Freigang oder Wohnungshaltung?

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  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #1
Goldkater

Goldkater

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Hallo,
wenn die Katze nicht raus soll, dann holt euch ein älteres Tier aus dem Tierheim, von denen man weiss, daß man sie in der Wohnung halten kann. Wie eine junge Katze sich entwickelt, kann man nämlich nicht vorhersagen. Einen abenteuerlustigen Tiger in der Wohnung zu halten, ist nicht lustig. Auch nicht, wenn der Tiger nur 5 kg wiegt. So eine wird euch die Wände hochgehen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn ihr partout nur eine Katze aufnehmen wollt anstatt zwei, die sich in einsamen Stunden Gesellschaft leisten können, dann nehmt ein älteres Tier aus dem Tierheim, von denen man weiß, daß sie sich nicht mit anderen Katzen verträgt.

Ich würde auch dazu abraten, die Katze an nur einem Wochenende 800 km quer durch die Weltgeschichte zu kutschieren. Das ist enormer Streß für Katzen. Streß macht krank. Ausserdem müßte man bei den Eltern höllisch aufpassen, daß sie nicht rauswitscht. Was wäre dann? Holland in Not. Es findet sich bestimmt in der Nachbarschaft jemand, der an den Wochenenden gerne Katzendienst macht.

Seid ihr sicher, daß ihr eine Katze haben wollt, wieso keinen Hund?
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #2
Seid ihr sicher, daß ihr eine Katze haben wollt, wieso keinen Hund?

Vorgreifend geantwortet - wohl weil man einem Hund als berufstätiger so schlecht gerecht werden kann...

Ach Goldkater, so sehr ich Deine Beiträge sonst mag - aber ... meine kennen einfach nur Wohnungshaltung, sie sind bei mir (im Alter von 2 Jahren damals) das erste Mal überhaupt an die frische Luft (im Sinne von Balkon) gekommen. Sie lieben ihren Balkon, sie sind sehr aufgeschlossen und neugierig - vermutlich würden sie auch Freigang mögen. Aber auch wenn die Balkontür wieder geschlossen ist sind sie zufrieden und jammern nicht rum. Ich bin fest davon überzeugt daß, wenn ein Kätzchen von klein auf nichts anderes kennt, es auch nichts vermißt. Wie auch? Es weiß doch gar nicht, was es vermissen könnte...
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #3
Ich bin fest davon überzeugt daß, wenn ein Kätzchen von klein auf nichts anderes kennt, es auch nichts vermißt. Wie auch? Es weiß doch gar nicht, was es vermissen könnte...

So sehe ich es auch.
Meine sind auch mit Wohnungshaltung und Ausflügen auf den Balkon zufrieden.

@AnikaBremen:
Wenn Du unbedingt eine kleine Katze möchtest, dann rate ich, wie schon einige meiner Vorredner, auch unbedingt zu 2 Zwergen.
Die Wohnung ist jedenfalls gross genug! Und mit einigem Katzenmobiliar, wie Kratzbäumen, Kratzbrettern, höher angebrachten Brettern, wo sie drauf rumkraxeln können, Höhlen, Kartons, wird sie katzengerecht, und Ihr erkennt Eure eigene Wohnung bald nicht mehr wieder:mrgreen:
Ne, im Ernst, das klappt schon!

