Hund vegan ernähren - Meinungen!

Diskutiere Hund vegan ernähren - Meinungen! im Hunde Ernährung Forum im Bereich Hunde Forum; Oh verzeih ente :D da hab ich mir natürlich noch genau das falsche Tier als Beispiel ausgewählt :)
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #21
Oh verzeih ente :D da hab ich mir natürlich noch genau das falsche Tier als Beispiel ausgewählt :)
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #22
Wer sich also als Tierfreund bezeichnen möchte und folglich auch das Recht von anderen Tieren auf ein leidloses Leben akzeptiert, der kann seinem Hund ohne Bedenken vegetarisches oder veganes Hundefutter geben.

Ich ziehe eine andere Schlussfolgerung: Wer ein Tierfreund ist und es nicht über das Herz bringt - oder den seine Prinzipien davon abhalten - seinem eigenen Hund Fleisch zu füttern, der hole sich einfach gar keinen Hund ;) Wie ich bereits in einem anderen Beitrag mal schrieb, zeugt es für mich von Egoismus, dem Hund seine eigenen Prinzipien aufzuzwängen, gegen die er sich nicht wehren kann. Wer trotz seiner Prinzipien unbedingt einen Hund halten will, handelt für mich egoistisch. Ist für mich - um ehrlich zu sein - mal wieder so ein typisches Beispiel, dass der Mensch sich alles untertan macht und wir alles andere zwingen, sich nach unserer Lebensweise zu richten. Halte ich bei den eigenen Kindern schon für bedenklich. Wenn sie ein Alter haben, in dem sie entscheiden können, ob sie tierische Produkte essen möchten oder nicht, werde ich ihnen das nicht verwehren, nur weil es meine Prinzipien sind und die Kinder von mir und dem abhängen, was auf den Tisch kommt. Gilt auch für die andere Richtung: Wenn ich tierische Produkte esse und mein Kind möchte das nicht, werde ich es nicht zwingen. Statt militantem Vegetarismus/Veganismus halte ich es mit Toleranz und der Akzeptanz anderer Lebensweisen und erwarte Toleranz gegenüber meiner Lebensweise. Zumindest braucht man sich dann nicht über feindseelige Kommentare ärgern, da diese meistens ausbleiben :)

Also anstatt sich ein Tier zu holen, mit deren Ernährungsweise man nicht einverstanden ist, kann man sich ja einfach ein Tier holen, welches sich der Art nach mit der eigenen Lebensweise konform geht.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #23
Off-Topic
Oh verzeih ente :D da hab ich mir natürlich noch genau das falsche Tier als Beispiel ausgewählt :)

Musst du Kaninchen, Meerschweinchen oder Chinchillas nehmen. Alle anderen Kleinnager (welche mir so als "normale" Haustiere in den Sinn kommen) brauchen was tierisches ;)
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #24
Amy freut sich auch über einen Apfel, was aber nicht damit zu vergleichen ist, wie sie sich freut, wenn es mal eine frische Rinderbeinscheibe gibt. Die kaut dann noch ewig lange genüsslich auf dem Knochen rum ;D

Wen man für sich selber vegan lebt und es aus voller überzeugung tut, schön und gut. Anderen aufzwingen? Geht mMn gar nicht. Egal ob Mensch oder Tier. Finde auch nicht gut, wenn Eltern ihre Kinder zwingen, vegan/vegetarisch zu leben.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #25
Also mal ganz langsam ;)
Ich zum Beispiel bin Veganer geworden, da war BJ schon da. Und ja, ich finde es schon ein ethisches Dilemma. Nur, weil mein Hund mir wichtiger ist sollen dafür andere Tiere leiden? Und das tun sie nunmal, das ist Fakt.
Und ja, auch ich finde es deswegen schwierig. Deswegen meinen Hund abzugeben käme aber nicht in Frage.
Und deswegen finde ich den Spruch auch richtig. Wenn man sich als Tierfreund ausgibt, dann doch bitte alle Tiere mit einbeziehen. Nur weil wir sie "Nutztiere" nennen und deswegen etwas abspalten sind Kühe etc auch Tiere, die leiden empfinden.

Ich habe für mich entschieden, dass mein Hund trotzdem Fleisch bekommt. Sehe aber auch die andere Seite ganz klar.


