in wechselnden Mengen auch pflanzliches Material auf: Früchte, Gräser, Wurzeln, Blätter, evtl. auch Exkremente anderer Tiere und sonstige Abfälle. Er kann sich also in gewissen Grenzen an unterschiedliche Futterarten anpassen.
Ebd., S. 3.

Diese Anpassung beziehe sich auch auf den Haushund, dessen Verdauungskanal nicht mehr so strikt auf tierische Quellen angewiesen ist wie der des Wolfes. Im weiteren wird diese Anpassung und Annäherung an den Omnivoren aber auch kritisiert:
Das Sprichwort »Was dem Meister frommt, auch dem Hund bekommt« ist in der Regel nicht zutreffend. Die Risiken der Fehlernährung nehmen – selbst in unserem naturwissenschaftlich aufgeklärten Jahrhundert – , je mehr Mensch und Hund »hautnah« zusammen leben und der Hund der Gefahr ausgesetzt ist, vermenschlicht zu werden.
Ebd., S. 3.

Ebenfalls interessant:
Menschliche Vorstellungen, meist hergeleitet über eine uns selber angenehme Art der Ernährung, sollten nicht auf den Hund übertragen werden.
Ebd., S. 3.

Ich fand diese Zitate gerade einfach derart passend, dass ich sie hier kurz abtippen musste. Selbst hätte ich es kaum besser ausdrücken oder auf den Punkt bringen können: Wir sollten unsere Vorstellungen und Ideale in Bezug auf die Ernährung nicht mit aller Gewalt auf den Hund übertragen. Ich habe Verständnis für Vegetarier und Veganer, aber auch Veganer sollten Verständnis für ihren Hund besitzen. Ich tue meinem Hund nichts gutes damit, ihn vegan zu ernähren, ich tue ihm keinen Gefallen, bringe ihm damit keine Moral bei und ernähre ihn damit auf Dauer auch nicht gesund. Nur weil es dem Menschen möglich ist, sich vegan und gesund zu ernähren, ist es das dem Hund noch lange nicht. Es gibt entsprechendes Futter, das ein Alleinfuttermittel ist, allerdings muss dann künstlich derart viel zugesetzt werden, damit es allein den Mindestanforderungen entspricht, dass ich mich frage, ob es das dann wert und ob das wirklich gesünder sein soll.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #12
Hund vegan zu ernähren?!??!?! was ist das denn für ein Quatsch!!!
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #13
Zaussi, gibts da auch eine Begründung oder willst du lieber nur einen alten Thread auskramen und einen Satz reinschmeißen? ;)
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #14
Hunde vegan zu ernähren geht völlig problemlos. Es gibt seit den 1970er Jahren Studien dazu, die keinerlei gesundheitliche Nachteile für vegan ernährte Hunde nachweisen (u.a. "Vegetarian/Vegan Dog Food", Canine Veterinary Journal, Vol.28 Nr 8, Aug 1978 oder z.B. "Nutritional and ethical issues regarding vegetarianism in the domestic dog", Recent Advances in Animal Nutrition, Ausg. 17/2009). Ich bin selbst Tierarzt und beschäftige mich seit längerer Zeit mit dem Thema. Meine eigenen Hunde (4, 6 und 9 Jahre alt) leben ebenfalls vegan. Sie fressen ihr veganes Futter mit großer Freude.
Eine Umstellungsphase von ca 2 Wochen sollte eingehalten werden.

Wenn man argumentiert, ein Lebewesen müsse Fleisch essen, nur weil es dies vor Tausenden von Jahren auch getan hat, der müsste folglich auch meinen, Menschen müssten in unbeheizten Höhlen wohnen - weil Menschen die damals ebenso getan haben. Diese Argumentationsweise ist also logisch nicht nachvollziehbar.
Nur weil ein Tier in seiner früheren Entwicklungsgeschichte Fleisch verdaut hat muß nicht heißen, dass es deswegen andere Nahrungsmittel schlechter oder garnicht verwerten kann. Hunde können sehr wohl eine rein pflanzliche Kost problemlos verwerten. Eine Studie, in der Schlittenhunden vegane Kost gefüttert wurde (in der Vergleichsgruppe wurde Fleisch gefüttert) zeigte keinerlei Leistungseinbußen bei den vegan gefütterten Hunden ("An experimental meat-free diet maintained haematological characteristics in sprint-racing sled dogs", British Journal of Animal Nutrition, Nov. 2009).