Ich würde die Katze(n) nur nicht am Wochenende durch die Gegend karren..
Autofahren ist für die meisten Katzen Stress und sie mögen es gar nicht.
Besser wäre es, es betreut sie ein Nachbar oder Freund in der gewohnten Umgebung, wenn Ihr nicht da seid.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #4
Ach Goldkater, so sehr ich Deine Beiträge sonst mag - aber ... meine kennen einfach nur Wohnungshaltung, sie sind bei mir (im Alter von 2 Jahren damals) das erste Mal überhaupt an die frische Luft (im Sinne von Balkon) gekommen. Sie lieben ihren Balkon, sie sind sehr aufgeschlossen und neugierig - vermutlich würden sie auch Freigang mögen. Aber auch wenn die Balkontür wieder geschlossen ist sind sie zufrieden und jammern nicht rum. Ich bin fest davon überzeugt daß, wenn ein Kätzchen von klein auf nichts anderes kennt, es auch nichts vermißt. Wie auch? Es weiß doch gar nicht, was es vermissen könnte...
Schön formuliert, Audrey :). So geht es mir mit meinen beiden auch.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #5
Meine 2 kennen auch nur die Wohnungshaltung. Da ich keinen Balkon habe, haben sie ein schönes Plätzchen am Fenster zum Garten. Dort sitzen sie meist und beobachten die Umgebung. Aber, das sie unzufrieden sind kann ich nicht sagen. Es wird auch bei mir nicht gejammert. Im Sommer nehme ich sie schon mal mit in den Garten. Wobei das nur mit meiner Katze klappt. Mein Kater war noch nie draußen und als ich es mal versucht habe, hat er Panik bekommen. Daher ist meine Meinung weiterhin, wenn eine Katze die freie Natur nicht kennt, wird sie diese auch nicht vermissen.
Eine Katze muß nicht gleich gestört werden nur weil man sie in der Wohnung hält. Die Wohnung muß dann einfach nur Katzenfreundlich gestaltet werden. Mit Kratzbäumen, höheren Bretten an der Wand usw.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #6
90 qm sind groß genug. Meine Freundin hält einen 1 1/2 Jahre alten Kater in einer kleineren Wohnung. Nebenan ist eine Hauptverkehrsstraße, wir hatten ihn als Baby einmal mit nach drausen genommen, durch den ganzen Lärm verschwand sein Interesse an der Außenwelt gänzlich.

Ich kenne mich mit Katzen und deren Erziehung nicht besonders aus. Aber vllt hilft es, eine junge Katze mit nach drausen zu nehmen, wenn gerade Radau herrscht, Müllabfuhr usw.

Allerdings kann auch eine Katze, die kein Interesse an der Außenwelt hat, sehr anstrengend sein. "Unseren" Kater sieht man machmal den halben Tag nicht, weil er sich irgendwo verkrochen hat und plötzlich wird man dann aus dem Hinterhalt angefallen, wenn man einen Raum betritt. Ich habe mich schon fast zu Tode erschrocken. Er lässt sich tagsüber auch nicht steicheln. Beim Versuch zwickt und schlägt er, um einen zum Spielen aufzufordern. Dann muss man sich allerdings auch Zeit nehmen und mit ihm spielen. D.h., man muss sich von ihm durch die Wohnung jagen lassen und den Spieß ab und an umderehen. Das braucht er einfach, bis ihm irgenwann die Augen zufallen. Deshalb verstehe ich nicht, wieviele ältere Menschen einzelne Katzen in ihren Wohnungen halten. Selbst ich bin ab und an fix und fertig, bis der Kater müde und zufrieden ist.

Naja, abends kommt er dann aber doch zum Kuscheln und man merkt, dass er ausgeglichen und glücklich ist. Selbst ich finde Freude an dem Tier, obwohl ich Katzen eigentlich nicht besonders leiden kann.

Fazit: Es ist durchaus möglich eine einzelne Katze in einer kleineren Wohnung zu halten. Es kann aber je nach Tier sehr anstrengend sein, es zufrieden zustellen.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #7
Fazit: Es ist durchaus möglich eine einzelne Katze in einer kleineren Wohnung zu halten. Es kann aber je nach Tier sehr anstrengend sein, es zufrieden zustellen.
Das ist aber definitiv nicht artgerecht, vor allem nicht für ein junges Tier :(. Euer Kater wäre um einiges "pflegeleichter", wenn er einen Artgenossen hätte und nicht nur auf euch angewiesen wäre. Vielleicht liest du dir mal mit deiner Freundin einige Beiträge zum Thema Katzen in Wohnungshaltung durch, dann wirst du bestimmt sehen, dass das für euren Kater nicht grad das tollste Leben ist. Und vielleicht kriegen wir euch dann zu einer Zweitkatze überredet ;).
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #8
Und vielleicht kriegen wir euch dann zu einer Zweitkatze überredet ;).