Und ja: Auch meine Kinder werden vegan essen, wenn ich koche. Sehe auch das Problem nicht? Ich meine, ich bekam als Kind keinen Rosenkohl, weil meine Mutter den einfach nicht mochte. Oder auch ganz vieles andere, wo sie mir durch ihre Vorlieben quasi aufgezwungen hat, was ich esse und was nicht. Und ich denke, das ist/war bei jedem so.
Und einem Kind zu erklären, woher Fleisch und Wurst kommt ist auch nichts verwerfliches. Dafür sterben Tiere. Und auch für Milch und Eier sterben Tiere. Das kann man einem Kind (natürlich entsprechend angepasst und vielleicht nicht die grausamen Details) erklären.
Früher oder später kommt sowieso die Zeit, in der es selbst entscheidet. Dann doch aber bitte mit allen wichtigen Fakten, um sich eine entsprechende Meinung bilden zu können. Denn "es war schon immer so" ist einfach kein Argument.
Und wer mir erzählen will, dass Fleisch essen natürlich ist, der kann sich auch nochmal gerne die Massentierhaltung ansehen und mir erklären, inwiefern dieses mit Hormonen und Nahrungsergänzungsmitteln vollgepumpte Fleisch noch etwas Natürliches an sich hat.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

edit: Ich finde auch nicht, dass das in erster Linie etwas mit "zwingen" zu tun hat, wenn ich mein Kind vegan ernähre.
Für das Kind ist es ja auch etwas ganz Normales. Zumindest nicht mehr und nicht weniger als mit jeder anderen Ernährungsweise auch.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #26
edit: Ich finde auch nicht, dass das in erster Linie etwas mit "zwingen" zu tun hat, wenn ich mein Kind vegan ernähre.
Für das Kind ist es ja auch etwas ganz Normales. Zumindest nicht mehr und nicht weniger als mit jeder anderen Ernährungsweise auch.

Ich meinte auch nicht, dass DU denen Fleisch kochen musst
Aber wenn die älter sind, und sich das selber machen wollen, z.B., oder mit Freunden essen gehen
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #27
Off-Topic
Also ich kann dir aus persönlicher erfahrung sagen- Kinder aus Veggie-Haushalten essen entweder selber NIE fleisch oder werden zu wahren Fleischfressern. Hatte selber gerade beide Fälle in der Klasse... Und- ich hoffe ihr versteht meine bedenken- es gibt schon genug Veganer/vegetarier die sich selber kaum richtig ernähren, da bin ich bei Kindern sehr schnell skeptisch.

Man muss ja gerade als Veggie nicht das Fleisch aus Massentierhaltung kaufen. Aber ich denke irgendwann wird der Punkt kommen wo die Frage kommt "warum bekomme ich kein Wurstbrot in die Schule wie andere Kinder?". Willst du da wirklich antworten "weil das totes tier ist und das gehört sich meiner meinung nach nicht?".

Eure Überzeugung in Ehren, aber wäre es nicht sinnvoller Kinder dahingehend zu erziehen Verantwortungsvoll Fleisch zu konsumieren?



Zum Thema: Abbey würd mir so was von was pfeifen.. Ich kann sie ja nicht mal barfen weil sie das Gemüse am Fleisch nicht fressen mag, bei nur gemüse würd sie mir verhungern. Und bei Poco würde das wohl in langanhaltenden, starken durchfällen enden da er ne schwere Unverträglichkeit gegen diverse pflanzliche Eiweiße, Zusatzstoffe und Konservierungsstoffe hat.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #28
Off-Topic
Also ich kann dir aus persönlicher erfahrung sagen- Kinder aus Veggie-Haushalten essen entweder selber NIE fleisch oder werden zu wahren Fleischfressern. Hatte selber gerade beide Fälle in der Klasse... Und- ich hoffe ihr versteht meine bedenken- es gibt schon genug Veganer/vegetarier die sich selber kaum richtig ernähren, da bin ich bei Kindern sehr schnell skeptisch.

Man muss ja gerade als Veggie nicht das Fleisch aus Massentierhaltung kaufen. Aber ich denke irgendwann wird der Punkt kommen wo die Frage kommt "warum bekomme ich kein Wurstbrot in die Schule wie andere Kinder?". Willst du da wirklich antworten "weil das totes tier ist und das gehört sich meiner meinung nach nicht?".