Wer sich also als Tierfreund bezeichnen möchte und folglich auch das Recht von anderen Tieren auf ein leidloses Leben akzeptiert, der kann seinem Hund ohne Bedenken vegetarisches oder veganes Hundefutter geben.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #15
Wenn man argumentiert, ein Lebewesen müsse Fleisch essen, nur weil es dies vor Tausenden von Jahren auch getan hat, der müsste folglich auch meinen, Menschen müssten in unbeheizten Höhlen wohnen - weil Menschen die damals ebenso getan haben. Diese Argumentationsweise ist also logisch nicht nachvollziehbar.
Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen ;). Zwischen Wohnverhältnissen und Ernährungsgewohnheiten bzw. anatomischen Merkmalen besteht ein großer Unterschied. Ebenso wenig hat die Domestikation (z.B., dass der Hund ein Halsband trägt), die oft als Vergleich angeführt wird, mit der Ernährung und Verdauung zu tun. Sicherlich kann ein Hund pflanzliche Kost – wohl gemerkt richtig zerkleinert und mit Fett vermischt – fressen, aber warum sollte er ausschließlich? Wieso fütterst du deinem Hund kein Fleisch, wenn er das doch in seiner Rohform problemlos selbst zerkleinern, aufnehmen und verdauen kann, was ja wohl dafür spricht, dass es seine natürliche Ernährung ist (abgesehen von Zahnstruktur, Darmlänge und anderem)?

Und hast du keine Bedenken wegen der künstlichen Zusätze, die dafür in einem veganen Futter zugesetzt werden müssen? Hältst du das nicht für gefährlich?
Die Studien kann ich leider nicht finden, sind da auch Langzeitstudien dabei? Und wie wurde denn getestet, ob dem Hund dadurch etwas fehlt?
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #16
Wir haben im Lade auch veggi Hundefutter :eusa_think: ich dachte immer das hat was mit Schonkost oder so zu tun :D
Hab's bislang auch ehrlich gesagt nicht wirklich hinterfragt.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #17
StefanM, bei der Ernährung gibt es ein ganz simples Grundprinzip:
Das was am wenigsten chemisch verändert werden muss entspricht am ehesten der natürlichen Ernährungsform.

Und das ist bei Carnivoren nun mal Fleisch.

Natürlich KANN man seinen Hund vegan ernähren- ob man das ethisch vertreten kann: Naja.

Ich selbst lebe auch absolut überzeugt vegan, aber meinem Hund werde ich das nicht aufzwingen, weil ich mir nicht anmaße zu entscheiden ihm seine natürliche Lebensgrundlage zu entziehen.

Will man wirklich davon absehen Tiere zu verfüttern sollte man sich schlicht und ergreifend keine carnivor lebenden Tiere halten.
Ganz einfache Konsequenz.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #18
Sie fressen ihr veganes Futter mit großer Freude.

Sry für den Einwurf, aber wenn ich nichts anderes bekommen würde, würde ich mich auch über trocken Brot freuen. Also ich bin midorys Meinung. Wenn ich so leben will OK, aber meinen Fleischfresser so ein leben aufzwingen? Niemals... Dann muss man sich nen Hamster holen
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #19
Wer sich also als Tierfreund bezeichnen möchte und folglich auch das Recht von anderen Tieren auf ein leidloses Leben akzeptiert, der kann seinem Hund ohne Bedenken vegetarisches oder veganes Hundefutter geben.

Den Satz halte ich gerade in einem Tierforum für relativ bedenklich, zwecks Nachahmungseffekt. Es mag einige Tiere geben, bei denen das funktioniert...aber die Ernährung ist das A und O...quasi das Grundgerüst für ein gesundes Tier. "Du bist, was du isst".
Und ich selbst sehe es als eher kritisch einem Raubtier Pflanzen vorzusetzen....bestes Beispiel: BSE-Skandale...nur ist das halt die andere Seite, wenn man einem Pflanzenfresser tierische Kost vorsetzt :)
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #20
Off-Topic
Niemals... Dann muss man sich nen Hamster holen

Ein Moment! Das kann ich als Hamster-Halterin so nicht stehen lassen:mrgreen:
Noch nicht mal den könnte man vegan halten. :eusa_shhh: Denn selbst bei einem Hamster gehört zu einer gesunden Ernährung tierisches Eiweiß. Und das am besten in Form von Mehlwürmern, Heuschrecken, Seidenraupenpuppen etc.
Bei wildlebenden Hamstern besteht ein großer Teil der Nahrung aus Insekten und deren Laven. Wenn ich also meinen Hamster artgerecht halten will (und ich bin selber Vegetarier;)), dann werde ich ihm auch genau diese geben, weil es eben seiner Art gerecht ist.
 
Thema:

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