... und ihr müßtest euch dann nicht mehr zwicken, schlagen und anfallen lassen ;)

Also Molurus: möglich ist es, keine Frage. Aber ist es auch artgerecht und angenehm - für alle Beteiligten? Wie Du ja selber sagst: nein, nicht unbedingt.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #9
Er lässt sich tagsüber auch nicht steicheln. Beim Versuch zwickt und schlägt er, um einen zum Spielen aufzufordern. Dann muss man sich allerdings auch Zeit nehmen und mit ihm spielen. D.h., man muss sich von ihm durch die Wohnung jagen lassen und den Spieß ab und an umderehen. Das braucht er einfach, bis ihm irgenwann die Augen zufallen. Deshalb verstehe ich nicht, wieviele ältere Menschen einzelne Katzen in ihren Wohnungen halten. Selbst ich bin ab und an fix und fertig, bis der Kater müde und zufrieden ist.

Genau aus den Gründen empfehlen wir hier immer alle zu 2 Katzen, grad bei jungen Tieren.
Meine beiden sind genauso, die wollen Action, Toben, Raufen, sich beißen und kratzen (also im spielerischen Sinn gemeint)
Ich bin froh, dass ich das nicht machen muss, sondern sie diesen Part sich gegenseitig "antun" können.
Grad nach einem langen Arbeitstag, wo ich gestehen muss, manchmal auch gar kein Bock mehr hätte noch groß mit den Katzen zu toben, bin ich sehr dankbar, dass die sich gegenseitig auspowern und sie zu mir dann "nur" zum entspannten schmusen kommen und mir erzählen, was sie alles angestellt haben den Tag über.

Denn genau aus den Gründen haben wir uns letztes Jahr für Katzen und nicht für einen Hund entschieden, wir könnten die nötige Zeit für ein Hund nicht aufbringen.
Somit gibts auch Tage, wo es an der Zeit fehlen würde noch stundenlang eine Katze zu bespaßen, die, wenn sie alleine gehalten wird, ja nicht mit 5 Minuten Katzenangel zufrieden zu stellen ist.

In einer 90qm Wohnung ist aber genug Platz für zwei Kätzchen.
Unsere beiden leben glücklich auf nur knappen 50qm.
Sie haben einen großen und mehrere kleine Kratzbäume, Höhlen zum verstecken und belauern, Regalbretter, Schränke etc. wo sie drauf rumturnen können.
Auf zwei Fensterbänken sind Liegen angeschraubt, damit sie mehr Platz zum liegen und rausgucken haben, da unsere Fensterbänke recht schmal sind.


Fazit: Es ist durchaus möglich eine einzelne Katze in einer kleineren Wohnung zu halten. Es kann aber je nach Tier sehr anstrengend sein, es zufrieden zustellen.
Ich finde ein Mensch kann nie einer einzelnen Katze gerecht werden.
Hast du schon mal gesehen, wie zwei Katzen miteinander spielen?
ICH will da nicht mit einer Katze tauschen, weil das echt brutal aussieht.
Die beißen sich, kratzen sich, halten sich fest, treten mit den Hinterpfoten gegen den Kopf des anderen, während sie ihn im "Schwitzkasten" halten, jagen über Tische und Stühle und unterm Sofa durch.
Ich könnte da nicht mithalten, selbst wenn ich mal jagen und fangen mit Joy spiele.
Wenn die Katzen das spielen ist die ganze Wohnung Spielplatz, wenn ich das mit Joy spiele, dann grad mal auf einem Fleck im Wohnzimmer und in einer sehr harmlosen Variante, weil sie mich weder beißt noch dolle kratzt, weil mir das ja weh tun würde.
Im Grunde spielt sie da mit mir um mich glücklich zu machen und nicht ich mit ihr, um sie zufrieden zu stellen.