Eure Überzeugung in Ehren, aber wäre es nicht sinnvoller Kinder dahingehend zu erziehen Verantwortungsvoll Fleisch zu konsumieren?
Mein Freund wurde als Kind auch ausschließlich vegetarisch ernährt, hatte im Jugendalter eine richtig krasse "Fleischphase" und ist inzwischen 100%iger Veganer.
Meine Kinder dürften Fleisch essen, wenn sie es denn wollten, aber ganz ehrlich: Die wenigsten Kinder haben große Lust Fleisch zu essen, wenn man ihnen erklärt, dass dafür Tiere sterben. Und ja, ich würde das durchaus auch einem Kind sagen. Warum sollen Kinder so etwas nicht wissen?
In einer Zeit in der Kinder glauben, dass Hühner 6 Beine haben, weil Hähnchenschenkel im 6er-Pack verkauft werden SOLLTEN Kinder wissen was sie da essen. Wozu Tatsachen schön reden?

Wenn man sich die China-Study mal durchgelesen hat, ist es sowieso fraglich, ob Kinder wirklich besser mit Fleisch aufwachsen.

Ob bei dieser Erziehung ein Veganer, Vegetarier oder Fleischesser raus kommt sei mal dahin gestellt. Aber was ich für mich aus gesundheitlichen Gründen als falsch erachte werde ich nicht wissentlich und ohne Aufklärung meinem Kind geben.

So, das mal kurz dazu:mrgreen:
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #29
Gegen so ziemlich alles, was du deinem Kind an Werten vermittelst wird es in der Pubertät aufbegehren. Das liegt in der Natur der Sache.
Und wie gesagt, ab einem gewissen Alter kann man das eh nicht mehr "kontrollieren".

Und ja. Wenn mein Kind mich fragt warum es kein Wurstbrot mit in die Schule bekommt bekommt es die wahre Antwort und fertig. Wobei ich auch nicht glaube, dass es so kommt. Ich zumindest habe nie mein Pausenbrot mit anderen verglichen? :eusa_think:
Einmal hab ich meine Mama gefragt, ob wir nicht mal Kürbissuppe machen könnten. Sie meinte sie mag keinen Kürbis, irgendwann kann ich mir die selbst mal machen. Fertig, Thema beendet. Also nochmal: Jeder von uns zwingt seinem Kind auf, was es isst. Nur weil Fleischessen gesellschaftlich anerkannter ist heißt es nicht, das es richtig ist.

Und wenn man sich mal damit beschäftigt ist auch die Biohaltung nur noch Augenwischerei. Mit "besser Leben" hat das nicht viel zu tun. Und das bei Tieren, die teilweise schlauer sind als Hunde und mindestens genauso Leiden empfinden.

Und ich behaupte tatsächlich, dass die meisten Veganer gesünder ernährt sind als der Großteil der Omnivoren. Denn da werden regelmäßig Blutbilder gemacht, darauf geachtet dass viel Obst und Gemüse und Hülsenfrüchte auf dem Nahrungsplan stehen. Wenn ich mir da Leute ansehe, die morgens Wurstbrot (ohne irgendwas) essen, mittags Fleisch mit 1-2 Kartoffeln und evtl noch kleiner Gemüsebeilage, abends dann noch mal Abendbrot... dann wage ich tatsächlich zu behaupten, dass meine Ernährung wesentlich (!!!) gesünder ist. Ja.
Ich würde darauf wetten, dass prozentual gesehen mehr Omnivore auf irgendeine Art und Weise mangelernährt sind als Veganer.

Ob bei dieser Erziehung ein Veganer, Vegetarier oder Fleischesser raus kommt sei mal dahin gestellt. Aber was ich für mich aus gesundheitlichen Gründen als falsch erachte werde ich nicht wissentlich und ohne Aufklärung meinem Kind geben.
Danke dafür! Schließe ich mich zu 100% an.

edit:
Eure Überzeugung in Ehren, aber wäre es nicht sinnvoller Kinder dahingehend zu erziehen Verantwortungsvoll Fleisch zu konsumieren?
Nein. Da ich nunmal der Überzeugung bin, das Fleischkonsum weder nötig noch ethisch vertretbar ist. Also warum mein Kind anlügen?
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #30
Off-Topic
edit: Ich finde auch nicht, dass das in erster Linie etwas mit "zwingen" zu tun hat, wenn ich mein Kind vegan ernähre.
Für das Kind ist es ja auch etwas ganz Normales. Zumindest nicht mehr und nicht weniger als mit jeder anderen Ernährungsweise auch.