Und nach dem Spiel?
Schleckst du deine Katze liebevoll ab danach?
Ich meine nicht, ist mir etwas zu haarig.
Gegenseitig wird das aber regelmäßig dann gemacht, erst toben, dann kuscheln und abschlecken.
Und Joy zieht manchmal das Abschlecken von Destiny meiner kraulenden Hand vor!!
Muss also besonders schön sein, wenn sie das tun.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #10
Dem kann ich mich nur anschließen @Soraya282.

Katzen brauchen halt einen Partner. Die Katze meiner Freundin ist auch durch Einzelhaltung sehr hinterlistig geworden, wenn nicht sogar agressiv.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #11
Hallo nochmal,

wie gesagt, bin ich kein Katzenexperte und mein Urteil, dass die Einzelhaltung in Ordnung geht, beruht auf den wenigen Erfahrungen mit einem einzigen Tier. Andere werden es besser wissen.

Und nach dem Spiel?
Schleckst du deine Katze liebevoll ab danach?

dann wirst du bestimmt sehen, dass das für euren Kater nicht grad das tollste Leben ist.

Wenn das Versuche sein sollen, mir ein schlechtes Gewissen einzureden, dann seid ihr bei mir definitiv an der falschen Adresse. Ich war von Anfang an gegen die Katze. Er blieb von einem Wurf übrig, von dem der Halter (ein Bauer) überhaupt nicht begeistert war. Ich hätte die Aufnahme "verboten", hätte ich mir nicht das Geheule anhören müssen, dass ich die Katze dann auf dem Gewissen habe. Ich wunder mich selbst, dass ich mich mit dem Tier überhaupt abgebe, obwohl ich es anders angekündigt hatte, da ich - wie schon gesagt - überhaupt kein Katzenfreund bin.

Ergänzend kann ich sagen, dass schon 2 Versuche unternommen wurden, ihn zu vergesellschaften. Auf Probe. Ich war da nicht anwesend, habe mir aber sagen lassen, dass es "nicht gut ging".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #12
Wenn das Versuche sein sollen, mir ein schlechtes Gewissen einzureden, dann seid ihr bei mir definitiv an der falschen Adresse.
Nein, sollten es nicht sein. Nicht von mir und auch bei Soraya bezweifel ich das. Nur wollen wir natürlich immer gerne nicht ganz so tolle Situationen für Katzen verbessern, dafür ist das Forum schließlich da ;). Und wenn man keine Ahnung hat, freut man sich doch im Normalfall, Infos zu bekommen :eusa_think:. Sorry, wenn das falsch rüberkam, wir woltlen bestimtm nur helfen. Und viele eurer "Probleme" mit dem KAter würden sich durch ein zweites Tier von alleine lösen.
Da du aber selbst sagst, dass du kein Katzenfreund bist und dem ganzen ja recht ablehnend gegenüber stehst, solltest ihr vielleicht noch mal überlegen, ob der Kater es woanders nicht besser hätte.
Die Vergesellschaftungsversuche sind wahrscheinlich einfach durch Unwissenheit nach hinten losgegangen. So was geht nun mal nicht von heute auf morgen und ist mit viel Streß und auch mit Kämpfen verbunden.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #13
Ein schlechtes Gewissen will ich niemandem machen, nur aufzeigen, was für drastische Unterschiede es sind, wenn die Katze eine andere Katze zum spielen hat, oder nur den Menschen.

Ergänzend kann ich sagen, dass schon 2 Versuche unternommen wurden, ihn zu vergesellschaften. Auf Probe. Ich war da nicht anwesend, habe mir aber sagen lassen, dass es "nicht gut ging".
Wie lange gingen diese Versuche "auf Probe" denn?
Katzen vergesellschaften kann mitunter Monate dauern!!
Da brauch man viel Geduld und starke Nerven.
Da wird zu 99,9% am Anfang gefaucht, gehauen, sich versteckt und wieder gefaucht.
Dann ordentlich geprügelt, wieder gefaucht und sich aus dem Weg gegangen.