Falls das auf meinen Post bezogen war: Mir gehts in erster Linie darum, das Kind selbst wählen zu lassen, sobald es dazu fähig ist. Natürlich wird es vorher essen, wie ich es nach Gutdünken gestalte (wie das auch immer aussehen wird. Da hier in nächster Zeit keine Kinder eintrudeln, mache ich mir da keine Gedanken). Aber ich finds nicht gut, dem Kind tierische Produkte vorzuenthalten, wenn es diese essen möchte. Meine Mutter hat übrigens durchaus Dinge für uns gekocht, die sie selbst nicht mochte. Genauso wie ich auch schon Essen für andere gemacht habe, welches ich wenig oder gar nicht esse. Klar gibt es so gewisse Essgewohnheiten, die man seinem Kind natürlich irgendwie mit angewöhnt. Mir geht es aber in erster Linie darum, meinem Kind bestimmte Dinge nicht vorzuenthalten, genauso wie meine Mutter mir z.B. nie Milch verboten hat, obwohl sie davon wortwörtlich Würgereiz bekommt. Ihre Aussage war immer "solange ich das nicht runterwürgen muss". Im Gegenteil hat sie trotz eigener Vorlieben immer alles angeboten, auch wenn sie selbst es nicht mochte.

Meine beste Freundin aus Grundschultagen wurde auch immer vegetarisch ernährt und da gab es durchaus Diskussionen sowohl mit dem Mitschülern als auch mit den Eltern. Sie hat sich nachher für die vegetarische Lebensweise entschieden, aber zu denken, dass das Thema nie auf den Tisch kommt, halte ich für utopisch. Es wird mit Sicherheit irgendwann Diskussionsgegenstand. Wenn mein Kind mich mal fragen wird, wieso es kein Wurstbrot mit in die Schule bekommt, werde ich ihm unsere Überzeugung darlegen, aber ihm trotzdem die Wahl lassen, ob es ein Wurstbrot haben möchte.


Dass ich mir NIE Gedanken um das Für und Wider der tierischen Ernährung meiner Hunde gemacht habe, heißt übrigens nicht, dass ich nur auf meine Hunde achte und mir andere Tiere völlig egal sind. Ich versuche so gut es geht auf Tierversuche zu verzichten, ich meide jegliches Leder, sofern es mir möglich ist, ich esse so wenig Tierprodukte wie es mir möglich ist usw. usw. usw. (was mit Sicherheit schon mehr ist als das, was die meisten "Hipster-Veggis" machen, die sich so schimpfen, weils gerade so "in" ist). Das sind aber MEINE Prinzipien. Nicht die meiner Hunde. Ich versuche sinnvoll auf meine Umwelt zu achten und meide nicht alles, ohne irgendeine Reflexion. Ich will damit nicht sagen, dass ich damit problemlos Massentierhaltung o.ä. in Kauf nehme, aber dass es in einer Welt mit Fleischfressern auch Leid gibt, ist "leider einfach so". Würde man mir "das glückliche Schwein" vorsetzen: Ja, das würde ich bezahlen. Auch wenn es teuer ist. Aber auch das würde Leid bedeuten. Meinen Hund aber vegan zu ernähren würde m.E. ebenso Leid bedeuten, nämlich für den Hund.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #31
Ich sagte ja nur, dass es ein Dilemma ist ;)
BJ wird auch trotzdem nach wie vor mit Fleisch ernährt. Nichts desto trotz sollte man auch einfach mal die andere Seite mit allen Details kennen.