Katzen sind keine Hunde.
Hunde freuen sich ja meistens darüber Artgenossen zu treffen und fangen fast sofort an mit denen zu spielen.
Katzen sind da ganz anders.
Wenn ne neue Katze ins Revier kommt, wird die erst mal angefaucht, ist ja nen Rivale, noch dazu im eigenen Revier.
Die aller wenigsten Katzen stürzen sich freudig auf einen neuen Mitbewohner, wenn sie vorher längere Zeit alleine gelebt haben.
Katzen sind sehr besitzergreifende Wesen, aber ebenso sehr fürchten sie, wenn eine neue Katze hinzukommt, ihren "Besitz" an die neue Katze zu verlieren, sind eifersüchtig und alles andere als Erfreut im ersten Augenblick.

Aber am Ende find ich lohnt sich die Mühe.
Bei uns hats 2 Wochen gedauert, bis meine beiden sich geliebt haben.
Heute sind sie unzertrennlich.
Und ich bin sehr froh, dass uns von unserer Züchterin von Anfang an geraten wurde, entweder zwei oder gar keine!


EDIT: Da war Ina schneller als ich :mrgreen:
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #14
Off-Topic
ach Leute, ich mag eure Beiträge ja auch gerne ;-)
Ihr dürft mich alle mal besuchen kommen und gucken was die Katzen draussen so treiben, würde mich echt freuen :)

Aber ihr dürft nicht, wenn ich jemand anderem versuche klarzumachen was alles negativ an der Wohnungshaltung ist, das auf euch und eure Katzen beziehen. Ich verurteile niemanden pauschal, der seine Katzen in der Wohnung hält... und versuche ja, Wohnungshaltung zu akzeptieren, wo es halt nicht anders geht, sei es, weil es Rassekatzen sind, die geschützt werden sollen, oder weil es die Wohnlange nicht zulässt, oder weil es der Vermieter nicht erlaubt. Nur- ich bin halt der Überzeugung, daß Katzen draussen glücklicher leben und deswegen predige ich immer davon :angel: Ich gehe sogar soweit, daß Freilauf für Katzen höher anzurechnen ist, mehr Lebensqualität bietet als ein samtpfötiger Kumpel.
Wer nie seine Katzen draussen erlebt hat, kann nicht wissen, was ich meine. Das finde ich auch immer sehr schwierig zu vermitteln. Also nochmal: es geht mir nicht darum, Wohnungshaltung schlecht zu machen. Es geht mir darum, für Freilauf zu werben.
Ich erzähle ja keine erfundenen Märchen. Oft stellt es sich erst nach 1,2 Jahren heraus, die Katze ist zu temperamentvoll und begehrt mehr von der Welt zu sehen. Dann hat man das Tier aber schon so lieb gewonnen, daß an eine Abgabe gar nicht zu denken ist. Was also dann tun?
Ich muss ehrlich zugeben, mir zerreist es jedesmal das Herz, wenn ich von Katzen höre, die so lebhaft sind und nicht rausgelassen werden (können). Denn selbst wenn diese Katzen die Welt da draussen nie kennengelernt haben, sie sind nicht blöd. Sie haben Augen, Ohren und eine Nase und wissen, daß es hinter der Wohnungstür noch etwas zu entdecken gibt.
Ihr wisst ja auch, wie oft um Rat gefragt wird, weil die Katzen an den Tapeten kratzen, nicht ins Klo pinkeln, einen aus dem Hinterhalt anfallen, usw usf.....
Bei uns hier aus dem Tierheim Reutlingen bekommt man Katzen nur unter der Bedingung, daß man ihnen Freilauf bietet.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #15
Wer nie seine Katzen draussen erlebt hat, kann nicht wissen, was ich meine.

Nein, MEINE hab ich noch nie draußen erlebt. Aber es ist ja nicht so daß ich keine Freigänger kennen würde. Die Nachbarskatze meiner Eltern ist Freigängerin und quasi meine "Drittkatze", ich kenn sie seit sie ein Kitten ist, und bei ihr würde ich sagen: sie würde absolut nichts missen wenn sie keine Freigängerin wäre. Die tingelt vom Haus meiner Eltern zu ihren Besitzern und wieder zurück, schläft bei meinen Eltern im Haus oder in deren Freisitz und zuckt nichtmal mit den Augen, wenn ein Schmetterling direkt vor ihrer Nase vorbeifliegt. Am meisten freut sie sich über menschliche Gesellschaft.