Wieso sollte ich meinem Kind nicht vorenthalten, was ich nicht für gut befinde? Ich werde meinem Kind auch andere Dinge vorenthalten. Es wird auch nicht jeden Tag Schokolade bekommen, auch wenn es die noch so will oder das Nachbarskind jeden Tag eine dabei hat. Chips genauso. Und ich denke, da sind wir uns alle einig.
Kinder können das einfach noch nicht selbst entscheiden. Dass es so ein großes Thema wird liegt einfach daran, dass wir eins daraus machen. Wir können das aber auch ganz vernünftig mit unserem Kind besprechen (die Wenigsten die ich kenne sagen auf die Aussage, dass dafür ein Schwein sterben muss mit "Njammi, her damit" ) und es schlicht und einfach natürlich vorleben.
Und nein, ich werde meinem Kind nichts kochen, was ich überhaupt nicht leiden kann. Auch meine Gäste bekommen nichts anderes :)

Ich denke, bis ich mal ein Kind haben werde und das alt genug für Diskussionen ist wird das alles wesentlich bekannter sein und gar kein großes Thema mehr. Das war als Vegetarier genauso - als ich damals anfing hieß es auch Mangelernährung und in Gaststätten musste man nach einem extra-Essen fragen.
Ich denke, dass sich das in den nächsten Jahren einfach mehr durchsetzt, sich mehr Leute einfach mal damit beschäftigt haben. Dann wird es nicht mehr so etwas "exotisches" sein, sondern nur eine Ernährungsweise unter vielen.
(Da fällt mir gerade auf, dass sich muslimische Kinder ja dann auch immer rechtfertigen müssen? Die essen ja auch kein Schwein.)
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #32
Off-Topic
Ich verstehe, was du meinst, aber ich finde, der Vergleich hinkt ein wenig. Natürlich sollte das Kind nicht jeden Tag Schokolade bekommen. Sollte mein Kind Fleisch essen wollen, würde es von mir auch nicht jeden Tag Fleisch bekommen. Aber ich würde ihm nicht die Möglichket vorenthalten, überhaupt mal Fleisch zu essen. Wieso? Weil es meine Meinung ist, ob ich tierische Lebensmittel meide oder nicht. Nicht die, meines Kindes. Es soll selbst seine Meinung bilden und ein Kind ab 4 Jahren kann durchaus die ersten Züge von Empathie selbst erfassen und spüren, also würde ich spätestens ab diesem Alter das Kind auch mitentscheiden lassen.

Und nein, ich werde meinem Kind nichts kochen, was ich überhaupt nicht leiden kann. Auch meine Gäste bekommen nichts anderes :)

Sowas finde ich schade (und das meine ich jetzt nicht (nur) auf tierische Lebensmittel bezogen), aber solange ich es nicht so halten muss :) Ich war und bin immer sehr froh gewesen, dass meine Mutter mir Dinge zubereitet hat, die sie selbst nicht mochte und auch mal ne Extrawurst für andere zubereitete.

Kann aber aus Erfahrung sagen, dass das sicher mal ein Thema wird. Halte es wie gesagt für utopisch zu glauben, dass das Kind von allein die eigenen Ansichten annimmt. Vielleicht dreht sich dann das Bild und unsere Kinder müssen sich gegen uns durchsetzen mit ihren Ansichten, wie wir uns früher bei unseren Eltern bzw. Gaststätten und der Gesellschaft an sich :lol: Ich will nicht ausschließen, dass diese "Veggi-Sache" eine Modeerscheinung ist. Was ich allerdings nicht hoffe, da ich die Reflexion bzgl. der eigenen Ernährung sehr begrüße. Egal, wie sich die Leute schließlich entscheiden.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #33
Off-Topic
Es soll selbst seine Meinung bilden und ein Kind ab 4 Jahren kann durchaus die ersten Züge von Empathie selbst erfassen und spüren, also würde ich spätestens ab diesem Alter das Kind auch mitentscheiden lassen.
Finde ich auch richtig. Bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder Fleisch tendenziell ablehnen, wenn sie wissen, dass das mal ein lebendes Tier war. Besonders, wenn sie mit einem solchen Tier aufwachsen. Hierbei kann man natürlich "Bauernkinder" anführen, die dennoch Fleisch essen, aber auf einem Hof wird im Regelfall auch eine andere Wertigkeit des Tieres vermittelt. Eben Nutz- und nicht Haustier. Kenne das selbst, da ich quasi vom Hof komme (Fleisch fand ich aber immer schon eklig- eben weil ich auch mal mit 9 gesehen habe wie geschlachtet wird).

Mein Lieblingsbeispiel: Meine Aufpasskinder wollten kein Geflügel mehr essen nachdem sie relativ viel Kontakt mit meinen Wellensittichen hatten. Die Große isst soweit ich weiß außer Fischstäbchen gar kein Fleisch mehr...mit 12 Jahren wohlgemerkt und aus freien Stücken. Und ich habe diesbezüglich nie auf die Kiddies eingewirkt- zum damaligen Zeitpunkt habe ich selbst auch noch Fleisch gegessen;)
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #34
Mein Kind muss auch nicht unbedingt meine Ernährungsweise übernehmen ;) Wie gesagt gehe ich sowieso davon aus, dass sich das spätestens erledigt hat, wenn es eigenes Taschengeld bekommt und die Freunde geschlossen zum Burger-Laden spazieren :)
Es soll nur alle Infos haben, um sich eine eigene Meinung zu bilden und wissen, woher das Fleisch kommt. Und natürlich, dass man manchmal für seine Überzeugung auch gegen den Strom schwimmen muss und das auch kann, ohne dass das ein gesellschaftlicher Ruin ist.

Und mein Besuch kriegt auch manchmal "Extra-Würste". So ist das nicht ;) Ich kann ganz viele andere tolle Alternativen anbieten. Aber ich kaufe eben nunmal kein Fleisch für sie ein und werde das auch nicht zubereiten. Bis jetzt hat sich auch noch nie einer beschwert - und ich habe sehr offene Freunde, die das auch sagen :)
Beim Grillen kann sich auch jeder sein Fleisch mitbringen, ich bin da recht tolerant und muss nicht jeden überzeugen. Aber genauso wie ich andere für ihre Art und Weise der Ernährung nicht blöd anmache erwarte ich das genauso.

Gib mir mal ein Beispiel, was du für deine Gäste zubereitest, was du selbst nicht magst? Ich kann´s mir gerade einfach nicht vorstellen, weil man das dann ja auch nicht abschmecken kann und sowas.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #35
Off-Topic
Und mein Besuch kriegt auch manchmal "Extra-Würste". So ist das nicht ;) Ich kann ganz viele andere tolle Alternativen anbieten. Aber ich kaufe eben nunmal kein Fleisch für sie ein und werde das auch nicht zubereiten. Bis jetzt hat sich auch noch nie einer beschwert - und ich habe sehr offene Freunde, die das auch sagen :)
Bei uns ist es regelmäßig so, dass unsere Freunde (bis auf einen alle Fleischesser) uns unser Essen wegessen, weil das ja so lecker ist und so:mrgreen: Dafür sind die so niedlich und bringen zum Grillen nur noch vegetarische/vegane Salate beim Grillen etc. mit...Und Hundeleckerchen:mrgreen:
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #36
Hey,

ich koche auch oft dinge die ich nicht essen kann/mag. Hab ne schwere laktoseunverträglichkeit, aber wenns dann mal irgendwas mit Milchprodukten gibt schmeck ichs auch ab. Ist ja nicht so als ob ich sofort tot umfallen würde. Abschmecken lass ich dann immer die die es auch essen wollen (bestes beispiel rosenkohl *bääh*). Aber in nen Topf schmeißen ist ja keine Kunst.

Meine Mutter isst z.b keinerlei Fisch oder Meeresfrüchte, aber mal ein Forellenfilet in die Pfanne knallen schafft sogar sie (und sie kann nicht kochen :mrgreen:)

Wobei es bei uns im Umfeld eher die Veggies sind die die "extrawüste" bekommen. Wir sind alle durch die Bank fleischesser ^^ Ich kann denen auch mal so ein ersatz-würstchen oder so zubereiten. Aber essen würd ichs nie... ich mag sie nicht
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #37
Ergänzung zu meinem vorigen Beitrag

Zugang zu den zuvor genannten Studien zur veganen Hundeernährung gibt es z.B. über die „National library of medicine“. Dort kann man über die Suchmaschine die Zusammenfassungen der Studien einsehen und sich zum jeweiligen Verlag weiterleiten lassen, um dort die ausführliche Studie runterzuladen (kostenpflichtig). Auch jede andere medizinische Bücherei mit elektronischem Zugang (z.B. Uni-Büchereien) sollte das ermöglichen.



Was Sie genau mit „künstlichen Zusätzen“ meinen ist mir nicht klar?