Aber natürlich ist sie absolut nicht der Maßstab aller Freigängerkatzen, völlig klar - nur: solche gibt's eben auch. Oder solche wie meine, oder Inas, oder Petras.... ;)

Bei uns hier aus dem Tierheim Reutlingen bekommt man Katzen nur unter der Bedingung, daß man ihnen Freilauf bietet.

das hab ich schon von einigen Tierheimen gelesen und ist mir immer wieder ein absolutes Rätsel - sollen sie lieber im Tierheim (eingesperrt!) alt und grau werden, als in einer Wohnung? Nein, das versteh ich wirklich nicht.

Off-Topic
jetzt weiß ich wenigstens endlich, aus welcher Ecke du kommst ;)
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #16
Ist es nicht aber so, dass dem Freiheitsdrang der Katze unser Wunsch nach vierbeiniger Gesellschaft übergeordnet wird, wenn zum Beispiel eine Katze in einer Großstadt im dritten Stock einer Mietwohnung gehalten wird, ohne auch nur die Chance auf Freigang zu haben?
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #17
a) Miete oder ETW ist doch völlig egal.

b) wo genau ist der Unterschied zwischen Großstadt 3. Stock und... meiner Haltung (sorry Goldkater, jetzt fang ich doch wieder persönlich an, mein ich aber nicht so ;)) - also d.h. Dorf und 2. Stock - und auch keine Chance auf Freigang? Keine Chance auf Freigang ist keine Chance auf Freigang, egal wo.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #18
War auch nur ein Beispiel....
Ich finde die Argumentation "...es geht halt nicht anders weil Hauptverkehrsstraße in der Nähe" oder " 3. Stock und mein Vermieter erlaubt nicht, dass Katze im Garten rumläuft" immer unbefriedigend, weil man das ja vorher weiß und ich nicht ohne Grund einem so instinktgeprägten Wesen wie einer Katze den Freigang verwehren würde.
Geeignet finde ich so eine Unterbringung für Katzen, die mit Freigang nicht (mehr) umgehen können aber nicht für Kleine, die ihr ganzes Leben und eine ganze noch zu entdeckende Welt noch vor sich haben.
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #19
Geeignet finde ich so eine Unterbringung für Katzen, die mit Freigang nicht (mehr) umgehen können

Und woher kommen Deiner Meinung nach Katzen, die mit Freigang nicht mehr umgehen können?
Die dürfte es ja Deiner Argumentation nach erst gar nicht geben, weil ja alle Katzen angeblich draussen so glücklich sind;)
 
  • Freigang oder Wohnungshaltung? Beitrag #20
Hallo an alle,

meiner Meinung nach sollte man einer Katze Freigang bieten, wenn die Möglichkeiten dazu bestehen. Und ja, es gibt zahlreiche Vorteile für den Freigang, aber auch etliche Nachteile. Unser Haus haben wir auch ganz bewusst nach den Kriterien unserer gewünschten Tierhaltung ausgesucht.

ABER an der Stelle muss ich trotzdem mal eine Lanze für die "Wohnungshalter" brechen. Stellt euch nur mal vor, alle Wohnungskatzen stünden von jetzt auf gleich auf der Straße und nur weil eine Katze nicht in der Wohnung gehalten werden soll, sollten diese Menschen lieber ohne Katze bleiben? Nee, nicht ernsthaft. Die Tierheime würden dermaßen überquellen und eine Unzahl an herrenlosen Tieren würden durch die Gegend laufen.

Sicher, es gibt noch weitaus mehr Argumente... aber ich seh es auch ein bisschen aus diesem Blickwinkel. Und zu meiner aktiven TSV-Katzen-Vermittlungszeit war es mir wichtiger, die Tiere in ein liebevolles - nur "Wohnungszuhause" abzugeben als dass sie ewige Zeiten auf eine Vermittlung warten, immer älter werden, sich niemand mehr für sie interessiert und damit nie die Chance auf ein Zuhause haben.
 
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