In den Studien wurden u.a. Blutwerte (großes Blutbild und in der Diskussion stehende Werte wie z.b. Taurin, physischer Zustand (Ausdauer und Leistungsfähigkeit im Vergleich zu den nicht-veganen Hunden), Akzeptanz, Verdaulichkeit als Parameter verwendet.


Entschuldigen Sie, wenn mein Beispiel irreführend war: ich wollte damit darstellen, dass man grundsätzlich nicht eine mehrere Tausend Jahre alte Lebensweise - egal ob sie sich auf Ernährung, Habitat oder Verhaltensweise bezieht, mit unserer Zeit vergleichen kann. In diesem Fall zählt, ob ein Organismus ein Nahrungsmittel verdauen kann oder nicht.
Wer Fleisch verdauen kann muss nicht notwendigerweise pflanzliche Kost nicht verdauen können.


Dass Kühe, Schweine, Hühner und andere Wirbeltiere in gleichem Maße Schmerz, Trauer, Stress und Liebe empfinden können wie Hunde, wie wir, steht außer Frage (interessant hierzu z.B. die „Cambridge Declaration on conciousness“ - darüber gibt es auch frei verfügbare Artikel im Internet).
Warum sollte ich also einen Unterschied machen zwischen dem Leid eines Hundes - und dem Leid eines „Schlachttieres“?


Wenn ich in der Lage bin, einem Hund mit veganem Futter ein glückliches, sorgenfreies Leben zu ermöglichen (was problemlos möglich ist, wie ich auch aus eigener Erfahrung berichten kann), warum sollte ich das nicht tun?


Ich möchte mich hiermit aus diesem Forum wieder verabschieden. Ich hatte es zufällig beim googeln entdeckt und wollte einen konstruktiven Beitrag leisten. Ich wünsche Ihnen weiterhin eine aufschlussreiche Diskussion.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #38
Dort kann man über die Suchmaschine die Zusammenfassungen der Studien einsehen
Ich lese Studien immer lieber im Ganzen ;).

Was Sie genau mit „künstlichen Zusätzen“ meinen ist mir nicht klar?
Damit meine ich Zusätze wie Mineralstoffe und andere Granulatpulver, aber auch Geschmacks- und Konservierungsstoffe, die sicherlich beigegeben werden müssen, vermutlich in höherer Menge als bei einem Futter mit Fleisch. Da wir aber von vegetarisch sprechen würde mich interessieren, ob das Futter andere tierische Produkte wie Ei enthält? Es besteht ja immer noch ein Unterschied zwischen vegetarisch und vegan.

In den Studien wurden u.a. Blutwerte (großes Blutbild und in der Diskussion stehende Werte wie z.b. Taurin, physischer Zustand (Ausdauer und Leistungsfähigkeit im Vergleich zu den nicht-veganen Hunden), Akzeptanz, Verdaulichkeit als Parameter verwendet.
Das empfinde ich nun aber alles nicht als sonderlich essentiell. Taurin ist sowieso umstritten, ob es zusätzlich beigegeben werden muss oder nicht, die Akzeptanz ist auch so eine Sache, der mit Geschmacksstoffen aus dem Weg gegangen werden kann und dass Gemüse verdaut werden kann hat hier auch keiner bestritten. Die Frage ist, ob so eine Ernährung zu Mangelerscheinungen führt und ob es andererseits ethisch vertretbar ist, einen Fleischfresser zum Vegetarier machen. Es gibt die Seite der Nutztiere und die Seite der Fleischfresser. Beide sollten gleich behandelt werden, nur gehört es nunmal dazu, dass ein Hund Fleisch frisst und das zwanghaft umstellen zu wollen halte ich für falsch. Und ich mache durchaus keinen Unterschied zwischen Schlacht- und Haustier, was das Leid und das Schmerzempfinden angeht, nur enthalte ich meinem Hund die für ihn passende Ernährung nicht vor.

Außer dem Hirn und dem zentralen Nervensystem beziehen alle Organe und Gewebe ihre Energie in erster Linie aus Fett, was einen Brennwert von etwa 39kJ/g aufweist, Kohlehydrate liegen bei etwa 17kJ/g. Das ist zwar immer noch gut und Platz zwei der Liste, aber dennoch ein beträchtlicher Unterschied. Mal ganz abgesehen davon, dass Eiweiß einen Brennwert von fast etwa 28 kJ/g im Gewebe aufweist, weil es für dessen Erhalt und Aufbau zuständig ist – wohl gemerkt tierisches. Wie umgeht man das bei vegetarischem Futter? Und wie will man auf lange Zeit dafür sorgen, dass es durch diese Ernährung zu keinem Mangel kommt, wenn doch der Stoffwechsel des Hundes genau darauf ausgelegt ist?

Genau darum wage ich die Sache mit dem glücklich und sorgenfrei zu bezweifeln, zumal keiner von uns wissen kann, ob sein Hund dem menschlichen Verständnis nach »glücklich« ist.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #39
Was mich an dem veganen Futter bis jetzt gestört hat ist einfach die Zusammensetzung. Immer ganz viel Mais und Getreide, das verträgt mein Hund zum Beispiel gar nicht.
Ich denke aber ehrlich gesagt, dass es keinen großen Unterschied macht, ob ich meinem Hund nun das vegetarische/vegane Futter gebe oder so ein Discounter-TroFu. Da wird alles essentielle ja auch nur zugefügt, Fleisch ist, wenn überhaupt, auch nur in Spuren vorhanden.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #40
(Da fällt mir gerade auf, dass sich muslimische Kinder ja dann auch immer rechtfertigen müssen? Die essen ja auch kein Schwein.)
Ich pick´ mir das jetzt mal raus - so als Grundschullehrerin sei mir das erlaubt ;)
Bei uns muss sich niemand für nichts rechtfertigen.
Ich hab´ regelmäßig muslimische Kinder in der Klasse (im Moment nur "ein halbes" - Mutter Marokkanerin, Vater deutsch, und auch das erst ab dem kommenden Schuljahr) Vorher hatte ich aber durchaus auch 4-6 muslimische Kinder in der Klasse, die sogar penibel darauf geachtet haben, dass sie z. B. keine Gummibärchen essen, weil da ja Gelatine drin ist...
Das war für die übrigen Kinder aber nie ein Problem, die haben das so akzeptiert. Wenn wir gemeinsame Frühstücke veranstaltet haben, kam von den muslimischen Kindern eben schweinefleischfreier Aufschnitt oder Gemüse oder sonstwas Leckeres... alles kein Thema...
Wir sprechen auch darüber, warum das so ist, und es gab da noch nie Probleme...
Ich hab´ jetzt auch ´ne Zeugin Jehovas in meiner Klasse - man sollte meinen, dass das auch nicht so ganz einfach ist - aber wir reden einfach offen drüber, die Eltern sind zufrieden, das Kind ist zufrieden und akzeptiert - joar...
Ein bisschen über den eigenen Tellerrand schauen schadet nie....

Ich habe keine eigenen Kinder - aber wenn ich welche hätte, würde ich denen auch erstmal alles anbieten, einschließlich Fleisch... Und wenn sie dann irgendwann selber zu dem Schluss kommen, dass sie lieber vegetarisch/vegan leben wollen würden - so what? Dann sollen sie es tun...
Mit Süßigkeiten vollstopfen würde ich sie natürlich nicht, die gäbe es einfach rationiert ;)

Ach so - ich bin ohne Haustiere aufgewachsen (leider :() - aber mein Opa hatte immer Kaninchen als Schlachttiere... der ist zwar gestorben, als ich 4 war, aber ich erinnere mich noch sehr gut. Und ich esse trotzdem Kaninchen (ja, schlagt mich)...
Insgesamt esse ich wenig Fleisch, vielleicht 1x pro Woche, wenn überhaupt...
Und wenn ich bei Vegetariern/Veganern zu Besuch bin (von denen es zugegebenermaßen in meinem Freundeskreis fast keine gibt), hab´ ich auch überhaupt kein Problem damit, vegetarisch/vegan zu essen oder auch umgekehrt entsprechend zu kochen (wobei ich da Hilfestellung brauche, weil ich mich nicht so auskenne ;) )

Aber einen Hund vegetarisch oder gar vegan zu ernähren... das kann ich mir einfach nicht vorstellen...
Wir haben keinen Hund, sondern Katzen... und ich werd´ den Teufel tun, die vegetarisch/vegan zu ernähren - selbst wenn ich irgendwann tatsächlich auf den Vegetarier-Tripp kommen sollte ;).
LG, seven
 
Thema:

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